Bauinformant bloggt Bauinformationen

Clausthaler Lehrstuhl erhält Bauma-Innovationspreis

Ausbildung & Studium, Architekturpreise, Forschung — geschrieben von bauinformant @ 09:55
Christian Ernst, Pressestelle
Technische Universität Clausthal
22.04.2010 13:25
Clausthal-Zellerfeld. Mit dem Bauma-Innovationspreis 2010 in der Kategorie Forschung ist der Lehrstuhl für Tagebau und internationalen Bergbau von Professor Hossein Tudeshki ausgezeichnet worden. Die Ehrung, die auf einem Festakt in München verliehen wurde, erhielt der Wissenschaftler der TU Clausthal für das Projekt "Akustischer Geoscanner".
Alle drei Jahre wird die Auszeichnung anlässlich der Bauma, der weltgrößten Messe für Bau-, Baustoff- und Bergbaumaschinen (19. bis 25. April), vergeben. Von mehr als 200 Wettbewerbsanträgen aus dem In- und Ausland hatten es 15 Weltneuheiten in die Endausscheidung geschafft. Außer im Bereich Forschung wurden Preise in den Kategorien Maschine, Komponente, Bauverfahren/Bauwerk und Design ausgereicht. 

Der Clausthaler Geoscanner ist ein neues, akustisches Scan-Verfahren, mit dem Baugrund und Lagerstätten effektiv und professionell erkundet werden können. Das Prinzip ist einfach: Verschiedene Materialien, etwa Sand, Kies oder Ton, haben ein unterschiedliches Reibungsverhalten. Die durch Reibung im Geoscanner verursachten Körperschallschwingungen bilden einen typischen Fingerabdruck, mit dessen Hilfe Gebirgsformationen sichtbar gemacht werden. Eine trennflächenscharfe und damit effiziente Gewinnung von Rohstoffen ist so möglich, da Fremdbeimischungen vermieden werden. In der Praxis würde die Scanner-Vorrichtung in Bau- und Bergbaumaschinen integriert. 

Laut der Laudatoren erfüllt die Sieger-Innovation in hohem Maße die Bewertungskriterien: Zukunftsfähigkeit, praktische Anwendbarkeit, Beitrag zum Umweltschutz und zur Humanisierung der Arbeitswelt sowie Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit bei gleichzeitiger Energie- und Kosteneffizienz. 

Als Besonderheit wurde der Preis in der Kategorie Forschung in diesem Jahr zwei Mal vergeben. Neben der TU Clausthal freute sich auch die TU Dresden über eine solche Ehrung. Christof Kemmann, Vorsitzender im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), wertete den Wettbewerb "als Beweis für die große Innovationskraft des deutschen Maschinenbaus". 

Helmholtz-Institut Mainz

Energie, Forschung — geschrieben von bauinformant @ 16:52
In den Startlöchern für die Beschleunigeranlage FAIR
Petra Giegerich, Kommunikation und Presse
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
16.04.2010 14:15
Auftaktveranstaltung für das Helmholtz-Institut Mainz (HIM): Aufbruch zu neuen Forschungsprojekten
Das Helmholtz-Institut Mainz (HIM) wurde im Juni 2009 gegründet, um die langjährige Zusammenarbeit zwischen dem GSI Helmholtz-zentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz weiter zu stärken und zu institutionalisieren. Im Beisein von Dr. Helge Braun, Staatssekretär beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), und Michael Ebling, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur (MBWJK) des Landes Rheinland-Pfalz, fand am Freitag die Auftaktfeier für das neue Institut in Mainz statt. Das Institut soll in den kommenden Jahren Fragen zur Struktur, Symmetrie und Stabilität von Materie und Antimaterie bearbeiten.

"In der Forschung ist die Zusammenarbeit der Besten notwendige Voraussetzung für substantiellen Erkenntnisfortschritt und Antworten auf die drängenden Fragen der Entwicklung unserer Gesellschaft. Das BMBF fördert deshalb das Helmholtz-Institut Mainz in der laufenden Förderperiode der Helmholtz-Gemeinschaft mit mehr als 23 Millionen Euro", sagte Dr. Helge Braun bei der Veranstaltung in Mainz. 

Michael Ebling, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Rheinland-Pfalz, betonte: "Wir haben mit der Gründung des ersten Helmholtz-Instituts an einer Universität Neuland in der deutschen Forschungslandschaft betreten und damit eine Situation geschaffen, von der alle Beteiligten - Universität, Helmholtz-Gemeinschaft, Land und Bund - profitieren werden." Das neue Institut passe zudem hervorragend in die forschungspolitische Strategie des Landes, die über die 2008 gestartete "Forschungsinitiative" die Profilbildung der Hochschulen im Land nachhaltig unterstütze. Daher habe das Land für den Neubau eines Gebäudes für das Helmholtz-Institut auch eine Unterstützung von 20 Millionen Euro vorgesehen.

"Im Helmholtz-Institut Mainz werden die Kompetenzen des Instituts für Physik, des Instituts für Kernphysik und des Instituts für Kernchemie an der Universität Mainz mit denen des GSI-Zentrums in Darmstadt zusammengeführt, um gemeinsam Fragen zur Struktur, Symmetrie und Stabilität von Materie und Antimaterie zu erforschen. Von der Bündelung dieser Kräfte erwarten wir uns einen signifikanten Schub für die gemeinsame Forschung, insbesondere im Hinblick auf die künftigen Experimente am internationalen FAIR-Zentrum in Darmstadt", sagte Prof. Dr. Horst Stöcker, Vizepräsident der Helmholtz-Gemeinschaft und Wissenschaftlicher Geschäftsführer vom GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung.

"Wir freuen uns, dass das erste Helmholtz-Institut in Deutschland hier bei uns auf dem Mainzer Campus errichtet wird", teilte Universitätspräsident Prof. Dr. Georg Krausch mit. "Dies zeigt einerseits die hervorragende wissenschaftliche Qualität der beteiligten Gruppen und ihrer Projekte und ermöglicht es andererseits, die enge Zusammenarbeit jetzt auf eine langfristige und dauerhafte Perspektive auszurichten."

Das Helmholtz-Institut Mainz baut auf der langjährigen Kooperation zwischen dem GSI Helmholtzzentrum und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit ihren Instituten für Kernphysik, Physik und Kernchemie auf. Es wird grundlegende Fragen der Physik und Chemie bearbeiten, wobei sich die wissenschaftlichen Schwerpunkte aus der bisherigen Zusammenarbeit ergeben. "Hinzu kommen in naher Zukunft ganz neue Forschungsprojekte an der Beschleunigeranlage FAIR, die ab nächstem Jahr am GSI in Darmstadt gebaut wird", erklärt Prof. Dr. Frank Maas, geschäftsführender Direktor des HIM. 

Die Beschleunigeranlage FAIR wird weltweit einzigartige Einblicke in die Struktur der Materie und die Evolution des Universums ermöglichen. Die Wissenschaftler des neuen Helmholtz-Instituts werden sich dann mit den Reaktionen von Antimaterie befassen, um so die Struktur von Materie besser zu verstehen. Die Suche nach den sogenannten Gluonen-Bällen, die aus reiner Energie bestehen und vermutlich den Atomkern überhaupt erst zusammenhalten, wird ebenfalls ein Schwerpunkt sein. Ein weiteres Tätigkeitsfeld, auf dem das GSI Helmholtzzentrum und das Institut für Kernchemie in Mainz bisher schon eine international führende Rolle einnehmen, ist die Erzeugung und Untersuchung von superschweren Elementen. Schließlich werden auf dem Gebiet der Atomphysik mit der hochpräzisen Untersuchung von Antiwasserstoff neue Wege beschritten, um Erkenntnisse über bisher fremde Naturkräfte und die Struktur von Raum und Zeit zu erhalten.

"Wir stehen in den Startlöchern", sagte Maas bei der Auftaktveranstaltung mit dem Hinweis darauf, dass bereits ein Drittel der vorgesehenen 80 Mitarbeiter am Physikprogramm und der Entwicklung von Prototypen für Testmessungen arbeitet. Auch die Planungen für den Bau eines Institutsgebäudes auf dem Universitätscampus haben begonnen. Die laufenden Kosten des Instituts sollen zu 90 Prozent durch den Bund und zu 10 Prozent durch das Land gedeckt werden. Die Universität Mainz beteiligt sich mit technischer Infrastruktur, wissenschaftlichem und technischem Personal sowie Overheadmitteln. 

Fördermittel für die Bauforschung

Forschung — geschrieben von bauinformant @ 11:37

Zukunft Bau startet eine neue Antragsforschungsrunde

Die Forschungsinitiative Zukunft Bau fördert auch in diesem Jahr wieder Forschungsanträge aus dem Bereich des Bauwesens. Die nächste Frist für einzureichende Forschungsanträge ist der 19. April 2010. Stichtag für die zweite Runde in diesem Jahr ist der 15. Juli 2010.

Gegenstand der Förderung sind Forschungs- und Entwicklungsleistungen in der angewandten Gebäudeforschung. Die Fördermaßnahme richtet sich an alle Institutionen und Unternehmen, die sich mit der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet des Bauwesens befassen.

Nähere Informationen und die notwendigen Antragsunterlagen finden Sie unter der Adresse www.bbsr.bund.de

Für Fragen zum Antragsverfahren wurde wieder eine Hotline mit der Rufnummer 0228-99 401 1616 eingerichtet.

Mit der Forschungsinitiative Zukunft Bau setzt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) wichtige Zeichen für die Stärkung der Zukunfts- und Innovationsfähigkeit der deutschen Bauwirtschaft. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Bauwesens im europäischen Binnenmarkt zu stärken und deshalb insbesondere den Wissenszuwachs und die Erkenntnisse im Bereich technischer, baukultureller und organisatorischer Innovationen zu unterstützen.

Antragsunterlagen und mehr Informationen


Broschüre informiert über Gefahrstoff Asbest

Forschung, Veröffentlichungen — geschrieben von bauinformant @ 10:17
Medieninformation
Bundesinstitut für Bau, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

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Broschüre informiert über Gefahrstoff Asbest

Kein Baustoff hat so viel Staub aufgewirbelt wie Asbest. Von der "Wunderfaser" ist die einst geschätzte Asbestfaser zu einem Reizwort geworden. Schätzungen zufolge sind in Deutschland bis 2015 noch etwa 190.000 auf Asbest zurückzuführende Erkrankungen zu erwarten. Der Umgang mit dem Baustoff ist inzwischen nur noch bei Abbruch und Sanierung von Gebäuden zulässig. Werden solche Arbeiten nicht fachgerecht ausgeführt, können große Mengen des Stoffes freigesetzt werden.

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung (BBSR) informiert deshalb in einer neuen Broschüre über den Gefahrstoff Asbest. Das Heft wendet sich besonders an Bauherren, Architekten, Ingenieure und Beauftragte, die mit Sanierung, Abriss und Entsorgung von asbesthaltigen Bauprodukten betraut sind. Welche asbesthaltigen Baustoffe gibt es? Wie groß ist der Umfang der Altlasten? Wie lassen sich Asbesterzeugnisse nachweisen? Bei welchen Arbeiten ist die potenzielle Asbestbelastung am größten? Welche Rechtsgrundlagen sind beim Umgang mit den Erzeugnissen zu beachten? Das Heft zeigt zudem auf, worauf es bei der Beseitigung und Verwertung von Asbestabfällen ankommt. Dazu der Autor, Dr. Roland Herr: "Die heute praktizierte Entsorgung durch Deponierung ist praktikabel und kostengünstig, aber keine endgültige Lösung. In Deutschland werden nach wie vor jedes Jahr große Mengen entsorgt. Deshalb müssen die Verfahren zur Dekontaminierung und Verwertung von Asbest weiterentwickelt werden."

Das Heft ist in der Reihe "BBSR-Berichte KOMPAKT" erschienen und kann kostenlos bei silvia.haupt@bbr.bund.de angefordert sowie auf der Website des Forschungsinstituts heruntergeladen werden:
Broschüre: Gefahrstoff Asbest - pdf-Dokument


Kontakt:
Christian Schlag, Stab Wissenschaftliche Dienste
Tel.: +49(0)22899 401-1484
christian.schlag@bbr.bund.de

Ansprechpartner für inhaltliche Fragen:
Dr. Roland Herr, Referat II 6 - Bauingenieurwesen, Baustoffe, Baukonstruktion
Tel.: +49(0)22899 401-3414
roland.herr@bbr.bund.de


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Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Es berät die Bundesregierung bei Aufgaben der Stadt- und Raumentwicklung sowie des Wohnungs-, Immobilien- und Bauwesens.

Leitfaden zur regionalen Daseinsvorsorgeplanung

Forschung, Städtebau, Verbände, Veröffentlichungen — geschrieben von bauinformant @ 18:54

Nina Wilke, Wissenschaftliche Dienste
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
31.03.2010 17:00
Die jetzt veröffentlichte Werkstatt: Praxis 64 bietet konkrete Handlungsempfehlungen für Regionen und Kommunen
Die Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge befinden sich in einem grundlegenden Strukturwandel. Demographische Veränderungen in der Bevölkerungs- und Altersstruktur führen zu Nachfrageverschiebungen, von denen Regionen und Kommunen unterschiedlich betroffen sind. Somit lassen sich für diese regional sehr unterschiedlichen Verhältnisse Lösungen nur in den Regionen selber entwickeln.

Um Regionen und Kommunen bei einer Anpassung der Daseinsvorsorgeleistungen zu unterstützten, veröffentlicht das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) den vorliegenden Leitfaden. Hierfür wurde für drei Modellregionen - die Landkreise Dithmarschen und Steinburg (Schleswig-Holstein), die regionalen Planungsregionen Mecklenburgische Seenplatte (Mecklenburg-Vorpommern) und Havelland-Fläming (Brandenburg) - eine integrierte, bereichsübergreifende Daseinsvorsorgeplanung entwickelt und in der Praxis getestet.

Der Leitfaden zur Daseinsvorsorgeplanung bietet einen umfassenden Überblick über die gesammelten Erfahrungen. Er informiert über die notwendigen Arbeitsschritte und illustriert diese durch viele gute Beispiele. So erhalten kommunale und regionale Akteure, Träger von Daseinsvorsorgeeinrichtungen aber auch interessierte Bürger wichtige Hintergrundinformationen über sinnvolle Organisationsmodelle, praktikable Methoden und geeignete Instrumente einer zukunftsfähigen regionalen Daseinsvorsorgeplanung.

Kontakt:
Nina Wilke, Stab Wissenschaftliche Dienste
Tel.: +49(0)228 99.401-1594
E-Mail: nina.wilke@bbr.bund.de

Fachlicher Ansprechpartner:
Klaus Einig, Referat I1
Tel.: +49(0)228 99.401-2303
E-Mail: klaus.einig@bbr.bund.de

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Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Es berät die Bundesregierung bei Aufgaben der Stadt- und Raumentwicklung sowie des Wohnungs-, Immobilien- und Bauwesens.
Weitere Informationen:
http://Die Veröffentlichung ist ein Ergebnis des MORO-Forschungsprojekts "Regionalplanerische Handlungsansätze zur Gewährleistung der öffentlichen Daseinsvorsorge": "http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/FP/MORO/Forschungsfelder/OeffentlicheDaseinsvors...;

Frühjahrstagung der Europäischen Akademie Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH zu erneuerbaren Energien

Energie, Forschung — geschrieben von bauinformant @ 21:00


Friederike Wütscher, Redaktion und Öffentlichkeitsarbeit


Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH

31.03.2010 13:04
 

Versorgungssicherheit bei Einhaltung langfristiger CO2-Reduktionsziele?

Bad Neuenahr-Ahrweiler, 31. März 2010. - Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung nimmt immer mehr zu. Grund dafür sind unter anderem die festgelegten Einspeisevergütungen, die zum Klimaschutz beitragen sollen. Mit ihnen sollen Politikziele für den Anteil erneuerbarer Energien an der Energieversorgung erreicht werden. Die Stromein- und Stromausspeisung muss aus technischen Gründen zu jeder Zeit ausgeglichen sein, damit keine Fehlfunktionen im Netz auftreten und der erzeugte Strom eine ausreichende Qualität besitzt.
 
Da die Menge des eingespeisten elektrischen Stroms der meisten aus heutiger Sicht in Frage kommenden Technologien von der Höhe der aktuell herrschenden Windgeschwindigkeiten bzw. Sonnenstrahlung an den jeweiligen Standorten abhängt, bringt die Nutzung erneuerbarer Energien auch Unwägbarkeiten mit sich, die diskutiert und geklärt werden müssen.
Daher veranstaltete die Europäische Akademie vom 24. bis 26.3.2010 ihre Frühjahrstagung zum Thema "Sichere Stromversorgung und erneuerbare Energien. Versorgungssicherheit bei Einhaltung langfristiger CO2-Reduktionsziele?" im Wissenschaftszentrum Bonn. Dazu wurden, als Auftakt zur Tagung, in einem öffentlichen Abendvortrag von Professor Dr. Kornelis Blok (Universität Utrecht) der derzeitige Stand der wissenschaftlichen und politischen Diskussion von Zukunftsszenarien und Klimaschutzzielen sowie geforderte Beiträge der weltweiten Energieversorgung diskutiert.

 

Versorgungssicherheit bei Einhaltung langfristiger CO2-Reduktionsziele?

Bad Neuenahr-Ahrweiler, 31. März 2010. - Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung nimmt immer mehr zu. Grund dafür sind unter anderem die festgelegten Einspeisevergütungen, die zum Klimaschutz beitragen sollen. Mit ihnen sollen Politikziele für den Anteil erneuerbarer Energien an der Energieversorgung erreicht werden. Die Stromein- und Stromausspeisung muss aus technischen Gründen zu jeder Zeit ausgeglichen sein, damit keine Fehlfunktionen im Netz auftreten und der erzeugte Strom eine ausreichende Qualität besitzt.
Da die Menge des eingespeisten elektrischen Stroms der meisten aus heutiger Sicht in Frage kommenden Technologien von der Höhe der aktuell herrschenden Windgeschwindigkeiten bzw. Sonnenstrahlung an den jeweiligen Standorten abhängt, bringt die Nutzung erneuerbarer Energien auch Unwägbarkeiten mit sich, die diskutiert und geklärt werden müssen.
Daher veranstaltete die Europäische Akademie vom 24. bis 26.3.2010 ihre Frühjahrstagung zum Thema "Sichere Stromversorgung und erneuerbare Energien. Versorgungssicherheit bei Einhaltung langfristiger CO2-Reduktionsziele?" im Wissenschaftszentrum Bonn. Dazu wurden, als Auftakt zur Tagung, in einem öffentlichen Abendvortrag von Professor Dr. Kornelis Blok (Universität Utrecht) der derzeitige Stand der wissenschaftlichen und politischen Diskussion von Zukunftsszenarien und Klimaschutzzielen sowie geforderte Beiträge der weltweiten Energieversorgung diskutiert.
Im ersten Hauptteil der Tagung stellte Dr.-Ing. Joachim Nitsch (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Stuttgart) unter anderem die sogenannten "Leitszenarien" des Bundesumweltministeriums dar. Diese zeigen Möglichkeiten für die Einhaltung der Ziele für Deutschland bis 2050 unter umfangreicher Verwendung erneuerbarer Energien auf. Aus ihnen wird deutlich, wie diese Ziele unter den gesetzten Annahmen, u.a. für die Technologieentwicklung, erreicht werden könnten. Priv.-Doz. Dr. Dietmar Lindenberger (Universität zu Köln) präsentierte die Ergebnisse aus den Netzstudien der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Dabei nannte er Möglichkeiten zur Integration von Windkraftanlagen in die deutsche Stromversorgung bis zum Jahre 2015 bzw. 2020/2025 und betonte die Notwendigkeit der europäischen Perspektive für einen effizienten Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien.
Ein weiterer Tagungsschwerpunkt waren die technischen Möglichkeiten zum Ausgleich schwankender Stromeinspeisungen in den Bereichen elektrische Netze und Energiespeicher. Zunächst stellte Professor Dr.-Ing. Christian Rehtanz (TU Dortmund) die Herausforderungen und Möglichkeiten zur Integration erneuerbarer Energien in die elektrischen Stromversorgungsnetze dar: Lösungen für Netzengpässe sowie derzeit mangelnde Flexibilität in den Verteilnetzen könnten unter anderem koordinierte Lastflussregelung, Gleichstromübertragungsleitungen und Endkundenbeteiligung sein. Des Weiteren gab Professor Dr. Dirk Uwe Sauer (RWTH Aachen) einen Überblick über Optionen und Einsatzmöglichkeiten zur Speicherung von elektrischer Energie und entwickelte ein Technologieszenario, in dem vor allem Wasserstoff und Pumpspeicher für den Ausgleich in Zeiträumen von mehr als ein paar Tagen verwendet werden; für kürzere Zeitskalen wären beispielsweise Fahrzeugspeicher, thermische Spei-cher und Smart-Grid-Management denkbar. Im letzten Sektionsbeitrag zur technischen Integration erneuerbarer Energien in die Stromversorgung stellte Professor Dr. Dr.-Ing. Hans Müller-Steinhagen (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Stuttgart/Universität Stuttgart) das Desertec-Konzept, eine Industrie-Initiative zur sicheren und umweltfreundlichen Stromversorgung, und seine Integration in einen Stromverbund aus EU- und Mittelmeer-Anrainerstaaten (MENA) vor. Zur Sicherung einer gleichmäßigen Einspeisung werden dabei unter anderem solarthermische Kraftwerke mit effizienten Wärmespeichern und Gleichstromübertragungsleitungen kombiniert.
Im dritten Teil der Tagung wurden rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Integration erneuerbarer Energien untersucht. So diskutierte Professor Dr. Thomas Ziesemer (Universität Maastricht) zunächst ökonomische Rahmenbedingungen für Marktökonomien und schlug vor, diese grundlegend zu überarbeiten. Darauf folgend ging Professor Dr. Jens-Peter Schneider (Universität Osnabrück) auf derzeitige rechtliche Regelungen und Möglichkeiten für Weichenstellungen für zu-kunftsfähige Energiesysteme vor dem Hintergrund des aktuellen Rechtsrahmens in Deutschland und Europa ein, zum Beispiel auf die Frage von Zuständigkeiten für den Bau von Speichern und Nut-zungskonflikte von Speichermedien wie Gaskavernen. Den Abschluss bildeten Kommentare von Industrievertretern (EWE, citiworks, E.ON, RWE) zum Thema. Dabei wurden erste Ansätze zur Integration erneuerbarer Energien gezeigt und eine Reihe von weiteren bisher ungeklärten Fragen aufgeworfen.
Insgesamt wurde deutlich, dass zwar bereits Konzepte und Technologien für die Integration erneuerbarer Energien existieren, diese allerdings weiterer Entwicklungen bedürfen. Aufgrund der Langfristigkeit der Entwicklung und Implementierung einzelner technischer Maßnahmen sowie möglicherweise notwendiger struktureller Anpassungen von Märkten und der Regulierung elektrischer Netze sollten parallel zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien unterstützende Konzepte und Maßnahmen zu ihrer Integration weiter ausgearbeitet und umgesetzt werden.

- Die Tagungsbeiträge finden Sie auf der Homepage der Europäischen Akademie: www.ea-aw.de

- Referenten: Professor Dr. Kornelis Blok (Universität Utrecht); Andreas Brabeck (RWE AG, Essen); Vera Brenzel (E.ON, Düsseldorf); Jörg-Werner Haug (citiworks AG, München); Dr. Wolfram Krause (EWE AG, Oldenburg); Priv.-Doz. Dr. rer. pol. Dietmar Lindenberger (Universität zu Köln); Professor Dr. Dr.-Ing. Hans Müller-Steinhagen (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Stuttgart/Universität Stuttgart); Dr.-Ing. Joachim Nitsch (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Stuttgart); Professor Dr.-Ing. Christian Rehtanz (TU Dortmund); Professor Dr. rer. nat. Dirk Uwe Sauer (RWTH Aachen); Professor Dr. jur. Jens-Peter Schneider (Universität Osnabrück); Professor Dr. rer. pol. Thomas Ziesemer (Universität Maastricht)

- Wissenschaftliche Koordination: Dr.-Ing. Bert Droste-Franke (Europäische Akademie GmbH)

Die Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler gGmbH wurde 1996 vom Land Rheinland-Pfalz und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) gegründet. Direktor der Gesellschaft ist der Philosophieprofessor Dr. Dr. h.c. Carl Friedrich Gethmann. Wissenschaftlich-interdisziplinäre Arbeitsgruppen widmen sich der Erforschung und Beurteilung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen für das individuelle und soziale Leben des Menschen und seine natürliche Umwelt. In wissenschaftlicher Unabhängigkeit führt die Akademie einen Dialog mit Wirtschaft, Kultur, Politik und Gesellschaft. Damit will sie zu einem rationalen Umgang der Gesellschaft mit Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen beitragen.
Weitere Informationen erhalten Sie über die Homepage www.ea-aw.de.

Smart Home für ältere Menschen

Allgemein, Forschung, Veröffentlichungen — geschrieben von bauinformant @ 19:12

Dipl.-Ing. Guido Hagel, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung / Referat II 3 - Forschung im Bauwesen, Techn. Gebäudemanagement
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
 
24.03.2010 13:59
Smart Home für Ältere
Smart Home für Ältere
Fraunhofer IRB / BBSR
 
Der Wunsch älterer Menschen nach einem selbstbestimmten Leben erfordert einschneidende Veränderungen von Alltagsorganisation und Lebensführung. Es liegt nahe, Informations- und Kommunikationstechnologien, die in den letzten Jahren in allen gesellschaftlichen Bereichen angewendet werden, auch für den Wohn- und Lebensbereich älterer Menschen nutzbar zu machen. Smart Home steht hier für die Verknüpfung und Steuerung der Haustechnik und Elektronik über ein zentrales Computersystem.

Neuer Bericht aus der Bauforschungsförderung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).
Ein Durchbruch in der Anwendung von Smart-Home-Technologien blieb bisher aus. Die Gründe hierfür sind vielschichtig und lassen sich nicht allein durch offensichtliche Defizite, wie umständliche und wenig attraktive Benutzerführung, teure Installationskosten sowie die geringe Technikaffinität älterer Menschen erklären. Hinzu kommt eine andauernde Zurückhaltung der Wohnungswirtschaft, der Wohnungsbaugesellschaften und sonstiger Investoren der Bauwirtschaft.

Nach ca. 20 Jahren Erfahrung mit Smart-Home-Konzepten eröffnen sich jetzt neue Chancen. Einerseits ist von einer erheblich gestiegenen Computer-Affinität auch älterer Menschen auszugehen, sodass vorhandene Technikbarrieren weniger spürbar sind. Weiterhin sind die Bediendisplays und Anwendungsfunktionen benutzerfreundlicher und fehlerresistenter geworden. Beide Entwicklungen führen zu einer höheren Akzeptanz.
Smart-Home-Technologien können die Sicherheit erhöhen, die Pflege erleichtern, direkte Unterstützung im Alltag bieten und präventive Maßnahmen unterstützen.
Welche technischen Entwicklungen zur Unterstützung einer selbständigen Lebensführung im Alter existieren mittlerweile und wie hilfreich sind diese?

Das Berliner Institut für Sozialforschung versuchte in einer Analyse von Best-Practice-Beispielen, diese Frage zu beantworten. Durchgeführt wurden Expertengespräche mit verschiedenen Akteuren, wie Betreibern, Technikern, Leitern von Nachbarschaftsheimen und ambulanten Diensten, sowie qualitative Interviews mit Bewohnern. Zusätzlich wurden zur Bewertung der Nutzerfreundlichkeit der technischen Installationen, strukturierte Beobachtungen der Bewohner während der Nutzung der smarten Technik ausgewertet.

In den evaluierten Wohneinrichtungen sind ganz unterschiedliche Technikkonzepte umgesetzt worden. Ein Teil der Projektträger setzte mehr auf Sicherheitstechnik oder Komfort, der andere legte den Schwerpunkt auf Kommunikation und/oder Prävention. Gemeinsam ist aber ihnen das Anliegen, die Lebensqualität der älteren Bewohner zu verbessern oder so lange wie möglich zu erhalten.

Einige der evaluierten Beispiele zeigen, dass nicht nur die Wohnung und/oder das Haus, sondern auch die sozialen Kontakte in die technische Vernetzung einbezogen werden sollten. Das soziale Umfeld ist eine zentrale Ressource des Wohnens, soziale Kontakte sind wesentlich für eine befriedigende Lebensführung im Alter.
Die Potentiale der klassischen Informations- und Kommunikationstechnologien (Telefon, TV) und umso mehr der neueren IKT (Internet, Mobiltelefonie) können neue Formen urban-nachbarschaftlicher Aktivitäten unterstützen. Eingesetzt werden elektronische Medien, um nachbarschaftliche Kontakte zu verbessern und die Kommunikation von Mietern von Wohnanlagen anzuregen.

Die Zufriedenheit der Nutzer kann als groß angesehen werden. Die Probleme einer Akzeptanz solcher Technologien liegen im Vorfeld. Die meisten Menschen sind nicht bereit, sich präventiv zu rüsten. Es ist zudem deutlich geworden, dass für ältere Menschen der aktive Schritt, sich selbst um eine technische Ausstattung zu kümmern, meist eine Überforderung darstellt. In vielen Fällen waren es die Kinder, die ihren Eltern geraten haben, in eine entsprechend ausgerüstete Wohnung zu ziehen, oder die sich kümmern, dass entsprechende smarte Technik angeschafft wird.

Nach dem Überblick über die "smarten" Wohnformen für Ältere werden Leitlinien und Handlungsempfehlungen vorgestellt, wie die Wohnungswirtschaft, die Wohlfahrtsverbände, die freien Träger oder persönlich Interessierte erste Schritte auf dem Weg hin zu einem "smarten" Wohnen im Alter gehen können.

Smart Home für ältere Menschen
Handbuch für die Praxis

Berliner Institut für Sozialforschung
Sibylle Meyer & Eva Schulze

ISBN 978-3-8167-8136-3

Der Forschungsbericht ist über das
Fraunhofer Informationszentrum Raum und Bau (IRB)
Nobelstraße 12
70567 Stuttgart
irb@irb.fraunhofer.de
http://www.irbdirekt.de
zu beziehen

Weitere Informationen zur Bauforschungsförderung:

Guido Hagel
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Referat II3 - Forschung im Bauwesen, Technisches Gebäudemanagement
Deichmanns Aue 31-37, 53179 Bonn
Tel. 0228 99 401 1482

Bauforschung für die Praxis, Band 93

Forschung, Veröffentlichungen — geschrieben von bauinformant @ 21:44
Jetzt erschienen: Bauforschung für die Praxis, Band 93

25.02.2010

Entwicklung von alternativen Finanzierungsmöglichkeiten für mittelständische Bauunternehmen
Sicherung der Existenz des Unternehmens und seiner Arbeitsplätze
Bauforschung für die Praxis, Band 93
Erwin W. Marsch, Christina Hoffmann, Karsten Wischhof
2010, 100 S., 64 Abb., Kartoniert
ISBN 978-3-8167-8225-4 | Fraunhofer IRB Verlag

Die Rahmenbedingungen der Unternehmensfinanzierung unterliegen in der heutigen Zeit tief greifenden Veränderungsprozessen. Gleichzeitig sind die Kreditentscheidungsprozesse in den Instituten deutlich komplexer geworden, getrieben durch die Richtlinien gemäß dem Ratingverfahren (Basel II). Die sich aus dem Rating ergebenen Bonitätskennziffern haben zudem Auswirkungen auf die erforderliche spezifische Eigenkapitalunterlegung der Banken. Diese Rahmenbedingungen erschweren, insbesondere den mit hohem Risiko belegten Unternehmen, wie Unternehmen der Bauwirtschaft, den Zugang zu Finanzressourcen. Eine der wichtigsten (alternativen) Finanzierungsmöglichkeiten ist die Sicherstellung eines bedarfsgerechten Liquiditäts- und Finanzmanagementsystems. Dazu gehört ein entsprechendes Planungssystem.

Mehr Informationen und Bestellung

Sonderveröffentlichung „Deutschland in Europa“ nun auch online verfügbar

Forschung, Städtebau, Veröffentlichungen — geschrieben von bauinformant @ 11:23
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) bewertet die Ergebnisse von ESPON 2006

Räumliche Entwicklung wird zunehmend als Teil der europäischen Integration verstanden. Umso wichtiger ist es, mit ESPON die Wissens- und Informationsgrundlagen der europäischen Raumentwicklungspolitik zu verbessern. Hier wurden bereits in der ersten Projektlaufphase 2002 bis 2006 mehr als 25.000 Berichtsseiten in 34 Projekten erarbeitet. Um diese Ergebnisse effizient nutzen zu können, erarbeitete ein Team deutscher ESPON-Experten eine Analyse der Ergebnisse für Akteure aus den Bereichen Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Sie verfolgten sechs Themenfelder, die einen engen Bezug sowohl zu den Leitbildern der deutschen Raumordnung als auch zu den Prioritäten der Territorialen Agenda der Europäischen Union (TAEU) aufweisen. Konkret handelte es sich um die Bereiche Städtesystem und Polyzentralität, semiurbane und ländliche Räume, Netzinfrastrukturen als Verkehrs- und Kommunikationsinfrastrukturen, Umwelt und Risikomanagement, Demographie sowie Wettbewerbsfähigkeit und Innovation.

Die nun auch online verfügbare Sonderveröffentlichung „Deutschland in Europa“ fasst die wichtigsten Auswertungsergebnisse zusammen und zeigt zukunftsorientierte Perspektiven für Deutschland und seine Regionen auf. Als 20-seitige Kurzfassung spiegelt sie prägnant den Stand der europäischen Raumforschung ergänzt um eine deutsche Sicht der Dinge wider. Weitergehende Darstellungen und Schlussfolgerungen aus der Aufarbeitung der Ergebnisse des ESPON-Programms 2006 werden in der entsprechenden Veröffentlichung in der Reihe Forschungen (Heft 135) des BBSR gezogen. Sie beziehen sich unter anderem auf analytische und thematische Lücken der europäischen Raumforschung und den sich daraus ergebenden Forschungsbedarf. Die Veröffentlichung kann kostenfrei beim BBSR bezogen werden: beatrix.thul@bbr.bund.de, Stichwort: Sonderveröffentlichung „Deutschland in Europa“

 

 Download: http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/Sonderveroeffentlichungen/2009/DeutschlandEuropa.html

Neben dieser 20-seitigen Kurzfassung ist außerdem eine deutsche Langversion, die ca. 100 Seiten umfasst, erhältlich:

http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/Forschungen/2009/Heft135.html

Beide Veröffentlichungen sind Ergebnisse des Ressortforschungsprojektes "Analyse der Ergebnisse des ESPON-Programms 2006 - Aussagen und Bedeutung für Deutschland". http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/FP/ReFo/Raumordnung/AnalyseESPON2006/01__Start.html

Informationen zu ESPON:

http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/FP/ESPON/espon__node.html  

Kontakt: Nina Wilke, Stab Wissenschaftliche Dienste, Tel.: +49(0)228 99.401-1594

E-Mail: nina.wilke@bbr.bund.de

Quelle:

Bundesinstitut für Bau, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
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Bauhaus.SOLAR - Internationaler Kongress

Energie, Forschung, Veranstaltungen und Termine — geschrieben von bauinformant @ 15:56
Termin:  11.11.2009 - 12.11.2009
 
Veranstaltungsort: 
CongressCenter der Messe Erfurt GmbH
Gothaer Str. 34
99094 Erfurt
Thüringen
Deutschland
 
Zielgruppe:  Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
 
Kontakt:  Ulf.Pleines@uni-weimar.de
 
Kategorie:  international
Bauwesen / Architektur, Energie, Umwelt / Ökologie
 
Eintrag:  01.09.2009
Claudia Weinreich, Universitätskommunikation
Bauhaus-Universität Weimar

 
Wie werden die Fortschritte in der Solartechnik die Architektur, die Städte und das Landschaftsbild zukünftig beeinflussen? Um diese Frage zu diskutieren, kommen im November Architekten, Designer, Solarhersteller und Fachleute aus der Bau- und Immobilienbranche zusammen. Im Fokus steht insbesondere die ästhetische und funktionale Integration von Solaranlagen in die gebaute Umwelt. Während des Kongresses werden studentische Projekte aus der Bauhaus-Universität Weimar ausgestellt.

Der 2. Internationale Kongress Bauhaus.SOLAR fokussiert den Blick auf die photovoltaische Form der Energiegewinnung. Im Vordergrund steht dabei die architektonische Integration von Solaranlagen, welche durch die stetig zunehmende Anzahl betriebener Anlagen bei der Gestaltung der Lebensräume mehr und mehr an Bedeutung gewinnt.

Stadtplaner, Landschaftsarchitekten, Architekten, Bauingenieure, Techniker, Entwickler, Designer, Anwender und Architekturtheoretiker unterschiedlicher wissenschaftlicher wie wirtschaftlicher Institutionen sind aufgefordert, sich am fachübergreifenden Dialog zu beteiligen, zu diskutieren und (sich) zu informieren, um zukünftige Möglichkeiten, Trends und Visionen aufzuzeigen und neu zu definieren.

Der SolarInput e.V., die Bauhaus Universität Weimar und die Messe Erfurt GmbH wollen mit dem 2. Internationalen Kongress Bauhaus.SOLAR eine interdisziplinäre und branchenübergreifende Diskussion zu folgenden Themen führen:

* Architekturintegration
* Technische Innovationen
* Solare Bauelemente
* Energieeffizientes Bauen und Sanieren
* Stadtentwicklung
* Landschaftsarchitektur
* Dezentrale Energieversorgung
* Soziologischer Wandel

Ziel ist es, die enormen technologischen Fortschritte in der Solartechnik zu einer nachhaltigen innovativen wie ästhetischen Gestaltung in Architektur und Stadtplanung zu nutzen.
Hinweise zur Teilnahme:
Veranstalter
SolarInput e. V.
Wilhelm-Wolff-Str. 1
D - 99099 Erfurt

Ansprechpartnerin:
Uta Neuhaus
Tel.: +49 361 663-1154
Fax: +49 361 663-1413
E-Mail: u.neuhaus@solarinput.de
www.solarinput.de

Wissenschaftlicher Partner
Bauhaus-Universität Weimar
Belvederer Allee 1
D - 99425 Weimar

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Ulf Pleines M.Sc.
Tel.: +49 3643 5831-23
Fax: +49 3643 5831-22
E-Mail: Ulf.Pleines@uni-weimar.de
www.uni-weimar.de

Organisator
Messe Erfurt GmbH
Gothaer Str. 34
D - 99094 Erfurt

Ansprechpartner:
Ronny Ruhmann
Tel.: +49 361 400-1770
Fax: +49 361 400-1111
E-Mail: ruhmann@messe-erfurt.de
www.messe-erfurt.de
Weitere Informationen:

Zukunftsraum Schule. Fachkongress zur nachhaltigen Sanierung von Schulgebäuden

 In Deutschland gibt es 2008 rund 9.2 Mio. Schülerinnen und Schüler an über 40.000 Schulen. Neben der Diskus-sion über Qualität und Quantität der Lehre rückt auch zunehmend das Schulgebäude in den Mittelpunkt des Interesses. Der Großteil der Bausubstanz ist in die Jahre gekommen und mittlerweile auch sanierungsreif: Bauschäden sind unübersehbar, Wärmedämmung fehlt und die veraltete Gebäudetechnik trägt eher zur Energieverschwendung als zu Einsparungen bei.

Angesichts sinkender Schülerzahlen wird in Deutschland die Sanierung bestehender Schulgebäude immer wichtiger. Bei der Modernisierung der Gebäudesubstanz geht es allerdings um mehr als Energiekosten, Substanzerhalt oder die Erhöhung des Nutzerkomforts. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik veranstaltet daher am 3. und 4. November 2009 in der Alten Reithalle Stuttgart den Kongress »Zukunftsraum Schule - Schulgebäude nachhaltig gestalten«.

Der Schulkongress führt die Akteure und Aspekte integraler Schulgestaltung zusammen und richtet sich an Pädagogen und Behördenvertreter, Architekten und Planer, Hersteller und Handwerker, Forscher und Praktiker. Schirmherr des Kongresses ist Ernst Pfister MDL, Wirtschaftsminister des Landes Baden-Württemberg. Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie der Forschungsinitiative »Zukunft Bau« statt.

In Plenarvorträgen wird die Thematik unter verschiedenen Blickwinkeln behandelt. Beispielhaft dafür stehen Michael Frielinghaus, Präsident des Bundes Deutscher Architekten, Prof. Karl Robl, Hauptgeschäftsführer beim Zentralverband Deutsches Baugewerbe sowie Prof. Klaus Klemm, der bekannte Essener Bildungsforscher. Zugleich wird Dr. Rüdiger Kratzenberg vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung das Konjunkturprogramm für Schulen erläutern. Den Kern des Kongresses bilden thematische Workshops. Zahlreiche interdisziplinäre Fachreferate greifen die Facetten des Schulbaus auf und verbinden dabei wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Erfahrungen.

Energieeffiziente Schule - Sparsam gebildet


Auf dem Weg zur Plusenergie-Schule gilt die Aufmerksamkeit einer ganzheitlichen Herangehensweise. Die Beiträge richten sich auf innovative Gebäudehüllen, Lüftungs-, Heizungs- und Beleuchtungskonzepte, effiziente Wärme- und Energieversorgung, aber auch auf Planungswerkzeuge und Finanzierungsmöglichkeiten. Erfahrungen aus Forschungsprojekten und der Praxis sowie der Blick zu den europäischen Nachbarn komplettieren den Workshop.

Klasse(n) Zimmer - Viel Raum für Leistung.

Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit stehen im Fokus dieses Workshops. Die Referate befassen sich mit der Luft zum Lernen und Lehren, mit der Akustik für Ruhe und Kommunikation, mit Licht und Farben sowie mit der geeigneten Einrichtung und Möblierung. Sie münden in einen Leitfaden zur Innenraumgestaltung. Darüber hinaus stellen Forscher und Praktiker neue Konzepte, Bauteile und Materialien vor, die integrale Lösungen ermöglichen.

Schulbau integral - Aus der Praxis für die Praxis.

Bei der nachhaltigen Gestaltung von Schulgebäuden – ob Neubau oder Modernisierung – erhalten die Schnittstellen von Pädagogik und Architektur, von Finanzierung und Bewirtschaftung eine besondere Bedeutung. Die Referenten stellen internationale Schulbauprojekte und Planungsalternativen vor, beziehen dabei das Schulumfeld mit ein und zeigen Wege zum optimierten Management von Gebäudebeständen.

Über die Workshops hinaus bieten Ausstellungsstände von Institutionen und Unternehmen weitere Informationen und präsentieren praktikable Lösungen. Der Kongress ermöglicht ausreichend Raum und Gelegenheit zur Kommunikation, einschließlich einer Abendveranstaltung in der Alten Reithalle am ersten Tag.

Unter www.zukunftsraum-schule.de finden Sie weitere Informationen zum Programm, zu den Partnern und Kongressdetails sowie die bequeme Möglichkeit zur Online-Anmeldung, gern auch per Fax oder Post an die Kontaktadresse. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erwünscht bis zum 23. Oktober 2009.

Ansprechpartner:
Dr. Philip Leistner
Tel. +49 (0) 711 / 970-3346
Fax +49 (0) 711 / 970-3395


Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP
Institutsteil Holzkirchen
Fraunhoferstr. 10
83626 Valley
www.ibp.fraunhofer.de

 


Bauinformant ist nicht der Autor der eingestellten Information. Das Urheberrecht ist durch einen Direktlink und/oder die Quellenangabe gekennzeichnet bzw. vom Urheber zur Veröffentlichung genehmigt. Falls Sie einen Verstoß gegen das Urheberrecht vermuten, bitten wir Sie um eine Mitteilung, bevor unnötige rechtliche Auseinandersetzungen entstehen.

Nacht des Wissens "HCU-Labore - Ein Ort, der Wissen schafft"

Ausbildung & Studium, Forschung, Veranstaltungen und Termine — geschrieben von bauinformant @ 15:58
Termin:  07.11.2009 ab 17:00 - 08.11.2009
 
Veranstaltungsort: 
HafenCity Universität Hamburg (HCU), City Nord, Hebebrandstr. 1, Gebäude C
22297 Hamburg
Hamburg
Deutschland
 
Zielgruppe:  Lehrer/Schüler, jedermann
 
Kontakt:  kommunikation@hcu-hamburg.de
 
Kategorie:  lokal
Bauwesen / Architektur, Kulturwissenschaften, Kunst / Design, Umwelt / Ökologie
 
Eintrag: 

23.10.2009
Mechtild Freiin v. Münchhausen, Öffentlichkeitsarbeit
HafenCity Universität Hamburg

 

 
Wieso können Brücken schweben? Wie misst man Strömung? Und was gibt Wänden den nötigen Halt? In der NdW gibt die HafenCity Universität einen Einblick in ihre sonst nicht zugänglichen Labore. Hier erleben Sie, wie die praktische Arbeit von Architekten, Bau- und Geomatik-Ingenieuren aussieht, um Ideen in der Anwendung zu überprüfen. In einer Ausstellung lernen Sie darüber hinaus die Inhalte und Methoden unserer Studiengänge kennen. Lassen Sie sich einladen zum Mitmachen und Entdecken!
 
Labore

Labor für Baustofftechnologie und Bauchemie
Von Difraktometern und Frosttauwechselprüfanlagen
Im hervorragend ausgestatten Labor für Baustofftechnologie und Bauchemie der HafenCity Universität Hamburg mit seinen zahlreichen Prüfmaschinen, den unterschiedlichsten Analysegeräten und seiner umfangreichen Bau- und Werkstoffsammlung führen die Studierenden der Studiengänge Architektur
und Bauingenieurwesen praxisbezogene Übungen durch. Ein weiteres Tätigkeitsfeld sind Forschungs- und Entwicklungsarbeiten.
Bei den Führungen durch die Labore werden unterschiedlichste Baumaterialien vorgestellt und ausgewählte bauchemisch-baustofftechnologische Prüfungen an Bau-und Werkstoffen vorgeführt.

Bauchemie
Offene Führungen ab 17.30 Uhr, Dauer ca. 40 Min., Beginn stündlich
Gebäude C / Raum C 011 - 014

Betonlabor
Offene Führungen ab 17.30 Uhr, Dauer ca. 40 Min., Beginn stündlich
Gebäude C / Raum CK 09 - 10

Labor für Wasserbau
Was haben Bauingenieure mit der Königin von Saba zu tun?
Im Wasserbaulabor werden wasserbauliche Fließmodelle der Wasserwirtschaftsbauwerke des Großen Dammes von Marib besichtigt und vorgeführt. Die Modelle sind das Ergebnis eines mehrjährigen Forschungsprojektes über die Wasserwirtschaft des Königreiches Saba im Jemen.

Offene Führungen ab 17.30 Uhr, Dauer ca. 40 Min., Beginn stündlich
Gebäude C / Raum CK 12

Labor für Technische Mechanik
Von tragenden Wänden und stützenden Pfeilern
Das Labor für Technische Mechanik führt Versuche an metallischen Verbindungsmitteln für den Holzbau vor. Dazu werden Probekörper im Maßstab 1:1 in eine Prüfeinrichtung eingebaut und mit hydraulischen Pressen bis zum Versagen belastet. Als Ergebnis liefern die Versuche Erkenntnisse über die Art des Versagens, die Tragfähigkeit und das Verformungsverhalten der Verbindungen.

Geschlossene Führungen ab 18 Uhr, Dauer ca. 20 Min., Beginn alle 45 Minuten
Gebäude C / Raum CK 16

Labor für Bodenmechanik und Grundbau
Der schiefe Turm von Pisa - Bekanntes Beispiel fehlender Bodenmechanik
Die Bodenmechanik beinhaltet die Lehre von den physikalischen Eigenschaften des Baugrunds. Im Labor werden praxisübliche Verfahren zur Untersuchung und Beschreibung des natürlichen Bodens sowie Versuche zur Beschreibung seines Spannungs - Setzungsverhalten dargestellt.

Offne Führungen ab 18 Uhr, Dauer ca. 20 Min, alle 45 Minuten
Gebäude C / Raum C 04-05

Labor für Strassen- und Vermessungswesen
Von Umgehungsstraßen und Kiesgruben
Der Besucher hat die Möglichkeit, Messungen mit bauspezifischen Vermessungsgeräten (Nivellier; Rotationslaser; Elektronischer Tachymeter) vorzunehmen. Des weiteren werden anhand einiger Beispiele aus der Lehre Computeranwendungen im Strassen- und Vermessungswesen vorgeführt, wie z.B. die Planung einer Umgehungsstraße bis hin zur Fahrsimulation oder auch die Ermittlung des Aushubes einer Kiesgrube mittels digitaler Geländemodelle.

Mitmach-Aktion
durchgehend von 17 - 24 Uhr geöffnet
Gebäude C / Raum C 015

Geomatik
Digitale Welten in 3- und 4 D vermessen
Präsentation Laser Scanner Technologie
Laser Scanner erfassen Objekte und Umwelt dreidimensional. Die erfassten Objekte können daraufhin digital rekonstruiert werden. Anwendungen dieser Technologie sind in der Qualitätskontrolle, Reverse Engineering und bei der Dokumentation von Kulturgüter zu finden.
Mitmachaktion am Computer: Live-Aufnahme von Personen und Raum.

Vorführung von Geräten und Mitmach-Aktion
durchgehend von 17 - 24 Uhr geöffnet
Gebäude C / Halle

Präsentation Streifenprojektionssystem
Das Streifenprojektionssystem erlaubt die flächenhafte Digitalisierung von Objekten mit höchster Genauigkeit. Das System wird bei vielen Messaufgaben in der Auto- und Luftfahrtindustrie verwendet, wie z.B. in der Inspektion, Ursachenanalyse und Qualitätssicherung in Blechumformungsprozessen.

Live-Aufnahme von Gegenständen und Vergleich mit CAD-Modell am Computer.
Vorführung von Geräten
durchgehend von 17 - 24 Uhr geöffnet
Gebäude C / Halle

Präsentation Deformationsmessungen
Deformationsmessungen anhand Live-Präsentation eines Belastungstests einer Holzstruktur und Aufnahme mit dem Laser Scanner am Computer. Gemeinsam mit der Führung durch das Labor für Technische Mechanik.

Geschlossene Führungen ab 18 Uhr, Dauer ca. 20 Min., Beginn alle 45 Minuten
Gebäude C / Raum CK 16

Werkstätten:

Zentralwerkstatt
Die Zentralwerkstatt ist eine zentrale Servicestelle im Bereich Lehre und Forschung für alle Studiengänge der HCU. In ihr werden maschinenbaulichen und messtechnischen Komponenten für Lehre und Forschung sowie Architekturmodelle geplant und angefertigt. Der Werkstattleiter führt interessierten Besuchern die für die Metallbearbeitung notwendigen Maschinen und Techniken vor und erläutert anhand studentischer Arbeiten die genauen Arbeitsprozesse der Metallbearbeitung.

durchgehend von 17 - 24 Uhr geöffnet
Gebäude B / Raum BK 01

Architektur Modellwerkstatt
Die Werkstattleiter führen die interessierten Besucher durch die ca. 300 qm große Werkstatt und erläutern anhand aktueller studentischer Arbeiten die Arbeitsabläufe sowie die technischen und gestalterischen Aspekte des Architekturmodellbaus.

durchgehend von 17 - 24 Uhr geöffnet
Gebäude B / Raum BK 02 a-g

Vorlesungen

Bauingenieurwesen
1. Bauschäden auf die Spur kommen
Vorlesung um 18.00 Uhr, Dauer ca. 25 min.
Gebäude C / Raum C 09

2. Womit wir bauen - Eigenschaften von Baumaterialien und Eignungsprüfungen
Vorlesung um 19.00 Uhr, Dauer ca. 25 min.
Gebäude C / Raum C 09

3. Vom industriellen Nebenprodukt zum Baustoff - ein Einblick in Forschungs- und Entwicklungsarbeiten
Vorlesung um 20.00 Uhr, Dauer ca. 25 min.
Gebäude C / Raum C 09

Geomatik
Geomatik - 3D Erfassen, Modellieren und Darstellen
Vorlesung jeweils um 18.30 Uhr, 19.30 Uhr und 20.30 Uhr, Dauer ca. 20 min.
Gebäude C / Raum C 07

Ausstellungen
HCU-Fakten
Informieren Sie sich über die Studiengänge, Visionen, Ziele und Struktur von Hamburgs jüngster Universität.
Gebäude B / Flur

Architektur
Erleben Sie die Visualisierung von Architektur über Pläne und Modelle.
Gebäude C / Halle

Stadtplanung
Klimaschutz in internationalen Städten
Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Städte spielen dabei eine Schlüsselrolle. Sie sind sowohl Verursacher des Klimawandels als auch von dessen Auswirkungen betroffen. Welche Städte sind Vorreiter im Klimaschutz? Die HCU stellt die besten Strategien und Projekte des urbanen Klimaschutzes vor.
Gebäude C / Halle

KLIMZUG-Nord
Die HCU widmet sich mit dem Forschungsprojekt KLIMZUG Nord innovativen Antworten auf die aktuellen Fragen des 21. Jahrhunderts und hat es sich zum Ziel gesetzt, Anpassungen an den Klimawandel für die Metropolregion Hamburg zu entwickeln. Indem Projekt KLIMZUG Nord kooperieren über 80 Partner verschiedener Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Behörden und Unternehmen miteinander um Lösungen für die Metropolregion zu erarbeiten.
Gebäude C / Halle

WoMo Rechner
Wenn Sie an einen neuen Wohnort in Hamburg oder seinen Randkreisen umziehen wollen, können Sie hier erfahren, welche Wohn- und Mobilitätskosten am neuen Wohnstandort voraussichtlich auf Ihren Haushalt zukommen werden. Probieren Sie es aus.
Gebäude C / Halle

Kultur der Metropole
Eine Kuhherde im Hauptbahnhof?
Was eine Großstadt von der Provinz unterscheidet scheint auf den ersten Blick sehr einfach. Bei näherem Hinsehen jedoch stellt man fest, dass Stadt und Land nicht unbedingt gegensätzlich sein müssen. Mit einer großen Puzzlewand lädt der Studiengang Kultur der Metropole Groß und Klein ein, den eigenen Blick auf Metropole zu hinterfragen und zu entdecken, welche Überraschungen man heutzutage in Großstädten
finden kann.

Mitmach-Aktion
durchgehend von 17 - 24 Uhr geöffnet.
Gebäude C / Halle

Begleitprogramm

Q-Studies (studium fundamentale)
Kurzfilm Lounge
Frei nach dem Motto "Stadt/Lounge/Fluß" werden Filme rund um das Thema "Stadt und urbane [Sub-]Kultur" gezeigt.
Durchgehend von 17 - 24 Uhr
Projektion an die Außenwand zwischen Gebäude B und C

HCU-Band
Unsere HCU Swing- und Jazz Band hält Sie wach!
jeweils 18.00 Uhr, 19.00 Uhr unLabore

Sofacafe und Lounge
...laden ein zu Glühwein, Bratwurst und Mitternachtssuppe !
Durchgehend von 17 - 24 Uhr

Hinweise zur Teilnahme:
Teilnahme frei
Weitere Informationen:

Klaus-Dyckerhoff-Preis für Baustoffforschung zum zweiten Mal verliehen

Ehrung von Prof. Henri Van Damme für sein Lebenswerk  

Im Rahmen des Internationalen VDZ-Kongresses 2009 in Düsseldorf wurde Professor Henri Van Damme mit dem Klaus-Dyckerhoff-Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Baustoffforschung ausgezeichnet. Geehrt wurde Van Damme, seit 1999 Professor an der École Supérieure de Physique et Chimie Industrielles in Paris, für sein Lebenswerk. Die Laudatoren, so die erste Preisträgerin von 2007, Professorin Karen Scrivener, hoben vor allem seine außergewöhnliche Leistung hervor, bei der Untersuchung zementhaltiger Materialien eine grundlegende wissenschaftliche Herangehensweise mit Praxisorientierung zu verbinden.  

Van Damme habe durch seine eigenen Forschungsarbeiten, durch die Koordinierung komplexer Forschungsprogramme sowie sein stetes Engagement um wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch in den letzten Jahrzehnten einen unschätzbaren Einfluss auf die Entwicklung der gesamten Forschungslandschaft im Bereich zementbewehrter Baustoffe ausgeübt. Zu nennen ist hier etwa das Projekt „Industrielle Materialien für das Bauingenieurwesen“, das Van Damme für das CNRS (Nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung - Orleans) und die ATILH (die französische Technische Vereinigung der hydraulischen Bindemittel-Industrie) von 1988 bis 1999 wissenschaftlich koordiniert hat. In dieser Verbundforschung konnten die technisch-wissenschaftlichen Einsichten in die Eigenschaften zementgebundener Baustoffe vertieft werden. Die gewonnenen Erkenntnisse haben zudem weitgehend den Aufbau der Forschungsplattform „Nanocem“ auf europäischer Ebene beflügelt.  

Der Klaus-Dyckerhoff-Preis würdigt wegweisende Forschungsbeiträge oder berufliche Leistungen bei der Entwicklung von Anwendungs- und/oder Herstellungsverfahren im Bereich hydraulischer Bindemittel. Die Auszeichnung richtet sich an Einzelpersonen, Arbeitsgruppen an europäischen Hochschulen, Forschungsabteilungen wissenschaftlich-technischer Institute der Bau- und Baustoffindustrie sowie an Forschungsabteilungen der Unternehmen der Bau- und Baustoffbranche.

Der Preis ist mit 30.000 Euro dotiert und wird seit 2007 von der Dyckerhoff-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in zweijährigem Turnus vergeben, 2009 somit zum zweiten Mal. Die von Dr. Klaus Dyckerhoff und seiner Frau Dr. Edith Dyckerhoff 1994 gegründete Stiftung hat sich die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie die Auszeichnung außergewöhnlicher Leistungen in den für die zementgebundenen Bauweisen maßgeblichen Technologien zur Aufgabe gemacht.

Kontakt
Susanne Hoffmann
Hoffmann@BDZement.de
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Bundesverband der Deutschen Zementindustrie e.V.

Kochstraße 6-7
10969 Berlin

Tel. +49 30 28002-225
Fax. +49 30 28002-250

Bauinformant ist nicht der Autor der eingestellten Information. Das Urheberrecht ist durch einen Direktlink und/oder die Quellenangabe gekennzeichnet bzw. vom Urheber zur Veröffentlichung genehmigt. Falls Sie einen Verstoß gegen das Urheberrecht vermuten, bitten wir Sie um eine Mitteilung, bevor unnötige rechtliche Auseinandersetzungen entstehen.

 


 

 


Trends der Wohneigentumsbildung - Haushalte, Objekte, Finanzierung

Wohnungswirtschaft, Immobilienwirtschaft, Forschung — geschrieben von bauinformant @ 18:31

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) analysiert die Entwicklung des selbstgenutzten Wohneigentums

 Seit 2008 ist mit dem Eigenheimrentengesetz das selbstgenutzte Wohneigentum besser in die staatlich geförderte private Altersvorsorge integriert. Haushalte erhalten damit eine staatliche Unterstützung zum Aufbau der nach wie vor beliebtesten Form der privaten Altersvorsorge – dem selbstgenutzten Wohneigentum. Der Wunsch nach einer eigenen Wohnimmobilie besteht weiterhin für viele Menschen, auch wenn die Wertentwicklung von Immobilien infolge des demografischen Wandels in vielen Regionen nicht mehr mit der früherer Jahre zu vergleichen ist.

 Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Wohneigentumsmarkt sowie die Finanz- und Wirtschaftskrise geben Anlass, aktuelle Prozesse sowie die Entwicklung der Wohneigentumsbildung privater Haushalte in Deutschland während der letzten Jahre im Hinblick auf Haushalts- und Finanzierungsstrukturen zu analysieren. Die Ausgabe 6/2009 der „BBSR-Berichte KOMPAKT“ stellt die Ergebnisse dieser Analyse vor.

 Im Zentrum des Interesses stehen hierbei die folgenden Fragestellungen:
Wer sind die gegenwärtigen Wohneigentumsbildner, welche Objekte bevorzugen sie, und welche Rolle spielen räumliche Aspekte? Wie wird das Wohneigentum finanziert? Lassen sich Veränderungen im Zeitverlauf feststellen? Als maßgebliche Informationsquelle dienen die vom BBSR mitfinanzierten Befragungen zur Bildung von Wohneigentum in Deutschland durch TNS Infratest Finanzforschung.

Die Veröffentlichung kann kostenfrei beim BBSR bezogen werden unter:

forschung.wohnen@bbr.bund.de, Stichwort: BBSR-Berichte KOMPAKT 6/09

 Link zum Download:
http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/BerichteKompakt/berichtekompakt__node.html?__nnn=true

 

 Ansprechpartner für inhaltliche Fragen im BBSR:
Iris Ammann, Referat II 12 Wohnen und Gesellschaft, Tel.: +49(0)22899.401-1576, iris.ammann@bbr.bund.de


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EU-Wettbewerb: Nordrhein-Westfalen bewirbt sich um führende Rolle bei Energieforschung in Europa

Energie, Forschung — geschrieben von bauinformant @ 16:11
 
André Zimmermann, Pressereferat
Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie NRW
28.08.2009 12:38
 
Industrie, Hochschulen und Forschungseinrichtungen schmieden Konsortium

Die besten Energieforscher und einige der großen Industriekonzerne Nordrhein-Westfalens bewerben sich gemeinsam bei der EU darum, europäisches Innovationszentrum für die Energiewirtschaft zu werden. Vier Minuten vor Ablauf der Frist ging der NRW-Antrag, der von der Landesregierung unterstützt wird, gestern Abend in Brüssel ein. Das Innovationszentrum für die Energiewirtschaft ist eines von drei Teilen des neuen Europäischen Technologie-Instituts (EIT) und soll mit einem Jahresbudget von 100 Millionen Euro im kommenden Jahr seine Arbeit aufnehmen. Die EU entscheidet im Dezember über den Standort.

Konsortialführer des NRW-Antrags ist Energy Hills e.V., ein von Wirtschafts- und Wissenschaftsvertreter der Region Aachen-Jülich gegründeter Verein. Beteiligt sind Universität und Fachhochschule Aachen, das Forschungszentrum Jülich, die Universität Dortmund, drei Fraunhofer-Institute und das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie. Neben den großen Konzernen Bayer, E.ON und Thyssen-Krupp sind auch zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen eingebunden. "Der Antrag bringt alle starken Kräfte Nordrhein-Westfalens zusammen. Ich habe durchaus Hoffnung, dass wir gegen die Wettbewerber bestehen können", sagte Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart.

Das EIT-Zentrum soll die europäische Energieforschung bündeln und in den zentralen Fragen voranbringen: Umweltverträglichkeit, Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit. "Das ist eine der großen globalen Fragen unserer Zeit. Hier würden wir gerne die führende Rolle in Europa einnehmen", sagte Pinkwart. Unterstützt wird der NRW-Antrag auch aus dem europäischen Ausland. Über 80 Universitäten, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Ministerien aus zehn europäischen Ländern sind in dem Antrag als Partner aufgeführt.

Die Energieforschung ist eines von vier Zukunftsfeldern, auf die das Innovationsministerium seine Forschungs- und Technologieförderung konzentriert. Signalwirkung hatte 2006 die Entscheidung von E.ON, mit Eigenmitteln in Höhe von 40 Millionen Euro gemeinsam mit der RWTH Aachen ein neues Energieforschungsinstitut zu gründen. Forscher dieses Zentrums gehören jetzt zu den stärksten Promotoren des Antrags.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft


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Auf der Suche nach neuartigen Solarzellen

Energie, Forschung — geschrieben von bauinformant @ 16:07
Physiker der Universität Potsdam an neuem Forschungsverbund beteiligt
Sylvia Prietz, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Potsdam
28.08.2009 11:31
Wissenschaftler des Potsdamer Uni-Instituts für Physik und Astronomie sind am gerade gestarteten neuen Forschungsverbund "Selbstorganisation in organischen Hybridsolarzellen - SOHyb" beteiligt. Ziel des im Rahmen der Initiative "Organische Photovoltaik" ins Leben gerufenen BMBF-Projekts ist es, die drei traditionell verschiedenen Ansätze bei der Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie zu einem gemeinsamen Konzept einer organischen Hybridsolarzelle zusammenzuführen. Experten versprechen sich davon niedrigere Herstellungskosten als bei den bisher üblichen Solarzellen und hinsichtlich der Anwendung in zahlreichen Gegenständen des Alltags eine große Produktvielfalt.

In der organischen Photovoltaik, also der Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie, mittels photoaktiver Kohlenwasserstoffverbindungen, werden traditionell drei Konzepte verfolgt. Dies sind zum einen Mehrschichtsysteme aus aufgedampften kleinen Molekülen, Zellen auf der Grundlage von löslichen halbleitenden Kunststoffen sowie Solarzellen mit farbstoffsensibilisierten porösen Schichten. In der Region Brandenburg-Berlin werden diese unterschiedlichen Konzepte am Institut für Physik und Astronomie der Universität Potsdam, am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie, am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung Potsdam-Golm sowie am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung Potsdam-Golm erforscht. Ziel des kürzlich gestarteten Forschungsverbundes "Selbstorganisation in organischen Hybridsolarzellen - SOHyb" ist es nun, diese Varianten in ein gemeinsames Konzept der Herstellung einer organischen Hybridsolarzelle einzubringen. Langfristig soll damit eine neue Grundlage für einfach herstellbare Schichtsysteme mit hohem Potenzial für die kostengünstige Fertigung im industriellen Maßstab entwickelt werden. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der selbstorganisierten Nanostrukturierung der Schichten.

In den vergangen Jahren wurden organische Halbleiter, wie Farbstoffe oder photoaktive Polymere, für verschiedene opto-elektronische Anwendungen entwickelt und optimiert. Unter anderem wurde ihre Eignung als photoaktive Schichten für die Herstellung von Solarzellen intensiv erforscht. Aufgrund der erwarteten niedrigen Kosten und der potentiellen Produktvielfalt werden organischen Solarzellen sehr gute Perspektiven bescheinigt. Solche Zellen eröffnen neue Anwendungsfelder, die mit anorganischen, aus Silizium bestehenden Solarzellen nur schwer zu realisieren sind. Von besonderem Interesse ist der Einsatz in Fenstern, Lamellenjalousien mit Photovoltaik-Funktion oder Strom produzierenden Gerätegehäusen oder Textilien.

Effiziente Solarzellen lassen sich mit organischen Materialien nur aufbauen, wenn ein Elektronenspender mit einem Elektronenempfänger kombiniert wird. Bei Bestrahlung mit Licht erfolgt ein so genannter "photoinduzierter Elektronentransfer" vom Spender zum Empfänger. Dieses Elektron kann nach außen abgeführt werden. In aktuellen Forschungsprojekten wird nun versucht, diese Materialien zu Zellen mit sehr hohen Wirkungsgraden zu kombinieren.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb der Initiative "Organische Photovoltaik" dreieinhalb Jahre lang mit insgesamt drei Millionen Euro finanziell unterstützt.

Hinweis an die Redaktionen:
Für weitere Informationen steht Ihnen Prof. Dr. Dieter Neher aus dem Institut für Physik und Astronomie der Universität Potsdam telefonisch unter 0331/977-1265, E-Mail: neher@uni-potsdam.de zur Verfügung.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft


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SozialDialog Grünes Bauhaus

Forschung, Veranstaltungen und Termine — geschrieben von bauinformant @ 15:56
Termin:  10.09.2009 ab 19:00 - 11.09.2009 18:00
 
Anmeldeschluss:  10.09.2009
 
Veranstaltungsort: 
Tagungsort:
Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
10557 Berlin-Tiergarten
10557 Berlin-Tiergarten
Berlin
Deutschland
 
Zielgruppe:  Lehrer/Schüler, Wissenschaftler
 
Kontakt:  r.komar@designforschung.de
 
Kategorie:  international
Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Kunst / Design, Pädagogik / Bildung, Umwelt / Ökologie
 
Eintrag:  28.08.2009
Reinhard Komar , Pressestelle
Institut für Designforschung
 
 
Der Präsident der Akademie der Künste, Klaus Staeck, ist der Überzeugung: "Der Klimawandel stellt die größte kulturelle Herausforderung der Zukunft dar." Darum widmet sich die Akademie auf mehreren Ebenen verstärkt dieser Problematik im kooperativen Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft.

Gemeinsame Tagung von Akademie der Künste und Institut für Designforschung.
Konzeption:
Reinhard Komar, Leiter Institut für Designforschung
Christian Schneegass, Leiter Fachbereich Kunst und Gesellschaft, Akademie der Künste

Schirmherrschaft United Nations Environment Programme
Förderung: Deutscher Kulturrat, Deutscher Werkbund, zahlreiche Unternehmen
 
Die Probleme von Klima, Umwelt und Natur, Armut und Bildung, der Verlust kultureller Vielfalt und Erfahrung, der Verlust ökologischer Vielfalt und Kraft machen deutlich, dass in unserem industriellen Gestalten die Nachfrage nach Planet auf das Angebot von Planet kulturell neu bezogen werden muss. Wir müssen unser Leben ändern, den Menschen in Wirtschaft, Kunst und Technik neu entdecken. Nach der klassischen Moderne in Architektur, Produktgestaltung und Medienkommunikation können und müssen wir Gestaltung neu denken.

Vier Achsen prägen den SozialDialog Grünes Bauhaus.

Mit der Globalen Informationsgesellschaft und der Entfaltung Wissenschaftsbasierter Lebenswelten steht die Zukunft der Gestaltung nach 90 Jahren Bauhaus vor den Herausforderungen der Nachhaltigen Entwicklung.

Neben den Bauenden, Bildenden und Darstellenden Künsten ist es für die Entwerfenden Künste an der Zeit, neu anzufangen. - Die Bedeutung produkt- und umweltgestalterischer Prozesse der alltäglichen Lebenswelt, wie sie privatwirtschaftliche Unternehmen insbesondere
seit dem 20. Jahrhundert hervorbringen - die die westliche Gegenwartskultur heute so übergreifend prägen und weltweit orientieren - muss neu in den Blick genommen werden. Die Zukunft der Gestaltung benötigt breite, auch finanzielle Unterstützung, um den wirkmächtigen
Entwurf von Lebenswelten neu zu orientieren.

Wir brauchen völlig neue Formen! Begründen Sie mit uns das Grüne Bauhaus als Konzept zukunftsbefähigenden Gestaltens.

Programm
Donnerstag, den 10.09.2009, 19 Uhr

Vorträge
Gestaltung der Zukunft

Begrüssung
Klaus Staeck
Präsident Akademie der Künste

Grußworte und Statements
Prof. Dr. Dr. h.c. Frei Otto (angefragt), Architekt
Prof. em. Dr. h.c. Dieter Rams, Industrial Designer
Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Hartkopf, Architekt
präsentiert von
Prof. Donata Valentien, Direktorin Sektion Baukunst Akademie der
Künste

Nachhaltig in anderen Formen
Dr. Volker Hauff
Vorsitzender des Nachhaltigkeitsrates, Bundesminister a.D.

Die Grenzen des Wachstums sind überschritten. Neue Lebenswelten gestalten
Uwe Möller
Generalsekretär a.D. des Club of Rome, Hamburg

Die Differenz des Begriffs Nachhaltigkeit
Prof. Dr. Konrad Ott
Universität Greifswald, Umweltethik, Deutsche UNESCO Kommission

Grün und fair gestalten. Rahmenbedingungen
Adjunct Prof. Dr. Inge Kaul
Direktorin a.D. United Nations Development Programme, Hertie School of
Governance, Berlin

Nachhaltigkeit als eine der Leitideen für eine Universität der Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts
Prof. Dr. Sascha Spoun
Präsident Leuphana Universität Lüneburg

Freitag 11.09.2009, 9-11:15, 11:30-13 Uhr

Foren

Zukunft der Gestaltung

Begrüssung
Nele Hertling
Vizepräsidentin Akademie der Künste

Einführung
SozialDialog Grünes Bauhaus?
Reinhard Komar

Nachhaltige Entwicklung

Erkundungen zu Raum und Zeit. Acht Thesen zu Nachhaltigem Wirtschaften
Andreas von Schumann, Leiter AgenZ, Deutsche Gesellschaft für
Technische Zusammenarbeit (GTZ)

Ressourcenoptimiertes Bauen
Prof. Dr. Harry Lehmann, Umweltbundesamt, Dessau, Direktor
Umweltplanung und Nachhaltigkeitsstrategien

Ganzheitlich entwerfen!
Prof. Dr. Dr. h.c. Jörg Schlaich, Akademie der Künste

Wissens(chafts)basierte Lebenswelten

Kultur und Ökologie. Klimawandel und die Spielräume alltäglicher Lebenspraxis
Prof. Dr. Karl-Heinz Hörning, Kultur- und Techniksoziologie, RWTH
Aachen

Kulturalistische Ökonomik
Prof. Dr. Reinhard Pfriem, Wirtschaftswissenschaften, Carl von
Ossietzky Universität Oldenburg

Podium
Adjunct Prof. Dr. Inge Kaul, Prof. Dr. Konrad Ott, u.a.
Moderation: Dr. Andreas Weber, Journalist, Publizist

14:30-16:15, 16:45-18:30 Uhr

Globale Informationsgesellschaft

Die nächste ökonomische Revolution. Das Ende der Monopolisierung des Wissens
Prof. Dr. Carsten Herrmann-Pillath, Academic Director, East-West
Centre for Business Studies and Cultural Science, Frankfurt School of Finance and Management

Informationsethische Gedanken
Prof. Dr. Rafael Capurro, Hochschule der Medien (HdM), Steinbeis-
Hochschule Berlin (SHB)

Wissensbasierung als Prinzip?
Jochen Steinbicker M.A., Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-
Universität Berlin

Gibt es ein grünes Leben in der Virtualität?
Florian Rötzer, TELEPOLIS, heise.de

90 Jahre Bauhaus + Zukunft der Gestaltung

Was ist vom Bauhaus für das Grüne Bauhaus zu lernen?

Prof. Dr. Wolfgang Ruppert, Kulturgeschichte, Universität der Künste Berlin

Muster und Experiment. Bauhaus als Modell?
Michael Siebenbrodt, Bauhaus Museum Weimar, Klassik Stiftung Weimar

Grüner Funktionalismus
Prof. Philipp Oswalt, Stiftung Bauhaus Dessau

Podium
Reinhard Komar, Christian Schneegass, u.a.
 
Hinweise zur Teilnahme:
Tagungsgebühr: € 10,-

Erfolgreich ins Projekt „NETZ“ gegangen

Energie, Unternehmen & Produkte, Forschung — geschrieben von bauinformant @ 15:53

„Am Anfang stand eigentlich nur unsere kleine Idee im Fachbereich Physik ein Institut für Solaroptik einzurichten“, berichtet Dr. Paul Harten von der Firma LIMO, „was Prof. Jäger und das CeNIDE-Team von der UDE dann daraus gemacht hat, ist um vieles größer und in der Region einzigartig!“

Die LIMO Lissotschenko Mikrooptik GmbH aus Dortmund gehört zu den Industriepartnern des NanoEnergieTechnikZentrum (NETZ) an der Universität Duisburg-Essen (UDE), in dem maßgeschneiderte Nanomaterialien für neue Energietechnik entstehen sollen. LIMO begleitet und unterstützt das NETZ-Projekt bereits von Anfang an: Die Lasersystemen des Optik Spezialisten aus Dortmund ermöglichen die Forschung an neuen und effizienten Methoden zum „Lasersintern“, um später damit gezielte Dotierungen oder auch druckbare Dünnschichten herzustellen. Mit solch neuen Verfahren können beispielsweise besonders günstige und moderne Solarzellen gefertigt werden, die sich sogar Platz sparend aufrollen lassen.

Das Konzept NETZ ist aufgegangen und hat die Gutachter im Landeswettbewerb „NanoMikro+Werkstoffe.NRW“ überzeugt. Nach der Bewilligung von 43,3 Mio. Euro für Gebäude, Großgeräte und Ersteinrichtung, sind nun weitere 12 Mio. Euro zur Finanzierung der dreijährigen Startphase genehmigt. Bis 2012 soll am Duisburger Campus der UDE ein komplettes Forschungszentrum für 120 Mitarbeiter aus der Chemie, Ingenieurwissenschaften und Physik entstehen, dass über eine Hauptnutzfläche von ca. 3.900 m2 verfügen wird.

Auch LIMO freut sich darauf, gemeinsam mit dem Projekt NETZ und anderen beteiligten Partnern die Entwicklung einer Technologieplattform voranzutreiben, die in der Lage sein wird, schrittweise die fachspezifischen Kapazitäten in der Region und in ganz NRW zu bündeln, um den Einsatz von Nanotechnologie in der Energietechnik zu etablieren und dauerhaft zu fördern.

Presse – und Medienkontakt LIMO:
Mona Okroy
Public Relations
Tel.: +49 - 231- 22 24 1 – 317
Fax: +49 - 231- 22 24 1 – 140


Nicole Jebram
Leiterin PR & Marketing
Tel.: +49 - 231- 22 24 1 – 270
Fax: +49 - 231- 22 24 1 – 140


LIMO Lissotschenko Mikrooptik GmbH
Bookenburgweg 4-8
44319 Dortmund
Tel.: 0231-22241-0

Pressekontakt: Mona Okroy ()
Nicole Jebram ()

Gegründet 1992 - 200 Mitarbeiter - 24 Nationen - mehr als 300 Patente

In der LIMO Firmenzentrale in Dortmund entwickelt ein internationales Team aus mehr als 200 Ingenieuren, Physikern, Technikern und vielen anderen Fachkräften kundenspezifische Lösungen und stellt innovative Produkte her. LIMO wurde 1992 in der Nähe von Paderborn gegründet, verlegte den Sitz 1995 ins „Technologiezentrum“ nach Dortmund und ist mittlerweile im Industriegebiet „Dortmund-Wickede“, in unmittelbarer Nähe des Flughafens Dortmund ansässig. Auf mehr als 10.000 m² Firmengelände produziert und forscht LIMO in rund 2.000 m² Reinräumen und 800 m² betriebsinterner Metallverarbeitung. Derzeit besitzt LIMO mehr als 300 Patente.

Wir verstehen uns als strategischer Partner der Unternehmen, die Laserphotonen nutzen. Unsere Mission ist es, Geschäftspartner in den Branchen Materialbearbeitung und Photonik mit Spitzentechnologien zu mehr Erfolg zu verhelfen. Wir sind Weltmarktführer im Bereich refraktiver Mikrooptiken und wurden für diese Technologie mit dem „Innovationspreis der deutschen Wirtschaft 2007“ ausgezeichnet. Mit Hilfe dieser prämierten Technik kann ein Laserstrahl effektiv geformt und gelenkt werden – somit ist z.B. eine linienförmige oder rechteckige Strahlform möglich. Folgende Branchen profitieren von unseren maßgeschneiderten Lösungen: Mikrolithograpie, Medizintechnik, Photonik (Festkörper- und Faseraser), Produktion von Flachbildschirm- und Photovoltaikanlagen, Automobilindustrie und alle anderen Industrien, die Hochleistungslaser nutzen.


Bauinformant ist nicht der Autor der eingestellten Information. Das Urheberrecht ist durch einen Direktlink und/oder die Quellenangabe gekennzeichnet bzw. vom Urheber zur Veröffentlichung genehmigt. Falls Sie einen Verstoß gegen das Urheberrecht vermuten, bitten wir Sie um eine Mitteilung, bevor unnötige rechtliche Auseinandersetzungen entstehen.

 


Fraunhofer-Allianz BAU erweitert ihre Kompetenzen

Unternehmen & Produkte, Forschung — geschrieben von bauinformant @ 11:45
Pressemitteilung von: Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP

Das Gerüst des »Water Cube« in Peking © Fraunhofer IBP
Das Gerüst des »Water Cube« in Peking © Fraunhofer IBP

(openPR) - Die Fraunhofer-Allianz BAU hat das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV als weiteres Mitglied aufgenommen. Mit der Ergänzung um die 16. Forschungseinrichtung aus der Fraunhofer-Gesellschaft verstärkt die Allianz BAU ihre wissenschaftlichen Kompetenzen im Bereich funktioneller Materialien und Leichtbau.

Als neues Mitglied der Fraunhofer-Allianz BAU bringt das Freisinger Fraunhofer IVV sein Know-how aus dem Geschäftsfeld Funktionsmaterialien ein. Dazu gehört vor allem die Entwicklung von Funktionsfolien mit ausreichender Barrierewirkung gegenüber Sauerstoff und Wasserdampf, Veränderungen der Oberflächeneigenschaften sowie mechanischen Eigenschaften.

»Wir entwickeln Ultrabarrierefolien beispielsweise als Kapselungsmaterial für Photovoltaikanlagen und für langlebige Hochleistungs-Dämmstoffe für den Hausbau, den so genannten Vakuumisolationspaneelen«, erklärt Institutsleiter Prof. Dr. Horst-Christian Langowski die Kompetenzen des Fraunhofer IVV im Baubereich. Ein weiteres Anwendungsfeld für Folien im Bau betrifft den konstruktiven Membranbau, insbesondere Membrankissensysteme, die für außergewöhnliche architektonische Projekte eingesetzt werden.

Ein Beispiel dafür ist der »Water Cube«, der als Nationales Schwimmzentrum für die Olympischen Sommerspiele 2008 bereits ein Wahrzeichen der chinesischen Hauptstadt Peking geworden ist. An der Planung der innovativen Dachkonstruktion waren die Bauphysikexperten des Fraunhofer IBP beteiligt. Das Fraunhofer IVV beschäftigt sich damit, wie die beim dortigen Hallenbau eingesetzten Membranen beschaffen sein müssen, um die Lichtdurchlässigkeit genau einstellen und das Raumklima verbessern zu können.

Ansprechpartner:

Andreas Kaufmann
Telefon +49 8024 643-240
Telefax +49 8024 643-366


Geschäftsstelle Fraunhofer-Allianz Bau
Fraunhoferstr. 10, 83626 Valley
www.bau.fraunhofer.de


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Biogas – effizient erzeugen und nachhaltig nutzen

Energie, Forschung — geschrieben von bauinformant @ 14:56

von:
Monika Heiermann, Bernd Linke, Michael Klocke, Volkhard Scholz, Phillip Grundmann (Potsdam)

Für den künftigen Mix aus erneuerbaren Energien kann Biogas, ein energiereiches Gas mit 50–65 % Methan, einen bedeutenden Beitrag leisten. Schon heute liefern etwa 4.000 landwirtschaftliche Biogasanlagen elektrischen Strom für etwa drei Millionen Haushalte. Durch die Erschließung bisher ungenutzter Potenziale organischer Reststoffe aus der Landwirtschaft sowie den maßvollen Anbau von Energiepflanzen kann die Effizienz der Biogaserzeugung und -verwertung noch deutlich gesteigert werden. Das Ziel der interdisziplinären Forschergruppe „Biogas“ am Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim (ATB) ist es daher, durch innovative Forschungsansätze Optimierungspotenziale entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erschließen und in effiziente Biogastechnologien und
-verfahren umzusetzen.

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(4 Seiten, Pdf-Dokument, externer Link)


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Folienoberflächen im Fensterbau. Abschlussbericht

Forschung — geschrieben von bauinformant @ 14:25

von:
Leuschner, Ingo; Friedl, Erwin; Bliemetsrieder, Benno; Hemer, Andreas;

Textauszug:

 

Ziel des Forschungsprojekts war es, die Verwendbarkeit von Folienbeschichtungen im Bausektor als Wetterschutz von maßhaltigen Bauteilen aus Holz, speziell bei Fenstern und Außentüren zu untersuchen. Damit soll der sichere Einsatz derartiger Beschichtungssysteme unter den bautypischen Einwirkungen für einen nachhaltigen Nutzungszeitraum gewährleistet werden. Im Rahmen der Projektarbeit wurde eine Reihe von Versuchen durchgeführt und Konzepte für einen zukünftigen Einsatz der Folienbeschichtung erarbeitet. Eine fundierte Beurteilung von Folienbeschichtungen ist auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse nun besser möglich. An entsprechend der Zielsetzung gestalteten Probekörpern wurden Auswirkungen von verschiedenen Einflüssen und Parametern simuliert und die Ergebnisse mit dem vorher festgelegten Anforderungsprofil verglichen. Insbesondere die Feuchtebelastungen im Holzquerschnitt, die Haftung, Elastizität und Oberflächenveränderungen der Folien waren dabei wesentliche Punkte, die in diesem Zusammenhang untersucht wurden. Durch Untersuchung verschiedener konstruktiver Ansätze und Produkte, unter Berücksichtigung der bautypischen klimatischen und sonstigen Belastungen, wurden Empfehlungen für den Einsatz sowie Ansätze zur Optimierung der Produkte / Herstellverfahren herausgearbeitet. Aus den Erkenntnissen des Forschungsprojekts heraus, erscheint der Einsatz von Folienbeschichtungen als Wetterschutz von maßhaltigen Bauteilen wie Fenster und Außentüren aus Holz unter Beachtung gewisser Konstruktionsmerkmale als möglich. Für eine erfolgreiche Umsetzung muss im Besonderen die konstruktive Ausführung von Profilgeometrien und Rahmeneckverbindung den speziellen Anforderungen einer Folienbeschichtung angepasst werden. Die dargestellten Untersuchungen bieten dabei einen guten Ansatz für die Zusammenstellung eines entsprechenden Nachweisprogramms bzw. Konzepte, die zur Planung des Einsatzes von Folienbeschichtung in der Fertigung von Fenstern und Außentüren Hilfestellung leisten.

Stuttgart (Deutschland, Bundesrepublik)
Fraunhofer IRB Verlag
2008,220 S.
ISBN: 978-3-8167-8067-0
>>kostenloser Download Volltext

 

(212 Seiten als Pdf-Dokument, externer Link)


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Textauszug:

 

Ziel des Forschungsprojekts war es, die Verwendbarkeit von Folienbeschichtungen im Bausektor als Wetterschutz von maßhaltigen Bauteilen aus Holz, speziell bei Fenstern und Außentüren zu untersuchen. Damit soll der sichere Einsatz derartiger Beschichtungssysteme unter den bautypischen Einwirkungen für einen nachhaltigen Nutzungszeitraum gewährleistet werden. Im Rahmen der Projektarbeit wurde eine Reihe von Versuchen durchgeführt und Konzepte für einen zukünftigen Einsatz der Folienbeschichtung erarbeitet. Eine fundierte Beurteilung von Folienbeschichtungen ist auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse nun besser möglich. An entsprechend der Zielsetzung gestalteten Probekörpern wurden Auswirkungen von verschiedenen Einflüssen und Parametern simuliert und die Ergebnisse mit dem vorher festgelegten Anforderungsprofil verglichen. Insbesondere die Feuchtebelastungen im Holzquerschnitt, die Haftung, Elastizität und Oberflächenveränderungen der Folien waren dabei wesentliche Punkte, die in diesem Zusammenhang untersucht wurden. Durch Untersuchung verschiedener konstruktiver Ansätze und Produkte, unter Berücksichtigung der bautypischen klimatischen und sonstigen Belastungen, wurden Empfehlungen für den Einsatz sowie Ansätze zur Optimierung der Produkte / Herstellverfahren herausgearbeitet. Aus den Erkenntnissen des Forschungsprojekts heraus, erscheint der Einsatz von Folienbeschichtungen als Wetterschutz von maßhaltigen Bauteilen wie Fenster und Außentüren aus Holz unter Beachtung gewisser Konstruktionsmerkmale als möglich. Für eine erfolgreiche Umsetzung muss im Besonderen die konstruktive Ausführung von Profilgeometrien und Rahmeneckverbindung den speziellen Anforderungen einer Folienbeschichtung angepasst werden. Die dargestellten Untersuchungen bieten dabei einen guten Ansatz für die Zusammenstellung eines entsprechenden Nachweisprogramms bzw. Konzepte, die zur Planung des Einsatzes von Folienbeschichtung in der Fertigung von Fenstern und Außentüren Hilfestellung leisten.

Stuttgart (Deutschland, Bundesrepublik)
Fraunhofer IRB Verlag
2008,220 S.
ISBN: 978-3-8167-8067-0
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Masdar City - Null-Emissions-Stadt in der Wüste

Energie, Forschung — geschrieben von bauinformant @ 10:06

 Masdar City Plaza mit 5 Sterne Hotel © LAVA

Am 21. Juni 2009 unterzeichneten die Fraunhofer-Gesellschaft und die Abu Dhabi Future Energy Company als Repräsentantin des Masdar City Projekts ein Kooperationsabkommen über eine strategische Partnerschaft. Ziel der Zusammenarbeit zwischen Fraunhofer, der größten europäischen Einrichtung für angewandte Forschung, und der ökologischen Zukunftsstadt Masdar City im Emirat Abu Dhabi ist zunächst die Gründung einer gemeinsamen Projektgruppe. Langfristig wollen beide Partner bei der nachhaltigen Stadtentwicklung und Gebäudeplanung eng zusammenarbeiten. Beteiligt an der Kooperation sind die Fraunhofer-Institute für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, für Bauphysik IBP sowie für Solare Energiesysteme ISE.

»Die Verknüpfung von angewandter Forschung und Nachhaltigkeit ist eine Stärke unserer Institute«, so Fraunhofer-Präsident Prof. Hans-Jörg Bullinger. »Es bietet sich daher an, Fraunhofer Know-how in das einmalige ökologische Zukunftsprojekt Masdar City einzubringen. Daher freue ich mich sehr über diese strategische Kooperation. Die Zusammenarbeit ist ein Meilenstein für die Entwicklung zukunftsfähiger Lösungen zur Bewältigung der globalen Herausforderungen.«

»Wir wollen die Entwicklung innovativer nachhaltiger Technologien beschleunigen und sie global verfügbar machen«, sagt Masdar CEO Dr. Sultan Al Jaber. »Es ist unsere Überzeugung, dass weltweite Zusammenarbeit notwendig ist, um dieses Ziel zu erreichen. Unsere Partnerschaft mit MIT, DLR, Imperial College und dem Tokyo Institute of Technology beweisen dies. Auch die Kooperation mit der Fraunhofer-Gesellschaft wird die Schlüsselrolle Masdars bei der Entwicklung von erneuerbaren Energien in Abu Dhabi stärken, indem wir Innovation und Vermarktung nachhaltiger Technologien kontinuierlich vorantreiben.«

Masdar City wird etwa 30 Kilometer östlich der Hauptstadt Abu Dhabi auf einer Fläche von sechs Quadratkilometern errichtet und ist für rund 50 000 Einwohner geplant. Das als CO2-neutrale Stadt geplante Vorhaben soll vollständig durch erneuerbare Energien versorgt werden, durch konsequentes Recycling nahezu abfallfrei sein, einen signifikant reduzierten Wasserverbrauch aufweisen und dank eines unterirdischen Verkehrssystems autofreie Straßen haben.

In einem ersten Schritt entsenden die beteiligten Institute je einen Vertreter und bilden eine Projektgruppe in Masdar. Ihre Aufgabe ist es, Projekte zu akquirieren sowie die Gründung eines Centers vorzubereiten. Auch die Möglichkeit später ein gemeinsames Institut für nachhaltigen Städtebau zu gründen, soll geprüft werden. Eine enge Zusammenarbeit mit dem im Aufbau befindlichen Masdar Institute of Science and Technology wird angestrebt.

Startprojekt für das Fraunhofer IAO ist das »Masdar Virtual Cityscape Engineering Center« – hier kann das Institut seine Kompetenzen im Bereich der immersiven Gebäude- und Stadtplanung einbringen. Architekten, Nutzer und Besucher können die Zero-Carbon-City bereits im Planungsstadium mittels einer Virtual Reality Software des IAO gemeinsam entwickeln und erleben. Auch zu den Themen energieeffiziente Gebäude, nachhaltige Rohstoffe, Change Management, Elektromobilität, Farbstoff-Solarzellen, Architektur und Engineering Simulation sowie Sustainable Behavior und Change Management wird das Fraunhofer IAO seine Erfahrungen und Kompetenzen einbringen.

Das Fraunhofer ISE arbeitet derzeit an ersten Projekten mit Masdar auf dem Gebiet der solaren Klimatisierung sowie der solarthermischen Prozesswärmeerzeugung. Parallel dazu werden Forscher vom IBP, die Erfahrung mit Bauen in extremen Klimazonen haben, Möglichkeiten aufzeigen, wie sich die Behaglichkeit und Energieeffizienz in den geplanten Gebäuden steigern lässt.

Beratung, Machbarkeitsstudien und Testcenter werden den Auftakt der Zusammenarbeit von Fraunhofer und Masdar City bilden. Die deutsche Industrie, die in vielen relevanten Bereichen die weltweite Marktführerschaft besitzt, wird in das Projekt miteinbezogen. 

Pressemitteilung: Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO


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50. Forschungskolloquium des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton

Forschung, Veranstaltungen und Termine, Verbände — geschrieben von bauinformant @ 15:03

Am 8. und 9. Oktober 2009 findet an der Technischen Universität in München das 50. Forschungskolloquium des Deutschen Aussschusses für Stahlbeton statt. Die Kolloquien wurden vom Deutschen Ausschuss für Stahlbeton ins Leben gerufen, um den Hochschulforschungsinstituten die Möglichkeit zu geben, ihre Forschungsarbeiten der interessierten Fachöffentlichkeit vorzustellen und den Dialog zwischen Forschung und Praxis zu fördern. Weitere Details, wie das Programm, Teilnahmegebühr, Anmeldekarte und Anfahrtbeschreibung finden Sie hier: weitere Informationen 


Mehr Informationen über den Werk- und Baustoff Beton finden Sie auf:
http://www.bauinformant.wordpress.com (bauinformant bloggt beton: Der Blog zum Beton)

Ein Service von bauinformant.de 


 

 


Pflanzenstärke hilft beim Betonbau

Beton, Unternehmen & Produkte, Forschung, Baustoffe — geschrieben von bauinformant @ 11:24

Südzucker entwickelt nun auch Produkt für Nassspritzbeton
03.08.2009 – Wird Beton durch Nass- oder Trockenspritzen verarbeitet, prallt immer ein Teil des Materials von den zu bearbeitenden Flächen ab. Ein geeignetes Additiv aus pflanzlicher Stärke könnte diesen unerwünschten Effekt verringern, Material und Entsorgungsaufwand sparen und ökologische Probleme mindern. Seit Juni 2009 forscht die Südzucker AG an dieser Aufgabenstellung. Sie hofft, 2011 eine Ergänzung zu dem ebenfalls stärkebasierten „Amitrolit 8865″ auf den Markt bringen zu können, das sie in einem Vorläuferprojekt entwickelt hatte. Das bei der zur Südzucker-Gruppe gehörenden Firma ARGANA erhältliche Amitrolit wird für den Trockenspritzbeton-Sektor angeboten, das neue Produkt soll hingegen für den Nassspritzbereich geeignet sein.

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) fördert dieses Vorhaben ebenso wie das vorangegangene über seinen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).

In Europa werden pro Jahr mehr als 3 Millionen m³ Spritzbeton verarbeitet. Bei den beiden dominierenden Verfahren, dem Nass- und dem Trockenspritzverfahren, kommen große Mengen an Chemikalienzusätzen zum Einsatz, so dass der durch den Rückprall entstehende Abfall Sondermüll ist. Darüber hinaus bedeutet der Rückprall verlorenes Material und wirtschaftliche Verluste.

Der im Vorläuferprojekt entwickelte Stärkeether mit dem Produktnamen Amitrolit reduziert beim Beton-Trockenspritzen nicht nur den Rückprall um 20 Prozent der verwendeten Betonmasse, sondern auch die Staubentwicklung. Dazu sind nur sehr geringe Einsatzmengen von 0,015 %, bezogen auf die Gesamtmenge des Baustoffs nötig. Dementsprechend groß war die Nachfrage, auch aus dem Nassspritzbeton-Bereich und sogar aus anderen Branchen, zum Beispiel von Dämmstoff-Herstellern.

Südzucker sucht nun zunächst nach der richtigen Stärkerezeptur für ein Nassspritzbeton-Additiv, denn hier ist das Marktpotenzial besonders groß, schließlich werden 90 Prozent des Baustoffs mit diesem Verfahren verarbeitet. Dabei stehen die Forscher vor keinen geringen Herausforderungen, denn das Additiv soll die qualitativen Eigenschaften des Betons nur im Hinblick auf seine Rückprallneigung verändern, diverse andere Parameter dürfen sich nicht verschlechtern und auch mit weiteren Zusätzen muss das Additiv verträglich sein. Zudem unterscheiden sich die Nassspritz-Anforderungen recht stark von denen des Trockenspritzens.

Zwei Jahre läuft das Vorhaben; in dieser Zeit arbeiten die Wissenschaftler der Südzucker Gruppe, des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung, der Universität Leipzig und der MFPA Leipzig GmbH zunächst im Labor und Technikum. Anschließend erproben sie die modifizierte Stärke unter Praxis-Bedingungen zusammen mit der Betontechnik GmbH und einem weiteren industriellen Bauunternehmen.

Quelle: www.chemie.de


Blick auf die Fassaden der Zukunft

Forschung, Veranstaltungen und Termine — geschrieben von bauinformant @ 10:54

Fassadenornamentik islamischer Kultur wie die Neue Moschee in Algier sind eines der Themen auf dem Fassaden-Kongress in Düsseldorf. (Bild: KSP Engel und Zimmermann GmbH).

Düsseldorf, 03.08.2009
Wie wirken sich Megatrends auf das Bauen und Wohnen der Zukunft aus? Welche Einsatzmöglichkeiten von Verglasungen gibt es? Wie können historische Vorbilder der Ornamentik islamischer Kultur modern interpretiert werden? Antworten auf diese und viele weitere Fragen bietet der 2. Fassaden-Kongress, den das VDI Wissensforum am 24. und 25. November in Düsseldorf veranstaltet. Erwartet werden mehr als 100 Fachleute, die bekannte Bauprojekte planen, umsetzen und entwickeln. Kongressleiter ist Martin Lutz, Geschäftsführender Gesellschafter der Drees & Sommer Advanced Building Technologies GmbH. Den Initialvortrag hält Dr. Klaus Heinzelbecker, Director Strategic Planing bei BASF SE zum Thema „Bau 2020: Herausforderungen, Trends und Szenarien“. Er wird sich unter anderem mit Bauwirtschaft in der Krise und Trends in der europäischen Bauindustrie beschäftigen. Anschließend werden herausragende Architekturbeispiele vorgestellt, etwa der Spiegelneubau in Hamburg, der ehemalige Förderturm der Zeche Nordstern mit neuem Nutzungskonzept und die Neue Moschee in Algier. 

Weitere Programmpunkte, die den fachlichen Austausch gewährleisten, sind Produktentwicklung zum Thema Energiesparen, Green Buildings, Sachverständige im Fassadenbau sowie Experteninformationen etwa zum Thema Witterungsbeständigkeit und Kostenentwicklung.

Die Tagung wendet sich an alle Fachleute aus den Bereichen Architektur, Bautechnik, Fassadenberatung, Technische Gebäudeausrüstung und Bauphysik sowie Investoren, Bauherren, Projektentwickler und Facility Manager.

Programm und Anmeldung unter www.fassaden-kongress.de oder beim VDI Wissensforum
Kundenzentrum, Postfach 10 11 39, 40002 Düsseldorf, E-Mail: wissensforum@vdi.de, Telefon: +49 (0) 211 62 14-201, Telefax: -1 54.


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Einkristall-Gusstechnik für große Gasturbinenschaufeln

Forschung — geschrieben von bauinformant @ 15:32

Einkristall-Gießen

Gerichtet erstarrte und einkristalline Bauteile werden bereits seit vielen Jahren sowohl in Flugzeugturbinen als auch in kleineren Turbinen zur landgestützten Stromerzeugung eingesetzt. Der Einsatz des Einkristallverfahrens für tationäre Großgasturbinen wird jedoch durch die Bildung von Kornfehlern bei großen und komplexen urbinenschaufeln eingeschränkt und erschwert so die
Herstellung von energieeffizienten und kostengünstigen tationären Gasturbinen. Das Gießereiinstitut der RWTH achen University hat ein neues Gießverfahren entwickelt, as diese Schwierigkeit überwindet und eine deutliche Verringerung der Bildung von Kornfehlern ermöglicht und gleichzeitig die Qualität einkristalliner Bauteile verbessert.

HC-Verfahren für qualitativ hochwertige einkristalline Bauteile
Bei der einkristallinen Erstarrung von Großgasturbinenschaufeln entstehen Kornfehler häufig als Folge
heterogener Zellenbildung, die mit der Formgeometrie der Bauteile zusammenhängt. Das innovative einkristalline HCGießverfahren ermöglicht die effektive Steuerung der Temperaturzustände während des Gießvorgangs und des Verlaufs der Liquidus-Isotherme während der Erstarrung. Die Fehlkornbildung kann unterdrückt und somit eine qualitativ hochwertige Einkristall-Turbinenschaufel hergestellt werden.

Kostengünstige Umstellung und Integration
Die Umstellung auf das neue HC-/Einkristall-Gießverfahren ist einfach und erfordert keine hohen Investitionen. Eine deutsche Patentanmeldung für das HC-/Einkristall-Gießverfahren wurde von der RWTH Aachen eingereicht. Provendis bietet das Verfahren zur Lizenzierung an und ist daran
interessiert, Partnerschaften zur weiteren Entwicklung und Vermarktung des Verfahrens aufzubauen. Die PROvendis GmbH ist die Patentverwertungsgesellschaft der Hochschulen des Landes NRW

Wettbewerbsvorteile

  • Effektive Steuerung des Einkristall-Erstarrungsvorgangs
  • Unterdrückung der Bildung von Kornfehlern
  • Verbesserung der Produktqualität
  • Deutliche Steigerung der Produktionsleistung
  • Einfache und kostengünstige Umstellung

Kontakt
Ref.-Nr.: 1457
Dr. Andreas Kusch
Tel.: +49 (0)208 94105 0
Fax: +49 (0)208 94105 50
E-Mail: ak@provendis.info
Web: www.provendis.info
www-lifesciencepatente-nrw.de


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Angehende Ingenieure starten mit der DHBW Mannheim in die Energiezukunft

Ausbildung & Studium, Energie, Forschung — geschrieben von bauinformant @ 10:41

Von: Karin Haas

Neue Vertiefungsrichtung Erneuerbare Energien startet am 1. Oktober 2009. Errichtung eines Versuchsfeldes mit Photovoltaikanlage, Brennstoffzellen-Lernsystem und eigener 9,8 KW Windkraftanlage.

Die DHBW Mannheim erhält
eine eigene Windkraftanlage.

Ab dem 1. Oktober 2009 haben Studierende des Studiengangs Maschinenbau an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mannheim erstmals die Möglichkeit, das Profil Erneuerbare Energiesysteme als Vertiefungsrichtung zu wählen. Die Resonanz auf das neue Angebot ist groß. 50 angehende Ingenieure haben sich bereits für die Vorlesungen angemeldet. In den kommenden Jahren sollen Studierende weiterer technischen Fachrichtungen diese Zukunftstechnologien in ihr Bachelor-Studium integrieren können.

Im Rahmen des praxisorientierten Studienkonzepts wird in diesen Tagen an der DHBW Mannheim ein Versuchsfeld Erneuerbare Energien inklusive der zugehörigen Außenanlagen mit zunächst einer Photovoltaikanlage, einem Brennstoffzellen-Lernsystem sowie einer eigenen 9,8 KW Windkraftanlage vom Typ Aircon 10S auf dem Außengelände der Hochschule errichtet. Bemerkenswert am Versuchsfeld ist die Vielfalt der Anlagen, die den Studierenden zudem in Modellgröße für Lern-, Versuchs- und Forschungszwecke in Laboren zur Verfügung stehen. „Wir wollen alternative Energien als integrative Systemtechnologien vermitteln. Deshalb geben wir unseren Studierenden die Möglichkeit, sich ganzheitlich mit den wichtigsten Formen der regenerativen Energien wie Photovoltaik, Solarthermie, Windkraft oder Brennstoffzellen zu beschäftigen. Durch statistische Auswertungen und Prognosen soll dabei der optimale Nutzen aus dem Energiemix erzielt werden“, erklärt Studiengangsleiter Prof. Dr. Felix Hausmann, der das neue Studienangebot maßgeblich aufgebaut hat. „In dieser Ausprägung ist das Studium der erneuerbaren Energien im Rahmen eines dualen Hochschulstudiums in Deutschland bislang einzigartig“, so Prof. Hausmann. Gleichzeitig biete das Versuchsfeld das entsprechende Potential, um in naher Zukunft auch von anderen technischen Studiengängen wie etwa der Elektrotechnik genutzt zu werden.


Damit die entsprechenden Analysen über die Energieleistungen erstellt werden können, wird derzeit auch ein spezieller Leitstand eingerichtet. Von dort sollen künftig die gelieferten Daten gesammelt und gleichzeitig die Anlagen gesteuert werden.



Erneuerbare Energien bleiben auch in Krisenzeiten Jobmotor

Angesichts der großen weltweiten Klimaschutzprogramme nimmt auch in Deutschland die Anzahl der Projekte auf dem Gebiet der alternativen Energieerzeugung und damit die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Bereich kontinuierlich zu. Dieser Trend hat sich im Jahr 2009 trotz der Wirtschaftskrise fortgesetzt. So rechnet der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) bis zum Jahr 2020 mit 500 000 Arbeitsplätzen in der Branche, das sind 220 000 mehr als heute. Baden-Württemberg profitiert dabei nach Angaben des BEE neben Niedersachsen und Rheinland-Pfalz besonders von der Wachstumsdynamik. „Mit unserem neuen Studienangebot tragen wir dem wachsenden Bedarf der Wirtschaft nach qualifizierten Fachkräften Rechnung“, sagt Prof. Dr. Dirk Saller, Prorektor und Dekan der Fakultät für Technik an der DHBW Mannheim. Aufgrund der steigenden Energiepreise seien über alle Branchen hinweg und insbesondere in der verarbeitenden Industrie Experten zur Installation energieeffizienter Prozesse gesucht.
Die angehenden Ingenieure, die sich an der DHBW Mannheim für die Vertiefungsrichtung Erneuerbare Energien entscheiden, erwerben während ihres Studiums und in Verbindung mit den Praxisphasen in den Unternehmen gleichermaßen Kenntnisse zur Entwicklung, zum Bau und zur Betreuung erneuerbarer Energiesysteme.

Kontakt:

Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim
Coblitzweg 1-7, 68163 Mannheim
Telefon: (0621) 4105-1305, Telefax: (0621) 4105-1210
E-Mail: karin.haas(at)dhbw-mannheim.de


Bauinformant ist nicht der Autor der eingestellten Information. Das Urheberrecht ist durch einen Direktlink und/oder die Quellenangabe gekennzeichnet bzw. vom Urheber zur Veröffentlichung genehmigt. Falls Sie einen Verstoß gegen das Urheberrecht vermuten, bitten wir Sie um eine Mitteilung, bevor unnötige rechtliche Auseinandersetzungen entstehen.

 


Wie sich Risse ausbreiten - Simulation von Rissen in verschiedenen Materialien

Forschung, Baustoffe — geschrieben von bauinformant @ 20:16
 
Ursula Zitzler, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Stuttgart

Ein rechteckiger Block aus Acrylglas mit Riss (0,6 mm) wird von oben und unten mittels einer vorgegebenen Geschwindigkeit v belastet, die bis zu v0 anwächst und danach konstant gehalten wird.  Nach einer horizontalen Ausbreitung des Risses kann eine Rissverzweigung, abhängig von der Belastungsgeschwindigkeit, beobachtet werden. Die gelbe Linie innerhalb der rot hinterlegten Finiten Elemente stellt den tatsächlichen Riss dar (rechts), (Bilder: SimTech).
Ein rechteckiger Block aus Acrylglas mit Riss (0,6 mm) wird von oben und unten mittels einer vorgegebenen Geschwindigkeit v belastet, die bis zu v0 anwächst und danach konstant gehalten wird. Nach einer horizontalen Ausbreitung des Risses kann eine Rissverzweigung, abhängig von der Belastungsgeschwindigkeit, beobachtet werden. Die gelbe Linie innerhalb der rot hinterlegten Finiten Elemente stellt den tatsächlichen Riss dar (rechts), (Bilder: SimTech).
Nach einer horizontalen Ausbreitung des Risses kann eine Rissverzweigung, abhängig von der Belastungsgeschwindigkeit, beobachtet werden. Die gelbe Linie innerhalb der rot hinterlegten Finiten Elemente stellt den tatsächlichen Riss dar  (Bilder: SimTech).
Nach einer horizontalen Ausbreitung des Risses kann eine Rissverzweigung, abhängig von der Belastungsgeschwindigkeit, beobachtet werden. Die gelbe Linie innerhalb der rot hinterlegten Finiten Elemente stellt den tatsächlichen Riss dar (Bilder: SimTech).
Holz, Metall, Kunststoffe, Glas, Knochen - brechen kann fast alles. Doch was passiert, bevor es zum großen Finale kommt? Wie breiten sich Risse aus, wann verzweigen sie sich und welchen Einfluss haben Haarrisse auf den Hauptriss? Wissenschaftler des Instituts für Mechanik (Bauwesen) der Uni Stuttgart nehmen sich dieser Fragen an im Rahmen des Projekts "Computational modeling of phenomena in dynamic fracture" - einem der Forschungsprojekte des Exzellenzclusters "Simulations Technology" (SimTech). Ihr Ziel: Numerische Methoden zu entwickeln, mittels derer sich die Rissausbreitung und -verzweigung simulieren lässt.

Kommerzielle Softwareprogramme zur Simulation von Rissausbreitung und -verzweigung gibt es derzeit nur wenige. "Der Bedarf ist da", weiß Dr. Christian Linder, Juniorprofessor für "Micromechanics of Materials" am Institut für Mechanik (Bauwesen). Da so gut wie jedes Material brechen kann, interessieren sich Ingenieure, Physiker und Mathematiker gleichermaßen für die Phänomene in sich ausbreitenden Rissen und deren mathematische Modellierung. Die Hauptfragen, denen sich die Stuttgarter Wissenschaftler beim SimTech-Projekt "Computational modeling of phenomena in dynamic fracture" derzeit widmen, um die Rissausbreitung und -verzweigung physikalisch zu verstehen und verbesserte Kriterien für deren Modellierung zu erarbeiten, sind: Wann und wie verzweigen sich Risse? Beeinflussen Haarrisse, also die feinen Abzweigungen, den sich ausbreitenden Hauptriss?

Um berechnen zu können, wie sich Risse in den unterschiedlichsten Materialien ausbreiten, nutzen Linder und sein Team die Finite-Elemente-Methode (FEM). Bei dem im Ingenieurwesen weit verbreiteten numerischen Berechnungsverfahren zur näherungsweisen Lösung von Differentialgleichungen werden die unendlich vielen Freiheitsgrade auf eine endliche - finite - und somit berechenbare Anzahl reduziert. Die Rissausbreitung in die Finite-Elemente-Methode einzubinden ist mathematisch allerdings sehr anspruchsvoll. Die Schritte für die Zukunft haben die "Stuttgarter Rissforscher" schon geplant: Von der Makrostruktur wollen sie sich immer mehr in Richtung der Mikroebene vorarbeiten. Dort sollen die Finite-Elemente-Methode mit der Molekulardynamik kombiniert und schließlich die Risse auch in 3-D dargestellt werden.

Im Exzellenzcluster "Simulations Technologie", mit dem die Universität Stuttgart 2007 beim Forschungscluster-Wettbewerb der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern erfolgreich war, werden die vielfältigen Expertisen der Universität Stuttgart auf dem Gebiet der Simulationstechnologien gebündelt und weiterentwickelt. Das SimTech-Projekt "Computational modeling of phenomena in dynamic fracture" ist innerhalb der sechs Forschungsfelder des Exzellenzclusters im Forschungsfeld B "Advanced Mechanics of Multi-scale and Multi-field Problems" angesiedelt.

Ansprechpartner: Jun.-Prof. Christian Linder, Institut für Mechanik (Bauwesen), Tel. 0711 685 66382; e-mail: linder@mechbau.uni-stuttgart.de

Text und Bild unter www.uni-stuttgart.de/presse/mediendienst/7/
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Das neue Internetportal der Forschungsinitiative Zukunft Bau

Energie, Forschung, Baustoffe — geschrieben von bauinformant @ 08:05
www.forschungsinitiative.de
 

von: Dipl.-Ing. Guido Hagel, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung / Referat II 3 - Forschung im Bauwesen, Techn. Gebäudemanagement (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung)

Schlussberichte abgeschlossener Forschungsarbeiten stehen zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Das neue Internetportal der Forschungsinitiative Zukunft Bau wurde vom Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau (IRB) im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) realisiert. Der Betrieb erfolgt ebenfalls durch das Fraunhofer IRB. Es enthält Informationen und Berichte über sämtliche sich in Bearbeitung befindliche sowie abgeschlossene Forschungsprojekte, die innerhalb der Forschungsinitiative Zukunft Bau im Rahmen der Auftrags- bzw. Antragsforschung gefördert werden.

Die einfache Suche ermöglicht einen schnellen Zugriff auf die Projekte. Durch Anklicken der einzelnen Titel im Suchergebnis erhält man weiterführende Informationen wie Angaben zu den am Projekt beteiligten Institutionen und Personen, Laufzeit des Projekts sowie eine kurze Inhaltsangabe. Bei abgeschlossenen Forschungsvorhaben führen Links direkt auf die Veröffentlichung des Abschlussberichtes. Kurzberichte in Deutsch und Englisch sowie die Abschlussberichte stehen zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Neben Informationen über die Projekte der Forschungsinitiative finden sich im Portal auch allgemeine Hinweise auf das Forschungsprogramm und aktuell laufende Ausschreibungen.

Der Bereich Veranstaltungen enthält sowohl Angaben über geplante Seminare, Workshops und Kongresse als auch Dokumentationen der bisher durchgeführten Veranstaltungen.

Das Portal soll außerdem die Kommunikation zwischen allen an einem Forschungsprojekt beteiligten Institutionen, Forschungseinrichtungen, Firmen usw. erleichtern. In einem geschützten internen Bereich besteht für alle Zugangsberechtigten die Möglichkeit, wichtige Dokumente wie Anträge, Diskussionspapiere, Arbeitsergebnisse und Protokolle abzulegen.

Das Portal der Forschungsinitiative steht den Nutzern auch mit englischsprachiger Oberfläche zur Verfügung.

Forschungsintiative Zukunft Bau
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung
Guido Hagel
Referat II3 - Forschung im Bauwesen, Technisches Gebäudemanagement
Tel.: 0228 99 401 1482
guido.hagel@bbr.bund.de

http://www.forschungsinitiative.de
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BMBF fördert industrieanwendbare Plasmamodellierung im D-Grid

Forschung — geschrieben von bauinformant @ 20:20
 

Pressemitteilung von: Plasma-Technologie-Grid
PT-Grid ist ein vom BMBF gefördertes Projekt.
PT-Grid ist ein vom BMBF gefördertes Projekt.
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 Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP Greifswald), Greifswald, Mitte Juni den Zuschlag für die Koordination des Plasma-Technologie-Grid (PT-Grid) erteilt. Projektziel ist es, kleinen und mittleren Betrieben (KMU) den Zugang zu komplexen plasmatechnischen Berechnungen auf Basis der D-Grid-Computerinfrastruktur zu ermöglichen. Mittelfristig werden die PT-Grid-Leistungen allen Interessenten aus der Forschung und Industrie offen stehen.

Vier führende Institute und Firmen der Plasmatechnik (CFX Berlin Software GmbH, Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik, Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. und Lehrstuhl für Theoretische Elektrotechnik der Ruhr-Universität Bochum) bereiten ihre im Industrieauftrag erstellten Plasmamodelle zur Anwendung in der D-Grid-Infrastruktur vor. Als Pilotanwendungen sind Modelle aus den Bereichen Schweißtechnik, Plasmaabscheidung, Großflächen-Glasbeschichtung und Halbleiterherstellung vorgesehen. Industriellen Pilotanwendern wird damit erstmals ermöglicht, plasmatechnische Modellrechnungen aus der wissenschaftlich-technischen Forschung direkt vom Arbeitsplatz aus zu steuern und eigene Parameterstudien durchzuführen. Die industriellen Anwender werden durch PT-Grid weitgehend von eigenen Investitionen in Schulung, Lizenzen und Hardware entlastet.

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Das PT-Grid mit 9 geförderten Partnern aus Forschung und Industrie hat ein Gesamtvolumen von 1,87 Mio. €, wird mit 1,47 Mio. € gefördert und läuft vom 1.5.2009 bis 30.4.2012. In das Verbundprojekt sind insgesamt 19 Institutionen eingebunden, 10 davon aus der Industrie. Anfang Juni 2009 hatten bereits 5 weitere Unternehmen ihr Interesse an den Projektergebnissen bekundet.

Geförderte Projektpartner sind CFX Berlin Software GmbH, Engineering System International GmbH (ESI), SIMAT an der Fachhochschule Stralsund, Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik, GNS Systems GmbH, Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V., Plasmetrex GmbH, Lehrstuhl für theoretische Elektrotechnik an der Ruhr-Universität Bochum und das Institut für Roboterforschung an der Technischen Universität Dortmund.
Als assoziierte Partner konnten die folgenden Institutionen und Firmen gewonnen werden: Rechenzentrum der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Euroglas GmbH, EWM Hightec Welding GmbH, Kjellberg Finsterwalde Plasma und Maschinen GmbH, Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (ZIB), Leybold Optics GmbH, Linde AG, Max-Planck-Institut für Plasmaphysik Teilinstitut Greifswald, Technische Universität Dresden, VON ARDENNE Anlagentechnik GmbH.

Das PT-Grid-Projekt reiht sich ein in die aktuelle Diskussion zum Cloud-Computing und Grid-Computing. Die Begriffe beziehen sich auf einen Paradigmenwechsel in der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT): Rechnerleistung, Speicherplatz, Programme, Messergebnisse sollen einfach wie Strom aus der Steckdose bezogen werden können. Dann interessiert es keinen Nutzer mehr, wo Simulationsrechnungen durchgeführt, Ergebnisse dargestellt und gegebenenfalls animiert werden. Dafür notwendige Technologien stellt das Grid-Computing bereit. Vernetzte IKT-Ressourcen erlauben es, für den jeweiligen Anwendungsfall maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. Der Anwender bezahlt dann nur noch seinen „Verbrauch“ an Rechenleistung, Programmnutzung oder benötigtem Speicherplatz.

D-Grid stellt hierfür eine Infrastruktur aus Hochleistungsrechnern, Computerclustern, Datenspeichern und Netzwerken zur Verfügung. Diese bundesweit verteilten Ressourcen werden beim Grid-Computing zur koordinierten Problemlösung in institutionsübergreifenden Arbeitsgruppen genutzt.
Die Förderung des Plasma-Technologie-Grid erfolgt im Rahmen der dritten Förderbekanntmachung zur Förderung von Forschungsvorhaben auf dem Gebiet „Grid-Dienste für Wirtschaft und Wissenschaft” im Rahmen des BMBF-Förderprogramms „IKT2020 – Forschung für Innovationen“. In der D-Grid Initiative werden Forschungsvorhaben zum Aufbau integrierter, verteilter IT-Arbeitsumgebungen gefördert.

Diese Vision einer sehr flexiblen IKT wurde von Wirtschaft und Wissenschaft in einem Strategiepapier bereits Ende 2003 formuliert und eine deutsche Grid-Initiative angeregt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) griff diese Überlegungen auf und initiierte 2004 die D-Grid-Initiative. Als Ergebnis von bisher drei zeitlich gestaffelten Bekanntmachungen werden im Referat 524 Grid-Technologien mit rund 100 Mio. Euro in 36 Verbundprojekten mit mehr als 140 Partnern gefördert und in Anwendungsszenarien erprobt.

Kernpunkt der Projektförderung ist die Vereinfachung des Einsatzes von IT-Diensten und Ressourcen in Wissenschaft und Wirtschaft durch Verwendung der Grid-Technologie. Da die Industrieunternehmen in der Regel erst dann auf eine neue Technologie umstellen, wenn der Produktionseinsatz unmittelbar bevorsteht, galt die erste Phase der Projekte vor allem akademischen Anwendungsgebieten. Die Erfahrungen und Ergebnissen aus diesen Projekten erlauben dann in den weiteren Phasen eine schnellere Hinführung gerade auch kleinere Unternehmen an diese Technologie.

Nutzten bislang vor allem Wissenschaftler diese Technologie, findet Grid-Computing aktuell mehr und mehr Resonanz in Hightech-Industriezweigen mit rechenintensiven Aufgaben. Dies wird an der zunehmenden Anzahl der beteiligten Branchen im D-Grid deutlich. Das Plasma-Technologie-Grid-Projekt beispielsweise arbeitet mit industriellen Anwendern aus der Schweißtechnik, Architekturglasveredlung oder Halbleiterindustrie zusammen. Weitere Branchen sollen folgen.
Die D-Grid-Initiative bietet damit gerade dem innovativen Mittelstand die Chance, an rechenintensiven Technologien zu partizipieren. Dadurch können z. B. Standortvorteile gefestigt und ausgebaut sowie Kosteneinsparungen erzielt werden – wichtige Wettbewerbskriterien im Zeitalter der Globalisierung.

Interessierte Institute und Unternehmen können sich jederzeit in die Weiterentwicklung des PT-Grid einbringen.

Plasma-Technologie-Grid
c/o Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V.
Felix-Hausdorff-Str. 2
17489 Greifswald
Koordinator: Priv.-Doz. Dr. Detlef Loffhagen, Thomas Harder
Tel.: (03834) 554 300
Fax: (03834) 554 301
pt-grid (at) inp-greifswald.de
www.d-grid-ggmbh.de/index.php?id=97
www.pt-grid.de (geplant)
Pressekontakt: Thomas Harder, Tel.: (03834) 554 463

Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V.

Das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP Greifswald e.V.) ist europaweit die größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung zu Niedertemperatur-Plasmen, deren Grundlagen und technischen Anwendungen. Ziel ist einerseits die anwendungsorientierte Grundlagenforschung und andererseits die Optimierung sowie Entwicklung etablierter plasmagestützter Verfahren und Produkte. Dies wird ergänzt durch die Anpassung von Plasmen an kundenspezifische Einsatzbedingungen sowie Machbarkeitsstudien, Serviceleistungen und Beratung.

Das Institut betreibt Forschung und Entwicklung von der Idee bis zum Prototyp, die Themen orientieren sich an den Bedürfnissen des Marktes. Derzeit stehen Umwelt- und Energietechnik, Oberflächen und Materialien sowie interdisziplinäre Themen in Biologie und Medizin im Mittelpunkt des Interesses. Unterstützt wird dies durch Spezial-Plasmaquellen, Modellierung und Diagnostik. Neben 3.700 m2 Hauptnutzfläche verfügt das INP über 26 Labore, einen klassifizierten Reinraum sowie ein mikrobiologisches Labor für interdisziplinäre Forschung.

Als gemeinnütziger Verein organisiert, beschäftigt das INP derzeit etwa 150 Mitarbeiter und hat ein Gesamtbudget von ca. 9,9 Mio. Euro (davon ca. 3,5 Mio. kompetitiv eingeworbene Drittmittel aus z.B. der Industrie, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Forschungs- und Wirtschaftsministerium oder der Europäischen Union).
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Umfassender Überblick über Span-, Faser- und OSB-Platten

Forschung — geschrieben von bauinformant @ 23:11

Fraunhofer-Institut für Holzforschung WKI

Neu erschienene Broschüre informiert über Technik und Anwendungen von Holzwerkstoffen
Holzwerkstoffe ergänzen und erweitern die Anwendung des traditionellen Bau- und Werkstoffs Holz. Sie verbinden die Vorteile des natürlichen Werkstoffs mit den Entwicklungen und Innovationen von Wissenschaft und Technik. Daraus ergeben sich neue Anwendungen und eine Vielzahl von ökologisch verträglichen Produkten.

Einen umfassenden Überblick über Holzwerkstoffe geben die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut WKI in der gemeinsam mit dem Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V. (VHI) erstellten Broschüre INFORMATIONSDIENST HOLZ spezial "Span- und Faserplatten, OSB". Neben allgemeinen Informationen zu den Grundtypen der Holzwerkstoffe und deren Aufbau und Technik enthält sie eine Zusammenstellung der charakteristischen Werte und Eigenschaften im Hinblick auf die normgemäßen Anforderungen. Vertieft eingegangen wird auf die vielfältigen Anwendungen von Holzwerkstoffen: von der Verwendung im Bauwesen und Innenausbau, als Dämmstoffe oder Bodenbeläge, im Möbelbau, als Türen und Formteile.

"Die Broschüre informiert detailliert über die zahlreichen Holzwerkstoffe und ihre Anwendungen. Dabei werden auch ökologische Fragestellungen beantwortet", erklärt Professor Rainer Marutzky, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Holzforschung.

Die Broschüre, die sich nicht nur an Anwender und Verarbeiter wendet, ist in der Reihe INFORMATIONSDIENST HOLZ spezial erscheinen und wurde unterstützt durch den Holzabsatzfonds. Sie hat 47 Seiten und wird bei Bestellungen von bis zu 5 Exemplaren kostenlos abgegeben. Sie ergänzt die Schrift "Sperrholz", die in der gleichen Reihe erschienen ist.

Zu beziehen ist die Broschüre beim Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V. (VHI) in Gießen, E-Mail: vhimail@vhi.de.
Weitere Informationen:
http://www.vhi.de - Verband der deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V.
http://www.wki.fraunhofer.de - Fraunhofer-Institut für Holzforschung WKI
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Forschungsjahrbuch Erneuerbare Energien 2008 erschienen

Energie, Forschung — geschrieben von bauinformant @ 19:03
20.07.2009
 


Forschungsinformationen aus erster Hand

Die zweite Ausgabe des Forschungsjahrbuchs Erneuerbare Energien 2008 stellt die aktuellen Forschungsprojekte des Bundesumweltministeriums (BMU) im Bereich "Erneuerbare Energien" vor. Die vom Projektträger Jülich (PtJ) herausgegebene Publikation umfasst ein Booklet für den schnellen Überblick sowie eine CD-ROM, die datenbankbasiert eine schnelle und komfortable Suche nach Themen, Förderkennzeichen, Personen und Institutionen sowie weiterführenden Links ermöglicht.

Im Geschäftsjahr 2008 hat das BMU 169 Projekte aus den Bereichen Photovoltaik, Windenergie, Geothermie und Solarthermie neu bewilligt. Insgesamt wurden 484 Vorhaben gefördert. Das Booklet stellt die Verbund- und Einzelprojekte in Kurzbeschreibungen vor, ergänzt durch thematische Einführungen in die Förderpolitik der Bundesregierung. Wer tiefer gehende Informationen sucht, findet ausführliche Projektbeschreibungen im pdf-Format auf der datenbankgestützten CD-ROM.

Neuer Forschungsschwerpunkt

Das deutsche Stromnetz steht wegen stark steigender fluktuierender Einspeisung aus Photovoltaik und Wind, der Liberalisierung des Strommarktes und den zunehmenden grenzüberschreitenden Stromtransporten vor enormen Herausforderungen. Deshalb wird diesem Thema künftig ein eigener Schwerpunkt im Forschungsprogramm gewidmet. Geforscht wird an der Systemintegration von Wind- und Solarstrom, der Optimierung des Gesamtsystems und dem Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien. Inwieweit Batterien von Elektrofahrzeugen Schwankungen bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ausgleichen können und damit das Stromnetz stabilisieren, ist ein weiteres Forschungsthema.

Das Forschungsjahrbuch: gedruckt, auf CD oder online

Das Forschungsjahrbuch Erneuerbare Energien 2008 mit beiliegender CD wird an Forschungseinrichtungen und Hochschulen kostenlos abgegeben. Rezensionsexemplare können beim PtJ, Herrn Lothar Wissing, angefordert werden.

Online-Nutzer finden das Forschungsjahrbuch der Ausgaben 2007 und 2008 unter www.forschungsjahrbuch.de.

Publikation auf: http://www.bine.info

BINE Informationsdienst berichtet über Themen der Energieforschung: Dabei geht es um neue Materialien, Systeme und Komponenten, um innovative Konzepte und Methoden und es werden die Lerneffekte vermittelt beim Einsatz neuer Technologien in der Praxis. Denn erstklassige Informationen sind die Grundlage für richtungsweisende Entscheidungen, sei es bei der Planung energetisch optimierter Gebäude, der Effizienzsteigerung industrieller Prozesse oder bei der Integration Erneuerbarer Energien in bestehende Systeme. ... weiterlesen  (externer Link Website bine.info)

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"Es gibt keinen ,Königsweg' der Nachhaltigkeit"

Forschung — geschrieben von bauinformant @ 17:40

Hochschule Augsburg veranstaltet Tag des Baumanagements


Pressemitteilung von: Hochschule Augsburg Pressestelle
(openPR) - Augsburg 18. Juli 2009

"Schlage nur soviel Holz ein, wie der Wald verkraften kann." Bereits 1713 formulierte der Förster Hans Carlowitz das Prinzip der Nachhaltigkeit für die Forstwirtschaft. Die Idee ist also alt, aber nicht veraltet - im Gegenteil, in Zeiten von Ressourcenknappheit und globaler Erwärmung ist sie aktueller denn je. Vor allem im Bauwesen genießen Energieeffizienz und nachhaltiges Handeln derzeit große Aufmerksamkeit. Dieses anhaltende Interesse zeigte sich auch am vergangenen Freitag beim 9. "Tag des Baumanagements", den das Weiterbildungszentrum der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen durchführte. Rund 100 Dozenten, Studierende und Freunde des Masterstudiengangs Baumanagement nutzten die Tagung, um sich über "nachhaltiges Bauen" zu informieren.

Sepp Starzner, Professor für Hochbaukonstruktion, Baustoffkunde und Nachhaltiges Bauen an der Hochschule Augsburg, eröffnete die Veranstaltung mit einer kurzen Einführung in das Thema: "Es gibt keinen ,Königsweg' der Nachhaltigkeit", erklärte der Weiterbildungsbeauftragte der Hochschule Augsburg. "Das Aufstellen eines genauen Ziel- und Maßnahmen- Katalogs, der soziale, ökologische und ökonomische Aspekte berücksichtigt, ist deswegen unerlässlich." Für den Bereich Bauen und Wohnen bedeute das zum Beispiel eine Reduzierung des Flächenverbrauchs oder eine Minimierung der Lebenszykluskosten von Gebäuden.

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Auch Merten Welsch vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) betonte die Notwendigkeit einer nachhaltigen Baupolitik. Deutschland habe sich bis 2020 vorgenommen, die Energieproduktivität gegenüber 1990 zu verdoppeln, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben und die CO2-Emissionen gegenüber 1990 um 40% zu verringern. "Um diese Ziele zu erreichen, müssen wir ein Maßnahmenpaket schnüren", so Welsch. Die Forschungsinitiative "Zukunft Bau" zur Stärkung von Forschung und Innovation oder die Energieeinsparverordnung 2009 seien Einzelbausteine dieses Pakets.

Zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen hat das BMVBS das Bewertungs- und Zertifizierungssystem "Deutsches Gütesiegel Nachhaltiges Bauen" entwickelt. "Das deutsche Gütesiegel ist ein Zertifizierungssystem der zweiten Generation", erklärte Thomas Lützkendorf, Professor für Ökonomie und Ökologie des Wohnungsbaus an der Universität Karlsruhe. "Es bewertet Gebäude überwiegend anhand quantitativer Kriterien und setzt Methoden wie Ökobilanzierung und Lebenszykluskostenrechnung ein." Im Gegensatz zu stark umweltbezogenen Systemen, decke es alle Aspekte der Nachhaltigkeit ab.

"Das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung muss es sein, den nachfolgenden Generationen eine gleich bleibende oder sogar verbesserte Lebensgrundlage zu bieten", fasste Starzner zusammen. Die drohende Bevölkerungsexplosion und der Klimawandel seien zwei Problemfelder die deutlich machten, wie wichtig nachhaltiges Handeln heute ist. "Ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte müssen beim Schutz des Menschen und der Umwelt gleichermaßen berücksichtigt werden", betonte der Architekt.

Der Tagungsband mit allen Vorträgen steht in Kürze unter www.hs-augsburg.de/project-management zum Download bereit.

Tobias Weismantel
Referent für Journalismus und PR
An der Fachhochschule 1
86161 Augsburg
+49 821 5586 3414


Die Hochschule Augsburg ist mit über 4200 Studierenden die derzeit größte Hochschule für angewandte Wissenschaften in Bayerisch-Schwaben. Sie sieht es als ihren Auftrag an, ihre Studierenden zu Persönlichkeiten zu entwickeln, die in Wirtschaft und Gesellschaft gefragt sind. Teamorientierung, Engagement, Kreativität und Praxisnähe sind dabei Mittel dieses Ziel zu erreichen. Lehren und Lernen geschehen an der Hochschule Augsburg in einem Klima von Toleranz, gegenseitigem Respekt, Leistungsbereitschaft und Aufgeschlossenheit den neuesten Entwicklungen von Forschung und Technik gegenüber.
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Design meets EPP (Expandiertes Polypropylen)

Forschung, Baustoffe, Veranstaltungen und Termine — geschrieben von bauinformant @ 17:54

Das neue Gesicht von EPP

Fachtagung Design meets EPP schlägt ein neues Kapitel für den Wunderschaum auf

Teilnehmer der EPP-Fachtagung 2009 "Design meets EPP"

(pressebox) Bayreuth, 13.07.2009

Die Fachtagung des EPP-Forums am 23. Juni 2009 im Zollverein Essen stand im Zeichen von Design und Kreativität. Unter dem Motto Design meets EPP präsentierten neun internationale Koryphäen aus den Bereichen Produktentwicklung, Forschung und Design aktuelle Entwicklungen und neue Trends rund um den Schaumstoff EPP.

Was die wenigsten wissen: Expandiertes Polypropylen, kurz EPP, ist nicht nur ideal für Crash-Elemente in Fahrzeugen, sondern macht auch als Design-Objekt eine gute Figur. Aus diesem Grund war auch der Tagungsort bewusst gewählt: Die Zollverein School of Management and Design, die in einem spektakulären Beton-Kubus auf dem Gelände des Weltkulturerbes Zollverein Essen untergebracht ist. Sie sollte die Phantasie der teilnehmenden Produktentwickler und Designer beflügeln – und dem Wunderschaum EPP neue Perspektiven eröffnen.

EPP - Einblick in die Materie

Ein genaueres Bild vom expandierten Polypropylen, seiner Herstellung und seinen Eigenschaften lieferten die Vorträge von Dr. Peter Wolf (BASF SE), Stephan Gesusato (Kurtz GmbH) und Tim Schwegler (DMT Produktentwicklung GmbH).

Dr. Wolf verwies darauf, dass in den früheren Jahren der Schaumstoff nur versteckt zum Einsatz kam. Heute, so der BASF-Produktmanager, sind die optischen Nachtteile von EPP dank besserer Herstellungstechnik und Oberflächenbeschichtungen ausgebügelt.

Auf die wichtigen Details der Herstellung ging Stephan Gesuato ein, während Tim Schwegler die Vorteile des Multitalents EPP auf den Punkt brachte: „Immer wenn Materialeigenschaften wie Isolation, niedriges Gewicht und gute Dämpfung in Kombination gesucht werden, sind kreative Lösungen aus EPP unschlagbar.“

EPP - wandlungsfähig und vielseitig

Design und EPP stand im Mittelpunkt der weiteren Vorträge. Andreas Mägerlein (BASF SE) hob in seinem Vortrag Materialservice als Schlüssel zum erfolgreichen Design hervor, dass der Werkstoff maßgeblich das Produktdesign bestimmt.

Der österreichische Top-Designer Johann Scheiber (Scheiber Design GmbH) referierte zum Thema Form, die warm hält. Scheiber betonte die vorteilhaften Eigenschaften des Schaumstoffs wie moderate mechanische Beanspruchung, Isolationsfähigkeit, leichtes Gewicht, Robustheit und Umweltfreundlichkeit. Sein allgemeines Fazit: „Dieses Material hätte bei ausreichender Wertschätzung ungeahnte Möglichkeiten in vielen, zur Zeit wenig bedachten Bereichen – zum Beispiel Freizeitindustrie, Sport, Möbelbau etc.“

EPP - großes Potenzial für die Kreativbranche

Welche Formen EPP bereits angenommen hat, präsentierte der Essener Produktdesigner Bernd Rosenthal in EPP needs Design. Unter anderem stellte Rosenthal seine Solarstation mit digitaler Sensortechnik vor, die 2008 mit dem Produkt Design Award prämiert worden war.

Die Marktentwicklung von EPP und Trends standen im Mittelpunkt des Vortrages von Professor Volker Altstädt (Universität Bayreuth/ Neue Materialien Bayreuth GmbH). Heute findet der Schaumstoff seine Hauptanwendung in der Automobilindustrie (70 %). Der Rest entfällt auf Verpackung und technische Teile. Der Anteil vom EPP in der Freizeit-, Sport-, und Möbelindustrie beträgt nur 1 %. Gerade im Design- und Konstruktionsbereich sieht Altstädt das große Potenzial fürs EPP.

EPP in Aufbruchstimmung

Die Kreativenbranche für den Schaumstoff zu gewinnen, ist ein erklärtes Ziel des EPP-Forums. Ein bereits bewährtes Mittel ist der EPP-Design-Award. 2008 gewann der Handy-Protector von Dirk Pessler und Maria Predel den 2. Platz. (Das Sieger-Design, die bunten EPP-Eierbecher von Britta Stockinger, gehen als Give-aways des EPP-Forums in die Produktion.) Auf der diesjährigen Fachtagung zeichnete Pessler die Entwicklung des Handy-Protectors von der Idee bis zur praktischen Umsetzung nach.

Jeroen Verbrugge, dem Geschäftsführer der niederländischen Design-Schmiede Flex/the INNOVATIONLAB, ist eines klar: EPP hat seine „schüchterne“ Phase überwunden. In seinem Vortrag EPP from IN-trovert to EX-trovert betonte Verbrugge, dass sich der Schaumstoff nicht mehr verstecken braucht. Dem staunenden Publikum präsentierte er zahlreiche Design-Objekte, die er aus EPP fertigen ließ. Gleichzeitig stellte er seine neuesten Kreationen vor, die sich noch im Entwicklungsstadium befinden. Zum Beispiel: EPP-Gartenmöbel, die optisch ansprechend und praktisch zugleich sind.

Ein Bericht über die Arbeit des EPP-Forums rundete die Fachtagung ab.

Fachtagung Design meets EPP – das Fazit

Christian Traßl, Geschäftsführer des EPP-Forums, zog ein positives Fazit: „Wir wollten kreative Berufsfelder wie Designer und Produktentwickler ansprechen, die bis jetzt EPP und seine Vorzüge nicht kannten. Mit dieser Fachtagung ist es uns gelungen, sie für diesen Werkstoff zu begeistern. EPP braucht eben, wie Herr Rosenthal treffend in seinem Vortrag EPP needs Design formuliert hat, eine optisch ansprechende Form, um vollends zur Geltung zu kommen“, so Traßl. Auch andere Gesichtspunkte sind mit Erfolg vermittelt worden.

Die Referenten hoben mehrmals hervor, wie positiv sich ein originelles Design beim Umsatz auswirkt. Dass Unternehmen mit einem innovativen Material und neuen Ideen der Finanz- und Wirtschaftskrise erfolgreich begegnen können, war ein weiteres Ergebnis, das die Teilnehmer mit nach Hause nahmen. „Gerade in einer Zeit wie dieser, die eigentlich eine Umkehr in vielen Produktionsbereichen geradezu fordert, wäre dieses Material für viele Unternehmen bei intelligenter Durchforschung der eingefahrenen Produktionsgegebenheiten mehr als ein Rettungsanker für diverse Produktionsstrategien“, unterstrich der Designer Johann Scheiber.

Design meets EPP war die zweite Fachtagung des EPP-Forums, der Marketingplattform rund um den Partikelschaum EPP. Neben den zahlreichen informativen Fachvorträgen war auch Platz für persönliche Begegnungen: Am Vorabend fand sich eine spontane Runde aller Tagungsteilnehmer und Referenten auf der Sonnenterrasse des Hotels in Gelsenkirchen ein.

Einfach spektakulär - Die Zollverein School of Management and Design in Essen

Nicht nur das Gelände des Weltkulturerbes Zollverein Essen zog die Tagungsteilnehmer in ihren Bann, auch die Zollverein School of Management and Design, ein rechteckiger Komplex aus unbehandeltem Beton, war beeindruckend. Schnell zogen die Designer Parallelen von der Architektur des Gebäudes zum Werkstoff EPP. Johann Scheiber: „Bei dem Beton würde niemand auf die Idee kommen, ihn anzustreichen. Normalerweise würde man den Beton hinter Tapeten verstecken.“ So wie beim Beton-Kubus der Zollverein School, sind auch beim EPP Designer und Produktentwickler gefragt, dem Material eine neue Form und ein neues Aussehen zu geben.

Die Zollverein School of Management and Design hat sich der Aufgabe verschrieben, Führungskräfte auszubilden, die „Management als Gestaltungsaufgabe verstehen und als Vordenker neue Märkte und neue Lebenswelten entwerfen wollen“. >> www.zollverein-school.de

Über EPP-Forum e.V.

Das EPP-Forum ist ein Zusammenschluss mehrerer renommierter Firmen aus den Bereichen Rohstoff, Maschinenbau, Verarbeitung und Forschung/Entwicklung, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den innovativen Werkstoff EPP (Expandiertes Polypropylen) und dessen vielfältige Einsatzmöglichkeiten publik zu machen. Produkt- und Prozessinnovationen sollen basierend auf unternehmensübergreifenden Netzwerken erleichtert werden. Die Idee hinter dem Forum ist, eine Plattform zu schaffen, die die gesamte Wertschöpfungskette des Produkts abdeckt.


Bauinformant ist nicht der Autor der eingestellten Information. Das Urheberrecht ist durch einen Direktlink und/oder die Quellenangabe gekennzeichnet bzw. vom Urheber zur Veröffentlichung genehmigt. Falls Sie einen Verstoß gegen das Urheberrecht vermuten, bitten wir Sie um eine Mitteilung, bevor unnötige rechtliche Auseinandersetzungen entstehen.

 


Comeback für grüne Klimaanlage aus Australien

Allgemein, Energie, Forschung — geschrieben von bauinformant @ 08:31
von:
Sabine Ranke-Heinemann, Pressestelle
Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke-Heinemann

Forscher an der University of Technology Sydney lassen eine hocheffiziente Klimaanlagen-Technik aus den 1970er Jahren in Australien wieder aufleben. Sie birgt das Potenzial, große Mengen an Energie einsparen zu können.

Das Team um John Dartnell an der Faculty of Engineering and Information Technology setzt in seiner Arbeit auf den Prozess der so genannten indirekten Verdunstungskühlung. Ursprünglich wurde diese Technologie von Don Pescod, Wissenschaftler der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO), entwickelt. Sie wurde vor allem für die Kühlung von Telefonvermittlungsstellen in abgelegenen Gegenden genutzt. Eine eingeschränkte Vermarktung und Entwicklung in den 1980er Jahren und die sich verändernde Telekommunikationstechnik brachten jedoch das vorläufige Ende für Pescod's Entwicklung.

Der steigende Bedarf an umweltverträglichen Systemen zur Kühlung von Innenräumen bewegten John Dartnell und sein Team zur Wiederbelebung von Pescod's Idee. Dessen Ansatz war es, Wasser über einen Wärmetauscher aus Kunststoff als indirektes Kühlmittel zu nutzen, ohne dass die zu kühlende Luft angefeuchtet wird. Bei dem Verfahren wird Wasser verdunstet und liefert so Kühlung. Die Verdunstung des Wassers erfolgt dabei durch einen Strom verbrauchter Luft aus einem Gebäude, der durch den Wärmetauscher geleitet wird. Ein weiterer Luftstrom wird durch den Wärmetauscher in das Gebäude geleitet und dabei von der Verdunstungskälte des Wassers gekühlt, ohne dabei mit diesem in Berührung zu kommen. Dieses Verfahren der Energierückgewinnung ist hocheffektiv und erlaubt es, bei gleichzeitig minimalem Energieaufwand, Gebäuden eine große Menge an gekühlter Frischluft zuzuführen.

Während sich konventionelle Verdunstungskühlsysteme unter trockenen Klimabedingungen bereits bewährt haben, ist dies in feuchten Regionen nicht der Fall. Durch eine Kopplung der indirekten Verdunstungskühlung mit einer kleinen herkömmlichen Kühleinheit kann Pescod's Verfahren auch in diesen Regionen effektiv und wirtschaftlich werden. Die Arbeit von John Dartnell und seinem Team hat gezeigt, dass die indirekte Verdunstungskühlung weniger als ein Drittel der Energie eines konventionellen Systems verbraucht. In feuchten Regionen beträgt das Einsparpotenzial sogar fünfzig Prozent.

Die Arbeit von Dartnell's Team hat bereits das Interesse von potenziellen Geldgebern in Australien sowie von zwei Unternehmen aus den USA geweckt, die an ähnlichen Systemen arbeiten. "Wir sind dahin zurückgekehrt, wo CSIRO aufgehört hatte und können nun die Wirtschaftlichkeit des Systems belegen und zugleich zeigen, dass die Technologie unter ökologischen Aspekten die richtige Wahl ist", so Dartnell.

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Das Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund ist die zentrale Einrichtung aller australischen und neuseeländischen Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, zuständig für Wissens- und Forschungstransfer, Forschungsförderung sowie Studenten- und Wissenschaftleraustausch und für die Betreuung von Studierenden und Schülern, die ein Studium Down Under vorbereiten.
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Mensch und Stadt in Klang und Raum

Allgemein, Forschung — geschrieben von bauinformant @ 08:28
von:
Thomas von Salzen, Pressestelle
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Was hat Architektur mit Klang zu tun? Auf den ersten Blick wenig, denn die klangliche Dimension ihrer Bauwerke spielt für Architekten und Planer meist eine untergeordnete Rolle. Klang kann jedoch als dynamische Materie der Architektur betrachtet werden: Er durchbricht die klassischen Raumvorstellungen, setzt Grenzen und beeinflusst unser Befinden. Neue Perspektiven auf die wesentliche Bedeutung unserer Klangwelten und ihre Verbindung zur Architektur werden am 9. und 10. Juli 2009 auf einer internationalen Tagung in Aachen diskutiert. Unter dem Titel "Klangwelten und Klangkörper von Mensch zu Stadt" lädt das Lehr- und -Forschungsgebiet für Architekturtheorie der RWTH Gastredner aus Psychologie, Geografie, Biologie, Stadtplanung, Tanz und Architektur in die Klangbrücke im Alten Kurhaus, Kurhausstraße 1 in Aachen.

Klang in der Architektur ist ein Untersuchungsgegenstand der Architekturtheorie, die sich disziplinübergreifend mit Architektur als gesellschaftlichem Kulturgut beschäftigt. Die wissenschaftliche Tagung wurde deshalb nicht allein für Architekten und Spezialisten gestaltet, sondern für ein breites Publikum der Hochschule sowie aus Aachen, Maastricht, Lüttich und Köln angelegt. Die Gastreferenten aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz werden auf Deutsch oder auf Englisch vortragen. Eröffnet wird die Veranstaltung mit einen Beitrag über Klang, Musik und Architektur von dem Architekten Philippe Rahm. Rahm ist Professor an der ECAL Lausanne und lehrte davor an der Architectural Association School in London sowie an Schulen in Paris, Lausanne und Kopenhagen. Seine Arbeiten wurden unter anderem am Pariser Centre Pompidou, am Museum of Modern Art in New York und am Centre for Contemporary Arts Glasgow ausgestellt.

Die Tagung schließt mit einem experimentellen Konzert, bei dem Musiker die Notationen, welche von Studenten im Rahmen von Klangspaziergängen angefertigt wurden, interpretieren werden. Die Veranstaltung bildet den Abschluss des Architekturtheorie-Seminars am Lehr- und Forschungsgebiet Architekturtheorie und wird von der Gesellschaft für Zeitgenössische Musik Aachen, des Reiff-Museums und des Beirats zur Verwendung der Mittel aus Studiengebühren unterstützt.

Weitere Informationen zum Tagungsprogramm gibt es auf den Webseiten http://theorie.arch.rwth-aachen.de/web_at/Lehrangebot/HoermalTagung.htm.

Ansprechpartnerin:
Ariane Wilson, Arch.DPLG, M.A. (Hist.)
Lehr-und Forschungsgebiet Architekturtheorie
E-Mail: wilson@theorie.arch.rwth-aachen.de
Telefon: (0241) 80-93592/93

i. A. Corinna Bertz
Weitere Informationen:
http://www.gzmklangbruecke.de
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Neue Seilsägen für den Rückbau von Kernkraftwerken

Forschung — geschrieben von bauinformant @ 08:01
von:
Dr. Stefanie Beier, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz Universität Hannover
08.07.2009 14:15
Experten am Produktionstechnischen Zentrum (PZH) der Leibniz Universität Hannover entwickeln Werkzeuge für den schwierigen Abbau radioaktiver Anlagen.

Neben den Kernkraftwerken, die in Deutschland schon vom Netz gegangen sind, ist auch die Abschaltung der 17 verbliebenen Atomkraftwerke derzeit beschlossene Sache. Weltweit ist die Abschaltung von etwa 120 Kernkraftwerken geplant. Was das für die Energieversorgung bedeutet, wird viel diskutiert - was aber bedeutet dieser Beschluss für das jeweilige Kraftwerk und dessen Betreiber? Florian Seiffert, Ingenieur am Produktionstechnischen Zentrum der Leibniz Universität, weiß es: "Wenn ein Kernkraftwerk bis zur grünen Wiese zurückgebaut wird, dauert das bis zu 20 Jahre und kostet, je nach Bauart, mehrere hundert Millionen Euro." Der Rückbau ist so aufwendig, weil der Beton hocharmiert ist, also bis zu 50 Prozent Stahl enthält, weil es Druckgefäße und Dampftauscher aus Stahl gibt, und weil all das selbst strahlt oder zumindest radioaktiv belastet ist. Deshalb müssen nicht nur die abgetragenen Teile, sondern auch alle benutzten Werkzeuge und Maschinen nach ihrem Einsatz entsprechend entsorgt werden.

Eine sehr flexible und immer häufiger genutzte Methode, solche Anlagen zu zerlegen, ist das Seilsägen. Dabei wird ein mit Diamantperlen bestücktes Seil wie eine Säge um die entsprechenden Anlagenteile gelegt. Ein Motor treibt es mit etwa 40 bis 50 Kilometer pro Stunde an, es frisst sich (oder genauer: schleift sich) durch das Objekt, bis es, manchmal erst nach Tagen, das Material durchtrennt hat. Das Seil wird dabei mit Wasser gekühlt. Kühlwasser allerdings, das unkontrolliert abfließt, ist ebenfalls radioaktiv belastet und kontaminiert weitere Bereiche. Dieses Problem will Seiffert am Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen am PZH in den kommenden drei Jahren lösen: In Zusammenarbeit mit E.ON und der Husqvarna GmbH und gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) startet er in diesen Tagen das Projekt "ProBeSt" (Prozessentwicklung zur trockenen Bearbeitung von metallischen und mineralischen Strukturen beim Rückbau kerntechnischer Anlagen).

Das Ziel ist eine Seilsäge, die trocken schneiden kann. Kühlung muss natürlich sein, denn bei den hohen Temperaturen, gerade beim Schleifen von Stahl, graphitisiert der Diamant auf den Perlen - und schneidet dann ungefähr so gut wie ein Bleistift. Erste Vorversuche mit einer speziellen Luftkühlung, die sehr kalte Luft erzeugen kann, waren bereits erfolgreich. Die Herausforderungen sind dennoch immens: "Das Wasser, das wir ersetzen wollen, kühlt ja nicht nur, es bindet auch kontaminierten Staub und Späne. Das müssen wir bei einer Luftkühlung natürlich auch in den Griff bekommen."

Neben der Lösung dieser beiden Probleme geht es auch darum, das Seilsägen großer Stahlobjekte allgemein zu optimieren und dessen Potenzial auszuschöpfen. "Und dieses Potenzial", betont Prof. Berend Denkena, Leiter des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen, "ist groß. Man denke nur an ausrangierte Ölbohrinseln und andere Offshore-Strukturen, die vor Ort zerlegt werden müssen." Verbesserungsmöglichkeiten sehen die Ingenieure etwa bei alternativen Schneidstoffen, die sich in der "normalen" Zerspanung von Stahl bereits bewährt haben. Auch eine Maschine soll entstehen, die ein gespanntes Seil quasi in das zu trennende Objekt eintaucht. Das würde die Flexibilität des umschlingenden Verfahrens wahren und die Stabilität des Seilsägens erhöhen.

Zum Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH):
Das PZH ist 2004 aus der Idee der Leibniz Universität Hannover entstanden, Hochschulforschung, Industrie und Unternehmen der Produktionstechnik zusammenzubringen. So haben sich jene sechs Institute der Fakultät für Maschinenbau, die sich mit Produktionstechnik und Logistik beschäftigen, gemeinsam mit der PZH GmbH und zahlreichen Unternehmen zum Produktionstechnischen Zentrum Hannover zusammengeschlossen. Die GmbH als Universitätstochter übernimmt neben der Verwaltung des neuen Zentrums in Garbsen zahlreiche Aufgaben im Bereich Technologietransfer und Gründerberatung. Zurzeit arbeiten im PZH etwa 450 (Ingenieur-)Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen und Angestellte in Technik und Verwaltung; außerdem rund 400 studentische Hilfskräfte. Das PZH ist eine Lehr- und Forschungsstätte, in der Grundlagen- und industrielle Auftragsforschung gleichermaßen auf höchstem, internationalem Niveau betrieben werden. Seit 2004 hat das PZH mehr als 85 Millionen Euro Drittmittel eingeworben.
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Die Bedeutung des Lichts

Forschung — geschrieben von bauinformant @ 07:50
Auch drinnen für Sonnenschein sorgen

von: Erhard Jakobs, Pressestelle
Fachhochschule Gießen-Friedberg

08.07.2009 14:09
 
Im Wiener Altenheim St. Katharina ließen sich positive Effekte des neuartigen Beleuchtungssystems nachweisen.
Im Wiener Altenheim St. Katharina ließen sich positive Effekte des neuartigen Beleuchtungssystems nachweisen.
K. Zumtobel
Die Bedeutung des Lichts für die menschliche Gesundheit und unser mentales Wohlbefinden wurde schon vielfach untersucht. Zu dessen biologischen Wirkungen gehört, dass es über Rezeptoren auf der Netzhaut die Tag-Nacht-Funktionen des Organismus, den so genannten circadianen Rhythmus, beeinflusst. Tageslicht unterdrückt die Bildung von Melatonin, des Stoffes, der uns müde werden lässt. Ist die tägliche Lichtdosis zu gering, kann es zu Schlafstörungen oder sogar depressiven Verstimmungen wie der saisonal bedingten "Winterdepression" kommen.
Vor allem ältere Menschen sind aus mehreren Gründen durch Tageslichtmangel gesundheitlich gefährdet. Bei Demenzkranken beobachtet man Störungen des circadianen Rhythmus besonders häufig. Mit dieser Problematik befasste sich ein auf drei Jahre angelegtes interdisziplinäres Forschungsprojekt, das vom österreichischen Wirtschaftsministerium und dem Land Wien gefördert wurde. Prof. Dr. Dieter Lorenz, Arbeitswissenschaftler an der Fachhochschule Gießen-Friedberg, hat daran mitgearbeitet. Sein Forschungsinteresse galt dabei der Wirkung von Kunstlicht-Beleuchtungssystemen mit "Tageslichtlampen". In der Untersuchung ging es zunächst darum zu überprüfen, welche Faktoren - Beleuchtungsstärke oder spektrale Zusammensetzung, und hier vor allem der biologisch wirksame Blauanteil im Licht - sich positiv auswirken.

Im Rahmen einer Grundsanierung ergab sich im Altenheim St. Katharina in Wien die Möglichkeit, auf der neu eingerichteten Demenzstation Lichtdecken, mit denen unterschiedliche Lichtsituationen erzeugt werden können, zu installieren und die Einflüsse auf die Bewohner zu untersuchen. Um eine biologische Wirkung von Innenraumlicht zu erzielen, ist es notwendig, dass sich die Beleuchtung der Tageslichtqualität annähert. Bei konventionellen warmweißen oder neutralweißen Lichtquellen wäre das nur bei drastisch erhöhter Helligkeit und damit deutlich steigendem Energieaufwand erreichbar. Deshalb wurde eine neuartige Kombination verwendet, die es ermöglicht, die Farbtemperatur und die Beleuchtungsstärke in einem sehr weiten Bereich einzustellen und dynamisch zu steuern.

Das Durchschnittsalter der überwiegend weiblichen Bewohner dieser Station lag über 88 Jahren. Alle litten an einer Demenz, die eine selbständige Lebensführung ausschloss. Während unterschiedlicher Lichtsituationen wurde das Verhalten der Probanden beobachtet, dokumentiert und ausgewertet. Dabei interessierten insbesondere deren Kommunikation und Interaktion untereinander sowie mit den Pflegekräften. Die Daten wurden über einen Beobachtungszeitraum von insgesamt 14 Monaten erhoben. Das von Prof. Lorenz geleitete Team ermittelte einer Reihe signifikant positiver Effekte. Dazu gehört, dass die Bewohner bei tagähnlichen Lichtverhältnissen merklich reger als bei herkömmlicher Innenraumbeleuchtung mit dem Pflegepersonal kommunizieren und sich in Gruppen von mehreren Personen austauschen. Dabei ist vor allem nachmittags ein Anstieg der Aktivität zu beobachten. Auch bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten und Gemeinschaftsaktionen (Basteln, Spielen, Singen) zeigten die Bewohner in den geschaffenen Lichtsituationen einen deutlich höheren Grad der Beteiligung.

Die Ergebnisse weisen nach Auffassung von Prof. Lorenz darauf hin, dass sich die Lebensqualität bei höherer Beleuchtungsstärke mit einem tageslichtähnlichen Spektrum der Lampen für die Bewohner spürbar verbessert. Ein Folgeprojekt in St. Katharina soll überprüfen, ob diese positiven Effekte auch bei schwächerer Beleuchtung erreicht werden können. Die Untersuchungen sollen in weiteren Altenheimen in Österreich und der Schweiz fortgesetzt werden.

Weitere Informationen:

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Ein Fenster für die Sonnenenergie

Energie, Forschung — geschrieben von bauinformant @ 11:02

Durchsichtige Elektroden aus Graphen könnten Solarzellen preiswerter und effizienter machen.

Im Prinzip reicht es, mit einem Graphitstift auf Papier zu kritzeln. Dasbringt schon stapelweise Graphen aufs Papier, einzelne Schichten von Kohlenstoffatomen, die in einer wabenartigen Gitterstruktur angeordnet sind. Graphen, ein zweidimensionaler Kristall, leitet Elektrizität und damitWärme erstaunlich gut und gilt deshalb als vielversprechendes Material für immer kleiner werdende Elektronikkomponenten und für die Optoelektronik, die Information mit einer Kombination der herkömmlichen Elektronik und Licht verarbeitet.

Kein Wunder, dass Wissenschaftler weltweit an Methoden zur Graphenherstellung arbeiten. Kritzeln mit Graphitstiften bringt sie jedoch nicht weiter: Dieses Verfahren können sie nicht gut genug kontrollieren, und dieentstehenden Graphenschichten sind zu dick. Wissenschaftler um Klaus Müllen, Direktor am Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz, haben daher andere Methoden patentiert, unter anderem das Pyrolyse-Verfahren. Hierbeierwärmen die Wissenschaftler auf einer Trägerschicht aus Glas Moleküle, die inihrem Kern bereits kleine Graphenscheiben enthalten, zusätzlich aber noch Armeaus Kohlenwasserstoffketten tragen. Diese Moleküle verschmelzen in der Hitzezu einem durchsichtigen Film aus Kohlenstoff.

"Wir können diese Filme mittlerweile unter zehn Nanometer dick machen, dassind 30 Atomschichten. Und sie sind atomar glatt", sagt Müllen. Das so erzeugteGraphen könnte in Zukunft als Ersatz für Indiumzinnoxid zum Einsatz kommen. Indiumzinnoxid dient in Solarzellen als durchsichtige Elektrode, an der dererzeugte Strom, vergleichbar mit dem elektrischen Pol einer Batterie, abgegriffen wird. "Indiumzinnoxid hat zwar die ideale Kombination aus elektrischer Leitfähigkeit und Transparenz, die man für Fensterelektroden in Solarzellenbraucht", so Müllen. Aber es habe auch Nachteile: Da der Rohstoff Indium begrenzt sei, werde das heute übliche Material immer teurer, zudem weise derStoff eine gewisse Oberflächenrauhigkeit auf.

"Unser Graphen ist glatt; das verhindert hohe lokale elektrische Felder, die den elektrischen Ladungstransport an der Oberfläche behindern", erklärt der Max-Planck-Wissenschaftler. Und Graphen könnte Solarzellen auch effizienter machen. Anders als das hergebrachte Indiumzinnoxid ist es auch für einen bestimmten Anteil des infraroten Sonnenlichts durchsichtig, das etwa die Hälfte der Sonneneinstrahlung auf der Erde ausmacht. Ihre Vorteile haben die Fensterelektroden aus Graphen auch schon am Objekt ausgespielt.

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Digitales Baumanagement sorgt für effiziente Projektabwicklung

Forschung — geschrieben von bauinformant @ 17:08

RIB-Software treibt Hochtechnologie-Forschungsprojekt voran

Durchgängige Projektprozesse nach dem Vorbild der digitalen Fabrik in der Automobilindustrie: Dieses Ziel haben sich sowohl Projektentwickler und -koordinatoren im Aufgabenfeld der Vertretung von Bauherren sowie auch ausführende Bauunternehmen gesetzt. Das Bundesforschungsministerium für Bildung und Forschung fördert mit MEFISTO ein Projekt, das der Bauindustrie diesen Schritt zum digitalen Planen und Bauen ermöglichen soll.

Federführend auf Forschungsseite ist dabei die Technische Universität Dresden. Die bauausführende Partei repräsentieren die Ed. Züblin AG aus Stuttgart und die Max Bögl Bauservice GmbH & Co. KG aus Neumarkt. Die im Projekt eingesetzten Softwaresysteme stammen von RIB-Gruppe mit Hauptsitz in Stuttgart - für Prozesse in der Bauausführung - sowie der gibGREINER GmbH, München, mit Fokus auf den Bauherrenvertreter. Die CAD-Anbieter SimPlan AG und solidpro GmbH aus dem Umfeld der Automobil- und Maschinenbauindustrie komplettieren den Softwarebereich. Als weitere MEFISTO-Projektpartner treten das Beratungsunternehmen AEC3 Deutschland GmbH sowie die Bauhaus Universität Weimar auf. Verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit für das Forschungsprojekt ist die KompetenzZentrum Bau Neumarkt GmbH.

Durch die enge Zusammenarbeit der RIB -Gruppe mit führenden Bauunternehmen Europas im Rahmen des Forschungsprojektes ist das Unternehmen mit den aktuellen Bedürfnissen der Branche in Prozess- und Kostenmanagement vertraut. In die Softwareentwicklung im Hause RIB fließen daher konkrete Praxisanforderungen mit ein.

Bei MEFISTO werden Projektprozesse umfassender Bauprojekte live innerhalb eines digitalen Modells zusammengeführt. Jede Partei, ob Bauausführer oder Projektentwickler, soll dabei kontinuierlich auf die für sie relevanten Informationen zugreifen können. "Für den Bauausführer ist ein sehr detailliertes Controlling aller beteiligten Subunternehmer verschiedener Gewerke unabdingbar", erklärt H.-Dieter Muntzinger, Projektleiter bei RIB. "Der Bauherrenvertreter hingegen konzentriert sich primär auf den Fortschritt einzelner Bauabschnitte im Hinblick auf den Termin- und Budgetplan", fügt er hinzu.

Das digitale Modell ist dabei nicht auf das kontinuierliche Controlling sowie die Prognose von Mengen und Kosten auf Planungsseite beschränkt. "Es sollen auch umfassende Bauausführungsprozesse, wie etwa die Interaktion von Baukränen auf den Baustelle, visualisiert werden", berichtet Professor Raimar J. Scherer von der Technischen Universität Dresden. "Mit gebündelten Kompetenzen wollen wir der Bauindustrie den Weg zum digitalen Bauen ebnen", fasst Professor Scherer zusammen.

Über die RIB-Gruppe
Seit fast 50 Jahren offeriert RIB im Softwaremarkt für Bauwesen, Anlagenbau und Infrastrukturmanagement innovative Lösungen für Planung und zuverlässige Kostenkontrolle. Mit weltweit über 100.000 Installationen zählt RIB zu den führenden Softwareanbietern für Prozess- und Kostenmanagementlösungen. Dabei baut RIB-Software die Brücke zwischen Computer Aided Design-Anwendungen (CAD) und den Enterprise Resource Planning-Systemen (ERP). Die RIB-Lösungen decken die gesamte Wertschöpfungskette im Bau-, Anlagenbau- und Infrastrukturbereich ab, inklusive Projektierung, Planung, Ausschreibung, Kalkulation, Koordination, Controlling, Beschaffung und Nutzung. Zu den Anwendern zählen führende Baukonzerne, die öffentliche Hand, Architektur- und Ingenieurgesellschaften sowie Großunternehmen im Bereich des Industrie- und Anlagenbaus. Mehrsprachige und mehrwährungsfähige Lösungen gewährleisten auch international eine erfolgreiche Projektabwicklung. Über Vertriebs- und Servicebüros in Europa, in den USA, im Nahen Osten und Asien werden RIB-Lösungen rund um den Globus vermarktet.

Über die KOMPETENZZENTRUM BAU NEUMARKT GmbH
Als regionale Netzwerkorganisation für die Bauwirtschaft wurde das KompetenzZentrum Bau im Jahr 2000 im Rahmen der bayerischen High-Tech-Offensive gegründet. Hauptziel ist die Entwicklung von Neumarkt i.d.OPf. als Kompetenzregion für innovatives Bauen. Hierzu werden Foren und Workshops organisiert um den Wissenstransfer in die Region zu fördern. Öffentlichkeitsarbeit ist hierfür unumgänglich.

Personalentwicklungsmaßnahmen ergänzen unser Betätigungsfeld. Besonderer Schwerpunkt liegt im Bereich der Ausbildungsförderung. So wird in Haupt- und Realschulen intensiv für die Bauberufe geworben. Im Rahmen der EU-Förderinitiative Leonardo da Vinci ist es gelungen, Fördergelder für Sprachreisen Auszubildender im Baugewerbe nach Großbritannien zu erhalten. An die KompetenzZentrum Bau Neumarkt GmbH ist ein Förderverein angeschlossen, dem derzeit ca. 100 Firmen und Institutionen aus allen Bereichen des Baugewerbes sowie zahlreiche Kommunen angehören.

Pressekontakt:
RIB Software AG
Verena Mikeleit
Tel. 0711-7873-369
email: presse@rib-software.com

Verena Mikeleit | Quelle: pressetext.deutschland
Weitere Informationen: www.rib-software.com

 


Mini-Kunststoffkugeln statt Chemie: Kläranlagen umweltschonend sauber

Forschung — geschrieben von bauinformant @ 08:54

Fachhochschule Osnabrück und Wiesbadener Firma erproben neues Membranverfahren - DBU gibt 440.000 Euro

Wasser gehört zu den wertvollsten Ressourcen unseres Planeten. Deshalb werden kommunale und industrielle Abwässer aufwändig gereinigt. In modernen Kläranlagen geschieht das biologisch und mit einer speziellen Membrantechnologie.

Doch die Membranen, viele dünne Kunststoffbahnen, die Bakterien und Viren sowie andere gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe aus dem Abwasser herausfiltern, verschmutzen und müssen chemisch gereinigt werden. Das belastet die Umwelt. An der Kläranlage Eversburg in Osnabrück will die Fachhochschule (FH) Osnabrück gemeinsam mit der Firma Microdyn-Nadir (Wiesbaden) nun in der Praxis erproben und optimieren, was sie in der Theorie bereits entwickelt hat: Durch den Einsatz von Kunststoffgranulaten sollen die Membrane ohne umweltgefährdende Chemikalien gereinigt werden, ohne dass die teuren Membrane zu schnell verschleißen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt mit rund 440.000 Euro.

Bei der Übergabe des Bewilligungsschreibens durch DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde wies heute Frank Peter Helmus, Professor für Mechanische Verfahrenstechnik und Anlagenplanung der FH Osnabrück, darauf hin, dass die Ablagerungen auf den Membranen den Reinigungsprozess massiv behinderten. Um diesem "Fouling" zu begegnen, seien regelmäßige Reinigungsmaßnahmen erforderlich. Dabei würden typischerweise Chemikalien eingesetzt, deren Umweltgefährdungspotenzial sehr hoch sei.

Genau hier setze das Forschungsvorhaben an: Durch den Einsatz der so genannten Wirbelschichttechnologie solle der Einsatz umweltgefährdender Chemikalien überflüssig gemacht werden. Dabei werde das Fouling durch Kunststoffgranulate, die immer wieder an der Membranoberfläche entlangströmen, ständig beseitigt. Die FH Osnabrück habe im Rahmen ihrer Forschungsarbeit die prinzipielle Machbarkeit dieser neuen Technologie nachgewiesen. Wobei es auch hier zurzeit noch einen Haken gebe: Je stärker man mit den Kunststoffgranulaten reinige, umso schneller verschlissen die empfindlichen und auch teuren Membrane.

"Zusammen mit der Firma Microdyn-Nadir arbeiten wir an einer Technologie, die einen langfristig chemikalienfreien Betrieb von Membranbioreaktoren in Kläranlagen zulässt. Die Förderung durch die DBU und die Möglichkeit, unsere Forschungsanlage an der Kläranlage Eversburg der Stadtwerke Osnabrück aufstellen und betreiben zu dürfen, sind für unsere Forschung ein Meilenstein. Es ermöglicht uns, die entwickelte Methode unter realen Bedingungen in der Praxis zu untersuchen und zu optimieren", erklärte Helmus.

Sandra Rosenberger, Professorin für Nachhaltige Energietechnik, betonte: "Der chemikalienfreie Betrieb von Kläranlagen mit Membranbioreaktoren soll nicht nur für neue Anlagen möglich sein. Durch die Einfachheit der neuen Wirbelschicht-Technologie soll die Übertragung auch auf bereits bestehende Anlagen mit nur geringfügigen Veränderungen möglich werden." Hier erweise sich die Kooperation mit Microdyn-Nadir als besonders vorteilhaft, da das Unternehmen über langjährige Erfahrungen in Membrantrennverfahren verfüge. Rosenberger: "Fachhochschule und Unternehmen halten dieses Projekt für das Modell von einer gelungenen Partnerschaft."

Ansprechpartner
Franz-Georg Elpers
- Pressesprecher -
Stephanie Kaßing
Isabel Krüger
Anneliese Grabara

Kontakt DBU:
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon: 0541|9633521
Telefax: 0541|9633198
presse@dbu.de

Die intelligente Baustelle

Forschung — geschrieben von bauinformant @ 20:11

STAEDTLER Stiftung fördert Forschungsprojekt der Fakultät Informatik

Mit einem Betrag von 40.000 Euro unterstützt die Nürnberger STAEDTLER Stiftung ein neues Projekt an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg. Dabei geht es um die Überwachung von Prozessen auf Großbaustellen durch satellitengestützte Softwaresysteme. Prof. Dr. Peter Rausch betreut das Projekt, in das auch Studierende und Absolventen eingebunden werden.

Seit Mitte der 90er Jahre befindet sich die Bauwirtschaft in der Dauerkrise. Vor allem der Kosten- und Termindruck stellt die Branche vor große Herausforderungen. Der verschärfte Preiswettbewerb auf den heimischen Märkten lässt Gewinne bei Projekten nur noch dann zu, wenn der Bauablauf reibungslos verläuft bzw. wenn auftretenden Störungen im Projektverlauf rechtzeitig entgegengewirkt wird. "Bin ich noch im Plan?" und "Was ist passiert, dass ich nicht mehr im Plan bin?" sind Fragen, die sich jeder Bauleiter täglich stellen muss.

Neue Software
Hier setzt das Projekt der Ohm-Hochschule an. Ein Bagger kann, wenn er mit GPS-Antennen ausgestattet ist, Messpunkte aufnehmen. Der Bordrechner ermittelt z.B. wie viel Kubikmeter Material bewegt wurden und zu welchen Zeiten der Bagger gelaufen ist. Die Daten werden an den Bauleiter übermittelt und betriebswirtschaftlich ausgewertet. So ist es möglich, auch unterschiedliche Bauvorhaben miteinander zu vergleichen. Eine neue Software soll bestehende Systeme ergänzen und die Bauleitung stärker bei der Planung unterstützen.

Hierzu wird im Projektteam zunächst festgelegt, was das Programm genau leisten muss. Anschließend entwickeln Studierende und Professoren an der Ohm-Hochschule die neue Software und testen sie in der Praxis. Damit sich interessierte Informatikstudentinnen und -studenten in die Materie einarbeiten können, gibt es eine besondere Lehrveranstaltung dazu: "ERP-Integration von satellitengestützten Maschinenführungssystemen".

Das Projekt EPOS Bau (Effiziente Prozessgestaltung durch satellitengestützte Softwaresysteme in der Bauwirtschaft) beginnt im Sommer und hat eine Laufzeit von 15 Monaten. Zum Projektteam gehören neben Prof. Dr. Rausch die Professoren Dr. Fritz Schreiber und Dr. Michael Diegelmann an, die seit Jahren auf diesem Gebiet aktiv sind. Geplant ist, für die Softwareentwicklung eine Absolventin oder einen Absolventen aus der Fakultät Informatik einzustellen.

Die STAEDTLER Stiftung: Partner der Wissenschaft
Die gemeinnützige STAEDTLER Stiftung unterstützt die Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg - Bayerns forschungsstärkste Hochschule für angewandte Wissenschaften - bereits seit vielen Jahren. Jährlich vergibt sie darüber hinaus hoch dotierte Promotionspreise an Doktoranden für herausragende Leistungen. An der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg förderte die STAEDTLER Stiftung bereits zahlreiche Projekte - so flossen in den vergangenen zehn Jahren über eine Million Euro Fördergelder. Diese wurden unter anderem in folgenden Projekten eingesetzt: in der Fakultät Elektrotechnik Feinwerktechnik Informationstechnik wurden umweltfreundliche Techniken zur Herstellung neuer Baugruppen durch Inkjet-Druck leitender Strukturen untersucht, das hochschuleigene Institut für Energie und Gebäude konnte mit Hilfe der Fördergelder Latentwärmespeicher-Materialien erforschen und an der Fakultät Maschinenbau und Versorgungstechnik kümmert man sich darum, die Effizienz bei der Kälteerzeugung zu steigern.

Elke Zapf | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.ohm-hochschule.de
www.staedtler.de


Gewinner des Forschungswettbewerbs „Alternde Räume. Infrastruktur und Nahversorgung“ ausgezeichnet

Forschung, Wettbewerbe & Auszeichnungen — geschrieben von bauinformant @ 12:04

Die Jury des bundesweiten Forschungswettbewerbs „Alternde Räume. Infrastruktur und
Nahversorgung“ zeichnete am Montag, den 22. Juni 2009 in Darmstadt fünf
Lehrforschungsprojekte aus. Der von der Schader-Stiftung gemeinsam mit der Evangelischen
Fachhochschule Darmstadt ausgelobte Wettbewerb fand im Rahmen der Initiative „Nationale
Stadtentwicklungspolitik“ statt und wurde vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und
Stadtentwicklung gefördert.

Lehrforschungsprojekte an Hochschulen waren aufgerufen, über einen zweijährigen Zeitraum
Untersuchungen in „alternden Räumen“ vor Ort durchzuführen und konkrete
Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Mitglieder der zwölf teilnehmenden
Forschungsprojekte haben ihre Arbeit und Forschungsergebnisse auf der öffentlichen
Fachtagung „Alternde Räume. Infrastruktur und Nahversorgung“ am 22. Juni 2009 in
Darmstadt vorgestellt.

Unter alternden Räume werden Stadtteile oder ländliche Gebiete verstanden, die ein statistisch
höheres Alter der Bewohnerschaft aufweisen. Es sind Gebiete, in denen relativ viele ältere und
alte Menschen leben bei vergleichsweise wenigen Kindern / Jugendlichen sowie Vertretern der
mittleren Altersklassen. Diesen Räumen fehlt es oft an Angeboten der Infrastruktur und
Nahversorgung. In einer automobil und marktwirtschaftlich ausgerichteten Gesellschaft finden
sich immer weniger Versorger, die sich der Bewohnerschaft alternder Räume widmen. Die
Lehrforschungsprojekte untersuchten Bedingungen von Infrastruktur und Versorgung in den
Bereichen Gesundheit, Mobilität und Wirtschaft und formulierten Handlungsergebnisse für die
Akteure vor Ort.

Während der Tagung wurden die besten, von einer Fachjury ausgewählten
Lehrforschungsprojekte mit einem Geldpreis geehrt. Es wurden ein erster, ein zweiter und drei
dritte Preise vergeben. Die Laudatio auf die Preisträger hielt Professor Dr.-Ing. Iris Reuther ,
Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung, Universität Kassel und Kuratorin der Schader-Stiftung.

Der Jury gehörten an: Dieter Emig, Bauverein AG und Mitglied der Darmstädter Runde, Prof. Dr.
Charlotte Höhn, ehemalige Direktorin des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung, Prof. Dr.-
Ing. Iris Reuther und Susanne Tatje, Projektbeauftragte Demographische Entwicklungsplanung
der Stadt Bielefeld. 

Die Preisträger und ihre Arbeiten sind: 

1. Preis: „Zukunft trifft Alter. Sicherung von Versorgung und Verkehr in alternden
Räumen am Rande der Großstadt“


Technische Universität Dortmund
unter der Leitung von Dipl.-Ing. Micha Fedrowitz und Dipl.-Ing. Florian Krummheuer


Aus der Begründung der Jury:
Das Projekt der Universität Dortmund für drei Siedlungsbereiche der Städte Köln, Bottrop
und Recklinghausen widmet sich unter dem Motto „Zukunft trifft Alter“ der Sicherung von
Versorgung und Verkehr in Randlagen der Großstädte. Die gut begründete Auswahl der
Betrachtungsräume und die sorgfältige Analyse verdeutlichen in prägnanter Weise eher die
„Normalfälle“ für alternde Räume in großen Teilen von Deutschland. Deshalb würdigt die Jury
ausdrücklich die intergenerative Herangehensweise und tiefgründige Bestandsaufnahme der
Untersuchung, die plausible Herleitung und schließlich die nuancierten Handlungsempfehlungen
für die drei verschiedenen Siedlungsbereiche. Sie werden dem Thema in seiner Tragweite, aber
auch in seiner Realität besonders gut gerecht und zeigen einen Weg auf, wie die Entwicklung
von „alternden Räumen“ genau zu beobachten und angemessen zu begleiten ist.

2. Preis: „Die alternde Siedlergemeinschaft. Allerheiligenberg / Lahnstein“
Technische Universität Kaiserslautern

unter der Leitung von Prof. Dr. Annette Spellerberg


Aus der Begründung der Jury:
Das Projekt der Universität Kaiserslautern für die Siedlergemeinschaft in Allerheiligenberg /
Lahnstein widmet sich einem besonderen Fall und einer extremen Konstellation für einen
alternden Raum. Die Studierenden haben sich intensiv und damit auch intergenerativ in die
Situation vor Ort eingearbeitet und eingebracht. Deshalb gelingt es ihnen besonders gut, für die
Siedler und den externen Wohnstandort angemessene und plausible Empfehlungen, wie den
besser platzierten Briefkasten, einen Treff in einem leer stehenden Haus, ein Anruftaxi oder ein
Infoblatt mit allen wichtigen Adressen für Notfälle zu formulieren. Die Jury hegt viel Sympathie
für das engagierte Vorgehen und die mit dem Projekt vorgetragene Haltung im Umgang mit
einem Ort und seinen sozialen Realitäten.

3. Preis: „Sicherung der medizinischen Versorgung in Ostholstein“

Technische Universität Dortmund
unter der Leitung von Dipl.-Ing. Anke Bergmann


Aus der Begründung der Jury:
Das Projekt der Universität Dortmund zur medizinischen Versorgung in Ostholstein steht für
einen großräumigen regionalen Entwicklungsansatz. Die intergenerative Herangehensweise ist
mit den Recherchen vor Ort und der Zukunftswerkstatt in entsprechender Zusammensetzung
gut gegeben. Das Konzept basiert auf einer sorgfältigen Bestandsaufnahme sowie einem
angemessenen Methodenapparat und mündet in originellen prototypischen
Handlungsempfehlungen, wie den Marktreff, die Pflegeschwester mit Videotelefon oder einen
Patientenbus. Die Jury würdigt insbesondere den konsequenten Fokus auf die regionale Ebene.

3. Preis: „Demographiebezogenes Entwicklungskonzept für Ründeroth“

Universität Siegen und Fachhochschulen Bochum, Dortmund und Köln
unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Hilde Schröteler-von Brandt und Prof. em. Dieter Prinz


Aus der Begründung der Jury:
Das demographiebezogene Entwicklungskonzept der Universität Siegen für den Ortsteil
Ründeroth der Gemeinde Engelskirchen reagiert vor allem auf die Besonderheiten einer
topographisch bewegten Stadtlandschaft und leitet aus der demographischen Situation und
Perspektive der Wohnbevölkerung einen städtebaulich intendierten Ansatz ab. Die
intergenerative Arbeitsweise im Zusammenhang mit einer intensiven Bestandsaufnahme und
Gesprächsführung vor Ort mündet in eine plausible SWOT-Analyse, eine klare Zielformulierung
und die gut nachvollziehbaren Projektvorschläge für die Verbesserung der Aufenthaltsqualität
und Nutzbarkeit der öffentlichen Räume. Die Jury würdigt vor allem die Stimmigkeit von Analyse
und Konzept.

3. Preis: „When I’m sixty-four: Das Märkische Viertel im Umbruch“

Technische Universität Berlin und Institut für gerontologische Forschung
unter der Leitung von Prof. Dr. Uwe-Jens Walther, Dr. Birgit Wolter und
Dipl.-Soz.-Wiss. Frank Ritterhoff


Aus der Begründung der Jury:
„When I’m sixty-four...“ – so betiteln die Autoren der TU Berlin ihr Konzept für das Märkische
Viertel im Umbruch, das sich auf einen „Klassiker“ des modernen Städtebaus der 1960er Jahre
in Berlin bezieht. Die interdisziplinäre und interaktive Bestandsaufnahme wird als umfassend und
reflektiert eingeschätzt, da sie neben den demographischen Aspekten einer alternden
Wohnbevölkerung auch die Problemlagen von Migranten beleuchtet. Die Jury würdigt
ausdrücklich, dass sich die Bearbeiter des Projektes diesem Thema gestellt haben, wobei die
Durchdringung dieses Aspektes naturgemäß nicht in allen Positionen tiefgründig sein konnte.
Die zahlreichen phantasievollen Handlungsempfehlungen sind detailliert ausgearbeitet worden.
Sie sind von der Jury durchaus kontrovers diskutiert worden, da sie neben ihrer Originalität
zugleich Fragen nach ihrer Umsetzbarkeit aufwerfen. 


V.i.S.d.P.
Peter Lonitz
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Schader-Stiftung
Karlstr. 85
64287 Darmstadt
Tel.: 06151 / 1759-17
Fax: 06151 / 1759-25
eMail: lonitz@schader-stiftung.de
www.schader-stiftung.de
www.alternde-raeume.de
Kategorie: Pressemitteilung der Schader-Stiftung
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In Hamburg entsteht das größte schwimmende Bürohaus in Deutschland

Energie, Bauprojekte, Forschung — geschrieben von bauinformant @ 17:14

Warum eigentlich Erdöl verbrauchen und die Umwelt verschmutzen, wenn selbst in Norddeutschland die Sonnenenergie zum Heizen reicht? Stellen Sie sich vor, Sie leben und arbeiten in Häusern, die keinen Tropfen Öl zum Heizen brauchen. Zukunftsmusik?

Von wegen: Mitten in Hamburg entsteht gerade das größte schwimmende Bürohaus in Deutschland. Das besondere: Das Gebäude benötigt für die Heizung selbst im tiefsten Winter kein Gas oder Öl. Und so widersprüchlich es klingt: Im Sommer kann die Sonnenkraft das Haus sogar angenehm kühlen. Doch nicht nur Heizung und Kühlung, auch die Warmwasserbereitung des Objektes wird komplett über erneuerbare Energien erreicht.

Wie funktioniert das schwimmende Energie-Wunder? Im Winter zieht das Dock seine Wärme aus dem Flusswasser und verteilt sie über Wärmepumpen im ganzen Gebäude. Im Sommer wird das System einfach umgekehrt: Die kälteren Wassertemperaturen der Elbe werden für die Kühlung der Räume genutzt. Das Ergebnis: Eine angenehme natürliche Kühle ohne gefährliche Zugluft wie bei herkömmlichen Klimaanlagen.

Zusätzlich liefern Solarkollektoren kostenloses Warmwasser aus der Sonne und Solarzellen produzieren pro Jahr die gleiche Menge an Strom, welchen die Anlage benötigt. Fast alle Bauteile des Heiz- und Kühlkreislaufes wurden in der unternehmenseigenen Forschungsabteilung entwickelt.

Die Ingenieure von IMMOSOLAR haben schon in ganz Europa und Nordafrika Häuser mit niedrigstem Energieverbrauch ausgestattet - jetzt auch das schwimmende Bürogebäude in Hamburg. Es dient nach der Fertigstellung als Informationszentrum für die Internationale Bauausstellung Hamburg (IBA).

Ein Besuch lohnt sich:
Informationstafeln erklären interessierten Besuchern detailliert die Funktionsweise und Monitore informieren in Echtzeit über Erträge und Verbräuche der Anlage.

Die IBA Hamburg beschäftigt sich unter dem Motto "Stadt im Klimawandel" mit CO2-neutraler Stadtentwicklung. Das schwimmende Klimahaus gilt als eines der wichtigsten Projekte der IBA, weil die IBA und IMMOSOLAR hiermit verdeutlichen, welch enorme Energieeinsparungen bereits heutzutage mit modernen Anlagen ermöglicht werden können.

Ágota Harmati | Quelle: presseportal
Weitere Informationen: www.immosolar.com

 


Forschungsprojekt soll die Gestaltung natürlich belichteter Räume verbessern

Energie, Forschung — geschrieben von bauinformant @ 17:55

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung fördert Forschungsprojekt zur Verbesserung der Energieeffizienz im Bauwesen an der Bauhaus-Universität Weimar

„Glas-Hybrid-Elemente mit transluzenten Zwischenschichten zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäudehüllen“ lautet das Projekt, welches vergangenen Freitag vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Rahmen der Forschungsinitiative "Zukunft Bau" eine Förderzusage über 219.100 Euro erhalten hat.

Das Forschungsvorhaben unter Leitung von Prof. Andrea Dimmig-Osburg, Juniorprofessur Polymere Bindemittel und Baustoffe, und Prof. Frank Werner, Professur Stahlbau an der Fakultät Bauingenieurwesen, wird im Juli 2009 starten und ist zunächst bis März 2011 konzipiert.

Ziel des Projekts ist es, Bauelemente zu entwickeln, die aus Glas- und Kunststoff bestehen und transluzent, also halblichtdurchlässig sind. Eingesetzt werden können die Bauelemente als wärmedämmende Wand- oder Dachelemente. Gegenwärtig existieren transluzente Fassadenelemente lediglich in Form von Mehrscheibenverglasungen, deren Wärmewiderstand mit der Anzahl der verwendeten Scheiben steigt. Die damit erreichbaren Bauelemente sind zwar hoch transparent, weisen aber ein ausgesprochen hohes Gewicht auf und sind aufgrund der notwendigen Technik und Sicherheitsbestimmungen sehr kostenintensiv. Der Einsatz hoch wärmegedämmter transluzenter Glas-Hybrid-Elemente würde eine neue Qualität in der Gestaltung natürlich belichteter Räume ermöglichen. Einerseits kann die Energieeffizienz im Vergleich zu heute eingesetzten Konstruktionen deutlich verbessert werden, andererseits lassen sich Probleme der Lichtstreuung einfach lösen.

Die vorhandenen Erfahrungen auf dem Gebiet der hybriden Glaselemente und des Einsatzes von Kunststoffen im Bauwesen bilden die Basis für die Entwicklung eines Werkstoffes, das zwischen außen liegenden Glasplatten industriell eingesetzt werden kann und damit die Grundlage für ein Glas-Kunststoff-Sandwichelement schafft. Die Forschungen hierfür werden im Sommer 2009 starten. Insgesamt sind drei wissenschaftliche Mitarbeiter aus den Gebieten der Baustoffkunde und das Stahlbaus an der Entwicklung dieser neuen Bauelemente beteiligt.

Das Forschungsprojekt ist Teil der Gesamt-Forschungskonzeption der Bauhaus-Universität Weimar unter dem Titel „Bauhaus-Solar“, das sich mit der umfassenden Konzeption zukunftsfähiger Bauwerke und Siedlungen beschäftigt. Es ist ebenfalls Teil des Forschungsschwerpunktes „Neue Materialien“ der Fakultät Bauingenieurwesen und der Bauhaus-Universität Weimar, der von einer Vielzahl von Professuren bearbeitet wird.

Kontakt:

Prof. Dr.-Ing. Andrea Dimmig-Osburg
Juniorprofessur Polymere Bindemittel und Baustoffe
F.A.Finger-Institut für Baustoffkunde
Fakultät Bauingenieurwesen
Bauhaus-Universität Weimar
Coudraystraße 11
99421 Weimar
Tel.: +49 36 43 / 58 47 13
Fax: +49 36 43 / 58 47 59
E-Mail: andrea.dimmig@uni-weimar.de

Prof. Dr.-Ing. habil Frank Werner
Bauhaus-Universität Weimar
Fakultät Bauingenieurwesen
Professur Stahlbau
Marienstraße 7a
99423 Weimar
Tel. 03643 / 58-44 45
Fax: 03643 / 58-44 41
E-Mail: frank.werner@uni-weimar.de

Claudia Weinreich | Quelle: Bauhaus-Universität Weimar
Weitere Informationen: www.uni-weimar.de
www.uni-weimar.de/cms/mitteilung.455.0.html?mitteilungid=69226

 


Baustoffe mit Low-e-Beschichtungen

Energie, Forschung, Baustoffe — geschrieben von bauinformant @ 18:00

Neuartige Materialien für effiziente Gebäude

Mit Low-e-Beschichtungen versehene Materialien wirken für die Wärmestrahlung wie Spiegel. Bislang war es nur im Labormaßstab möglich, handelsübliche Gewebe, Membranen und Folien durch eine mechanisch stabile und gut anhaftende Beschichtung mit Low-e-Eigenschaften auszustatten.

In einem erfolgreichen Forschungsprojekt gelang es, derart beschichtete Baustoffe im industriellen Maßstab zu produzieren. Das neue BINE-Projektinfo "Low-e-Beschichtungen - Softe Hülle für hohe Ansprüche" (5/2009) stellt die neuen Materialien vor.

Neuartige leichte und flexible Konstruktionen aus Membranen eröffnen Architekten Gestaltungsspielräume. Sie erlauben beispielsweise Überdachungen großer Areale, bei denen durch Transparenz oder Transluzenz verstärkt Tageslicht genutzt werden kann, gleichzeitig aber keine direkte Blendung auftritt. Die dabei verwendeten Glas- oder Textilgewebe setzen eindrucksvolle optische Akzente, sie benötigen aber auch neue Konzepte, den Energiebedarf von Gebäuden für die Beheizung und Klimatisierung zu optimieren.

Low-e-Beschichtungen reduzieren im Sommer den Wärmeeintrag ins Gebäude und vermindern so die Kühllast. Im Winter reflektieren sie die Wärmeabstrahlung aus dem Innenraum und strahlen nur wenig Wärme nach außen ab. In einem Forschungsprojekt wurden Beschichtungen für textile Baustoffe entwickelt, die mechanisch stabil unter Beibehaltung der Textur auf Gewebe aufgebracht werden können. Das Bauelement erhält die gewünschte Low-e-Eigenschaft und kann mit beliebigen Farbwirkungen ausgestattet werden. Eine prototypische Großanlage demonstriert bereits die Marktreife des Verfahrens.

In begleitenden Studien untersuchten die Forscher die bauphysikalischen Voraussetzungen und die Einsatzmöglichkeiten von Low-e-beschichteten Materialien bei der Gebäudesanierung und im Neubau. Dabei ermittelten sie - abhängig von den letztendlich erreichbaren Produktionskosten - ein ermutigendes Marktpotenzial. Das BINE-Projektinfo "Low-e-Beschichtungen - Softe Hülle für hohe Ansprüche" (5/2009) ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich - im Internet unter www.bine.info oder telefonisch unter 0228 - 923790.

Pressekontakt

BINE Informationsdienst
Uwe Milles
Tel. 0228/9 23 79-26
Fax 0228/9 23 79-29
E-Mail presse@bine.info
Kaiserstraße 185-197
53113 Bonn

BINE Informationsdienst ist ein Service von FIZ Karlsruhe und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. FIZ Karlsruhe ist Dienstleister und Servicepartner für das Informationsmanagement und den Wissenstransfer in Wissenschaft und Wirtschaft. Schwerpunkte sind die weltweit einzigartige Datenbankkollektion von STN International und die Entwicklung von e-Science-Lösungen.

Rüdiger Mack | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.bine.info
www.fiz-karlsruhe.de

 


Fraunhofer-Allianz BAU stellt nachhaltige Lösungen in China vor

Bauwirtschaft, Forschung — geschrieben von bauinformant @ 23:01

Der rasante strukturelle Wandel stellt China vor große ökologische, wirtschaftliche und soziale Herausforde-rungen. Wie lassen sich trotz explosionsartiger Urbanisierung Ressourcen nachhaltig einsetzen? Müssen ausgediente Industrieanlagen abgerissen oder können sie sinnvoll umgenutzt werden? Wie können Altbauten effizient und energetisch saniert werden? Auf der deutsch-chinesischen Promenade in der nordostchinesischen Metropole Shenyang stellt die Fraunhofer-Allianz BAU vom 12. bis zum 20. Juni 2009 innovative Lösungen aus der Bauforschung im Pavillon des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF vor.

China hat eine große Population und die Urbanisierungsrate steigt kontinuierlich. Nahezu die Hälfte der chinesischen Gesamtbevölkerung lebt bereits in Städten. Ein Bevölkerungswachstum um ein Prozent bedeutet eine Erhöhung der städtischen Population um fast zehn Millionen Menschen. Trotz einer konservativen Schätzung prognostiziert die UNO bis zum Jahr 2030 die Zuwanderung von weiteren 350 Millionen Chinesen in urbanen Ballungszentren.

Die Zuwanderung stellt die chinesischen Städte vor gewaltige Herausforderungen: Die Neuankömmlinge brauchen Wohnraum, Heizung, Wasser und eine funktionierende Infrastruktur. Deutschland bietet China für diese Herausforderung die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Lösungen an. Die vierte Station der größten deutschen Veranstaltungsreihe im Ausland, »Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung«, steht daher ganz im Zeichen der nachhaltigen Urbanisierung. Bei Konferenzen, Workshops und Ausstellungen werden relevante Bereiche wie Architektur, Bauen, Stadtplanung, Umweltschutz, Verkehr und soziale Mobilität von Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft diskutiert.

Mit ihren Forschungsschwerpunkten auf Fragen zur Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung, der Gesundheitsverträglichkeit des Bauens und Wohnens sowie zu Problemstellungen der Produkt-, System- und Prozessoptimierung demonstriert die interdisziplinär aufgestellte Fraunhofer-Allianz BAU im BMBF-Pavillon anhand dreier Exponate exemplarisch nachhaltige Systemlösungen bei Planung, Realisierung und Nutzung von Gebäuden und Siedlungsstrukturen.

»Das Wachstum der Städte wird die Entwicklung im 21. Jahrhundert entscheidend beeinflussen, denn der Wettlauf um eine ökologisch nachhaltige Zukunft findet vor allem in den urbanen Zentren statt. Sie erzeugen Umweltprobleme, bieten jedoch zugleich die größte Chance auf nachhaltige Entwicklung«, erklärt Professor Klaus Sedlbauer, Sprecher der Fraunhofer-Allianz BAU und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik IBP das Potential für Forschung und Entwicklung im Baubereich. »Die Bauforschung kann dabei einen entscheidenden, gesellschaftsrelevanten Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten«, stellt Professor Sedlbauer klar. »Beim Thema Nachhaltigkeit ist die Baubranche die Schlüsselbranche, denn das Bauwesen verbraucht alleine die Hälfte aller Rohstoffe«, erklärt Sedlbauer exemplarisch.

 

Multifunktionelle Bausysteme: Die Nutzungsanforderungen an heutige Räumlichkeiten sind so vielfältig wie die Systeme, die in modernen Gebäuden integriert werden müssen. Anhand eines Demonstrators präsentiert das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP wie mit Hilfe multifunktionaler Bausysteme bauphysikalische Einflussfaktoren auf Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit wie Akustik, Raumklima, Beleuchtung und Luftqualität mit einem einzigen integralen Produkt reguliert werden können.

 

Energiesparender Anstrich: Am Beispiel des Einsatzes von wasserabweisenden Fassadenfarben auf ORMOCER®-Basis mit infrarotreflektierenden Pigmenten, anorganisch-organischen Hybridpolymeren, demonstriert das Exponat des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC, die Verringerung der Wärmeabstrahlung an Wandoberflächen. Diese Technologie reduziert den Energieverlust von Außenwänden um bis zu zehn Prozent.

 

Flexible Nahverkehrsysteme: Mit dem AutoTram-Konzept des Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI präsentiert die Fraunhofer-Allianz BAU am BMBF-Stand eine attraktive, kostengünstige Alternative zu konventionellen Bussen und Bahnen. Die AutoTram weist eine variable Beförderungskapazität auf, kann im Zweirichtungsbetrieb eingesetzt werden und sich bei Bedarf zu einzelnen 12-Meter-Fahrzeugen entkuppeln lassen. 

Hintergrundinformationen:

Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung: Die Veranstaltungsreihe der Bundesrepublik Deutschland in China hat das Ziel, gegenseitiges Verstehen als Grundlage erfolgreicher Zusammenarbeit zu fördern und das Bild von Deutschland als einem zukunftsorientierten, innovativen Land zu stärken. Die Deutsch-Chinesische Promenade ist das Herzstück jeder mehrmonatigen Station der Reihe. Dort haben Besucher die Gelegenheit, deutsche Innovationskraft und kreative Ergebnisse deutsch-chinesischer Kooperation von Wissenschaft und Bildung über Kultur, Wissenschaft und Musik hautnah zu erleben. Träger der Veranstaltungsserie ist das Auswärtige Amt. Partner sind der Asien-Pazifik Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (APA), das Goethe-Institut und die Initiative »Deutschland – Land der Ideen«. Zwischen Herbst 2007 und Frühjahr 2010 gastiert »Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung« in wichtigen regionalen Zentren Chinas: Nanjing (2007), Chongqing, Guangdong (beide 2008) Shenyang, Wuhan (beide 2009) sowie einer weiteren Station 2010. Den Schlusspunkt setzt die Weltausstellung in Shanghai 2010. Die Veranstaltungsreihe steht unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler und Staatspräsident Hu Jintao.

Fraunhofer-Allianz BAU: Verteilt auf 23 Standorte in Deutschland mit mehr als 3.600 Mitarbeitern und einem Gesamtforschungsbudget von rund 250 Mio. Euro haben sich 16 Fraunhofer-Institute zur Fraunhofer-Allianz BAU zusammengeschlossen. Zielsetzung der Allianz BAU ist es, wesentliche wie forschungsrelevante Fragestellungen zum Thema Bau vollständig innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft abbilden und bearbeiten zu können. Als interdisziplinäre Organisation fungiert sie als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Forschung und Politik. Die Fraunhofer-Allianz BAU beschäftigt sich insbesondere mit der systematischen Betrachtung von Gebäuden - vom Werkstoff, über Bauteil, Raum und Gebäude bis hin zur kompletten Siedlung. Ins Portfolio fällt aber auch der chronologische Blickwinkel, der den gesamten Lebenszyklus umfasst – vom Entwurf, über die Errichtung bis zum Rückbau.


Der Beton lebt ... und altert von der ersten Minute an

Beton, Forschung, Baustoffe — geschrieben von bauinformant @ 17:00

RUBIN-SFB 398: Lebensdauerplanung für Betonbauwerke

Risse in der Oberfläche, Schäden am Skelett: Beton altert ganz ähnlich wie wir, auch wenn es auf den ersten Blick anders erscheint. Feuchtigkeit, Temperatur und mechanische Belastungen setzen ihm zu, und das schon ab dem ersten Moment, wenn er beginnt auszuhärten.

Bochumer Forscher haben ein Simulationsmodell entwickelt, das alle Belastungsarten des Werkstoffs und ihre vielfältigen Wechselwirkungen berücksichtigt. So können sie die Alterungserscheinungen und die Lebensdauer eines Betonbauwerks vorhersagen. Darüber berichten sie in der aktuellen Sonderausgabe von RUBIN, dem Wissenschaftsmagazin der Ruhr-Universität Bochum.

Zuerst beginnt das Schwinden

Als erstes beginnt das Schwinden: Wenn der flüssige Beton allmählich trocknet, schrumpft sein Volumen und er wird rissig. Dieser Vorgang kann Jahre lang dauern. Das Ausmaß der Rissbildung ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie zum Beispiel der Zusammensetzung des Betons und von äußeren Einflüssen. Für die Beschreibung dieser Zusammenhänge haben die Forscher ein 3D-Materialmodell entwickelt, das Temperatur, Luftfeuchtigkeit und mechanische Einflüsse sowie deren Wechselwirkungen einbezieht. Richtig komplex wird es aber dann, wenn sich zu solchen Schädigungen weitere gesellen, die zum Beispiel durch mechanische Belastung entstehen. Das im SFB entwickelte Modell berücksichtigt erstmals das komplizierte Wechselspiel der verschiedenen "Angriffe" auf Betonbauwerke.

Typische "Angriffe" auf den Beton

Ein typischer Angriff ist zum Beispiel die Alkali-Kieselsäure-Reaktion, bei der die alkalische Porenflüssigkeit des porösen Baustoffs mit kieselsäurehaltigen Bestandteilen der Zuschlagsstoffe reagiert. Dabei entsteht an der Oberfläche der Zuschlagspartikel ein Gel, das Wasser aufsaugt und quillt - es baut sich ein innerer Druck auf, der die Struktur schädigt. Zusätzlich lösen sich bestimmte Bestandteile des Betons beim Kontakt mit weichem Wasser oder sauren Lösungen im Laufe der Zeit heraus: Kalzium wird regelrecht ausgewaschen. Die Simulationsmodelle erlauben es, diese Angriffe auch in ihrem Wechselspiel wie im Zeitraffer ablaufen zu lassen und so Betonbauteile in verschiedenen Stadien ihrer Lebensdauer "auf den Zahn zu fühlen".

Weitere Informationen

Prof. Dr. Detlef Kuhl, Institut für Baustatik und Baudynamik (IBSD), Universität Kassel, Tel. 0561/804-1815, E-Mail: kuhl@uni-kassel.de

Redaktion: Meike Drießen

Dr. Josef König | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.ruhr-uni-bochum.de/rubin


Mehr Informationen über den Werk- und Baustoff Beton finden Sie auch auf:

http://www.bauinformant.wordpress.com
bauinformant bloggt beton: Der Blog zum Beton

Ein Service von bauinformant.de  


 

 

 


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