Bauinformant bloggt Bauinformationen

Broschüre informiert über Gefahrstoff Asbest

Forschung, Veröffentlichungen — geschrieben von bauinformant @ 10:17
Medieninformation
Bundesinstitut für Bau, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

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Broschüre informiert über Gefahrstoff Asbest

Kein Baustoff hat so viel Staub aufgewirbelt wie Asbest. Von der "Wunderfaser" ist die einst geschätzte Asbestfaser zu einem Reizwort geworden. Schätzungen zufolge sind in Deutschland bis 2015 noch etwa 190.000 auf Asbest zurückzuführende Erkrankungen zu erwarten. Der Umgang mit dem Baustoff ist inzwischen nur noch bei Abbruch und Sanierung von Gebäuden zulässig. Werden solche Arbeiten nicht fachgerecht ausgeführt, können große Mengen des Stoffes freigesetzt werden.

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung (BBSR) informiert deshalb in einer neuen Broschüre über den Gefahrstoff Asbest. Das Heft wendet sich besonders an Bauherren, Architekten, Ingenieure und Beauftragte, die mit Sanierung, Abriss und Entsorgung von asbesthaltigen Bauprodukten betraut sind. Welche asbesthaltigen Baustoffe gibt es? Wie groß ist der Umfang der Altlasten? Wie lassen sich Asbesterzeugnisse nachweisen? Bei welchen Arbeiten ist die potenzielle Asbestbelastung am größten? Welche Rechtsgrundlagen sind beim Umgang mit den Erzeugnissen zu beachten? Das Heft zeigt zudem auf, worauf es bei der Beseitigung und Verwertung von Asbestabfällen ankommt. Dazu der Autor, Dr. Roland Herr: "Die heute praktizierte Entsorgung durch Deponierung ist praktikabel und kostengünstig, aber keine endgültige Lösung. In Deutschland werden nach wie vor jedes Jahr große Mengen entsorgt. Deshalb müssen die Verfahren zur Dekontaminierung und Verwertung von Asbest weiterentwickelt werden."

Das Heft ist in der Reihe "BBSR-Berichte KOMPAKT" erschienen und kann kostenlos bei silvia.haupt@bbr.bund.de angefordert sowie auf der Website des Forschungsinstituts heruntergeladen werden:
Broschüre: Gefahrstoff Asbest - pdf-Dokument


Kontakt:
Christian Schlag, Stab Wissenschaftliche Dienste
Tel.: +49(0)22899 401-1484
christian.schlag@bbr.bund.de

Ansprechpartner für inhaltliche Fragen:
Dr. Roland Herr, Referat II 6 - Bauingenieurwesen, Baustoffe, Baukonstruktion
Tel.: +49(0)22899 401-3414
roland.herr@bbr.bund.de


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Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Es berät die Bundesregierung bei Aufgaben der Stadt- und Raumentwicklung sowie des Wohnungs-, Immobilien- und Bauwesens.

Leitfaden zur regionalen Daseinsvorsorgeplanung

Forschung, Städtebau, Verbände, Veröffentlichungen — geschrieben von bauinformant @ 18:54

Nina Wilke, Wissenschaftliche Dienste
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
31.03.2010 17:00
Die jetzt veröffentlichte Werkstatt: Praxis 64 bietet konkrete Handlungsempfehlungen für Regionen und Kommunen
Die Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge befinden sich in einem grundlegenden Strukturwandel. Demographische Veränderungen in der Bevölkerungs- und Altersstruktur führen zu Nachfrageverschiebungen, von denen Regionen und Kommunen unterschiedlich betroffen sind. Somit lassen sich für diese regional sehr unterschiedlichen Verhältnisse Lösungen nur in den Regionen selber entwickeln.

Um Regionen und Kommunen bei einer Anpassung der Daseinsvorsorgeleistungen zu unterstützten, veröffentlicht das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) den vorliegenden Leitfaden. Hierfür wurde für drei Modellregionen - die Landkreise Dithmarschen und Steinburg (Schleswig-Holstein), die regionalen Planungsregionen Mecklenburgische Seenplatte (Mecklenburg-Vorpommern) und Havelland-Fläming (Brandenburg) - eine integrierte, bereichsübergreifende Daseinsvorsorgeplanung entwickelt und in der Praxis getestet.

Der Leitfaden zur Daseinsvorsorgeplanung bietet einen umfassenden Überblick über die gesammelten Erfahrungen. Er informiert über die notwendigen Arbeitsschritte und illustriert diese durch viele gute Beispiele. So erhalten kommunale und regionale Akteure, Träger von Daseinsvorsorgeeinrichtungen aber auch interessierte Bürger wichtige Hintergrundinformationen über sinnvolle Organisationsmodelle, praktikable Methoden und geeignete Instrumente einer zukunftsfähigen regionalen Daseinsvorsorgeplanung.

Kontakt:
Nina Wilke, Stab Wissenschaftliche Dienste
Tel.: +49(0)228 99.401-1594
E-Mail: nina.wilke@bbr.bund.de

Fachlicher Ansprechpartner:
Klaus Einig, Referat I1
Tel.: +49(0)228 99.401-2303
E-Mail: klaus.einig@bbr.bund.de

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Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Es berät die Bundesregierung bei Aufgaben der Stadt- und Raumentwicklung sowie des Wohnungs-, Immobilien- und Bauwesens.
Weitere Informationen:
http://Die Veröffentlichung ist ein Ergebnis des MORO-Forschungsprojekts "Regionalplanerische Handlungsansätze zur Gewährleistung der öffentlichen Daseinsvorsorge": "http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/FP/MORO/Forschungsfelder/OeffentlicheDaseinsvors...;

Smart Home für ältere Menschen

Allgemein, Forschung, Veröffentlichungen — geschrieben von bauinformant @ 19:12

Dipl.-Ing. Guido Hagel, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung / Referat II 3 - Forschung im Bauwesen, Techn. Gebäudemanagement
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
 
24.03.2010 13:59
Smart Home für Ältere
Smart Home für Ältere
Fraunhofer IRB / BBSR
 
Der Wunsch älterer Menschen nach einem selbstbestimmten Leben erfordert einschneidende Veränderungen von Alltagsorganisation und Lebensführung. Es liegt nahe, Informations- und Kommunikationstechnologien, die in den letzten Jahren in allen gesellschaftlichen Bereichen angewendet werden, auch für den Wohn- und Lebensbereich älterer Menschen nutzbar zu machen. Smart Home steht hier für die Verknüpfung und Steuerung der Haustechnik und Elektronik über ein zentrales Computersystem.

Neuer Bericht aus der Bauforschungsförderung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).
Ein Durchbruch in der Anwendung von Smart-Home-Technologien blieb bisher aus. Die Gründe hierfür sind vielschichtig und lassen sich nicht allein durch offensichtliche Defizite, wie umständliche und wenig attraktive Benutzerführung, teure Installationskosten sowie die geringe Technikaffinität älterer Menschen erklären. Hinzu kommt eine andauernde Zurückhaltung der Wohnungswirtschaft, der Wohnungsbaugesellschaften und sonstiger Investoren der Bauwirtschaft.

Nach ca. 20 Jahren Erfahrung mit Smart-Home-Konzepten eröffnen sich jetzt neue Chancen. Einerseits ist von einer erheblich gestiegenen Computer-Affinität auch älterer Menschen auszugehen, sodass vorhandene Technikbarrieren weniger spürbar sind. Weiterhin sind die Bediendisplays und Anwendungsfunktionen benutzerfreundlicher und fehlerresistenter geworden. Beide Entwicklungen führen zu einer höheren Akzeptanz.
Smart-Home-Technologien können die Sicherheit erhöhen, die Pflege erleichtern, direkte Unterstützung im Alltag bieten und präventive Maßnahmen unterstützen.
Welche technischen Entwicklungen zur Unterstützung einer selbständigen Lebensführung im Alter existieren mittlerweile und wie hilfreich sind diese?

Das Berliner Institut für Sozialforschung versuchte in einer Analyse von Best-Practice-Beispielen, diese Frage zu beantworten. Durchgeführt wurden Expertengespräche mit verschiedenen Akteuren, wie Betreibern, Technikern, Leitern von Nachbarschaftsheimen und ambulanten Diensten, sowie qualitative Interviews mit Bewohnern. Zusätzlich wurden zur Bewertung der Nutzerfreundlichkeit der technischen Installationen, strukturierte Beobachtungen der Bewohner während der Nutzung der smarten Technik ausgewertet.

In den evaluierten Wohneinrichtungen sind ganz unterschiedliche Technikkonzepte umgesetzt worden. Ein Teil der Projektträger setzte mehr auf Sicherheitstechnik oder Komfort, der andere legte den Schwerpunkt auf Kommunikation und/oder Prävention. Gemeinsam ist aber ihnen das Anliegen, die Lebensqualität der älteren Bewohner zu verbessern oder so lange wie möglich zu erhalten.

Einige der evaluierten Beispiele zeigen, dass nicht nur die Wohnung und/oder das Haus, sondern auch die sozialen Kontakte in die technische Vernetzung einbezogen werden sollten. Das soziale Umfeld ist eine zentrale Ressource des Wohnens, soziale Kontakte sind wesentlich für eine befriedigende Lebensführung im Alter.
Die Potentiale der klassischen Informations- und Kommunikationstechnologien (Telefon, TV) und umso mehr der neueren IKT (Internet, Mobiltelefonie) können neue Formen urban-nachbarschaftlicher Aktivitäten unterstützen. Eingesetzt werden elektronische Medien, um nachbarschaftliche Kontakte zu verbessern und die Kommunikation von Mietern von Wohnanlagen anzuregen.

Die Zufriedenheit der Nutzer kann als groß angesehen werden. Die Probleme einer Akzeptanz solcher Technologien liegen im Vorfeld. Die meisten Menschen sind nicht bereit, sich präventiv zu rüsten. Es ist zudem deutlich geworden, dass für ältere Menschen der aktive Schritt, sich selbst um eine technische Ausstattung zu kümmern, meist eine Überforderung darstellt. In vielen Fällen waren es die Kinder, die ihren Eltern geraten haben, in eine entsprechend ausgerüstete Wohnung zu ziehen, oder die sich kümmern, dass entsprechende smarte Technik angeschafft wird.

Nach dem Überblick über die "smarten" Wohnformen für Ältere werden Leitlinien und Handlungsempfehlungen vorgestellt, wie die Wohnungswirtschaft, die Wohlfahrtsverbände, die freien Träger oder persönlich Interessierte erste Schritte auf dem Weg hin zu einem "smarten" Wohnen im Alter gehen können.

Smart Home für ältere Menschen
Handbuch für die Praxis

Berliner Institut für Sozialforschung
Sibylle Meyer & Eva Schulze

ISBN 978-3-8167-8136-3

Der Forschungsbericht ist über das
Fraunhofer Informationszentrum Raum und Bau (IRB)
Nobelstraße 12
70567 Stuttgart
irb@irb.fraunhofer.de
http://www.irbdirekt.de
zu beziehen

Weitere Informationen zur Bauforschungsförderung:

Guido Hagel
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Referat II3 - Forschung im Bauwesen, Technisches Gebäudemanagement
Deichmanns Aue 31-37, 53179 Bonn
Tel. 0228 99 401 1482

Bauforschung für die Praxis, Band 93

Forschung, Veröffentlichungen — geschrieben von bauinformant @ 21:44
Jetzt erschienen: Bauforschung für die Praxis, Band 93

25.02.2010

Entwicklung von alternativen Finanzierungsmöglichkeiten für mittelständische Bauunternehmen
Sicherung der Existenz des Unternehmens und seiner Arbeitsplätze
Bauforschung für die Praxis, Band 93
Erwin W. Marsch, Christina Hoffmann, Karsten Wischhof
2010, 100 S., 64 Abb., Kartoniert
ISBN 978-3-8167-8225-4 | Fraunhofer IRB Verlag

Die Rahmenbedingungen der Unternehmensfinanzierung unterliegen in der heutigen Zeit tief greifenden Veränderungsprozessen. Gleichzeitig sind die Kreditentscheidungsprozesse in den Instituten deutlich komplexer geworden, getrieben durch die Richtlinien gemäß dem Ratingverfahren (Basel II). Die sich aus dem Rating ergebenen Bonitätskennziffern haben zudem Auswirkungen auf die erforderliche spezifische Eigenkapitalunterlegung der Banken. Diese Rahmenbedingungen erschweren, insbesondere den mit hohem Risiko belegten Unternehmen, wie Unternehmen der Bauwirtschaft, den Zugang zu Finanzressourcen. Eine der wichtigsten (alternativen) Finanzierungsmöglichkeiten ist die Sicherstellung eines bedarfsgerechten Liquiditäts- und Finanzmanagementsystems. Dazu gehört ein entsprechendes Planungssystem.

Mehr Informationen und Bestellung

Sonderveröffentlichung „Deutschland in Europa“ nun auch online verfügbar

Forschung, Städtebau, Veröffentlichungen — geschrieben von bauinformant @ 11:23
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) bewertet die Ergebnisse von ESPON 2006

Räumliche Entwicklung wird zunehmend als Teil der europäischen Integration verstanden. Umso wichtiger ist es, mit ESPON die Wissens- und Informationsgrundlagen der europäischen Raumentwicklungspolitik zu verbessern. Hier wurden bereits in der ersten Projektlaufphase 2002 bis 2006 mehr als 25.000 Berichtsseiten in 34 Projekten erarbeitet. Um diese Ergebnisse effizient nutzen zu können, erarbeitete ein Team deutscher ESPON-Experten eine Analyse der Ergebnisse für Akteure aus den Bereichen Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Sie verfolgten sechs Themenfelder, die einen engen Bezug sowohl zu den Leitbildern der deutschen Raumordnung als auch zu den Prioritäten der Territorialen Agenda der Europäischen Union (TAEU) aufweisen. Konkret handelte es sich um die Bereiche Städtesystem und Polyzentralität, semiurbane und ländliche Räume, Netzinfrastrukturen als Verkehrs- und Kommunikationsinfrastrukturen, Umwelt und Risikomanagement, Demographie sowie Wettbewerbsfähigkeit und Innovation.

Die nun auch online verfügbare Sonderveröffentlichung „Deutschland in Europa“ fasst die wichtigsten Auswertungsergebnisse zusammen und zeigt zukunftsorientierte Perspektiven für Deutschland und seine Regionen auf. Als 20-seitige Kurzfassung spiegelt sie prägnant den Stand der europäischen Raumforschung ergänzt um eine deutsche Sicht der Dinge wider. Weitergehende Darstellungen und Schlussfolgerungen aus der Aufarbeitung der Ergebnisse des ESPON-Programms 2006 werden in der entsprechenden Veröffentlichung in der Reihe Forschungen (Heft 135) des BBSR gezogen. Sie beziehen sich unter anderem auf analytische und thematische Lücken der europäischen Raumforschung und den sich daraus ergebenden Forschungsbedarf. Die Veröffentlichung kann kostenfrei beim BBSR bezogen werden: beatrix.thul@bbr.bund.de, Stichwort: Sonderveröffentlichung „Deutschland in Europa“

 

 Download: http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/Sonderveroeffentlichungen/2009/DeutschlandEuropa.html

Neben dieser 20-seitigen Kurzfassung ist außerdem eine deutsche Langversion, die ca. 100 Seiten umfasst, erhältlich:

http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/Forschungen/2009/Heft135.html

Beide Veröffentlichungen sind Ergebnisse des Ressortforschungsprojektes "Analyse der Ergebnisse des ESPON-Programms 2006 - Aussagen und Bedeutung für Deutschland". http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/FP/ReFo/Raumordnung/AnalyseESPON2006/01__Start.html

Informationen zu ESPON:

http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/FP/ESPON/espon__node.html  

Kontakt: Nina Wilke, Stab Wissenschaftliche Dienste, Tel.: +49(0)228 99.401-1594

E-Mail: nina.wilke@bbr.bund.de

Quelle:

Bundesinstitut für Bau, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Bauinformant ist nicht der Autor der eingestellten Information. Das Urheberrecht ist durch einen Direktlink und/oder die Quellenangabe gekennzeichnet bzw. vom Urheber zur Veröffentlichung genehmigt. Falls Sie einen Verstoß gegen das Urheberrecht vermuten, bitten wir Sie um eine Mitteilung, bevor unnötige rechtliche Auseinandersetzungen entstehen.

 

 

 


Leitfaden für den Umgang mit verwahrlosten Immobilien

 Veröffentlichung stellt Rechtsinstrumente und Fallbeispiele für die kommunale Praxis vor

In den Kommunen werden Stadtentwicklung und Stadtumbau oft durch verwahrloste Immobilien – so genannte „Schrottimmobilien“ – erschwert. Wenn die Gemeinde keinen Konsens mit dem Eigentümer erzielen kann, stehen ihr zahlreiche Instrumente des öffentlichen Rechts zur Verfügung – etwa bauplanungs-, bauordnungs- oder denkmalrechtliche Eingriffsbefugnisse.

Der Leitfaden stellt die Anwendungsmöglichkeiten dieser Instrumente im Umgang mit verwahrlosten Immobilien systematisch dar. Dabei werden nicht nur die den Gemeinden vertrauten und gleichwohl selten angewendeten Instrumente des Städtebaurechts behandelt, sondern auch zu wenig beachtete oder „vergessene“ Regelungen berücksichtigt. Die Anwendungsmöglichkeiten werden durch Fallbeispiele illustriert, die Anregungen für die Umsetzung in den Kommunen geben.

Darüber hinaus enthält der Leitfaden Hinweise, wie Kommunen die Anwendung von Rechtsinstrumenten bei Schrottimmobilien in die allgemeinen städtebaulichen Ziele und Planungen einbetten können. Denn eine schlüssige Gesamtstrategie kann die Akzeptanz der Regelungen fördern.

Die Veröffentlichung ist als Sondergutachten im Rahmen des Forschungsprojekts „Eigentümerstandortgemeinschaften im Stadtumbau“ im Experimentellen Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) des Bundes entstanden und kann kostenlos angefordert werden:

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung/Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (Hrsg): Leitfaden zum Einsatz von Rechtsinstrumenten beim Umgang mit verwahrlosten Immobilien („Schrottimmobilien“) Werkstatt: Praxis Heft 65, Bonn 2009

ISBN 978-3-87994-965-6; Bezug: forschung.wohnen@bbr.bund.de

Presse- und Rezensionsexemplare können angefordert werden bei: Christian Schlag, Stab Wissenschaftliche Dienste, Tel.: +49(0)22899 401-1484, christian.schlag@bbr.bund.de

Ansprechpartner für inhaltliche Fragen: Mathias Metzmacher, Referat II 12 – Wohnen und Gesellschaft, Soziale Absicherung Tel.: +49(0)22899 401-1422, mathias.metzmacher@bbr.bund.de Download des Leitfadens: http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/WP/2009/heft65__DL,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/heft65_DL.pdf Weitere Informationen zum Forschungsprojekt: http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/FP/ExWoSt/Forschungsfelder/2009/Eigentuemerstandortgemeinschaften/01__Start.html


Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Es berät die Bundesregierung bei Aufgaben der Stadt- und Raumentwicklung sowie des Wohnungs-, Immobilien- und Bauwesens.


Bauinformant ist nicht der Autor der eingestellten Information. Das Urheberrecht ist durch einen Direktlink und/oder die Quellenangabe gekennzeichnet bzw. vom Urheber zur Veröffentlichung genehmigt. Falls Sie einen Verstoß gegen das Urheberrecht vermuten, bitten wir Sie um eine Mitteilung, bevor unnötige rechtliche Auseinandersetzungen entstehen.

Wohnungsmarkt bleibt robust. Gebrauchte Häuser besonders attraktiv

Finanzierung, Wohnungswirtschaft, Veröffentlichungen, Nachhaltigkeit — geschrieben von bauinformant @ 18:12

Auch im Norden und Osten bemerkenswerte Preisstabilität - Günstige Bedingungen für Wohneigentumsinteressenten

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Die zehnte Ausgabe des LBS-Heftes "Markt für Wohnimmobilien 2009" ist auf ...

Berlin (ots) - Häuser und Eigentumswohnungen sind zur Zeit lohnende Kaufobjekte. "Gerade in der Krise erweisen sie sich als wertstabil", betonte Verbandsdirektor Hartwig Hamm heute bei der Vorstellung der LBS-Wohnungsmarktanalyse 2009 in Berlin. Sie stellten eine sichere Anlageform dar, und bei dem aktuell extrem niedrigen Zinsniveau sei Kaufen häufig schon von Anfang an günstiger als Mieten. Angesichts des schwachen Wohnungsneubaus müsse im übrigen damit gerechnet werden, dass das Angebot in den nächsten Jahren eher knapper und teurer werde.

Basis der Veröffentlichung ist die jährliche Umfrage bei den LBS-Immobiliengesellschaften (LBS-I) und Sparkassen. Mit knapp 26.000 vermittelten Objekten (im Jahre 2008) sind die Immobilientöchter der LBS mit Abstand die größte Maklergruppe Deutschlands. Ihre Fachleute berichten jeweils im Frühjahr über die aktuelle Angebots-, Nachfrage- und Preissituation für die wichtigsten Wohnungsmarktsegmente in weit über 600 Städten Deutsch-lands.

Auch die aktuellen Daten zeigen erhebliche regionale Preisunterschiede für Wohneigentum, nach dem Motto "Höherer Wohlstand, höhere Preise". Das gilt gerade auch für gebrauchte frei stehende Einfamilienhäuser, die nach der LBS-Analyse auf der Beliebtheitsskala ganz oben rangieren. Preisführer ist hier erneut die bayerische Landeshauptstadt München. Dort kostet das typische Bestandsobjekt in mittlerer bis guter Lage 730.000 Euro und damit gut 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Unter den Großstädten liegt Wiesbaden auf Platz 2 mit 600.000 Euro, mit einigem Abstand dahinter folgen weitere west- und südwestdeutsche Zentren wie Heidelberg (490.000 Euro), Frankfurt (470.000 Euro), Freiburg (460.000 Euro) sowie Düsseldorf und Stuttgart (mit 450.000 Euro).

Die teilweise erhebliche Attraktivität der Umlandgemeinden, aber auch touristisch geprägter Regionen zeigt sich nach Angaben des LBS-Sprechers daran, dass die Objekte etwa im Frankfurter Raum - besonders ausgeprägt in Bad Homburg, Eschborn und Oberursel mit 600.000 Euro - deutlich teurer sind als in der Mainmetropole selbst. Eine vergleichbare Situation findet man im Umland von Stuttgart oder von Düsseldorf, wo etwa auch in Ratingen der typische Preis bei 450.000 Euro liegt. Im Voralpenraum ragen Städte wie Starnberg (625.000 Euro) und Garmisch-Partenkirchen (590.000 Euro) heraus.

Auf der anderen Seite gibt es nach der LBS-Übersicht große Städte mit über einer halben Million Einwohnern, bei denen das Preisniveau für gebrauchte Einfamilienhäuser um 200.000 Euro pendelt: nicht nur in Leipzig (185.000 Euro), sondern auch in Hannover (200.000) und Bremen (210.000 Euro). In manchen norddeutschen Großstädten liegt es noch einmal deutlich niedriger, in Bremerhaven sogar nur bei 80.000 Euro. Auch in ostdeutschen Städten wie Halle (125.000 Euro) finden sich ausgesprochen gut bezahlbare Einfamilienhäuser.

Noch keine Markterholung sehen die LBS-Experten beim Neubau von Reiheneigenheimen. Hier gehen sie kurzfristig noch einmal von einer rückläufigen Nachfrage aus, die vorübergehend mit einer weiteren Abschwächung der Neubautätigkeit verbunden sei. Gerade Familien litten offenbar immer noch unter der Abschaffung der Eigenheimzulage, und die Impulse aus der neuen Wohn-Riester-Förderung machten sich noch nicht in der Breite bemerkbar. "Dabei sind die Einstiegspreise zur Zeit alles andere als schlecht", sagte der LBS-Verbandsdirektor. Denn selbst in Westdeutschland bewegen sich die Durchschnittspreise für neue Reihenhäuser in Groß- und Mittelstädten unverändert um 200.000 Euro, im Osten und Norden liegen sie sogar nur bei 130.000 bis 160.000 Euro. Lediglich in den süddeutschen Großstädten signalisiere der noch einmal leicht gestiegene Durchschnittspreis von 280.000 Euro die vielerorts vorhandenen Engpässe.

Bei gebrauchten Reihenhäusern gibt es laut LBS-Analyse ähnliche regionale Unterschiede. Im Schnitt würden sie gegenüber Neubauten einen Preisvorteil von 15 bis 20 Prozent aufweisen. Insgesamt schätzen die Experten die Nachfrage nach entsprechenden Objekten weiterhin als konstant ein. Vor allem im Umland der großen Zentren wie im Frankfurter Raum kosten Reihenhäuser aus dem Bestand in ihren integrierten Lagen teilweise sogar ähnlich viel wie Neubauten.

Bei neuen Eigentumswohnungen registrieren die LBS-Vermittler neben dem Süden auch im Norden vielerorts wieder leicht steigende Preise. Im wesentlichen entstünden sie an touristisch interessanten Standorten sowie in den Ballungsräumen. Dort gelte Wohneigentum auf der Etage als preisgünstigere Alternative für die knappen Eigenheimangebote. Den Spitzenwert in Deutschland erreicht in diesem Jahr Starnberg mit 3.550 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von München (3.400 Euro), Garmisch-Partenkirchen (3.300 Euro), Freiburg (3.200 Euro) sowie Hamburg (mit 3.000 Euro).

Das untere Ende der Preisskala bei den Großstädten markiert Cottbus mit 1.000 Euro pro Quadratmeter für eine neue Eigentumswohnung. Einige Mittelstädte unterschreiten sogar diese Schwelle. Unter den Metropolen liegen die Quadratmeterpreise nicht nur in Dresden und Leipzig, sondern auch in Bremen und Hannover sowie den Ruhrgebietsstädten Essen und Dortmund in einer moderaten Bandbreite von 1.750 bis 2.000 Euro.

Bei gebrauchten Eigentumswohnungen stellen die LBS-Experten insgesamt eine stabile Nachfrage fest. Das gleichzeitig zunehmende Angebot aus dem Bestand drücke aber noch auf die Preise. Derzeit betrage der Abschlag für gebrauchtes Wohneigentum auf der Etage im Vergleich zu Neubauten über 30 Prozent. In den Groß- und Mittelstädten Nord- und Ostdeutschlands liegen die Preise laut LBS-Immobilienpreisspiegel häufig um oder sogar unter 1.000 Euro pro Quadratmeter, im Süden bei knapp 1.500 Euro pro Quadratmeter.

Beim Bauland rechnen die LBS-Vermittler - parallel zu der schwachen Neubautätigkeit - noch nicht mit einer Ausweitung des Angebots. In diesem Markt zeigen sich im übrigen mit Abstand die größten regionalen Preisunterschiede. Der Quadratmeter kostet in den süddeutschen Groß- und Mittelstädten nach einem Anstieg auf 300 Euro (2008: 280 Euro) mehr als doppelt so viel wie im Norden (120 Euro) und sogar viermal so viel wie im Osten (70 Euro). Extreme Knappheit signalisieren die Spitzenpreise für Grundstücke in den süd- und südwestdeutschen Großstädten München (800 Euro), Stuttgart (650 Euro) und Heidelberg (630 Euro). In vielen Mittelstädten ist Bauland aber nach wie vor für unter 100 Euro pro Quadratmeter zu haben.

Nach Aussage des LBS-Verbandsdirektors sprechen auch die Zahlen der LBS-Immobiliengesellschaften im ersten Quartal 2009 dafür, dass die Nachfrage nach Wohneigentum lebendig bleibt. Die von ihnen vermittelten Käufe von Einfamilienhäusern aus dem Bestand hätten nämlich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um vier Prozent zugenommen - bei Durchschnittspreisen, die leicht über dem Wert des Jahres 2008 (145.000 Euro) liegen.

Die Ursachen für diese Entwicklung sind für den LBS-Sprecher offenkundig: Die Unsicherheit über die Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage beeinträchtigt die Immobiliennachfrage in Deutschland nur in engen Grenzen. Nachhaltig leiden dürften sie dagegen gleich aus mehreren Gründen nicht: So seien hierzulande die Preise schon sehr lange stabil gewesen. "Preisblasen, die es nicht gibt, können auch nicht platzen", so Hamm. Zudem werde die Wohnimmobilie als sichere und solide Anlageform mehr denn je geschätzt. Schließlich mache ein extrem niedriges Zinsniveau gerade jetzt die Finanzierung leicht. Vielfach koste die Finanzierung von Wohneigentum nicht mehr als die Miete für ein vergleichbares Objekt. "Schutz vor Mietsteigerungen und die Aussicht auf mietfreies Wohnen im Rentenalter kostet den Käufer heute also praktisch nichts", so Hamm abschließend.


Bauinformant ist nicht der Autor der eingestellten Information. Das Urheberrecht ist durch einen Direktlink und/oder die Quellenangabe gekennzeichnet bzw. vom Urheber zur Veröffentlichung genehmigt. Falls Sie einen Verstoß gegen das Urheberrecht vermuten, bitten wir Sie um eine Mitteilung, bevor unnötige rechtliche Auseinandersetzungen entstehen.

 


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