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Modernisierungsdarlehen bald in Anspruch nehmen

Energie, Finanzierung — geschrieben von bauinformant @ 15:37
Modernisierungsdarlehen bald in Anspruch nehmen

Wer sein Haus modernisiert, kann eine Menge Energie sparen. Foto: Isover

Unsanierte Altbauten verbrauchen zu viel Energie. Wer Heizkosten sparen möchte, sollte zügig über eine Modernisierung der Heizungsanlage oder die Verbesserung der Dämmung nachdenken. Unterstützung gibt es vom Staat – in Form interessanter Kreditangebote.

Häuser, die vor den Neunzigerjahren gebaut wurden, verbrauchen bisweilen bis zu dreimal so viel Energie zur Beheizung wie Neubauten. Ihre Schwachstellen sind vor allem die Außenwände, das Dach sowie die Heizung. Besonders schnell kann sich der Austausch eines veralteten Heizkessels lohnen, berichtet Immowelt.de. Wer sich für eine neue Heizanlage entscheidet sollte zudem ernsthaft erwägen, etwas mehr zu investieren. Die Mehrkosten können sich in vielen Fällen relativ schnell amortisieren.   

Das zeigt eine Beispielrechnung: Im Vergleich zu herkömmlicher Gas-Heiztechnik kostet ein moderner Brennwertkessel rund 1.000 Euro mehr. Bei einem Einfamilienhaus aus den Fünfzigerjahren kann die Entscheidung für eine solche Anlage eine Energieersparnis von bis zu 28 Kilowattstunden pro Quadratmeter ausmachen. Bei angenommenen 110 Quadratmetern Wohnfläche und Energiekosten von sechs Cent je Kilowattstunde macht die Ersparnis an Energiekosten rund 185 Euro jährlich aus. Damit rechnet sich der Austausch also bereits nach weniger als sechs Jahren. Der Austausch von Fenstern, Dachdämmung oder Dämmung der Außenwände rentiert sich dagegen meist erst nach über zehn Jahren. Er ist aber dennoch ein weiterer wesentlicher Faktor, um den Wärmebedarf eines Hauses zu senken. Insbesondere wenn Eigenheimbesitzer ihr Haus als Lebenswohnsitz betrachten, springt am Ende ein finanzieller Vorteil bei Verbesserungen der Dämmung heraus.
 
Wer entsprechende Sanierungen plant, tut gut daran, von Anfang an einen Energieberater heranzuziehen, rät Immowelt.de. Dieser wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit bis zu 350 Euro bezuschusst. Einen kostenlosen Energie-Check bietet die Deutsche Bundesstiftung Umwelt an.

Auch einen Teil der Modernisierungsfinanzierung können staatliche Förderprogramme der KfW Förderbank und des BAFA abfangen. Während die staatliche KfW Maßnahmen fördert, die die Energieeffizienz von Gebäuden verbessern, unterstützt das BAFA den Einsatz von regenerativen Energien zur Wärmeerzeugung. So gibt es bei der KfW beispielsweise zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse für nachträgliche Dämmmaßnahmen in ihrem Programm „Energieeffizient Sanieren“. Für Einzelmaßnahmen stehen Darlehen in Höhe von maximal 50.000 Euro zur Verfügung. Wer statt Darlehen einen Zuschuss will, bekommt fünf Prozent der Kosten, höchstens aber 2.500 Euro. Die Anträge für das Darlehen laufen über die Hausbanken, Anträge für einen Zuschuss müssen direkt bei der KfW gestellt werden, berichtet Immowelt.de. Zusätzlich lassen sich regionale Programme nutzen, über die die Internetseiten der Deutschen Energie-Agentur Auskunft geben.

Pressedienst immowelt.de vom 08.10.09

 


Bauinformant ist nicht der Autor der eingestellten Information. Das Urheberrecht ist durch einen Direktlink und/oder die Quellenangabe gekennzeichnet bzw. vom Urheber zur Veröffentlichung genehmigt. Falls Sie einen Verstoß gegen das Urheberrecht vermuten, bitten wir Sie um eine Mitteilung, bevor unnötige rechtliche Auseinandersetzungen entstehen.

 

 


Mit Erbpacht zum Eigenheim

Baurechtliches, Finanzierung — geschrieben von bauinformant @ 15:42

Der Abschluss von Erbpachtverträgen für Grundstücke sollte gut überlegt sein: Nach Ende der Laufzeit stehen die Erben möglicherweise mit leeren Händen da. Foto: Bausparkasse

Baugrundstücke auf Erbpachtbasis können Käufern unter Umständen finanzielle Spielräume eröffnen. Allerdings verbleibt das Grundstück in den Händen des Eigentümers.

Immer wieder finden sich in Immobilienanzeigen Grundstücksangebote auf Erbpachtbasis. Doch bevor potenzielle Bauherren über eine solche Lösung ernsthaft nachdenken, sollte zumindest eine Grundvoraussetzung erfüllt sein: Die Hypothekenzinsen müssen spürbar höher liegen als die Zinskosten für die Erbpacht, erklärt das Immobilienportal Immowelt.de. Nur so ergibt sich ein zusätzlicher finanzieller Spielraum für Bauherren, die sehr eng kalkulieren müssen.

Derzeit muss sorgfältig geprüft werden, ob sich die Erbpacht tatsächlich lohnt. Denn Erbpachtnehmer zahlen üblicherweise eine jährliche Pacht zwischen drei und sechs Prozent des Grundstückswerts. Als Unsicherheitsfaktor kommt dazu: Viele Erbpachtverträge sind so genannte Indexverträge und orientieren sich an den statistischen Lebenshaltungskosten: Die Höhe der Pacht wird regelmäßig entsprechend der Inflationsrate angehoben, erläutert Immowelt.de. Hypothekendarlehen sind dagegen momentan zu relativ günstigen Konditionen zu bekommen.
 
Ein Erbpacht-Modell hat zudem einen gravierenden Nachteil. Während man mit einer klassischen Tilgung nach etwa 35 Jahren belastungsfrei als Eigentümer des Grundstücks dasteht, ist für den Erbpachtnehmer über die gesamte übliche Laufzeit von 99 Jahren der Erbpachtzins zu zahlen, betont Immowelt.de. Nach dem Ende der Laufzeit geht das Grundstück wieder in den Besitz des Eigentümers über, sofern der Vertrag nicht verlängert wird. Auch das gebaute Haus auf dem Erbpachtgrund fällt nach Ablauf des Vertrags gegen eine entsprechende Entschädigung an den Grundstücksbesitzer. Laut der noch immer gültigen Erbpachtverordnung aus dem Jahr 1919 hat der Grundstückseigentümer in diesem Fall mindestens zwei Drittel des aktuellen Gebäudewertes zu zahlen.

Wer vorher schon sein Haus verkaufen will, sollte außerdem bedenken: Je kürzer die Restlaufzeit des Erbpachtvertrags ist und je schneller also ein möglicher Heimfall bevorsteht, umso schwieriger wird der Verkauf. Unter Heimfall werden Gründe verstanden, bei deren Eintreten das Grundstück dem Eigentümer wieder anheim fällt. Dazu zählen beispielsweise Zahlungsverzug, aber auch eine nicht vertragsgemäße Versicherung des Hauses. Private Grundstückseigentümer versuchen gerne, möglichst viele solcher Punkte in den Vertrag unterzubringen. Kommunen und Kirchen sind da üblicherweise etwas zurückhaltender.

Aber nicht immer tritt der Heimfall nach Vertragsende ein. Vertragsverlängerungen sind durchaus üblich. Gemeinden, kirchliche Organisationen oder gemeinnützige Verbände, die etwa vier Fünftel der Ländereien im Erbbaurecht in ihren Händen halten, sind hier in der Regel recht entgegenkommend. Bei Privatpersonen und Immobiliengesellschaften dagegen droht die Gefahr, dass diese ihr Grundstück verkaufen, falls die Grundstückspreise dies lukrativ erscheinen lassen. Auf jeden Fall sollte sich der Erbpachtnehmer für diesen Fall ein Vorkaufsrecht einräumen lassen, rät Immowelt.de.

Pressedienst immowelt.de vom 01.10.09

 


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Zuschuss orientiert sich an der Energieeinsparung

Energie, Finanzierung — geschrieben von bauinformant @ 17:11

Einfache Förderbedingungen bei der Aktion Energie-Gewinner: Je höher die Energieeinsparung, umso höher auch der Zuschuss. Das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) fördert aus-gewählte energetische Haussanierungen.

Fotos: IWO

IWO fördert energetische Sanierungen

Neue Öl-Brennwertheizung, Nutzung von Solarwärme oder eine komplette Haussanierung – Hausbesitzer, die eine energetische Gebäudesanierung planen, können sich als „Energie-Gewinner“ bewerben und mit etwas Glück eine besondere Förderung einstreichen. Das Institut für wirtschaftliche Oelheizung (IWO) unterstützt im Rahmen der Aktion „Energie-Gewinner“ ausgewählte Modernisierungsobjekte mit Zuschüssen. Pro jährlich eingesparter Kilowattstunde (kWh) Primärenergie werden einmalig 25 Cent an die „Energie-Gewinner“ ausgezahlt. Je höher die Energieeinsparung, umso höher auch der IWO-Zuschuss. Die Fördersumme kann maximal 50 Prozent der Investitionskosten betragen. Da kommen stattliche Fördersummen zusammen. Wird beispielsweise in einem Einfamilienhaus eine veraltete Heizung gegen ein Öl-Brennwertgerät mit Solarthermie ausgetauscht, können jährlich 16.000 kWh Primärenergie eingespart werden. Das bedeutet rund 1.600 Liter weniger Heizölverbrauch pro Jahr. In diesem Fall zahlt IWO einen Zuschuss von 4.000 Euro (16.000 kWh mal 25 Cent) – bei Gesamtinvestitionskosten von etwa 15.000 bis 18.000 Euro.

In alten, schlecht gedämmten Gebäuden mit sehr hohem Energieverbrauch können durch eine umfassende Gebäudesanierung mit Heizungserneuerung, Installation einer Solaranlage, zusätzlicher Wärmedämmung von Fassade und Dach sowie Austausch der Fenster sogar beispielsweise 50.000 kWh Primärenergie eingespart werden. In diesem Fall beträgt die IWO-Förderung 12.500 Euro. Die Gesamtinvestition für eine solche Komplettsanierung kann sich auf mehr als 80.000 Euro summieren.

Modernisierer können sich ab sofort online unter www.oelheizung.info/energiegewinner für die Aktion bewerben. Bis Dezember 2011 wählt eine IWO-Fachjury jedes Quartal bundesweit eine begrenzte Anzahl vorbildlicher Modernisierungsobjekte aus. Wichtigste Voraussetzungen für die IWO-Förderung: Mit der Sanierung muss der Primärenergiebedarf um mindestens ein Drittel reduziert werden. Die Energieeinsparung muss mit einem bedarfsbasierten Energieausweis nachgewiesen werden. Und: das Gebäude muss nach der Sanierung überwiegend ölbeheizt sein.

Wie alle Haussanierer können auch die „Energie-Gewinner“ zusätzlich zum IWO-Zuschuss mit staatlichen Fördermitteln rechnen, etwa über das KfW-Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“ oder über das Marktanreizprogramm (MAP) zur Nutzung erneuerbarer Energien.

Weitere Infos, detaillierte Beispielberechnungen und Bewerbungsunterlagen unter www.oelheizung.info/energiegewinner
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Erfolgreiches Bayerisches Modernisierungsprogramm

Bauwirtschaft, Finanzierung, Immobilienwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 15:41

Erfolgreiches Bayerisches Modernisierungsprogramm München – Bereits fünf Monate nach Inkrafttreten des neuen Bayerischen Modernisierungsprogramms wurde das Darlehensvolumen von rund 120 Millionen Euro, hauptsächlich durch die Mitgliedsunternehmen des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern), ausgeschöpft.

„Es konnte erreicht werden, dass weitere 40 Millionen Euro für 2009 bereitgestellt werden“, sagt Verbandsdirektor Xaver Kroner. Die Fördermittel wurden in die energetische Sanierung der Wohnungsbestände investiert. „Mit diesen Maßnahmen werden Beschäftigung im
regionalen Bauhandwerk gesichert, der Energieverbrauch von Wohngebäuden gesenkt und der CO2-Ausstoß reduziert“, führt Kroner auf. Damit hätten die im VdW Bayern organisierten Wohnungsunternehmen bewiesen, dass sie alle Anstrengungen unternähmen, um ihre Wohnungsbestände energetisch zu verbessern, soweit dies wirtschaftlich vertretbar sei. Mit Einführung der EnEV 2009 werde dies erheblich chwieriger.

„Trotz der extrem schwierigen Haushaltslage in Bayern nach den Belastungen durch die Eigenkapitalhilfen für die Bayerische Landesbank ist es gelungen, die Mittel für Neubauförderung in Bayern auf hohem Niveau zu halten“, freut sich der Verbandsvorstand. Insgesamt stünden für 2009 215 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Dies seien sogar
21,5 Millionen Euro mehr als im Haushaltsjahr 2008.

Das Bayerische Modernisierungsprogramm wird im Rahmen der Wohnraumförderung
in Bayern durchgeführt. Die wohnungswirtschaftlichen Programme der KfW-Förderbank werden seit dem 1. April 2009 von der Bayerischen Landesbodenkreditanstalt nochmals um 0,75 Prozentpunkte im Zins verbilligt.

Quelle:

Verband bayerischer Wohnungsunternehmen e.V. (VdW Bayern)
Stollbergstraße 7 · 80539 München
Telefon: (089) 29 00 20-305 · Fax: (089) 228 59 40


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Förderprogramm "altersgerecht Umbauen" startet erfolgreich

Finanzierung, Wohnbau — geschrieben von bauinformant @ 10:23
Tiefensee: Großer Bedarf für den altersgerechten Umbau von Wohnungen

Das zum 01. April 2009 gestartete Programm des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung für den altersgerechten Umbau von Wohnungen zeigt schon nach kurzer Zeit Wirkung. Seit dem Programmstart sind bereits rund 50 Millionen Euro zinsgünstiger Darlehen von der KfW zugesagt worden (Stand Ende Juli 2009). Jetzt werden die Konditionen zum 01. August noch einmal für kurze Zeit verbessert: Vom 01. bis zum 31. August 2009 wird der Zinssatz für die Kreditnehmer im Durchschnitt auf zwei Prozent p. a. abgesenkt.

Wolfgang Tiefensee: "Die Nachfrage zeigt, dass der Bedarf groß ist. Es ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben, den Wohnungsbestand an die Bedürfnisse älterer Menschen anzupassen. In dreißig Jahren wird sich die Zahl der Über-80-Jährigen verdoppeln. Immer mehr ältere Menschen bleiben lange aktiv und wollen in ihrer Wohnung, ihrem Stadtviertel bleiben. Das zu ermöglichen, ist gut für die Menschen und gut für die soziale Struktur der Städte. Wir machen den Wohnungsbestand fit für diese neue Aufgabe. 'Aufzug statt Auszug' ist unsere Devise. Wir fördern die notwendigen Maßnahmen: Rampen, wo Stufen sind, Aufzüge, wo Treppen sind, aber auch Bäder und Küchen können angepasst werden."

In diesem Jahr werden im Rahmen des Maßnahmenpakets "Beschäftigungssicherung durch Wachstumsstärkung" der Bundesregierung erstmals 80 Millionen Euro für den Umbau sowie die Anpassung von Wohnungen speziell für die Bedürfnisse älterer und behinderter Menschen zur Verfügung gestellt. Kredite für Baumaßnahmen an Altbauten werden bis zu einer Höhe von 50.000 Euro pro Wohneinheit über zinsverbilligte Darlehen der KfW-Förderbank gefördert. Förderfähig sind zum Beispiel der Einbau von Aufzügen, die Überbrückung von Treppenstufen durch Rampen, die Anpassung von Bad und Küche oder auch die Schaffung von Gemeinschaftsräumen oder leichter zugänglichen Eingängen. Anträge können bei Banken und Sparkassen gestellt werden. Die Fortsetzung des Programms in den Jahren 2010 und 2011 ist geplant. Darüber hinaus ist im Haushaltsentwurf 2010 die Förderung - insbesondere selbst nutzender Wohnungseigentümer - durch Zuschüsse vorgesehen.

In anliegendem Flyer erhalten Nutzer und Vermieter weitere Informationen über das neue Programm. Er kann über das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bezogen werden.

Anlage
http://www.bmvbs.de/Anlage/Original_1089065/Altersgerecht+Umbauen.pdf
Altersgerecht Umbauen (application/pdf 271 kB)

Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung / 31. Juli 2009


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IG BAU lädt Bundesbänker zum Baustellenbesuch ein

Bauwirtschaft, Finanzierung — geschrieben von bauinformant @ 08:27

Die Bundesbank will die Rente reformieren und das Renteneintrittsalter künftig an die Lebenserwartung koppeln. Nach ihrer Rechnung müssten Menschen ab dem Jahr 2060 bis zum Alter von 69 arbeiten. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) kritisiert diese Forderung als absurd. „Wir laden die verantwortlichen Bundesbänker auf die Baustelle zum Zementsäcke heben und Steine schleppen ein. Am Schreibtisch in der Bundesbank kann man es vielleicht bis 69 aushalten, auf der Baustelle ist die Vorstellung grotesk“, sagt IG BAU-Vorsitzender Klaus Wiesehügel.Schon die bereits verabschiedete Rente mit 67 bedeutet für Arbeitnehmer, deren Gesundheit nicht bis 67 mitmacht, oft zwei Jahre länger ‚Hartz IV’ oder heftige Abschläge bei der Altersrente. Das gilt gerade für die Kollegen am Bau, in der Gebäudereinigung sowie in allen anderen Branchen mit harter körperlicher Arbeit“, sagt der Gewerkschaftsvorsitzende. Nicht einmal zehn Prozent der Bauarbeiter erreichten das Renteneintrittsalter von 65 Jahren.

Wiesehügel erneuerte in diesem Zusammenhang die Forderung nach einer Reform der Erwerbsminderungsrente: „Schon heute sind Arbeitnehmer massiv von Armut bedroht, die aus gesundheitlichen Gründen nicht bis zur Rentenaltersgrenze arbeiten können. Erwerbsminderung bedeutet oft Armut – für ältere Arbeitnehmer und für jüngere. Die Erwerbsminderungsrente, die dann eigentlich vor Armut schützen sollte, ist zu niedrig. Zudem sind die Zugangskriterien realitätsfern eng. Sie berücksichtigen in keiner Weise die Realität auf dem Arbeitsmarkt“, sagt der IG BAU-Vorsitzende.

Pressemitteilung von IG Bau, www.igbau.de


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Volle Fördertöpfe für Haussanierer

Energie, Finanzierung, Wohnbau — geschrieben von bauinformant @ 22:46

Was es kostet, wie viel der Staat dazugibt und wann es sich rechnet

Berlin, 13. Juli 2009. Wer seinen Altbau energieeffizient sanieren möchte, profitiert derzeit von niedrigen Zinsen und besonders attraktiven staatlichen Förderungen. Von der Energieberatung über den Einsatz erneuerbarer Energien bis hin zur Komplettsanierung – die Fördermöglichkeiten für energetisch sinnvolle Modernisierungen sind zahlreich. „Grundsätzlich gilt, je umfangreicher die Maßnahmen sind und je besser der energetische Standard, desto mehr gibt der Staat dazu", sagt Thomas Kwapich von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena).


Die dena hat beispielhaft fünf typische energiesparende Sanierungen* zusammengestellt und zeigt was es kostet, wie viel der Staat dazugibt und wann sich die Investitionen rechnen. Was energetisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, muss für jedes Gebäude individuell entschieden werden. Daher ist es unverzichtbar gleich zu Beginn einen Energieberater einzubinden, der den erforderlichen energetischen Modernisierungsbedarf des Gebäudes ermittelt. Die folgenden Sanierungspakete umfassen Maßnahmen für den kleinen Geldbeutel bis hin zum energetisch optimalen Standard.

Sanierungspaket 1: Kostengünstige Maßnahmen

Jährlich Energiekosten einsparen ohne den Geldbeutel dabei stark zu belasten - das ist möglich in dem man die oberste Geschossdecke, die Kellerdecke und die Rohrleitungen dämmt, Thermostat-Ventile einbaut und die Heizung gründlich überprüft und einstellt. Werden zudem die Heizkörper regelmäßig entlüftet, die richtige Raumtemperatur gewählt, sinnvoll gelüftet und Wärmestaus vermieden, rechnen sich die Investitionen bereits nach 4 Jahren. Kosten: 3.000 €, Energieeinsparung pro Jahr: 710 €

Sanierungspaket 2: Effiziente Heiztechnik + Solar

Wer mehr machen will, kann mit dem Einbau einer Öl- oder Gas-Brennwertheizung und der Installation einer solarthermischen Anlage zur Trinkwassererwärmung Energiekosten sparen. Nach 8 Jahren sind die Kosten gedeckt. Kosten: 9.515 €, Staatliche Förderung: 785 €, Energieeinsparung pro Jahr: 1.120 €

Sanierungspaket 3: Sanierung der Gebäudehülle

Mit der Sanierung der Gebäudehülle profitieren Hausbesitzer gleich doppelt: Denn eine gute Gebäudedämmung schützt im Winter vor Wärmeverlusten und hält im Sommer für lange Zeit die Hitze draußen. Um die Fördermittel zu bekommen, werden die Außenwände mit mindestens 14 cm Dämmstoff, das Dach mit mindestens 16 cm und die Kellerdecke mit mindestens 11 cm gedämmt. Zudem werden Fenster mit 2-Scheiben Wärmeschutzverglasung eingebaut. Die Modernisierung rechnet sich nach 14 Jahren. Kosten: 26.730 €, Staatliche Förderung: 2.170 €, Energieeinsparung pro Jahr: 1.780 €

Sanierungspaket 4: Rundum-Sanierung auf Neubau-Niveau

Den Altbau so zu sanieren, dass er die energetischen Mindestanforderungen an einen heutigen Neubau erfüllt, ist technisch problemlos möglich. Neben der Dämmung des Dachs mit 20 cm Dämmstoff, der Außenwände mit 14 cm und der Kellerdecke mit 11 cm werden auch die alten Fenster gegen neue mit 2-Scheiben Wärmeschutzverglasung ausgetauscht. Die Stärke der Dämmstoffe entspricht dabei den Kriterien, um die Fördermittel zu bekommen. Zudem wird eine moderne effiziente Heizung eingebaut und eine Solaranlage mit Trinkwassererwärmung installiert. Zu einer sorgfältigen Bauausführung gehört es, die energetischen Sanierungen kompetent zu planen sowie sachkundig zu begleiten und zu prüfen. Nach 15 Jahren machen sich die Investitionen bezahlt. Kosten: 43.200 € , Staatliche Förderung: 5.690 €, Energieeinsparung pro Jahr: 2.390 €

Sanierungspaket 5: Komplettsanierung zum modernen Effizienzhaus

Wer sein Haus optimal energetisch saniert, wird mit stark reduzierten Energiekosten belohnt: rund 85 Prozent lassen sich jährlich einsparen. Der sanierte Altbau ist dann ein echtes Effizienzhaus - es verbraucht etwa 50 Prozent weniger Energie, als der Gesetzgeber von einem vergleichbaren Neubau fordert. Eine umfangreiche Dämmung des Dachs mit 30 cm Dämmstoff, der Außenwände mit 24 cm und der Kellerdecke mit 8 cm gehören ebenso dazu, wie neue Fenster mit 2-Scheiben Wärmeschutzverglasung. Zusätzlich kann beispielsweise eine Pelletheizung eingebaut und eine Solaranlage zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung installiert werden. Mit dem Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist das Sanierungspaket komplett. Alle Bauausführungen sollten durch einen Fachmann begleitet und dokumentiert werden. Die Ausgaben amortisieren sich nach 12 Jahren. Kosten: 68.300 € , Staatliche Förderung: 18.398 €, Energieeinsparung pro Jahr: 3.010 €

Hier gibt es die Förderung

Der Staat belohnt Investitionen in Energieeffizienz in Form von Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen. Die wichtigsten Fördertöpfe des Bundes werden durch die KfW Förderbank - www.kfw.de Externer Link - und für erneuerbare Energien durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) - www.bafa.de Externer Link - bereitgestellt. Auch die Länder bieten Förderprogramme an, weshalb sich auf jeden Fall die Nachfrage beim örtlich zuständigen Umwelt- oder Bauamt lohnt. Da die Förderangebote sehr komplex sind, sollte man sich einen ersten Überblick verschaffen, z.B. unter www.energiefoerderung.info Externer Link. Die empfehlenswerte Vor-Ort-Energiesparberatung wird vom BAFA mit bis zu 300 Euro gefördert. In der Expertendatenbank der dena - www.zukunft-haus.info Externer Link - findet man Energieberater in der eigenen Umgebung, die nicht nur eine Vor-Ort-Analyse machen, sondern auch den Energieausweis ausstellen. Für geprüfte Qualitätsstandards steht dabei das dena-Gütesiegel, das zertifizierte Austeller vergeben können.


Unter www.zukunft-haus.info/presse Externer Link sind die fünf Sanierungspakete jeweils inkl. grafischer Darstellungen als digitale Pressemappe Externer Link hinterlegt.

* Freistehendes Einfamilienhaus, Baujahr 1970, 150 m² Wohnfläche, unsaniert, 4 Personen-Haushalt, Energiepreis 0,08 €/kWh, Energiekosten vor Sanierung: 3.600 €/a für 45.000 kWh/a; Zinssatz für Finanzierung 5%, Energiepreissteigerung für die Amortisation 6%; Ausnahme Variante 5 / Kredit über KfW-Effizient Sanieren die ersten 10 Jahre mit 1,41% Dämmstoff der Wärmeleitgruppe 035.


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Klima- und Energiefonds: 18 Mio Euro für private Photovoltaikanlagen

Energie, Finanzierung, Wohnbau — geschrieben von bauinformant @ 22:57

Der Klima- und Energiefonds richtet sich mit seiner „Förderaktion Photovoltaik 2009“ ausschließlich an private Haushalte, die eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung bis 5 kW installieren.

Achtung: Voraussetzung für eine erfolgreiche Einreichung ist ein verbindliches Angebot. Antragstellerinnen und Antragsteller haben bis zur Einreichung am 04.08.2009, 10 Uhr, Zeit, sich bei fachkundigen Unternehmen beraten zu lassen um sich ihr verbindliches Angebot einzuholen. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online und nach dem „first-come – first-serve Prinzip“; das heißt, die Förderungen werden nach dem Einlangen der Ansuchen gereiht und vergeben.

„Es freut mich, dass  wir  mit dem  Schwerpunkt "Photovoltaik“ heuer 18 Millionen Euro an Private vergeben, dies ist doppelt so viel wie 2008. Der Ausbau der Photovoltaik ist die große Zukunftstechnologie zur klimafreundlichen Stromproduktion. Diese Förderaktion leistet einen Beitrag zur Erreichung des Zieles "34% Anteil erneuerbare Energie" und bringt uns einen Schritt näher zur Energieautarkie in Österreich.“, so Umweltminister Niki Berlakovich.

Zwtl.: Höhere Fördersätze für „Gebäudeintegrierte Photovoltaik“

Wer sich für eine gebäudeintegrierte Photovoltaikanlage entscheidet, kann mit höheren Fördersätzen als für eine klassische Aufdach-Anlage rechnen. „Diese innovative Technologie übernimmt eine direkte Gebäudefunktion, wie zum Beispiel als Fassade, Dach, Balkonverkleidung oder sogar als Sonnenschutz. Die Spezialisierung österreichischer Unternehmen auf gebäudeintegrierte Photovoltaik gilt als die Zukunftshoffnung auf dem internationalen Markt. Dieser neue Baustoff lässt ungeahnte, futuristisch anmutende architektonische Lösungen zu und gilt als Symbol für den Aufbruch in das Solarzeitalter“, so Klima- und Energiefonds Geschäftsführer, Ingmar Höbarth.

Die Förderaktion 2009 schließt direkt an die erfolgreiche Förderung des Vorjahres an. 2008 wurden mit einem Fördervolumen von 10,9 Mio. Euro insgesamt 820 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 3700 kW unterstützt.

Quelle: Klima + Energiefonds 2009


eingestellt von Bauinformant
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Weniger Risiko beim Kauf einer Eigentumswohnung

Finanzierung, Wohnungswirtschaft, Immobilienwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 18:04

Gutachten für Bundesnotarkammer öffnet den Weg zu neuem Sicherheiten-Konzept für Erwerber

Eine Studie von Prof. Dr. Michael Westendorf vom IFQ-Institut an der Universität Witten/Herdecke öffnet den Weg zu einer neuen und für den Verbraucher sichereren Zahlungsweise beim Kauf einer Eigentumswohnung.

"Meine Studie zeigt, dass, anders als bisher, Erwerber nicht mehr unbedingt in Vorkasse treten müssen", erklärt Westendorf seine Erkenntnisse aus einer Studie für die Bundesnotarkammer, die heute in Berlin vorgestellt wird.

Zum Hintergrund: Wer bisher eine Eigentumswohnung kaufte, musste an den Bauträger "Zug um Zug" bezahlen, also in mehreren Teilen etwa bei Baubeginn, zum Richtfest und bei Fertigstellung. Dennoch wurde der Kunde erst nach der letzten Zahlung per Gesetz Eigentümer und hatte bei einer Pleite des Bauträgers das Nachsehen - kein Geld UND keine Wohnung.

"Das ist wenig verbraucherfreundlich und das zu ändern war der Hintergrund der Studie", schildert Westendorf den Ursprung seines Auftrages, "es gibt grundsätzlich mehrere Wege die Zahlung abzuwickeln. In meinen Augen ist es aber am vertretbarsten, wenn die Kunden beim Bauträger nicht mehr in Vorkasse treten müssen." In der Vergangenheit haben die hohen Zinsen, die die Banken verlangten, diesen Weg verhindert."

Die Banken hätten das Risiko bisher für die Bauträger als sehr hoch eingestuft, heute seien aber viele schwarze Schafe schlicht Pleite und die Branche hoch professionell organisiert. "Allerdings müßte der Käufer einer Eigentumswohnung z.B. mit einer Bürgschaft garantieren, dass er nicht mitten im Bau einfach abspringt", erläutert Westendorf sein Modell weiter. Das schütze den Bauträger davor, dass ein Käufer es sich ohne Konsequenzen "anders überlegt".

Und die Kosten für eine solche Änderung der Sicherheiten sind kaum höher als die bisherigen: Bezogen auf ein Durchschnittsobjekt von 205.000 Euro entstehen nach der Studie von Prof. Westendorf zwischen 700 und 1240 Euro Mehrkosten für den Verbraucher. "Der trägt damit aber nicht mehr das Risiko am Ende mit ganz leeren Händen da zu stehen", rechtfertigt Westendorf seine jetzt vorgeschlagene Neuregelung der Sicherheiten beim Kauf einer Eigentumswohnung.

Prof. Dr. Michael Westendorf leitet an der Universität Witten/Herdecke das Institut für Finanzmarktforschung und Qualitätssicherung. Er ist als renommierter Gutachter in zahlreichen Gerichtsverfahren tätig und der erste in Nordrhein-Westfalen öffentlich bestellte und vereidigte Gutachter auf dem Gebiet der Immobilienfinanzierung. "Dieses Grenzgebiet von Rechtsprechung und Wirtschaft ist in Deutschland sehr schlecht geregelt. Finanzierungsberater darf sich jeder nennen, ganz gleich, welchen Wissenshintergrund er hat. Da müßte es klare Gesetze geben", fordert Westendorf. Er entwickelte an der Universität Witten/Herdecke das erste Gutachterstudium: Bis zu 25Teilnehmer können in 11 Modulen und mit 24 Präsenztagen in zwei Semestern zum "Sachverständigen für die Bewertung von Investition und Finanzierung" werden. Weitere Informationen zum Studiengang unter www.ifq-institut.de.

Weitere Informationen zur Studie bei Prof. Dr. Michael Westendorf 02302/926-396, info@ifq-institut.de

Kay Gropp | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.ifq-institut.de

 


Wohngeld-Reform 2009

Finanzierung, Wohnungswirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 09:44

Wohngeld 2009 (Quelle: Gerd Altmann)Am 1. Januar 2009 sind mit der Wohngeldreform wesentliche Leistungsverbesserungen in Kraft getreten.


Mit dieser Reform wurde das Wohngeld deutlich erhöht und erreicht dadurch mehr Menschen als bisher. Insbesondere Haushalte mit geringen Erwerbseinkommen und Rentnerinnen und Rentner profitieren davon. Haushalte, die bisher im Durchschnitt rund 90 Euro Wohngeld im Monat erhalten, bekommen künftig etwa 140 Euro. Außerdem werden wieder mehr Haushalte wohngeldberechtigt.

 

Das Kernstück der Reform ist, insbesondere vor dem Hintergrund gestiegener Energiepreise,
die erstmalige Einbeziehung von Heizkosten in das Wohngeld. Daneben wurden einheitliche Miethöchstbeträge unabhängig vom Baualter eingeführt und zusätzlich um 10 % erhöht. Damit wird auch ein Beitrag zur Vereinfachung des Wohngeldes geleistet. Außerdem wurden die Tabellenwerte um 8 % angehoben. Diese Leistungsverbesserungen kommen den Bürgerinnen und Bürgern rückwirkend zum 1. Oktober 2008 in Form eines einmaligen zusätzlichen Wohngeldbetrages zugute.

Maßgebend für die Leistung dieses Einmalbetrages ist der Wohngeldbezug in mindestens einem der Monate Oktober 2008 bis März 2009. Die Höhe richtet sich nach der Anzahl der zu berücksichtigenden Personen. Zum Beispiel erhält ein Wohngeldhaushalt mit einem zu berücksichtigenden Haushaltsmitglied 100 Euro, mit zwei zu berücksichtigenden Haushaltsmitgliedern 130 Euro. Ein gesonderter Antrag ist dafür nicht erforderlich.

Bitte lesen Sie hier weiter: Ratschläge und Hinweise zum Wohngeld 2009 (Hrsg. Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung): Wohngeldreform 2009

Lesen Sie auch: Artikel: Wohngeld während der Kurzarbeit (externer Link: Ein Artikel von Michael Konetzny)

 
Kategorie: Auszug Pdf-Dokument bmvbs
Bild-Quelle: Gerd Altmann (externer Link)
Auszug eingestellt von : bauinformant

Altersarmut durch steigende Wohnkosten?

Allgemein, Finanzierung, Nachhaltigkeit — geschrieben von bauinformant @ 10:05

Luxusgut Wohnen im Alter?

Altersarmut durch steigende Wohnkosten lässt sich sinnvoll durch Neubauförderung bekämpfen
Gesamtwirtschaftliches Einsparpotential bis zu 2,9 Milliarden Euro pro Jahr

Berlin (ots) - Das Aufeinandertreffen von sinkenden Alterseinkommen und steigenden Wohnkosten bedroht die wirtschaftliche Existenz der kommenden Rentnergeneration teilweise dramatisch. Laut der aktuellen Studie "Sozialpolitische Implikationen geringer Wohnbautätigkeit" des Eduard Pestel Instituts liegt der Anteil der Wohnkosten bei den Haushalten mit niedrigen Renten schon heute teilweise bei über 40 Prozent des Haushaltseinkommens, wird aber in Zukunft noch steigen. Die Miete für seniorengerecht gestaltete Wohnungen können die meisten dieser Haushalte nicht aufbringen. Experten empfehlen deswegen, den Neubau von seniorengerechten Wohnungen öffentlich zu fördern. Sollte mit der Bereitstellung altersgerechter Wohnungen die Erhöhung der ambulanten Versorgung gelingen, ergibt sich laut Pestel Institut ein gesamtwirtschaftlicher Einspareffekt von bis zu 2,9 Milliarden Euro.

Barrierearme Wohnungen werden vor allem von Menschen benötigt, die 70 Jahre oder älter sind. Die gegenwärtig knapp 11,6 Millionen Personen, die dieses Alter erreicht haben, leben in rund 7, 9 Millionen Haushalten. Seniorengerecht gestaltet sind heute aber nur 400.000 Wohnungen. Die Schere zwischen Bedarf und Bestand droht sich aber noch weiter zu öffnen: Für das Jahr 2035 wird ein Anstieg der über Siebzigjährigen auf 17,2 Millionen prognostiziert. Diese Senioren werden dann in über 13 Millionen Wohnungen leben. Dagegen ist eine Ausweitung des Baus von altersgerechten Wohnungen unter den gegenwärtigen baupolitischen Rahmenbedingungen nicht zu erreichen. Bereits heute wenden Haushalte mit niedrigen Renten teilweise über 40 Prozent ihres Haushaltseinkommens für Wohnkosten auf. Die Miete für altersgerecht gestaltete Wohnungen ist vor diesem Hintergrund für viele Senioren unerschwinglich.

Können seniorengerechte Wohnungen aber keine kostendeckenden Mieten erzielen, werden potentielle Bauherren nicht investieren. Der Bau von dringend benötigten Wohnungen bleibt damit aus. Experten mahnen eine aktivere Rolle der Politik an und warnen vor zeitlichen Verzögerungen und der Trägheit des Wohnungsmarkts. Weil sich heutige Versäumnisse erst Jahre später bemerkbar machen, muss die Politik die Rahmenbedingungen für den Neubau von seniorengerechten Wohnungen schnell verbessern.

Die öffentliche Förderung von altersgerechten Wohnungen kann nicht nur zur Entschärfung des Problems der Altersarmut beitragen, sondern auch gleichzeitig die öffentlichen Haushalte entlasten. Die von den meisten Senioren gewünschte ambulante Pflege in der eigenen Wohnung ist deutlich preisgünstiger als die stationäre Pflege im Heim. Das Pestel Institut hat die bekannten Einspareffekte unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung für die kommenden Jahre vorausberechnet: Unter der Annahme, dass sich mit der Ausweitung des Angebots an barrierearmen Wohnungen die Quote der stationär zu Pflegenden um fünf Prozentpunkte absenken lässt, ergeben sich für das Jahr 2025 Einspareffekte in Höhe von 2,9 Milliarden Euro.

Stefan Thurn, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V., wirbt für das Konzept des Nachhaltigen Wohnungsbaus: "Bisher werden die entscheidenden Trends für den Wohnungsbau nur isoliert betrachtet. Es macht aber keinen Sinn, Wohnraum nur unter dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz oder nur unter dem Gesichtspunkt der Altersgerechtigkeit zu betrachten. Nachhaltiger Wohnungsbau ist der integrierte Ansatz der Bauwirtschaft, der Wohnraum seniorengerecht, energieeffizient und mit Blick auf die sozialen Infrastrukturen gestaltet."

Alexander Rychter, Bundesgeschäftsführer des BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V., mahnt eine schnelle Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen an: "Damit ausreichend altersgerechte Wohnungen zur Verfügung gestellt werden, benötigen wir eine Aufstockung des KfW-Programms 'Altersgerecht Umbauen' für den Bestand genauso wie ergänzende steuerliche Anreize für den Neubau. Denkbar wäre hier die Wiedereinführung einer spezifischen degressiven Abschreibung - in Höhe von 4 % für die ersten 8 Jahre. Auch das selbstgenutzte Wohneigentum als Säule der Altersvorsorge muss wieder verstärkt gefördert werden. Immerhin wünschen sich rund 75 % der Deutschen diese Art der Vorsorge. Allerdings findet die Eigenheimrente noch zu wenig Akzeptanz am Markt, weil sie zu kompliziert ist. Eine Vereinfachung ist dringend notwendig. Zudem schlagen wir einen befristeten Schuldzinsenabzug zur Einkommensteuer vor."

Dr. Hans Georg Leuck, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau e.V., warnt vor einer einseitigen Ausrichtung der Förderpolitik auf die Modernisierung von bestehenden Wohnungen: "Oft rechnen Bauingenieure und Architekten vor, dass der Neubau die preiswertere und bessere Variante ist. Bei vielen Beständen aus den 50er und 60er Jahren ist Barrierearmut oder -freiheit nur unter sehr hohen Kosten zu verwirklichen. Die Politik muss also Abriss und Neuerstellung von Wohnungen genauso behandeln wie die Modernisierung, damit Steuergelder nicht unnötig verwendet werden."

Die Studie "Sozialpolitische Implikationen geringer Wohnbautätigkeit" finden Sie unter: www.impulse-fuer-den-wohnungsbau.de

Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau 
Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel 
BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen 

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Baugeld: Die Anschlussfinanzierung nicht verpassen

Finanzierung — geschrieben von bauinformant @ 18:01

Forward-Darlehen sichern aktuelle Zinsen für Prolongationen
Konditionen noch unter 5 Prozent

    Mannheim (ots) - Die Historie zeigt: Bauzinsen können in kurzer Zeit rapide klettern. So stiegen die Raten für fünfjährige Darlehen im Jahr 1999 innerhalb von drei Monaten um fast 1,5 Prozentpunkte - was Immobilienkredite um mehrere tausend Euro verteuerte. Auch jetzt gab es beim Baugeld einen Zinssprung. Kredite mit fünfjährigen Zinsbindungen verteuerten sich von Mitte Mai bis Anfang Juni um fast 0,7 Prozentpunkte. Auch wenn die Zinsen in den vergangenen Tagen wieder nachgegeben haben, sollten Käufer und besonders Anschlussfinanzierer wachsam sein.

    "Mit Forward-Darlehen lassen sich die noch günstigen Konditionen auch für Hausbauer nutzen, deren Darlehen mittelfristig ausläuft. Sie können die Zinsen bereits bis zu fünf Jahren im Voraus festschreiben und sich vor steigenden Zinsen schützen. Das schafft Sicherheit in stürmischen Zeiten - und spart viel Geld", sagt Kai Oppel, Finanzierungsexperte beim Baugeldvermittler HypothekenDiscount. Für die Zinssicherheit wird ein kleiner Zinsaufschlag fällig - die Höhe hängt von der Länge der Vorlaufzeit abhängt. Im Augenblick liegt er zwischen 0,015 und 0,04 Prozent pro Monat Vorlauf. "Ob sich das Vorausdarlehen angesichts des Aufschlages lohnt, hängt von den individuellen Voraussetzungen ab. Gerade jetzt, wo die Zinsen schnell steigen können, sollten Anschlussfinanzierer die Chance jedoch nicht verpassen", sagt Oppel.

    Wer etwa im Jahr 2001 eine Baufinanzierung abgeschlossen hat, erhielt bei einer zehnjährigen Laufzeit einen Zinssatz von etwa 5,7 Prozent. Zurrt er heute per Forward-Kredit die Konditionen für die Prolongation fest, bezahlt er für den künftigen Anschlusskredit Zinsen in Höhe von circa 4,3 Prozent plus Aufschlag - er kann seinen Zinssatz damit um über einen Prozentpunkt senken. Es empfiehlt sich, die Höhe der Kreditrate unverändert zu lassen und die Zinsersparnis direkt in die Tilgung zu investieren, um früher schuldenfrei zu sein. Das spart bei einer Restschuld von 110.000 Euro unter dem Strich etwa 30.000 Euro gegenüber der Anfangsrate, einen Aufschlag von 0,2 Prozentpunkten bereits eingerechnet.

Über HypothekenDiscount HypothekenDiscount ist der Pionier der privaten Baugeldvermittlung in Deutschland. Seit 1997 verbindet das Unternehmen die Vorteile des Internets mit den Vorzügen einer telefonischen Beratung und setzt Maßstäbe in Angebotsvielfalt, Schnelligkeit, Service und günstigen Konditionen. Mehr als 10.000 Bauherren, Umschulder und Immobilienkäufer vertrauen pro Jahr auf HypothekenDiscount. Sie lassen sich kostenlos und unverbindlich ein Darlehensangebot unterbreiten, das exakt ihren Bedürfnissen entspricht. HypothekenDiscount durchsucht dafür tagesaktuell das Darlehensangebot von 70 verschiedenen Kreditinstituten und sichert seinen Kunden Zinsvorteile von durchschnittlich 0,5 Prozent.

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Kategorie: Pressemitteilung
eingestellt von : bauinformant



Bauindustrie innovativer Partner der öffentlichen Hand

Innovationspreis PPP 2009

    Berlin (ots) - - Trotz Wirtschaftskrise: PPP-Projekte können sich weiter behaupten - Konjunkturprogramme: Qualität und Nachhaltigkeit vor Schnelligkeit

    "Die deutsche Bauindustrie gehört weiterhin zu den wichtigsten Innovationstreibern auf dem Markt für ÖPP-Projekte." Mit diesen Worten kommentierte heute in Berlin Dr. Peter Noé, Vorsitzender des Arbeitskreises "Öffentlich Private Partnerschaften" des Hauptverbandes und Vorstandsmitglied der Hochtief AG, das erfolgreiche Abschneiden der Bauindustrie im Wettbewerb um den "Innovationspreis PPP 2009", der am 27. Mai 2009 auf dem Verwaltungskongress "Effizienter Staat" vergeben wurde. Schirmherr für den Innovationspreis war der Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, Werner Gatzer.

    "Die beeindruckende Erfolgsbilanz zeigt einmal mehr, dass die deutsche Bauindustrie der richtige Partner der öffentlichen Hand für innovative, qualitativ hochwertige und effiziente PPP-Projekte ist", freut sich Dr. Noé. Ausgezeichnet wurden u.a. die Gustav Epple Bauunternehmung GmbH für die Erweiterung des Landratsamtes in Esslingen, die BAM Deutschland AG für den Neubau der Berufsschule mit Bauwerkstätten in Pforzheim, die SKE Facility Management GmbH, die Schulen in Nürnberg baut, saniert und betreibt, sowie die Strabag Real Estate GmbH für den Neubau des Behördenzentrums Kurfürstenanlage in Heidelberg.

    Seit 2003 sind in Deutschland 117 Hochbauprojekte mit einem Investitionsvolumen von 3,43 Mrd. Euro über Öffentlich Private Partnerschaften umgesetzt worden, im Verkehrsbereich waren es 7 Projekte mit einer Investitionssumme von 1,76 Mrd. Euro. Auch für 2009 erwartet die deutsche Bauindustrie trotz Wirtschaftskrise eine positive Entwicklung des PPP-Markts, bis Ende Mai wurden bereits neun ÖPP-Hochbauprojekte mit einem Investitionsvolumen von 340 Mio. Euro zugeschlagen, zwei Projekte mit einem Investitionsvolumen von 460 Mio. Euro waren es im Verkehrsbereich.

    Die öffentlichen Auftraggeber fordert Dr. Noé auf, auch bei der Umsetzung der beiden Konjunkturprogramme stärker auf öffentlich-private Partnerschaften zu setzen. Auch beim Einsatz von Fördermitteln müsse auf Effizienz geachtet werden; Qualität und Nachhaltigkeit gingen auch bei diesen Projekten vor Schnelligkeit. Allerdings gebe es zahlreiche Verfahren, die in weniger als einem Jahr zur Unterschriftsreife gebracht worden seien, dies zeige, dass auch PPP-Vorhaben im zeitlichen Rahmen des Zukunftsinvestitionsgesetzes umsetzbar seien. Noé lobt zudem die Beschleunigung des PPP-Genehmigungsprozesses in Rheinland-Pfalz. Hier können PPP-Projektträger vor Ausschreibungsbeginn im Rahmen eines qualifizierten Eignungstests eine lebenszyklusbasierte Kostenobergrenze ermitteln, die im Rahmen der Ausschreibung eingehalten werden muss.

    Auch im Internet abrufbar: www.bauindustrie.de

 


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Immobilienfinanzierung: Deutsche unterschätzen Dauer bis zur Schuldenfreiheit

Finanzierung — geschrieben von bauinformant @ 22:30

Um ein Prozent höhere Tilgung kann unter dem Strich fast 57.000 Euro sparen

    Mannheim (ots) - Jeder fünfte Deutsche weiß nicht, dass es im Schnitt 30 Jahre dauert, bis ein Immobilienkredit getilgt ist. Die aktuelle Baugeldstudie des Baugeldvermittlers HypothekenDiscount zeigt, dass fast 20 Prozent der Bevölkerung die Dauer bis zur Schuldenfreiheit nur halb so hoch oder noch geringer einschätzen, als sie tatsächlich ist. Bemerkenswert: Potenzielle Immobilienkäufer kennen sich nicht besser aus als diejenigen, die kein Kaufinteresse haben.

    Gerade junge Menschen können schlecht ermessen, wie lange es dauert, bis ein Darlehen komplett getilgt ist: Die Baugeldstudie von HypothekenDiscount ergab, dass nur 63,8 Prozent der 20- bis 29-Jährigen die Zeitspanne realistisch einschätzen. Bei den 50- bis 59-Jährigen hingegen kennen sich 91 Prozent gut aus. Mit Berufseinsteigern und Familiengründern sind es jedoch vor allem Leute aus der jungen Generation, die eine Immobilienfinanzierung abschließen.

    "Wer einen Baukredit aufnimmt, muss wissen, dass die Rückzahlung einen langen Atem erfordert. Bis zum Eintritt ins Rentenalter sollte der Kredit jedoch komplett abbezahlt oder die Restschuld nur noch gering sein. Durch die richtige Kombination von Zinsbindung und Tilgung lässt sich die Dauer bis zur Schuldenfreiheit deutlich verkürzen und somit auch viel Geld sparen", sagt Kai Oppel, Finanzierungsexperte bei HypothekenDiscount.

Lange Zinsbindung wählen und höher tilgen

    In Zeiten niedriger Zinsen ist eine lange Bindung von 15 oder mehr Jahren sinnvoll, um sich die günstigen Konditionen über einen möglichst langen Zeitraum zu sichern. Die dadurch gesparte Summe kann direkt in die Rückzahlung gesteckt werden. Zudem ist es empfehlenswert, von Anfang an eine Tilgungshöhe von mindestens zwei Prozent zu vereinbaren. HypothekenDiscount rät Immobilienkäufern, beim Abschluss des Finanzierungsvertrages auf Sondertilgungsoptionen und auf die Möglichkeit zu achten, die Rückzahlung flexibel zu erhöhen. Eine höhere Tilgung führt dazu, dass Hauskäufer im Endeffekt um mehrere Jahre früher schuldenfrei sind: Wer heute ein Immobiliendarlehen in Höhe von 150.000 Euro bei einem Zinssatz von 4,35 Prozent und lediglich einem Prozent Tilgung abschließt, braucht fast 39 Jahre, bis das Darlehen komplett abbezahlt ist. Allein die Erhöhung der anfänglichen Tilgung auf zwei Prozent, die zu einer Monatsrate von etwa 790 Euro führt, verringert die Dauer der Darlehensrückzahlung um zwölf Jahre. So lassen sich über die gesamte Laufzeit Zinsen in Höhe von knapp 57.000 Euro sparen.


Wohnungsmarkt bleibt robust. Gebrauchte Häuser besonders attraktiv

Finanzierung, Wohnungswirtschaft, Veröffentlichungen, Nachhaltigkeit — geschrieben von bauinformant @ 18:12

Auch im Norden und Osten bemerkenswerte Preisstabilität - Günstige Bedingungen für Wohneigentumsinteressenten

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Die zehnte Ausgabe des LBS-Heftes "Markt für Wohnimmobilien 2009" ist auf ...

Berlin (ots) - Häuser und Eigentumswohnungen sind zur Zeit lohnende Kaufobjekte. "Gerade in der Krise erweisen sie sich als wertstabil", betonte Verbandsdirektor Hartwig Hamm heute bei der Vorstellung der LBS-Wohnungsmarktanalyse 2009 in Berlin. Sie stellten eine sichere Anlageform dar, und bei dem aktuell extrem niedrigen Zinsniveau sei Kaufen häufig schon von Anfang an günstiger als Mieten. Angesichts des schwachen Wohnungsneubaus müsse im übrigen damit gerechnet werden, dass das Angebot in den nächsten Jahren eher knapper und teurer werde.

Basis der Veröffentlichung ist die jährliche Umfrage bei den LBS-Immobiliengesellschaften (LBS-I) und Sparkassen. Mit knapp 26.000 vermittelten Objekten (im Jahre 2008) sind die Immobilientöchter der LBS mit Abstand die größte Maklergruppe Deutschlands. Ihre Fachleute berichten jeweils im Frühjahr über die aktuelle Angebots-, Nachfrage- und Preissituation für die wichtigsten Wohnungsmarktsegmente in weit über 600 Städten Deutsch-lands.

Auch die aktuellen Daten zeigen erhebliche regionale Preisunterschiede für Wohneigentum, nach dem Motto "Höherer Wohlstand, höhere Preise". Das gilt gerade auch für gebrauchte frei stehende Einfamilienhäuser, die nach der LBS-Analyse auf der Beliebtheitsskala ganz oben rangieren. Preisführer ist hier erneut die bayerische Landeshauptstadt München. Dort kostet das typische Bestandsobjekt in mittlerer bis guter Lage 730.000 Euro und damit gut 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Unter den Großstädten liegt Wiesbaden auf Platz 2 mit 600.000 Euro, mit einigem Abstand dahinter folgen weitere west- und südwestdeutsche Zentren wie Heidelberg (490.000 Euro), Frankfurt (470.000 Euro), Freiburg (460.000 Euro) sowie Düsseldorf und Stuttgart (mit 450.000 Euro).

Die teilweise erhebliche Attraktivität der Umlandgemeinden, aber auch touristisch geprägter Regionen zeigt sich nach Angaben des LBS-Sprechers daran, dass die Objekte etwa im Frankfurter Raum - besonders ausgeprägt in Bad Homburg, Eschborn und Oberursel mit 600.000 Euro - deutlich teurer sind als in der Mainmetropole selbst. Eine vergleichbare Situation findet man im Umland von Stuttgart oder von Düsseldorf, wo etwa auch in Ratingen der typische Preis bei 450.000 Euro liegt. Im Voralpenraum ragen Städte wie Starnberg (625.000 Euro) und Garmisch-Partenkirchen (590.000 Euro) heraus.

Auf der anderen Seite gibt es nach der LBS-Übersicht große Städte mit über einer halben Million Einwohnern, bei denen das Preisniveau für gebrauchte Einfamilienhäuser um 200.000 Euro pendelt: nicht nur in Leipzig (185.000 Euro), sondern auch in Hannover (200.000) und Bremen (210.000 Euro). In manchen norddeutschen Großstädten liegt es noch einmal deutlich niedriger, in Bremerhaven sogar nur bei 80.000 Euro. Auch in ostdeutschen Städten wie Halle (125.000 Euro) finden sich ausgesprochen gut bezahlbare Einfamilienhäuser.

Noch keine Markterholung sehen die LBS-Experten beim Neubau von Reiheneigenheimen. Hier gehen sie kurzfristig noch einmal von einer rückläufigen Nachfrage aus, die vorübergehend mit einer weiteren Abschwächung der Neubautätigkeit verbunden sei. Gerade Familien litten offenbar immer noch unter der Abschaffung der Eigenheimzulage, und die Impulse aus der neuen Wohn-Riester-Förderung machten sich noch nicht in der Breite bemerkbar. "Dabei sind die Einstiegspreise zur Zeit alles andere als schlecht", sagte der LBS-Verbandsdirektor. Denn selbst in Westdeutschland bewegen sich die Durchschnittspreise für neue Reihenhäuser in Groß- und Mittelstädten unverändert um 200.000 Euro, im Osten und Norden liegen sie sogar nur bei 130.000 bis 160.000 Euro. Lediglich in den süddeutschen Großstädten signalisiere der noch einmal leicht gestiegene Durchschnittspreis von 280.000 Euro die vielerorts vorhandenen Engpässe.

Bei gebrauchten Reihenhäusern gibt es laut LBS-Analyse ähnliche regionale Unterschiede. Im Schnitt würden sie gegenüber Neubauten einen Preisvorteil von 15 bis 20 Prozent aufweisen. Insgesamt schätzen die Experten die Nachfrage nach entsprechenden Objekten weiterhin als konstant ein. Vor allem im Umland der großen Zentren wie im Frankfurter Raum kosten Reihenhäuser aus dem Bestand in ihren integrierten Lagen teilweise sogar ähnlich viel wie Neubauten.

Bei neuen Eigentumswohnungen registrieren die LBS-Vermittler neben dem Süden auch im Norden vielerorts wieder leicht steigende Preise. Im wesentlichen entstünden sie an touristisch interessanten Standorten sowie in den Ballungsräumen. Dort gelte Wohneigentum auf der Etage als preisgünstigere Alternative für die knappen Eigenheimangebote. Den Spitzenwert in Deutschland erreicht in diesem Jahr Starnberg mit 3.550 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von München (3.400 Euro), Garmisch-Partenkirchen (3.300 Euro), Freiburg (3.200 Euro) sowie Hamburg (mit 3.000 Euro).

Das untere Ende der Preisskala bei den Großstädten markiert Cottbus mit 1.000 Euro pro Quadratmeter für eine neue Eigentumswohnung. Einige Mittelstädte unterschreiten sogar diese Schwelle. Unter den Metropolen liegen die Quadratmeterpreise nicht nur in Dresden und Leipzig, sondern auch in Bremen und Hannover sowie den Ruhrgebietsstädten Essen und Dortmund in einer moderaten Bandbreite von 1.750 bis 2.000 Euro.

Bei gebrauchten Eigentumswohnungen stellen die LBS-Experten insgesamt eine stabile Nachfrage fest. Das gleichzeitig zunehmende Angebot aus dem Bestand drücke aber noch auf die Preise. Derzeit betrage der Abschlag für gebrauchtes Wohneigentum auf der Etage im Vergleich zu Neubauten über 30 Prozent. In den Groß- und Mittelstädten Nord- und Ostdeutschlands liegen die Preise laut LBS-Immobilienpreisspiegel häufig um oder sogar unter 1.000 Euro pro Quadratmeter, im Süden bei knapp 1.500 Euro pro Quadratmeter.

Beim Bauland rechnen die LBS-Vermittler - parallel zu der schwachen Neubautätigkeit - noch nicht mit einer Ausweitung des Angebots. In diesem Markt zeigen sich im übrigen mit Abstand die größten regionalen Preisunterschiede. Der Quadratmeter kostet in den süddeutschen Groß- und Mittelstädten nach einem Anstieg auf 300 Euro (2008: 280 Euro) mehr als doppelt so viel wie im Norden (120 Euro) und sogar viermal so viel wie im Osten (70 Euro). Extreme Knappheit signalisieren die Spitzenpreise für Grundstücke in den süd- und südwestdeutschen Großstädten München (800 Euro), Stuttgart (650 Euro) und Heidelberg (630 Euro). In vielen Mittelstädten ist Bauland aber nach wie vor für unter 100 Euro pro Quadratmeter zu haben.

Nach Aussage des LBS-Verbandsdirektors sprechen auch die Zahlen der LBS-Immobiliengesellschaften im ersten Quartal 2009 dafür, dass die Nachfrage nach Wohneigentum lebendig bleibt. Die von ihnen vermittelten Käufe von Einfamilienhäusern aus dem Bestand hätten nämlich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um vier Prozent zugenommen - bei Durchschnittspreisen, die leicht über dem Wert des Jahres 2008 (145.000 Euro) liegen.

Die Ursachen für diese Entwicklung sind für den LBS-Sprecher offenkundig: Die Unsicherheit über die Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage beeinträchtigt die Immobiliennachfrage in Deutschland nur in engen Grenzen. Nachhaltig leiden dürften sie dagegen gleich aus mehreren Gründen nicht: So seien hierzulande die Preise schon sehr lange stabil gewesen. "Preisblasen, die es nicht gibt, können auch nicht platzen", so Hamm. Zudem werde die Wohnimmobilie als sichere und solide Anlageform mehr denn je geschätzt. Schließlich mache ein extrem niedriges Zinsniveau gerade jetzt die Finanzierung leicht. Vielfach koste die Finanzierung von Wohneigentum nicht mehr als die Miete für ein vergleichbares Objekt. "Schutz vor Mietsteigerungen und die Aussicht auf mietfreies Wohnen im Rentenalter kostet den Käufer heute also praktisch nichts", so Hamm abschließend.


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„Alternative Finanzierungsmöglichkeiten“ zur Sicherung der Existenz von mittelständischen Bauunternehmen

Bauwirtschaft, Finanzierung — geschrieben von bauinformant @ 18:40

Ausgewählte Ergebnisse der Forschungsarbeit:

„Alternative Finanzierungsmöglichkeiten“ zur Sicherung der Existenz von mittelständischen Bauunternehmen und der dort vorhandenen Arbeitsplätze

(Vortrag anlässlich der der Bau 2009, München; Januar 09)

Textauszug:

Den Bauunternehmen stehen in der Regel nur klassische Finanzierungsinstrumente zur
Verfügung:

• Der Lieferantenkredit stellt für einige der befragten Bauunternehmen sowohl Chance als auch beträchtliches Risiko dar. Chance weil durch späte Zahlungen an z.B. Nachunternehmer quasi befristete Kreditlinien zu den Linien bei den Kreditpartnern geschaffen werden; Risiko weil ein Übersteuern dieses Verfahrens zu Qualitätseinbußen und Wegfall von Nachunternehmerbeziehungen führen. Die befragten liquiditätsstarken Bauunternehmen sind sich der enormen Zinswirkung von Skontoziehung bewusst.


• Mit Factoring hatte noch kein befragtes Bauunternehmen eigene Erfahrung. Aufgrund der schwachen Renditen im Bauunternehmensgeschäft werden aus Sicht einige der Befragten die Kosten für Factoring zu hoch ausfallen - die Forderungsstruktur der Bauunternehmen (z.B. Werthaltigkeit der Forderungen) stellt aus Sicht der Factoring-Anbieter ein Hemmnis dar.


• Auf Erfahrungen mit Mezzanine Finanzierung konnte keines der Bauunternehmen zurückgreifen.


• Bei der Eigenfinanzierung wurde in den Befragungen häufig thematisiert den Unternehmen attraktivere Thesaurierungsmöglichkeiten zu bieten, um die grundsätzlich zu geringen Eigenkapitalquoten zu steigern.


• Für Venture Capital und Private Equity werden Hemmnisse einerseits in der geringen Berechenbarkeit der nachhaltigen Erträge gesehen, andererseits ist häufig auch die Größe des potentiellen Engagements (bevorzugte Beteiligungshöhe) und die Kosten für ein due dilligence bereits hindernd.

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