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Zukunftsmarkt erneuerbare Energien

Bauwirtschaft, Energie — geschrieben von bauinformant @ 19:30
Bauwirtschaft sieht große Potenziale bei Geothermie und Offshore-Windkraft

Der Ausbau der erneuerbaren Energien entwickelt sich für Bauindustrie und Baustoffhersteller zu einem Zukunftsmarkt mit großen Wachstumspotenzialen. Allein im Bereich der Geothermie ist bis 2030 für Wohnungsbau und Gewerbebau mit einem Bauvolumen von 25 Milliarden Euro zu rechnen. Das geht aus einem Gutachten hervor, das Deutsche Bank Research unter dem Titel „Geothermie - Chancen für die Bauwirtschaft im Lichte des Klimawandels und der absehbaren Energieknappheit“ für die Spitzenverbände der Deutschen Bauindustrie und der deutschen Baustoffhersteller erarbeitet hat. Wichtige Marktpotenziale berge auch der Ausbau der Offshore-Windkraftanlagen in Nord- und Ostsee. Hinter den Plänen der Bundesregierung, hiermit eine Energieleistung von bis zu 25.000 Megawatt bis zum Jahr 2030 vor den deutschen Küsten zu gewinnen, stünde ein Investitionsvolumen von über 80 Milliarden Euro, davon 20 bis 25 Milliarden Euro Bauinvestitionen allein für die Fundamente und ihre Verankerung, so Dipl.-Ing. Herbert Bodner, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. „Oberstes Ziel muss aber eine nachhaltige, sichere und bezahlbare Energieversorgung für Bürger und Wirtschaft sein“, so Andreas Kern, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Zementindustrie (BDZ) und Vizepräsident des Bundesverbandes Baustoffe - Steine und Erden (BBS). Hierzu werde ein breiter Energiemix benötigt, der nicht allein politisch gesteuert, sondern letztlich Resultat von Wettbewerb und Wirtschaftlichkeit sein müsse. Die Beiträge der Bauwirtschaft zum Ausbau der erneuerbaren Energien und damit zum Klimaschutz sowie zur Sicherung der Energieversorgung standen heute im Mittelpunkt einer Gemeinschaftsveranstaltung von Bauindustrie und Baustoffherstellern in Berlin.

Mit ihrem Interesse am Schwerpunkt Geothermie betrete die deutsche Bauwirtschaft zudem kein Neuland. Gerade im Bereich der oberflächennahen Geothermie sei die Branche weiter als in der Öffentlichkeit bekannt, so Bodner. Im Wohnungsbau habe der Anteil der neu errichteten Gebäude, die vorwiegend geothermisch beheizt werden, von weniger als 1 Prozent im Jahre 2000 auf 18,5 Prozent im Jahre 2008 zugenommen. Im Vergleich dazu gebe es im Bereich von Verwaltungsgebäuden, Fabrik- und Werkstattgebäuden noch großen Nachholbedarf. Hier liege der Anteil geothermisch beheizter Objekte derzeit bei knapp 5 Prozent. Vorreiter der Geothermienutzung seien gewerbliche Hochhausbauten. Bodner: „Inzwischen gibt es in Deutschland kaum noch Hochhausprojekte, die auf Energiepfähle aus Beton verzichten.“  

Die neue schwarz-gelbe Regierung müsse sich insgesamt an ihrem Anspruch messen lassen, „eine ideologiefreie, technologieoffene und marktorientierte Energiepolitik“ betreiben zu wollen, kündigte Kern an. Nach dem Willen der Bundesregierung sollen in einem dynamischen Energiemix die erneuerbaren Energien allmählich den Hauptanteil an der Versorgung übernehmen. Kern: „Dazu müssen diese so schnell wie möglich markt- und speicherfähig gemacht werden“. Die Speicherfähigkeit von Beton werde auf einem hohen innovativen Niveau vor allem bei der so genannten Betonkernaktivierung genutzt. Dabei kann die Energieeffizienz optimiert werden, indem Erdwärme genutzt sowie Erd- und Wasserspeicher thermisch mit in das System einbezogen werden.

Nach den ehrgeizigen Zielvorgaben der Bundesregierung soll der Anteil der regenerativen Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2020 auf 30 Prozent erhöht werden. Zudem  hat die Koalition von Union und FDP bekräftigt, die Emissionen bis 2020 um möglichst 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Die Baustoffindustrie, etwa die Zementherstellung, ist hier in doppelter Weise involviert. Als energieintensive Branche muss sie die Energiekosten als wichtigen Kostenfaktor in der Produktion so gering wie möglich halten. Zum anderen stellen Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien ein interessantes Absatzpotenzial für Baustoffhersteller dar. Bislang hat beispielsweise die Windkraft in Deutschland einen Anteil von 7 Prozent an der Stromerzeugung, der nach den Plänen der Regierung bis zum Jahr 2030 mehr als verdoppelt werden soll.  

Das Engagement für den Ausbau der erneuerbaren Energien diene nicht nur dem globalen Klimaschutz, es bewirke auch mehr Versorgungssicherheit und weniger Abhängigkeit von ausländischen Energieimporten. Vor allem schaffe es Arbeitsplätze, und zwar nicht nur im Anlagenbau, sondern auch in der Bau- und Baustoffindustrie, hoben die Spitzenvertreter der beiden Verbände hervor.

 

Kontakt
Susanne Hoffmann
Hoffmann@BDZement.de
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Bundesverband der Deutschen Zementindustrie e.V.

Kochstraße 6-7
10969 Berlin

Tel. +49 30 28002-225
Fax. +49 30 28002-250

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Zukunftsraum Schule. Fachkongress zur nachhaltigen Sanierung von Schulgebäuden

 In Deutschland gibt es 2008 rund 9.2 Mio. Schülerinnen und Schüler an über 40.000 Schulen. Neben der Diskus-sion über Qualität und Quantität der Lehre rückt auch zunehmend das Schulgebäude in den Mittelpunkt des Interesses. Der Großteil der Bausubstanz ist in die Jahre gekommen und mittlerweile auch sanierungsreif: Bauschäden sind unübersehbar, Wärmedämmung fehlt und die veraltete Gebäudetechnik trägt eher zur Energieverschwendung als zu Einsparungen bei.

Angesichts sinkender Schülerzahlen wird in Deutschland die Sanierung bestehender Schulgebäude immer wichtiger. Bei der Modernisierung der Gebäudesubstanz geht es allerdings um mehr als Energiekosten, Substanzerhalt oder die Erhöhung des Nutzerkomforts. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik veranstaltet daher am 3. und 4. November 2009 in der Alten Reithalle Stuttgart den Kongress »Zukunftsraum Schule - Schulgebäude nachhaltig gestalten«.

Der Schulkongress führt die Akteure und Aspekte integraler Schulgestaltung zusammen und richtet sich an Pädagogen und Behördenvertreter, Architekten und Planer, Hersteller und Handwerker, Forscher und Praktiker. Schirmherr des Kongresses ist Ernst Pfister MDL, Wirtschaftsminister des Landes Baden-Württemberg. Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie der Forschungsinitiative »Zukunft Bau« statt.

In Plenarvorträgen wird die Thematik unter verschiedenen Blickwinkeln behandelt. Beispielhaft dafür stehen Michael Frielinghaus, Präsident des Bundes Deutscher Architekten, Prof. Karl Robl, Hauptgeschäftsführer beim Zentralverband Deutsches Baugewerbe sowie Prof. Klaus Klemm, der bekannte Essener Bildungsforscher. Zugleich wird Dr. Rüdiger Kratzenberg vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung das Konjunkturprogramm für Schulen erläutern. Den Kern des Kongresses bilden thematische Workshops. Zahlreiche interdisziplinäre Fachreferate greifen die Facetten des Schulbaus auf und verbinden dabei wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Erfahrungen.

Energieeffiziente Schule - Sparsam gebildet


Auf dem Weg zur Plusenergie-Schule gilt die Aufmerksamkeit einer ganzheitlichen Herangehensweise. Die Beiträge richten sich auf innovative Gebäudehüllen, Lüftungs-, Heizungs- und Beleuchtungskonzepte, effiziente Wärme- und Energieversorgung, aber auch auf Planungswerkzeuge und Finanzierungsmöglichkeiten. Erfahrungen aus Forschungsprojekten und der Praxis sowie der Blick zu den europäischen Nachbarn komplettieren den Workshop.

Klasse(n) Zimmer - Viel Raum für Leistung.

Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit stehen im Fokus dieses Workshops. Die Referate befassen sich mit der Luft zum Lernen und Lehren, mit der Akustik für Ruhe und Kommunikation, mit Licht und Farben sowie mit der geeigneten Einrichtung und Möblierung. Sie münden in einen Leitfaden zur Innenraumgestaltung. Darüber hinaus stellen Forscher und Praktiker neue Konzepte, Bauteile und Materialien vor, die integrale Lösungen ermöglichen.

Schulbau integral - Aus der Praxis für die Praxis.

Bei der nachhaltigen Gestaltung von Schulgebäuden – ob Neubau oder Modernisierung – erhalten die Schnittstellen von Pädagogik und Architektur, von Finanzierung und Bewirtschaftung eine besondere Bedeutung. Die Referenten stellen internationale Schulbauprojekte und Planungsalternativen vor, beziehen dabei das Schulumfeld mit ein und zeigen Wege zum optimierten Management von Gebäudebeständen.

Über die Workshops hinaus bieten Ausstellungsstände von Institutionen und Unternehmen weitere Informationen und präsentieren praktikable Lösungen. Der Kongress ermöglicht ausreichend Raum und Gelegenheit zur Kommunikation, einschließlich einer Abendveranstaltung in der Alten Reithalle am ersten Tag.

Unter www.zukunftsraum-schule.de finden Sie weitere Informationen zum Programm, zu den Partnern und Kongressdetails sowie die bequeme Möglichkeit zur Online-Anmeldung, gern auch per Fax oder Post an die Kontaktadresse. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erwünscht bis zum 23. Oktober 2009.

Ansprechpartner:
Dr. Philip Leistner
Tel. +49 (0) 711 / 970-3346
Fax +49 (0) 711 / 970-3395


Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP
Institutsteil Holzkirchen
Fraunhoferstr. 10
83626 Valley
www.ibp.fraunhofer.de

 


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Mit Effizienz gegen tägliche Geldverschwendung

Bauwirtschaft, Unternehmen & Produkte — geschrieben von bauinformant @ 13:53

 Pressemitteilung von: FREYLER Industriebau GmbH

 

(openPR) - Neben der Innovationskraft ist es vor allem die große Flexibilität – gestützt auf hochmotivierte Mitarbeiter – die die Leistungskraft des deutschen Mittelstands ausmacht. Die rasche Umstellung von Normalbetrieb auf termingebundene Großaufträge oder nicht zu erwartende Hochkonjunktur grenzt oft schon an Wunder. Wenn sich aber alles darum dreht, engste Termine bei tadelloser Qualität zu halten, sind Kompromisse unumgänglich: Hier werden zusätzliche Büroarbeitsplätze geschaffen, dort ist der einzige Platz für die Einlagerung von Rohstoffen für die Produktion oder für eine neue große Maschine und irgendwo auf dem Gelände wird schnell noch eine Leichtbauhalle als Zwischenlager erstellt. Dadurch aber wird die Kommunikation schwieriger, die Wege werden länger, eine Unzahl von Kreuzungspunkten stören und die Gefahr von Fehl- bzw. Falschlieferungen steigt. In der Summe entsteht ein täglicher Verlust an Zeit und Geld, der aus Gewohnheit oft lange nicht gesehen wird.

Fällt schließlich die Entscheidung für ein neues Lager- oder Logistikgebäude, darf dieser Bau nicht isoliert gesehen werden. Denn dann wäre die große Chance, durch eine Neustrukturierung aller Abläufe Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, für lange Zeit verpasst. In aller Regel müssen deshalb auch die Bestandsgebäude in die Planung einbezogen werden. Diese Mischung aus Prozessoptimierung, Material- und Warenfluss, Lagertechnik, Lagerverwaltungssystem sowie -software und Lieferverkehr macht die Planung zu einer überaus komplexen Aufgabe, an die sich Unternehmen schon wegen des ganz alltäglichen Zeitmangels nicht alleine wagen sollten. „Entscheidend für den Erfolg von Logistikgebäuden ist immer die sorgfältige Analyse dessen, was im Unternehmen wie schnell, wie häufig und in welchen Mengen auf kürzesten Wegen möglichst ohne Kreuzungspunkte bewegt werden muss“, erklärt Markus Dosch, Geschäftsführer des Industriebauspezialisten FREYLER. Das Unternehmen hat zahlreiche Logistikgebäude erstellt – von der reinen Lagerhalle als Pufferzone für Vorräte oder versandfertige Produkte bis zu vollautomatischen Hochregallagern mit Warenanlieferung, Qualitätskontrolle, Kommissionierung, Verpackung und Versand. Für die Analyse und das Konzept komplexer Logistikaufgaben bezieht FREYLER einen erfahrenen Logistikplaner mit ein. „Dabei ist es wichtig, dass der Austausch zwischen dem Planer und dem Ersteller des Gebäudes frühzeitig beginnt. Denn der Logistikfluss und die baulichen Maßnahmen lassen sich nicht trennen und mehrfache Umplanung verursacht vermeidbare Kosten“, betont Dosch aus langjähriger Erfahrung.

Zwangsläufig unterliegen alle Planungen des Neubaus der Genehmigungsfähigkeit, also der Frage, wie hoch, wie lang und wie breit auf dem Grundstück gebaut werden darf, welche Auflagen zu berücksichtigen und welche Befreiungen eventuell möglich sind. Der Lieferverkehr bestimmt die Zu- und Abfahrten, die Planung der Hofflächen, die notwendigen Verladestationen und Tore. Unumgänglich sind zudem Brandschutzmaßnahmen einschließlich der erforderlichen Fluchtmöglichkeiten, sonst verhindert eine Brandwand mit teuren Brandschutztoren den Wunsch-Weg der Ware oder in die Baukosten muss eine Sprinkleranlage eingerechnet werden. Je nach Produktion können auch im Logistikgebäude Hygieneanforderungen eine Rolle spielen. Vor allem bei Hochregallagern sind die teilweise enormen Lasten auf dem Hallenboden zu berücksichtigen, nicht zu vergessen die Unterbringung von Personal- und Sozialräumen. „Einen Schwerpunkt unserer nachhaltigen Beratung“, versichert Dosch nach diesen Beispielen, „legen wir immer auch auf die künftige Entwicklung. Denn große Investitionen müssen zukunftsfähig sein und voraussehbaren Entwicklungen standhalten, entweder durch die mögliche Umnutzung einzelner Bereiche oder durch problemlose Erweiterung.“

Sämtliche Details in der Konzeption und Fertigstellung von Logistikgebäuden für den Mittelstand lassen sich hier nicht darstellen. Wenn aber deutlich wurde, dass die Erfahrung des Bau-Partners mit den speziellen Anforderungen der Logistik unbedingt notwendig ist, um entweder alles aus einer Hand oder in guter Zusammenarbeit mit Logistikplanern zu entwickeln, dann können Bauherren schwerwiegende Fehler und unnötige Kosten vermeiden. Denn eine gute Logistik stoppt den täglichen Geldverlust rund um die eigentliche Herstellung ausgezeichneter Produkte.

Einen raschen Überblick über die FREYLER Unternehmensgruppe erhalten Sie auch auf www.freyler.de.

FREYLER Industriebau GmbH
Draisstraße 4
79341 Kenzingen
Tel.: 07644/805-0
Fax: 07644/805-171

www.freyler.de

Die FREYLER Unternehmensgruppe sorgt für eine reibungslose Realisierung jedes einzelnen Bauvorhabens, ob als Generalunternehmer, als Stahlbau- oder als Fassaden- Spezialist. Denn das 1968 gegründete Unternehmen setzt sich aus drei Sparten zusammen: der FREYLER Industriebau GmbH, der FREYLER Stahlbau GmbH und der FREYLER Metallbau GmbH. Zentraler Kern der Unternehmensphilosophie ist die ganzheitliche, zukunftsorientierte Konzeption und Planung von Bauprojekten in enger Kooperation mit den Bauherren. Rund 320 kompetente Mitarbeiter der FREYLER Unternehmensgruppe betreuen so pro Jahr über 100 gewerbliche und industrielle Projekte.

 


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Schneider: Resonanz auf Bauwirtschaftstag macht diesen schon vor Beginn zum Erfolg!

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 16:12

Mitteilung der Bundesvereinigung Bauwirtschaft

20. Oktober 2009 - "Die mittelständische Bauwirtschaft ist wirtschaftliche Größe und gesellschaftliche Kraft. Wer also den Mittelstand in den Mittelpunkt seiner Politik stellt, ist auf dem richtigen Weg in die Zukunft Deutschlands." Das ist die Quintessenz der Rede von Karl-Heinz Schneider, die er heute anlässlich des 1. Deutschen Bauwirtschaftstages in Berlin gehalten hat.

Schneider beklagte, dass in der Vergangenheit der Mittelstand zwar oft als Rückgrat der Wirtschaft hervorgehoben wurde, in Wirklichkeit aber eine Politik gemacht wurde, die dem Mittelstand geschadet habe. Er nannte in diesem Zusammenhang explizit die Erbschaftsteuerreform, das Arbeitsrecht und den Kündigungsschutz sowie die Rettung des Autokonzerns Opel. Er forderte daher Korrekturen bei der Erbschaftsteuer und die Anhebung der Schwellenwerte im Kündigungsschutz. 

Schneider nannte als Beispiel mittelstandsfreundlicher Politik Frankreich: "Dort dürfen Unternehmen Steuern und Sozialabgaben später entrichten. Und Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten müssen auf neugeschaffene Arbeitsplätze keine Sozialabgaben leisten. Wir aber müssen die Sozialabgaben im Voraus entrichten, um dann nach Ende des Monats alles noch einmal zu korrigieren. Wir fordern daher, die Vorverlegung der Fälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge endlich zurückzunehmen." 

Im zweiten Teil seiner Rede ging der BVB-Vorsitzende einmal mehr auf die Bedeutung der Bauwirtschaft mit einem Investitionsvolumen von rund 250 Mrd. Euro ein. "Die Investitionen am Bau wirken im Inland, sie fließen nicht ins Ausland ab. Konsumtive Ausgaben haben aufgrund der weltwirtschaftlichen Verflechtung nur einen begrenzten Effekt für die Binnenwirtschaft." So Schneider. 

Schneider forderte daher, zunächst Schulgebäude, Kitas und Turnhallen in Ordnung zu bringen, bevor man in die eigentliche Bildung investiere. Darüber hinaus nannte er explizit marode Abwasserkanäle, schlechte Straßen sowie den notwendigen Umbau der Infrastruktur für eine älter werdende Gesellschaft als Beispiele für dringend benötigte öffentliche Investitionen. "Daher fordern wir, dafür zu sorgen, dass die kommunalen Investitionen auch nach Auslaufen der Konjunkturpakete ab 2011 zumindest auf dem derzeitigen Niveau verbleiben - im Interesse der Arbeitsplätze vor Ort - wie auch im Interesse von uns Bürgern." Erläuterte Schneider die Position der deutschen Bauwirtschaft. 

Im dritten Teil seiner Rede ging Karl-Heinz Schneider auf die Bedeutung des Wohnungsbaus für die Bauwirtschaft ein und wies darauf hin, dass in fast allen Nachbarländern mindestens doppelt so viel wie hierzulande gebaut werde und Deutschland seit fünf Jahren Schlusslicht in Europa sei. Schneider verwies auf die vielfältigen Vorschläge, die die Bauwirtschaft in diesem Zusammenhang schon gemacht habe: "Dazu gehört für uns die Verdoppelung der AfA im Mietwohnungsbau, dazu gehören aber auch steuerliche Anreize für den privaten Wohnungsneubau." 

Schneider erinnerte in diesem Zusammenhang aber auch daran, dass es noch erheblicher Anstrengungen bedürfe, um die Gebäudebestände zu sanieren und energetisch zu modernisieren. "Was wir auch hier brauchen, sind staatliche Motivationshilfen, die Hausbesitzer veranlassen können zu investieren. Dazu zählen für uns auf jeden Fall die KfW-Förderprogramme, die fortgesetzt und verstetigt werden müssen. Beim sog. Handwerkerbonus sollten die Arbeitskosten bei Handwerkerleistungen im Bestand auf ein Fördervolumen von 20.000 Euro angehoben werden. Dies würde zu einer Steuerermäßigung von 4.000 Euro führen. Diese Steuerersparnis könnte sich auf 5.000 Euro erhöhen, wenn sich die nachgewiesenen Arbeitskosten auf energetische Sanierungsmaßnahmen beziehen." 

Gleichzeitig sollten die KfW-Programme um eines zur Förderung von Abriss und Neubau ergänzt werden. Denn oftmals können bestehende Wohngebäude nur mit unverhältnismäßig hohen Mitteln an moderne energetische und funktionale Anforderungen angepasst werden, so dass sich nur ein Abriss und Neubau an derselben Stelle lohnt. 

Abschließend erklärte Schneider, dass die Bauwirtschaft einigermaßen zuversichtlich nach vorne blicke, obwohl man noch nicht genau wisse, was konkret auf die Branche zukomme. "Denn der öffentliche Bau wird im kommenden Jahr eine deutlich stärkere Rolle spielen - und somit mehr zur Auslastung der Unternehmen beitragen. Auch die Unternehmen werden trotz kurzfristiger Rückschläge wieder mehr investieren. Und was den Wohnungsbau angeht, so setzen wir auf die neue Regierungskoalition."



Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft vertritt die gemeinsamen Gewerke übergreifenden Interessen der Betriebe des deutschen Bau- und Ausbauhandwerks. Sie spricht für rund 300.000 Betriebe mit ca. 2,7 Millionen Beschäftigten und 300.000 Lehrlingen. Ihre Mitgliedsbetriebe erbringen fast 80 % der Leistungen der gesamten bauausführenden Wirtschaft in Deutschland.

Bundesvereinigung Bauwirtschaft
Kronenstraße 55-58
10117 Berlin
Tel.: 030 203 14-409
Fax: 030 203 14-420
eMail: bau@zdb.de
www.bv-bauwirtschaft.de

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Bauwirtschaft erwartet für 2009 „blaues Auge“

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 16:17

Bauhauptgewerbe trägt größte Last der Rezession - Ausbau und Gebäudetechnik stabil

15. Oktober 2009 - „Der Umsatz der von uns vertretenen 330.000 Mitgliedsbetriebe wird in diesem Jahr von 189,2 Mrd. Euro auf 186 Mrd. Euro und damit um 1,5 % sinken. Dabei werden wir 2,73 Mio. Menschen beschäftigen.“ So die Einschätzung von Karl-Heinz Schneider, Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, anlässlich des 1. Deutschen Bauwirtschaftstages 2009. „Wir werden mit einem blauen Auge aus diesem Jahr 2009 herausgehen, wobei unsere Kollegen aus dem Bauhauptgewerbe die größte Last der Rezession zu tragen haben.“

Die Unternehmen im Bauhauptgewerbe erwarten im laufenden Jahr wegen der mangelnden Auftragslage im Wohnungsneubau, des Einbruchs im Gewerbebau und des geringer ausfallenden Impulses aus dem öffentlichen Bau einen Umsatzrückgang um 4 Mrd. Euro auf 81,6 Mrd. Euro (= - 4,7 %). Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe insgesamt wird von 705.000 auf 685.000 fallen.

Im Bereich Ausbau sowie Gebäudetechnik und Dienstleistungen können Umsatz und Beschäftigung der Mitgliedsunternehmen der BVB Dank der Wirkung der Konjunkturpakete auf dem Vorjahresniveau abschließen.

D.h.: Der Umsatz im Bereich Ausbau bleibt bei 53 Mrd. Euro, der im Bereich Gebäudetechnik und Dienstleistungen bei 68 Mrd. Euro. Das Beschäftigtenniveau wird im Ausbau bei 641.000 Personen und im Bereich Gebäudetechnik und Dienstleistungen bei 1,4 Mio. Menschen erwartet.

Der Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe wird vor allen Dingen durch die Rückgänge im Wirtschaftsbau (- 10 %) und im Wohnungsbau (- 4,7 %) bestimmt. „Aber auch der öffentliche Bau läuft noch nicht rund: Hier liegt der Umsatz per Juli 2009 bei - 2,5%, auf das Jahr hochgerechnet erwarten wir allerdings ein Umsatzplus von 5 %,“ so Schneider.

Schneider erklärte abschließend: „Wir gehen davon aus, dass der öffentliche Bau im kommenden Jahr eine deutlich stärkere Rolle spielen wird als in diesem Jahr – und somit mehr zur Auslastung der Unternehmen beitragen wird. Wir gehen weiter davon aus, dass trotz kurzfristiger Rückschläge die Unternehmen auch wieder mehr investieren werden, so dass sich hoffentlich auch im Wirtschaftsbau die Lage nicht weiter verschlechtern wird. Und was den Wohnungsbau angeht, so setzen wir auf die neue Regierungskoalition. Wenn sich darüber hinaus die Situation für die mittelständischen Unternehmen insgesamt bessert, dann können wir halbwegs optimistisch gestimmt in das Jahr 2010 gehen.“

 


Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft vertritt die gemeinsamen Gewerke übergreifenden Interessen der Betriebe des deutschen Bau- und Ausbauhandwerks. Sie spricht für rund 300.000 Betriebe mit ca. 2,7 Millionen Beschäftigten und 300.000 Lehrlingen. Ihre Mitgliedsbetriebe erbringen fast 80 % der Leistungen der gesamten bauausführenden Wirtschaft in Deutschland.

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Korrektur der Wohnungsbaupolitik ist Hauptforderungan schwarz-gelbe Koalition

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 16:15

Mitteilung der Bundesvereinigung Bauwirtschaft

15. Oktober 2009 - „Der Wohnungsneubau muss uns mit Sorge erfüllen, und nicht nur, weil Bauunternehmen leere Auftragsbücher haben, sondern vor allem auch, weil wir in einigen Regionen Deutschlands bereits wieder auf Wohnungsknappheit zulaufen. Hier muss die Politik endlich gegensteuern: Das ist auch eine unserer Hauptforderungen an die neu gewählte Bundesregierung.“ So der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, Karl-Heinz Schneider, in Berlin.

Schneider machte deutlich, dass aufgrund einer Studie des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung der allein aus der demografischen Entwicklung abgeleitete Neubaubedarf auf jährlich 225.000 Wohnungen beziffert werde. Rechne man den qualitativen Bedarf in Höhe von rund 175.000 Wohnungen mit ein, so liege der jährliche Baubedarf bei rund 400.000 Wohnungen pro Jahr, um mittel- und langfristig den Bedarf an bezahlbaren und energetisch vernünftigen Wohnungen zu decken.

„Aufgrund der Abschaffung der Eigenheimzulage sind gerade junge Familien mit Kindern förmlich ausgegrenzt worden, sich die eigenen Vier-Wände leisten zu können, und das trotz niedriger Hypothekenzinsen. Das kann nicht in unser aller Interesse sein.“ So Schneider.

Schneider weiter: „Daher haben wir uns schon im vergangenen Jahr für ein Optionsmodell stark gemacht: Danach kann in die Baufinanzierung eingebrachtes Eigenkapital ebenso wie Tilgungsleistungen für Fremdkapital noch in der gleichen Periode steuerlich abgesetzt werden. Die daraus entstandene Steuerschuld wird verzinst und später nachgelagert versteuert. Das Optionsmodell hat darüber hinaus den Vorteil, dass es sich problemlos auch auf Bestandsmaßnahmen anwenden lässt. Wir erneuern unsere Forderung und appellieren an die Unterhändler der neuen Regierungsparteien, sich diesem Vorschlag zu öffnen.“

Für den Mietwohnungsbau schlägt die deutsche Bauwirtschaft vor, die Abschreibungssätze von zwei auf vier Prozent zu verdoppeln.

Um das Tempo der energetischen Gebäudesanierung zu beschleunigen, sollten weitere Anreize gesetzt werden. „Wichtig dabei ist, dass insbesondere die privaten Eigentümer bereit sind, in ihre Immobilie zu investieren.“ So der Vorsitzende der BVB. Dazu kann u.a. die Erhöhung des sog. Handwerkerbonus für Arbeitskosten bei Handwerkerleistungen im Bestand auf ein Fördervolumen von 20.000 Euro beitragen. Dies würde zu einer Steuerermäßigung von 4.000 Euro führen.

„Diese Steuerersparnis kann sich auf 5.000 Euro erhöhen, wenn sich die nachgewiesenen Arbeitskosten auf energetische Sanierungsmaßnahmen beziehen.“ Erläuterte Schneider den Vorschlag der Bauwirtschaft.

Darüber hinaus müssen die KfW-Förderprogramme über das Jahr 2010 hinaus verstetigt und um ein Programm zur Förderung von Abriss und Neubau ergänzt werden. „Denn oftmals können bestehende Wohngebäude nur mit unverhältnismäßig hohen Mitteln an moderne energetische und funktionale Anforderungen angepasst werden, so dass sich nur ein Abriss und Neubau an derselben Stelle lohnt.“ Sagte Schneider.

Abschließend forderte Schneider stabile Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau. Er lehnte in diesem Zusammenhang eine Verschärfung der gerade in Kraft getretenen EnEV 2009 ab und forderte, auf die EnEV 2012 zu verzichten. 



Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft vertritt die gemeinsamen Gewerke übergreifenden Interessen der Betriebe des deutschen Bau- und Ausbauhandwerks. Sie spricht für rund 300.000 Betriebe mit ca. 2,7 Millionen Beschäftigten und 300.000 Lehrlingen. Ihre Mitgliedsbetriebe erbringen fast 80 % der Leistungen der gesamten bauausführenden Wirtschaft in Deutschland.

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Bauwirtschaft und erneuerbare Energien

Allgemein, Bauwirtschaft, Energie, Veranstaltungen und Termine — geschrieben von bauinformant @ 18:37
Berlin - 07. Oktober 2009

Am 6. November 2009 findet eine Gemeinschaftsveranstaltung von Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden (bbs) und Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) zum Thema „Bauwirtschaft und erneuerbare Energien“ in Berlin statt. Mit dem Schwerpunkt auf erneuerbare Energien am Beispiel von Geothermie und Offshore-Windparks richtet sich der Fokus auf ein wichtiges Zukunftsthema und einen interessanten Absatzmarkt mit Potenzial auch für den Baustoff Zement. Die Veranstaltung hat der BDZ für den bbs in intensiver Kooperation mit dem HDB und Experten der Deutschen Bank konzeptionell und organisatorisch vorbereitet. BDZ-Präsident Andreas Kern, zugleich Vize-Präsident des bbs, wird die Teilnehmer begrüßen und die Diskussion mit einem Statement begleiten.  

Beigefügt finden Sie als pdf-Datei die Einladung mit Übersicht des Programmablaufs und Rückantwort.
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Aufträge im Bauhauptgewerbe im Juli 2009: real - 8,4% zum Juli 2008

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 16:47

Mitteilung des Statistischen Bundesamtes

WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, gingen im Juli 2009 die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe (Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen) im Vergleich zum Juli 2008 preisbereinigt um 8,4% zurück. Dabei nahm die Baunachfrage im Hochbau um 9,0% und im Tiefbau um 8,0% ab.
In den ersten sieben Monaten 2009 sind die Auftragseingänge des Bauhauptgewerbes preisbereinigt um 11,2% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum gesunken.

Ende Juli 2009 waren in den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus 698 000 Personen tätig; das waren etwa 18 000 Personen oder 2,5% weniger als im Juli 2008. Der Gesamtumsatz belief sich im Berichtsmonat auf rund 8,0 Milliarden Euro (- 4,4% gegenüber Juli 2008).

In den ersten sieben Monaten 2009 betrug der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes 42,0 Milliarden Euro; er lag damit um 7,6% unter dem Niveau der ersten sieben Monate 2008. Die Zahl der tätigen Personen ist in diesem Zeitraum um 2,4% gesunken.

Die vollständige Pressemitteilung ist auch im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter 

http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/09/PD09__365__441,templateId=renderPrint.psml
zu finden.

Weitere Auskünfte gibt:
Kerstin Kortmann,
Telefon: (0611) 75-4740,
E-Mail: baubericht@destatis.de


Quelle:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
Gustav-Stresemann-Ring 11
65189 Wiesbaden
Telefon: +49 (0) 611 / 75 - 34 44
Telefax: +49 (0) 611 / 75 - 39 76
mailto:presse@destatis.de
http://www.destatis.de


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Solare Leuchttürme für Exportmärkte gesucht

Bauwirtschaft, Energie — geschrieben von bauinformant @ 18:24

Unternehmen können sich bis zum 16. Oktober beim dena-Solardachprogramm bewerben

17.09.2009

Das Solardachprogramm der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) sucht Unternehmen, die neue Exportmärkte erschließen möchten. Mit der Installation von Photovoltaik-, Solarthermie- oder solaren Kühlungsanlagen können sie sich optimal im Ausland präsentieren. Die dena unterstützt die Unternehmen bei der Durchführung, vom Konzept bis zur Einweihungsfeier. 45 Prozent der Projektkosten werden jeweils vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) finanziert. Den Rest tragen die beteiligten Solarunternehmen oder private Sponsoren. Bewerbungsschluss ist der 16. Oktober 2009.

Jedes Projekt umfasst die Installation einer Solaranlage auf einer repräsentativen Einrichtung. Hinzu kommen umfangreiche Marketing- und Schulungsmaßnahmen, die die Möglichkeiten der Solartechnologie bei Entscheidern in Politik und Wirtschaft, möglichen Kooperationspartnern und in der breiten Öffentlichkeit bekannt machen. So können die Unternehmen im Laufe eines Projekts die landesspezifischen Rahmenbedingungen aus praktischer Erfahrung kennenlernen und den neuen Markt systematisch erschließen.

Für die bisher am Solardachprogramm beteiligten Unternehmen verliefen die Projekte sehr erfolgreich. Viele konnten dank des professionellen Einstiegs ihren Export in den jeweiligen Zielmärkten steigern, ihren Bekanntheitsgrad erhöhen und neue Vertriebsstrukturen entwickeln. Die Projekte erleichterten den Zugang zu staatlichen Stellen und den Kontakt zu Kooperationspartnern. Seit 2004 wurden weltweit insgesamt 22 Solardachprojekte realisiert, neun weitere stehen vor ihrer Einweihung u. a. in Russland, Taiwan, der Türkei und Äthiopien.

Das Solardachprogramm wird von der dena im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien koordiniert. Weitere Informationen stehen im Internet unter: www.exportinitiative.de/solardachprogramm Externer Link


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Beschleunigung der Zahlungen - Notwendige Ergänzung der Konjunkturpakete

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 16:49

Zahlungsmoral am Bau weiter schlecht: Öffentliche Auftraggeber zahlen immer noch später als die privaten Auftraggeber.

"Wenn die öffentliche Hand ihre Rechnungen schneller begleichen würde, könnte sie einen wichtigen Beitrag zur Liquidität der Betriebe leisten." So kommentierte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, die Ergebnisse einer Umfrage unter den Mitgliedsbetrieben des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes. 

Die Zahlungsmoral der öffentlichen Hand bewerten nur 34 % der befragten Betriebe als gut oder sehr gut; rund 26 % beurteilen diese sogar mit schlecht oder sehr schlecht. Die Zahlungsmoral privater Auftraggeber sehen rund 55 % der Betriebe als gut oder sehr gut und nur 12 % als schlecht oder sehr schlecht an. 

Dabei wird die Frist für die Schusszahlung der VOB (innerhalb von 2 Monaten) wird von der öffentlichen Hand in mehr als der Hälfte aller Fälle überschritten. 

In über 70 % dieser Fälle wird die Frist bis zu einem Monat und länger überschritten, in 19 % bis zu 6 Monaten; rund 3 % lassen sich sogar über 6 Monate hinaus Zeit. Fast 50 % der öffentlichen Auftraggeber lassen sich bis zu einem Monat Zeit, bevor sie eine Rechnung begleichen. Knapp 40 % der privaten Auftraggeber zahlen innerhalb einer Woche. 

In rund 60 % der Fälle zahlen öffentliche Auftraggeber die gestellten Abschlagszahlungen nicht pünktlich, d.h. nicht innerhalb der von der VOB geforderten 18 Werktagen; bei privaten Auftraggebern sind das mehr als 40% aller Fälle. 

In über 50 % dieser Fälle warten die Betriebe bis zu einem Monat und länger auf ihr Geld bei Abschlagszahlungen, immerhin leisten 47 % der öffentlichen Auftraggeber die Abschlagszahlungen innerhalb einer Woche. Die privaten Auftraggeber sind auch hier schneller: Ca. 59 % zahlen die Abschlagsrechnung innerhalb einer Woche. Nur 5 % brauchen dafür bis zu sechs Monate und mehr. 

"Diese Zahlen zeigen, dass der Bauunternehmer als Kreditgeber weiter gerne in Anspruch genommen wird. Als eine der wenigen Branchen gehen wir in Vorleistung; dafür müssen wir dann noch Monate auf unser Geld warten." So Loewenstein weiter. "Unsere Mitarbeiter wie auch unsere Lieferanten erwarten ihr Geld pünktlich." 

Die Umfrage macht deutlich, dass das Zahlungsverhalten von privaten und vor allem von öffentlichen Auftraggebern weiter unbefriedigend ist. Gerade angesichts der Wirtschaftskrise sind Zahlungsverzögerungen existenzbedrohend, weil den Betrieben Liquidität entzogen wird. 

"Wir fordern die öffentliche Hand daher auf, die Zahlungsziele der VOB endlich einzuhalten. Das wäre eine sinnvolle Ergänzung der Konjunkturpakete." Appellierte Loewenstein an die öffentlichen Auftraggeber. 

Darüber hinaus fordert das deutsche Baugewerbe generell die Zahlungsfristen in der VOB zu verkürzen. So könnte z.B. die die Prüffrist bei Pauschalverträgen auf 14 Werktage verkürzt werden, die Leistungszeit bei Abschlagszahlungen von 18 auf 7 Werktage sowie die Zahlungsfrist für die Schlusszahlung von zwei auf einen Monat. 

"Die öffentliche Hand sollte bereit sein, das Instrument, Vorauszahlungen zu leisten, grundsätzlich auch einzusetzen, die VOB sieht das nämlich durchaus vor." Forderte Loewenstein.

Quelle:
ZDB Zentralverband Deutsches Baugewerbe e.V.
Kronenstrasse 55-58
10117 Berlin

Telefon: 030/2 03 14-408
Telefax: 030/2 03 14-420

E-Mail: presse@zdb.de
Internet: http://www.zdb.de

Ansprechpartner: Dr. Ilona K. Klein

Bauinformant ist nicht der Autor der eingestellten Information. Das Urheberrecht ist durch einen Direktlink und/oder die Quellenangabe gekennzeichnet bzw. vom Urheber zur Veröffentlichung genehmigt. Falls Sie einen Verstoß gegen das Urheberrecht vermuten, bitten wir Sie um eine Mitteilung, bevor unnötige rechtliche Auseinandersetzungen entstehen.


Minderung von Stickstoffoxid-Emissionen in der Zementindustrie

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 15:23
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel stellt über 4 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm für ein Pilotprojekt der SCHWENK Zement KG in Mergelstetten (Baden-Württemberg)zur Verfügung, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums (BMU). Das Unternehmen plant den bundesweit erstmaligen Bau und Betrieb einer großtechnischen Katalysatoranlage für hohe Minderungsraten von Stickoxid-Emissionen in einem bestehenden Zementwerk. Zudem sollen die Primärbrennstoffe vollständig durch Sekundärbrennstoffe aus Abfällen ersetzt werden.  

Die SCR-Technik (Selective Catalytic Reduction) ist in Kohlekraftwerken, Müllverbrennungs- und anderen Industrieanlagen schon seit längerem Stand der Technik, nicht jedoch in der Zementindustrie. Bisher fehlte der Nachweis, dass der Einsatz der SCR-Technik auch bei extrem hohem Abfalleinsatz mit akzeptablen Katalysatorstandzeiten möglich ist. Ein umfangreiches Mess- und Untersuchungsprogramm soll die erfolgreiche Umsetzung des Vorhabens kontrollieren und dokumentieren. Somit wird die Voraussetzung geschaffen, die SCR-Technik auch auf weitere Werke zu übertragen.  

Im Zementwerk Mergelstetten soll der Einsatz von Sekundärbrennstoffen auf 100 Prozent gesteigert und gleichzeitig die Stickstoffoxid- und Ammoniak-Emissionen mit Hilfe der neuen Anlage um 50 Prozent gesenkt werden. Darüber hinaus soll untersucht werden, ob die bereits in diesem und weiteren Werken angewandte SNCR-Technik (Selective Non-Catalytic Reduction) kostensenkend mit der SCR-Technik kombiniert werden kann. Dies würde weitere Potentiale der Verringerung von Stickstoffoxid-Emissionen erschließen.

 

Pressetext:

Bundesverband der Deutschen Zementindustrie e.V.
Kochstraße 6-7
10969 Berlin

Tel.+49 30 28002-225
Fax. +49 30 28002-250

 


Bauinformant ist nicht der Autor der eingestellten Information. Das Urheberrecht ist durch einen Direktlink und/oder die Quellenangabe gekennzeichnet bzw. vom Urheber zur Veröffentlichung genehmigt. Falls Sie einen Verstoß gegen das Urheberrecht vermuten, bitten wir Sie um eine Mitteilung, bevor unnötige rechtliche Auseinandersetzungen entstehen.

 


Trotz des Konjunkturpakets II hat sich Auftragslage am Bau nicht verbessert

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 22:51

Umfrage der Fachgemeinschaft Bau: Mittel fließen zu langsam

Berlin, 27.08.2009. Die Situation der mittelständischen Bauwirtschaft in Berlin und Brandenburg hat sich trotz des Konjunkturpakets II nicht verbessert. Das geht aus einer heute veröffentlichten Mitgliederbefragung der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V. hervor. Demnach gaben 56 Prozent der rund 900 Baubetriebe an, dass sich die Auftragslage trotz des Konjunkturprogramms nicht verbessert hat und es bis jetzt noch nicht zu zusätzlichen Projekten aus dem staatlichen Fördertopf gekommen ist. Elf Prozent der Betriebe finden gar, dass sich die Auftragslage verschlechtert hat. Nur 13 Prozent der Bauunternehmer erwarten mittelfristig ein Auftragsplus aufgrund der staatlichen Konjunkturmaßnahmen. Hinzu kommen verschärfte Bedingungen bei der Kreditvergabe der Banken: Dass diese mehr Sicherheiten benötigen als früher, bestätigte gut ein Drittel der Betriebe.

Insgesamt 57 Prozent der Befragten gaben an, bereits jetzt oder in naher Zukunft von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise betroffen zu sein. Entsprechend düster sind die Erwartungen der Unternehmen an die konjunkturelle Entwicklung bis Ende 2009: Rund 32 Prozent rechnet mit einem sinkenden Bauvolumen, 41 Prozent erwarten eine Stagnation. Trotzdem geben 69 Prozent der Betriebe an, vorerst keine Mitarbeiter entlassen zu wollen. Und auch beim Thema Ausbildung setzen die Betriebe auf eine baldige Besserung der Lage und wollen vorerst keine Auszubildenden Stellen aufgrund der Wirtschaftskrise abbauen.

Fachgemeinschaft Bau fordert zügigere Umsetzung:
 
Die Fachgemeinschaft Bau sieht sich durch die Umfrageergebnisse in ihrer Kritik an der zu langsamen Umsetzung des Konjunkturpakets bestätigt: „Was als kurzfristige Konjunkturbelebung gedacht war, wächst sich zu einer unendlichen Geschichte aus“, kommentiert Wolf Burkhard Wenkel, Hauptgeschäftsführer der Fachgemeinschaft Bau, die Ergebnisse. „Für die zögerliche Vergabe machen wir vor allem den seit Jahren anhaltenden Abbau qualifizierter Mitarbeiter in den Vergabestellen verantwortlich. Dass bis Jahresende 40 Prozent der Mittel aus dem Konjunkturpaket bereits marktwirksam geworden sind, halten wir für äußert unwahrscheinlich.“ Der Verband fordert einen zügigeren Mittelabfluss, um die Konjunktur im Baubereich möglichst noch in diesem Jahr anzukurbeln. Zudem regt er eine generelle Erhöhung der Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen an, um die regionale Wirtschaftskraft zu stärken.

Ergebnisse für Berlin im Überblick:

In Berlin geben 30,4% der Befragten an, dass sich die Lage trotz Konjunkturpakets nicht verbessert hat. Zu konkreten Projekten ist es nach Ansicht von 26,3% der Betriebe noch nicht gekommen. 15,8% der Betriebe stellen fest, dass wesentlich mehr Ausschreibungen laufen. Gleichwohl hat sich für 10,5% die Auftragslage verschlechtert, nur 6,4% spüren eine deutliche Verbesserung.

Dass die Krise bei ihnen angekommen ist, bestätigen 33,3 % der Berliner Bauunternehmer, weitere 23,9% rechnen damit, dass sie in den nächsten Monaten voll durchschlagen wird. Allerdings erwarten 18,8% der Betriebe ein Auftragsplus aufgrund der staatlichen Konjunkturmaßnahmen. 22,2% der Befragten gehen davon aus, dass die Krise nicht merklich zu spüren sein wird. Nur 13,9% der Befragten planen, aufgrund der Wirtschaftskrise Mitarbeiter zu entlassen, für die überwältigende Mehrheit von 74,3% kommt das vorerst nicht in Frage. 

Ergebnisse für Brandenburg im Überblick:

In Brandenburg hat sich nach Ansicht von 37,4% der befragten Betriebe die Auftragslage trotz Konjunkturpakets nicht verbessert. 17,6% bestätigen, dass es noch nicht zu konkreten Projekten gekommen ist, 11% fügen dem allerdings hinzu, dass wesentlich mehr Ausschreibungen laufen. 12,1% der Betriebe findet, dass sich die Auftragslage verschlechtert hat, während 11% das genaue Gegenteil feststellen. Ein Auftragsplus aufgrund der konjunkturellen Maßnahmen erwarten allerdings nur 6,5% der Brandenburger Bauunternehmer.

26,1% der Betriebe gaben an, in den nächsten Monaten mit den Konsequenzen der Krise zu rechnen, während bei 23,9% der Unternehmer die Krise schon zu spüren ist. Dass sich die Krise nicht merklich auswirken wird, erwarten 38%. Insgesamt 19,8% der Betriebe planen, Mitarbeiter zu entlassen; für 63,7% spielt das Thema Entlassungen keine Rolle.

Weitere Informationen:

Die detaillierten Ergebnisse und Diagramme finden Sie im unten angefügten Link.

Diagramme zur Umfrage der FG Bau vom August 2009 (PDF)

Die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V. vertritt die Interessen der mittelständischen Bauwirtschaft in Berlin und Brandenburg. Mit ihren rund 900 Mitgliedern ist sie der größte Bauarbeitgeber- und Bauwirtschaftsverband in der Region. Als Mitglied ist die Fachgemeinschaft Bau zudem im Zweckverbund Ostdeutscher Bauverbände (ZVOB) organisiert, der mit seinen ca. 2.600 Mitgliedern als größter ostdeutscher Spitzenverband die Anliegen der ostdeutschen Bauwirtschaft gegenüber Bundes- und Landespolitik vertritt.

Quelle: Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V.


Bauinformant ist nicht der Autor der eingestellten Information. Das Urheberrecht ist durch einen Direktlink und/oder die Quellenangabe gekennzeichnet bzw. vom Urheber zur Veröffentlichung genehmigt. Falls Sie einen Verstoß gegen das Urheberrecht vermuten, bitten wir Sie um eine Mitteilung, bevor unnötige rechtliche Auseinandersetzungen entstehen.

Erfolgreiches Bayerisches Modernisierungsprogramm

Bauwirtschaft, Finanzierung, Immobilienwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 15:41

Erfolgreiches Bayerisches Modernisierungsprogramm München – Bereits fünf Monate nach Inkrafttreten des neuen Bayerischen Modernisierungsprogramms wurde das Darlehensvolumen von rund 120 Millionen Euro, hauptsächlich durch die Mitgliedsunternehmen des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern), ausgeschöpft.

„Es konnte erreicht werden, dass weitere 40 Millionen Euro für 2009 bereitgestellt werden“, sagt Verbandsdirektor Xaver Kroner. Die Fördermittel wurden in die energetische Sanierung der Wohnungsbestände investiert. „Mit diesen Maßnahmen werden Beschäftigung im
regionalen Bauhandwerk gesichert, der Energieverbrauch von Wohngebäuden gesenkt und der CO2-Ausstoß reduziert“, führt Kroner auf. Damit hätten die im VdW Bayern organisierten Wohnungsunternehmen bewiesen, dass sie alle Anstrengungen unternähmen, um ihre Wohnungsbestände energetisch zu verbessern, soweit dies wirtschaftlich vertretbar sei. Mit Einführung der EnEV 2009 werde dies erheblich chwieriger.

„Trotz der extrem schwierigen Haushaltslage in Bayern nach den Belastungen durch die Eigenkapitalhilfen für die Bayerische Landesbank ist es gelungen, die Mittel für Neubauförderung in Bayern auf hohem Niveau zu halten“, freut sich der Verbandsvorstand. Insgesamt stünden für 2009 215 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Dies seien sogar
21,5 Millionen Euro mehr als im Haushaltsjahr 2008.

Das Bayerische Modernisierungsprogramm wird im Rahmen der Wohnraumförderung
in Bayern durchgeführt. Die wohnungswirtschaftlichen Programme der KfW-Förderbank werden seit dem 1. April 2009 von der Bayerischen Landesbodenkreditanstalt nochmals um 0,75 Prozentpunkte im Zins verbilligt.

Quelle:

Verband bayerischer Wohnungsunternehmen e.V. (VdW Bayern)
Stollbergstraße 7 · 80539 München
Telefon: (089) 29 00 20-305 · Fax: (089) 228 59 40


Bauinformant ist nicht der Autor der eingestellten Information. Das Urheberrecht ist durch einen Direktlink und/oder die Quellenangabe gekennzeichnet bzw. vom Urheber zur Veröffentlichung genehmigt. Falls Sie einen Verstoß gegen das Urheberrecht vermuten, bitten wir Sie um eine Mitteilung, bevor unnötige rechtliche Auseinandersetzungen entstehen.

Aufträge im Bauhauptgewerbe im Juni 2009: real – 7,0% zum Juni 2008

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 17:40


WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, gingen im Juni 2009 die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe (Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen) im Vergleich zum Juni 2008 preisbereinigt um 7,0% zurück. Dabei nahm die Baunachfrage im Hochbau um 21,1% ab. Im Tiefbau dagegen stiegen die Auftragseingänge um 8,0% an.
 
In den ersten sechs Monaten 2009 sind die Auftragseingänge des Bauhauptgewerbes preisbereinigt um 11,7% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum gesunken.
 
Ende Juni 2009 waren in den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus 696 000 Personen tätig; das waren etwa 19 000 Personen weniger als vor einem Jahr (– 2,7%). Der Gesamt­umsatz belief sich im Berichtsmonat auf rund 7,4 Milliarden Euro (– 5,0% gegenüber Juni 2008).
 
Im ersten Halbjahr 2009 betrug der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes 34,0 Milliarden Euro; er lag damit um 8,4% unter dem Niveau der ersten sechs Monate 2008. Die Zahl der tätigen Personen ist in diesem Zeitraum um 2,3% gesunken.

Detaillierte Informationen und lange Zeitreihen zum Bauhauptgewerbe können kostenfrei in der GENESIS-Online Datenbank über die Tabelle 44111-0001 abgerufen werden.
 
>>> methodische Kurzbeschreibung

>>> weitere Daten und Informationen zum Thema

 

Weitere Auskünfte gibt:
Kerstin Kortmann,
Telefon: (0611) 75-4740

E-Mail: baubericht@destatis.de

8,1% weniger genehmigte Wohnungen im ersten Halbjahr 2009

Bauwirtschaft, Wohnungswirtschaft, Immobilienwirtschaft, Wohnbau — geschrieben von bauinformant @ 17:47

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurde von Januar bis Juni 2009 in Deutschland der Bau von 80 700 Wohnungen genehmigt. Das waren 8,1% oder 7 100 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum.

Von den im ersten Halbjahr 2009 insgesamt 80 700 genehmigten Wohnungen waren 69 950 Neubauwohnungen in Wohngebäuden (– 6,7% gegenüber 2008). Der Rückgang von Baugenehmigungen für Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern (– 8,3% beziehungsweise – 11,6%) ist dabei höher ausgefallen als die Abnahme bei der Genehmigung von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (– 4,6%).

Im ersten Halbjahr 2009 sank der umbaute Raum der genehmigten neuen Nichtwohngebäude gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 24,5% auf 90,5 Millionen Kubikmeter. Diese Entwicklung basiert auf dem Rückgang der Bauten von nichtöffentlichen Bauherren um 27,5% auf 80,8 Millionen Kubikmeter. Die öffentlichen Bauherren steigerten dagegen das Bauvolumen um 14,9% auf 9,7 Millionen Kubikmeter.
Ein nennenswerter Rückgang des umbauten Raums in den ersten sechs Monaten der Vorjahre wurde letztmals im ersten Halbjahr 2004 (– 14,5%) festgestellt.

mehr


Baustoff-Fachhandel mit Umsatzrückgang im 1. Halbjahr 2009

Bauwirtschaft, Baustoffe — geschrieben von bauinformant @ 19:37
Minus von 7,3 Prozent bei stabilen Beschäftigungszahlen: Hoffen auf Wirkung der Konjunkturpakete

Die 917 Mitgliedsfirmen im Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V. (BDB), Berlin, verzeichneten im 1. Halbjahr 2009 einen Umsatzrückgang. Nach einem leichten Plus von 1,5 Prozent im Jahr 2008 meldeten die Unternehmen in einer Blitzumfrage des Verbandes zur Jahresmitte ein Minus von 7,3 Prozent. Für die kommenden Monate bleiben die Baustoff-Fachhändler eher skeptisch. Im 2. Halbjahr 2009 rechnen 52 Prozent der Mitglieder an den bundesweit 2.200 Betriebsstätten mit fallenden Umsätzen. 27 Prozent schätzen die weitere Entwicklung unverändert ein, während lediglich jeder Fünfte einen Um-satzzuwachs erwarten. Allein durch das Wirksamwerden der Konjunkturpakete I und II erwarten die Mitgliedsfirmen ab Herbst 2009 eine leichte Entspannung und eine gewisse Nachhaltigkeit in der weiteren Entwicklung.
 
Stefan Thurn

BDB-Präsident Stefan Thurn geht von einer Umsatzstabilisierung im 3. Quartal 2009 durch die Konjunkturpakete I und II aus
Foto: Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e. V., Berlin

"Den drastischen Rückgang im Wohnungsneubau kann unsere Branche nicht durch den Zuwachs bei der Modernisierung kompensieren", erläutert BDB-Präsident Stefan Thurn. Hier habe die Politik eine wichtige Regelfunktion, um dem erschreckenden Rückgang bei den Baugenehmigungen und Fertigstellungen entgegen zu wirken. "Wir dürfen diese Thematik nicht weiter auf die lange Bank schieben, sonst können wir nur noch sehr schwer gegensteuern", gibt Thurn zu bedenken. "Für Familien haben wir in Ballungsgebieten heute schon viel zu wenig bezahlbaren Wohnraum. Aufgrund unserer demografischen Entwicklung fehlt darüber hinaus auch altersgerechter Wohnraum." Die dramatische Situation im Wohnungsbau sei bei den Politikern noch nicht angekommen, stellt Thurn bei seinen Gesprächen immer wieder fest.


Anteil Privatkunden nimmt weiter zu / Zahl der Beschäftigten bleibt stabil
Mehr als ein Viertel des Umsatzes entfallen im Baustoff-Fachhandel zwischenzeitlich auf das Geschäft mit Privatkunden. Der Umsatzrückgang belief sich in diesem Segment im 1. Halbjahr 2009 auf fünf Prozent, während der Rückgang bei den gewerblichen Kunden acht Prozent betrug. Wie ein Blick auf die regionale Entwicklung zeigt, meldeten die Händler aus Rheinland-Pfalz (minus 2,6 Prozent), Saarland (minus 4,7 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (minus 5 Prozent) die geringsten Umsatzeinbußen, während die Händler in Brandenburg (minus 13,4 Prozent) und Thüringen (minus 14,9 Prozent) deutlichere Rückgänge hinnehmen mussten. Erfreulich sind die Zahlen, die den Arbeitsmarkt betreffen. Mit einem Anstieg von 0,6 Prozent entwickelte sich die Zahl der Beschäftigten leicht positiv. "Beratungskompetenz und Servicequalität sind die Stärken des Baustoff-Fachhandels. Hierbei sind gut ausgebildete und kontinuierlich weitergebildete Mitarbeiter das A und O", weiß Stefan Thurn auch aus seinem Unternehmen.

Text- und Bildquelle: Bundesverband Deutscher Baustoff Fachhandel e. V.


Bauinformant ist nicht der Autor der eingestellten Information. Das Urheberrecht ist durch einen Direktlink und/oder die Quellenangabe gekennzeichnet bzw. vom Urheber zur Veröffentlichung genehmigt. Falls Sie einen Verstoß gegen das Urheberrecht vermuten, bitten wir Sie um eine Mitteilung, bevor unnötige rechtliche Auseinandersetzungen entstehen.

Rohstahlproduktion im Juli 2009 28,8% niedriger als im Juli 2008

Bauwirtschaft, Baustoffe — geschrieben von bauinformant @ 18:44
WIESBADEN, 07.08.2009
 Die deutschen Hüttenwerke haben im Juli 2009  1,66 Millionen Tonnen Roheisen und 2,69 Millionen Tonnen Rohstahl hergestellt. Wie das Statistische Bundes­amt (Destatis) mitteilt, produzierten die Hüttenwerke damit 30,0% weniger Roheisen und 28,8% weniger Rohstahl als im Juli 2008. Trotz dieses Rückgangs im Vorjahres­vergleich setzte sich die Konsolidierung auch im Ferienmonat Juli fort: Gegenüber dem Vormonat Juni nahm die Produktion im Juli 2009 bei Roheisen um 14,1% und bei Rohstahl um 7,2% zu. Bei der Rohstahl­produk­tion ergab sich kalender- und saison­bereinigt (Berliner Verfahren 4.1 – BV 4.1) eine Zunahme um 8,2%.


In den ersten sieben Monaten des Jahres 2009 wurden bundesweit 9,83 Millionen Tonnen Roheisen und 16,53 Millionen Tonnen Rohstahl hergestellt. Im Vergleich zum ent­sprechenden Vorjahreszeitraum ist die Roheisenproduktion somit um 44,3% und die von Rohstahl um 41,4% zurückgegangen.

Detaillierte Informationen und lange Zeitreihen zur Rohstahlproduktion (Tabelle: 42311-0002, Erzeugung von Eisen und Stahl) können auch kostenfrei in der GENESIS-Online Datenbank abgerufen werden. 

Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn,
Roman Hartmann,
Telefon: (0611) 75-8505,

E-Mail: eisen-stahl@destatis.de
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Vergleich bauvertraglicher Regelungsmechanismen

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 14:13

von:
Josef Zimmermann, Mathias Hamann
2009,182 S., zahlr. Abb. u. Tab.,
Best.-Nr. F 2710 (Kopie des Manuskripts)
ISBN 978-3-8167-8050-2 | Fraunhofer IRB Verlag

Textauszug:

Vergleich bauvertraglicher Regelungsmechanismen im Hinblick auf eine optimierte Abwicklung und zur Senkung von Konfliktpotential am Beispiel von VOB, NEC und FIDIC

Die Bauwirtschaft ist im bauindustriellen Bereich von der Abwicklung komplexer Vorhaben geprägt. Dabei stehen Kosten- und Terminsicherheit für den Investor im Vordergrund, was dazu führt, dass Unternehmen ihren Leistungsbereich zunehmend auf die Phasen vor und nach der eigentlichen Leistungserbringung, also Finanzierung, Planung und Betrieb, ausdehnen. Die in Deutschland zur Verfügung stehenden rechtlichen Grundlagen sind an diese aktuellen Entwicklungen noch nicht angepasst, wodurch Handlungsbedarf entsteht, neue Vertragstypen und Regelwerke zu entwerfen. Zudem hat sich auch die Anzahl der Streitigkeiten zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern bezogen auf das Bauvolumen in den vergangenen Jahren erhöht, so dass es nötig ist, mögliche Maßnahmen zur Senkung des Konfliktpotentials zu identifizieren und analysieren. Ziel dieser Arbeit ist es, Vorschläge für konzeptionelle Veränderungen im deutschen Bauvertragsrecht zu entwickeln, die unter besonderer Berücksichtigung des konfliktarmen und effizienten Bauprozesses entwickelt werden. Dazu werden die internationalen Vertragsmodelle FIDIC (Federation Internationale des Ingenieurs Conseils) und NEC3 (New Engineering Contract) den Regelungen der VOB gegenübergestellt, um mögliche Optimierungspotentiale der deutschen Regelungen zu identifizieren. Um möglichen Handlungsbedarf zu quantifizieren und Optimierungspotentiale zu finden, wurde ein Fragebogen entwickelt, der von verschiedenen Beteiligten am Bauprozess beantwortet wurde. Dabei wurden drei wesentliche Bereiche eingegrenzt, innerhalb derer die vorhandenen vertraglichen Rahmenbedingungen Potential zur Optimierung aufweisen. Diese Bereiche sind die Einbindung von Projektbeteiligten, der Detaillierungsgrad der Prozessvorgaben sowie die Flexibilität der Vertragswerke.


Stuttgart (Deutschland, Bundesrepublik)
Fraunhofer IRB Verlag
2008,182 S.
ISBN: 978-3-8167-8050-2

>>kostenloser Download Volltext

(187 Seiten als Pdf-Dokument, externer Link)


Bauinformant ist nicht der Autor der eingestellten Information. Das Urheberrecht ist durch einen Direktlink und/oder die Quellenangabe gekennzeichnet bzw. vom Urheber zur Veröffentlichung genehmigt. Falls Sie einen Verstoß gegen das Urheberrecht vermuten, bitten wir Sie um eine Mitteilung, bevor unnötige rechtliche Auseinandersetzungen entstehen.

 

 


Entwicklung von alternativen Finanzierungsmöglichkeiten für mittelständische Bauunternehmen zur Sicherung der Existenz des Unternehmens und der dort vorhandenen Arbeitsplätze

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 14:07

 von:

Erwin W. Marsch, Christina Hoffmann
2009,200 S., 64 Abb.,
Best.-Nr. F 2722 (Kopie des Manuskripts)
ISBN 978-3-8167-8042-7 | Fraunhofer IRB Verlag 

Textausschnitt:

Die Rahmenbedingungen der Unternehmensfinanzierung unterliegen in der heutigen Zeit tief greifenden Veränderungsprozesse. Gleichzeitig sind die Kreditentscheidungsprozesse in den Instituten deutlich komplexer geworden, getrieben durch die Richtlinien gemäß dem Ratingverfahren (Basel II). Die sich aus dem Rating ergebenen Bonitätskennziffern haben zudem Auswirkungen auf die erforderliche spezifische Eigenkapitalunterlegung der Banken. Diese Rahmenbedingungen erschweren, insbesondere den mit hohem Risiko belegten Unternehmen, wie Unternehmen der Bauwirtschaft, den Zugang zu Finanzressourcen. Eine der wichtigsten ("alternativen") Finanzierungsmöglichkeiten ist die Sicherstellung eines bedarfsgerechten Liquiditäts- und Finanzmanagementsystems. Dazu gehört ein entsprechendes Planungssystem: - Aufgrund der Geschäftsmechanik und der besonderen Geschäftsrisiken stehen den mittelständischen Bauunternehmen in der Regel nur die klassischen Finanzierungsinstrumente zur Verfügung. - Erfolgreiche Bauunternehmen haben bereits seit langer Zeit intensiv in die Liquiditäts- und Finanzstruktur ihrer Unternehmen investiert und räumen dem Liquiditäts- und Finanzmanagement eine besondere Bedeutung ein. - Ausgereifte und erprobte kaufmännische Führungs- und Steuerungsinstrumente sind Grundvoraussetzung für den Zugang zu externen Finanzmitteln. - Die Finanzierungsreife im Sinne von Basel II hat einen hohen Stellenwert und kann von den Unternehmen als Impulsgeber genutzt werden. - Die bessere Berechenbarkeit des Geschäftes wird die Bauunternehmen attraktiver für externe Kapitalgeber machen und neue Finanzierungsmöglichkeiten eröffnen. - Hinsichtlich der Kreditwürdigkeit sind Maßnahmen zu unterstützen, die eine externe Bonitätsbeurteilung zulassen. - Um Wachstum durch Zukauf oder Integration von Unternehmen zu ermöglichen oder andererseits die Nachfolge in einem Unternehmen zu gestalten, sind Modelle einer Mittelstandsholding zu prüfen. [...]

 

>>>kostenloser Download Volltext

(191 Seiten als Pdf-Dokument)


Bauinformant ist nicht der Autor der eingestellten Information. Das Urheberrecht ist durch einen Direktlink und/oder die Quellenangabe gekennzeichnet bzw. vom Urheber zur Veröffentlichung genehmigt. Falls Sie einen Verstoß gegen das Urheberrecht vermuten, bitten wir Sie um eine Mitteilung, bevor unnötige rechtliche Auseinandersetzungen entstehen.

Firmeninsolvenzen in Brandenburgs Bauhauptgewerbe um 50 Prozent zurückgegangen

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 08:22

Die Anzahl der Firmeninsolvenzen im brandenburgischen Bauhauptgewerbe ist im ersten Quartal 2009 um die Hälfte zurückgegangen. Das teilte die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V. in ihren „Bauwirtschaftlichen Eckdaten“ mit.

Demnach gingen von Januar bis März 2009 in Brandenburg 16 Firmen pleite und damit 50 Prozent weniger als noch im gleichen Zeitraum im Vorjahr: „Das ist eine positive Entwicklung für Brandenburg“, kommentiert Wolf Burkhard Wenkel, Hauptgeschäftsführer der Fachgemeinschaft Bau. „Für Berlin zeigt sich jedoch eine andere Situation: Hier haben bereits im ersten Quartal dieses Jahres 13 Firmen Insolvenz angemeldet. Das sind genauso viele wie im letzten Jahr, von einem Rückgang ähnlich dem in Brandenburg also keine Spur!

Diese Entwicklung führt uns beispielhaft die Gefährlichkeit des Mindestlohnunterschiedes zwischen Berlin und Brandenburg vor Augen. Bereits jetzt liegt der Mindestlohn zwei in Berlin um 2,90 Euro höher als der in Brandenburg. Ab 1.9. wird der Unterschied auf 3,50 Euro vergrößert. Damit haben Berliner Betriebe im Vergleich zu den Brandenburgern bei Ausschreibungen keine Chancen. Das ist grobe Wettbewerbsverzerrung und für uns nicht hinnehmbar!“

Die Fachgemeinschaft Bau fordert einen einheitlichen Mindestlohn für die Baubranche, um zu verhindern, dass Betriebe wie in Berlin schlechter gestellt werden: „Nur so können Firmeninsolvenzen verhindert und die regionale Konjunktur nachhaltig stabilisiert werden,“ führt Wenkel aus. Er appellierte an den Bundesarbeitsminister, diesen Mindestlohntarifvertrag über den Verordnungsweg nicht für allgemeinverbindlich zu erklären.

Die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V. vertritt die Interessen der mittelständischen Bauwirtschaft in Berlin und Brandenburg. Mit ihren rund 900 Mitgliedern ist sie der größte Bauarbeitgeber- und Bauwirtschaftsverband in der Region. Als Mitglied ist die Fachgemeinschaft Bau zudem im Zweckverbund Ostdeutscher Bauverbände (ZVOB) organisiert, der mit seinen ca. 2.600 Mitgliedern als größter ostdeutscher Spitzenverband die Anliegen der ostdeutschen Bauwirtschaft gegenüber Bundes- und Landespolitik vertritt.

Pressetext von: www.fg-bau.de
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Firmeninsolvenzen in Brandenburgs Bauhauptgewerbe um 50 Prozent zurückgegangen

Bauwirtschaft, Immobilienwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 21:35
 

Pressemitteilung von: Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e. V. 

Die Anzahl der Firmeninsolvenzen im brandenburgischen Bauhauptgewerbe ist im ersten Quartal 2009 um die Hälfte zurückgegangen. Das teilte die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V. in ihren „Bauwirt-schaftlichen Eckdaten“ mit. Demnach gingen von Januar bis März 2009 in Bran-denburg 16 Firmen pleite und damit 50 Prozent weniger als noch im gleichen Zeitraum im Vorjahr: „Das ist eine positive Entwicklung für Brandenburg“, kom-mentiert Wolf Burkhard Wenkel, Hauptgeschäftsführer der Fachgemeinschaft Bau. „Für Berlin zeigt sich jedoch eine andere Situation: Hier haben bereits im ersten Quartal dieses Jahres 13 Firmen Insolvenz angemeldet. Das sind genauso viele wie im letzten Jahr, von einem Rückgang ähnlich dem in Brandenburg also keine Spur! Diese Entwicklung führt uns beispielhaft die Gefährlichkeit des Min-destlohnunterschiedes zwischen Berlin und Brandenburg vor Augen. Bereits jetzt liegt der Mindestlohn zwei in Berlin um 2,90 Euro höher als der in Brandenburg. Ab 1.9. wird der Unterschied auf 3,50 Euro vergrößert. Damit haben Berliner Be-triebe im Vergleich zu den Brandenburgern bei Ausschreibungen keine Chancen. Das ist grobe Wettbewerbsverzerrung und für uns nicht hinnehmbar!“

Die Fachgemeinschaft Bau fordert einen einheitlichen Mindestlohn für die Bau-branche, um zu verhindern, dass Betriebe wie in Berlin schlechter gestellt wer-den: „Nur so können Firmeninsolvenzen verhindert und die regionale Konjunktur nachhaltig stabilisiert werden,“ führt Wenkel aus. Er appellierte an den Bundes-arbeitsminister, diesen Mindestlohntarifvertrag über den Verordnungsweg nicht für allgemeinverbindlich zu erklären.

Die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V. vertritt die Interessen der mittelständischen Bauwirtschaft in Berlin und Brandenburg. Mit ihren rund 900 Mitgliedern ist sie der größte Bauarbeitgeber- und Bauwirtschaftsverband in der Region. Als Mitglied ist die Fachgemeinschaft Bau zudem im Zweckverbund Ostdeutscher Bauverbände (ZVOB) organisiert, der mit seinen ca. 2.600 Mitglie-dern als größter ostdeutscher Spitzenverband die Anliegen der ostdeutschen Bauwirtschaft gegenüber Bundes- und Landespolitik vertritt.

Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V.
Abt. Wirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit
Sekretariat
Birgit Bolz
Nassauische Strasse 15
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Die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V. vertritt die Interessen der mittelständischen Bauwirtschaft in Berlin und Brandenburg. Mit ihren rund 900 Mitgliedern ist sie der größte Bauarbeitgeber- und Bauwirtschaftsverband in der Region. Als Mitglied ist die Fachgemeinschaft Bau zudem im Zweckverbund Ostdeutscher Bauverbände (ZVOB) organisiert, der mit seinen ca. 2.600 Mitglie-dern als größter ostdeutscher Spitzenverband die Anliegen der ostdeutschen Bauwirtschaft gegenüber Bundes- und Landespolitik vertritt.


Baugewerbe: Umsatzrenditen immer noch auf niedrigem Niveau

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 17:03
"Im Bauhauptgewerbe konnten in 2007 mit durchschnittlich 1,5 % zwar etwas höhere Gewinne erwirtschaftet werden als in 2001, wo diese noch bei durchschnittlich 0,8 % lagen. Wenn dies auch nahezu einer Verdopplung entspricht, hat die Rendite auf äußerst niedrigem Niveau verharrt." So Prof. Dr. Karl Robl, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes.
 
Robl bezieht sich mit seiner Aussage auf die vom Statischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zur Kostenstruktur ausgewählter Wirtschaftszweige des Bauhauptgewerbes in Deutschland für das Jahr 2007. Die Kostenstrukturerhebung erfasst in einer Stichprobe rund 6.000 Unternehmen mit 20 Beschäftigten und mehr.

Robl weiter: „Die Zahlen zeigen, dass für die meisten Bauunternehmen die Lage nach wie vor schwierig ist. Die lange Rezession ist immer noch nicht überwunden.“

Im Bauhauptgewerbe insgesamt stiegen im Zeitraum 2001 bis 2007 der Anteil des Materialverbrauches von 23,6 % auf 27,1 % und der Anteil der Subunternehmerleistungen von 30,9 % auf 32,1 %. Dementsprechend nahm der Personalkostenanteil von 31,3 % auf 26,9 % ab.

„Der Trend zur Vergabe von Bauleistungen an Nachunternehmer setzt sich damit fort. Dieses wird insbesondere im Hochbau deutlich: Hier stieg der Anteil der Subunternehmerleistungen in den analysierten sechs Jahren von 31,6 % auf fast 40 %. In Zimmerei- und Ingenieurholzbaubetrieben bleibt dieser Anteil auf wesentlich geringerem Niveau, nämlich bei deutlich unter 20 %. Infolge dessen sanken in beiden Wirtschaftszweigen die Personalkostenanteile. Im Hochbau von 31,7 % in 2001 auf 25 % in 2007 und in Zimmerei- und Ingenieurholzbaubetrieben von 33,3 % in 2001 auf 29,4 % in 2007.“ Erläuterte Robl die vor kurzem erst veröffentlichten Zahlen.

Der Anteil der Abschreibungen fiel von 2,2 % auf 1,9 %. „Auch dieses ist ein Beleg für die nachlassende Investitionstätigkeit infolge der schwachen Baukonjunktur.“ So Robl weiter.

Anhänge:
 
Pressemeldung Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Bauinformant ist nicht der Autor der eingestellten Information. Das Urheberrecht ist durch einen Direktlink und/oder die Quellenangabe gekennzeichnet bzw. vom Urheber zur Veröffentlichung genehmigt. Falls Sie einen Verstoß gegen das Urheberrecht vermuten, bitten wir Sie um eine Mitteilung, bevor unnötige rechtliche Auseinandersetzungen entstehen.

Fachgemeinschaft Bau fordert schärferes Vorgehen gegen Schwarzarbeit am Bau

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 08:27

Aktueller Bericht der Bundesregierung zur Bekämpfung von Schwarzarbeit erschienen

Berlin, 31.07.2009. Die Schwarzarbeit in Deutschland nimmt zu. Vor allem die Anzahl sozialversicherungsrechtlicher Verstöße ist sprunghaft angestiegen. Das ist dem aktuellen „Elften Bericht der Bundesregierung über die Auswirkungen des Gesetzes zur Bekämpfung der illegalen Beschäftigung“ zu entnehmen. Die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V. fordert, die Ergebnisse des Berichts ernst zu nehmen und effizientere Kontrollsysteme einzuführen: „Wir verlangen seit Jahren, Baustellen schärfer zu kontrollieren. Denn Spitzenreiter bei der Schwarzarbeit ist und bleibt der Bau“, erklärt Wolf Burkhard Wenkel, Hauptgeschäftsführer der Fachgemeinschaft Bau. „Der aktuelle Bericht der Bundesregierung belegt: Im Jahr 2008 wurden rund 238.000 sozialversicherungsrechtliche Verstöße beanstandet. Das ist knapp eine Viertel Millionen und ein Zuwachs von über 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr!“

Die Fachgemeinschaft Bau sieht sich durch diese Zahlen in ihrer Forderung nach effizienten Kontrollsystemen auf dem Bau bestätigt: „Seit Jahren fordern wir die Chipkarte, die wie ein elektronischer Sozialversicherungsausweis funktioniert und damit entsprechende Verstöße massiv erschwert. Warum der Einsatz dieser Chipkarten von der Politik weiterhin abgelehnt wird, ist uns völlig unbegreiflich. Gerade die neuen Zahlen belegen doch, dass es hier akuten Handlungsbedarf gibt! Die Politik muss endlich ernst machen und die Absicht der Koalitionsvereinbarung von 2005 zum Einsetzen der Chipkarte umsetzen. Fadenscheinige Argumente dagegen geben keine Antwort auf den Boom der illegalen Beschäftigung.“

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Handwerk lehnt eine Rückkehr zur Frühverrentung ab

Bauwirtschaft, Verbände — geschrieben von bauinformant @ 11:34

Zu den Vorschlägen für eine Verlängerung der Förderung der Altersteilzeit um weitere fünf Jahre erklärt Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH)

„Wahlgeschenke wie die Verlängerung der Förderung der Altersteilzeit lehnt das Handwerk ab. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass dieses arbeitsmarktpolitische Instrument gescheitert ist. Vor allem große Unternehmen und der öffentliche Dienst haben davon profitiert und den Personalabbau von den Beitragszahlern der Agentur für Arbeit finanzieren lassen. Das Ziel, jüngere Mitarbeiter für ältere in Arbeit zu bringen, wurde verfehlt. Gleichzeitig wurden Erfahrung und Qualifikation älterer Mitarbeiter in Misskredit gebracht. Viele Firmen mussten feststellen, dass sie mit der Frühverrentung wertvolles Fachwissen für immer verloren haben. Das Handwerk setzt weiterhin auf eine nachhaltige Personalpolitik. Ältere Mitarbeiter und deren Kompetenzen spielen zukünftig auch aufgrund der demografischen Entwicklung eine immer wichtigere Rolle. Dazu kommt: In Zeiten von Wirtschaftskrise und Kurzarbeit ist die Arbeitslosenversicherung zusätzlichem finanziellen Druck ausgesetzt und kann zusätzliche Milliardenausgaben in den kommenden Jahren nicht aufbringen.“


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Bauindustrie: Auslandsbau weiter im Aufwind

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 21:38

2008 neue Höchststände bei Auftragseingang und Bauleistung - 2009 Stabilisierung auf Rekordniveau erwartet

    Berlin (ots) - "Die im Ausland tätigen deutschen Baufirmen sind von der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise bislang nicht betroffen. Für 2009 rechnen wir mit einer Steigerung der Bauleistung und einer Stabilisierung des Auftragseingangs gegenüber den Vorjahreswerten." Mit diesen Worten kommentierte heute in Berlin der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, RA Michael Knipper, die Ergebnisse der Auslandsbaustatistik für 2008 und die Erwartungen für 2009.

    2008 war das bisher beste Jahr im internationalen Geschäft der im Ausland tätigen Baufirmen. Der Auftragseingang konnte noch einmal um 4 % auf den neuen Rekordwert von 28,9 Mrd. Euro gesteigert werden. Die Bauleistung im Ausland profitierte von der positiven Orderentwicklung der vergangen Jahre und legte um 12 % auf den neuen Höchstwert von 25,4 Mrd. Euro zu. Knipper führt diese Entwicklung vor allem auf die hohe Wettbewerbsfähigkeit der Deutschen Bauindustrie zurück, die sich besonders bei technisch anspruchsvollen Bauprojekten in allen Bereichen der Infrastruktur zeige.

    "In der aktuellen Situation kommt den deutschen Bauunternehmen und ihren ausländischen Töchtern zu Gute, dass sie bei komplexen Infrastrukturvorhaben im Verkehrsbereiche, im industriellen Dienstleistungsgeschäft sowie zunehmend auch im Zukunftsmarkt des nachhaltigen und umweltfreundlichen Bauens gut aufgestellt sind", so Knipper. Die deutschen Auslandsbaufirmen seien somit in der Lage, von den weltweit aufgelegten Infrastrukturprogrammen zu profitieren.

    Trotz der weltweiten Wirtschaftskrise hätten daher auch im ersten Halbjahr 2009 spektakuläre Großprojekte hereingeholt werden können. Diese umfassten unter anderem den Bau eines Einkaufszentrums in Katar für 1,3 Mrd. Euro, den Neubau und Betrieb von Schulen in Australien für 660 Mio. Euro, den Neubau einer Brücke in Kanada für 410 Mio. Euro sowie den Ausbau und Betrieb eines Autobahnteilstückes in Schottland für knappe 300 Mio. Euro. Die Deutsche Bauindustrie erwarte daher, dass die Bauleistung - basierend auf den Auftragseingängen der vergangenen Jahre - im laufenden Jahr nochmals zunehmen werde. Bei den Auftragseingängen aus dem Ausland sei eine Konsolidierung auf den erreichten Höchstständen wahrscheinlich.

    2008 wickelte die deutsche Bauindustrie 93 % ihrer internationalen Aktivitäten in den Industrieländern Europas, Nordamerikas und Australien ab, so Knipper. In den Entwicklungsländern sei sie nur noch sporadisch tätig. Bereits seit Jahren würden über 90 % sowohl des Auftragseingangs als auch der Bauleistung über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften im Ausland hereingeholt bzw. abgewickelt.

Ansprechpartner: Dr. Heiko Stiepelmann
Funktion: Stellv. Hauptgeschäftsführer und
Leiter der Hauptabteilung Volkswirtschaft,
Information und Kommunikation
Tel: 030 - 21286 140, Fax: 030 - 21286 189
E-Mail: Heiko.Stiepelmann@bauindustrie.de 


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... wenn das Gute eben gar nicht so nah liegt? Das fragten sich viele große Baufirmen im Jahr 2008 erst gar nicht: Unbeeindruckt von der deutschen Baumiserere intensivierten  sie ihre ohnehin hohe Präsenz im Auslandsgeschäft einfach noch weiter.
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Absatzentwicklung von Flugasche - Absatz 2008 blieb auf hohem Niveau

Beton, Bauwirtschaft, Energie, Baustoffe — geschrieben von bauinformant @ 20:26

Nach jüngsten Erhebungen des BVK, Bundesverband Kraftwerksnebenprodukte e. V., konnte im Jahr 2008 mit ca. 4 Millionen Tonnen Gesamtmenge an vermarkteter Steinkohlenflugasche eine weitere Festigung in den Absatzmärkten erreicht werden. Profitiert hiervon haben insbesondere die Anwendungen im Betonbereich: Nutzung von Steinkohlenflugasche, zertifiziert als Bauprodukt nach DIN EN 450.

Im Marktsegment Transportbeton und Werkfrischmörtel wurden mit 2,33 Millionen Tonnen leichte Zuwächse verzeichnet (plus 4 %) während im Segment Betonpflaster, -borde, -platten, -steine, -fertigteile und -erzeugnisse mit 0,66 Millionen Tonnen fast das Niveau des Vorjahres erreicht wurde. Bei der Verwendung im Straßen-, Wege-, Erd- und Grundbau konnte ebenfalls mit 168.000 Tonnen ein leichter Zuwachs festgestellt werden (plus 4 %). Geringer als im Vorjahr fielen dagegen die Nutzungen von Flugasche für die Zementherstellung mit 392.000 Tonnen (minus 8 %), im Segment Bergbau/Trockenbaustoffe mit 409.000 Tonnen (minus 34 %) und im Segment Mauersteine/Keramische Erzeugnisse mit 34.000 Tonnen (minus 30 %) aus.

 

Im laufenden Geschäftsjahr 2009 gehen die im BVK organisierten Vermarkter und Erzeuger von Baustoffen aus Kohlekraftwerken vorübergehend von Mindermengen aus. Verantwortlich hierfür ist eine Reihe von Faktoren, die eine verlässliche Planung derzeit nicht möglich macht. So sind die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise ebenso zu bewältigen, wie das Ergebnis von gezielten Energieeinsparmaßnahmen. Der Anteil von Kohle im deutschen Energiemix wird darüber hinaus vom weiteren Ausbau regenerativer Energiequellen (Wasser, Wind und Sonne), vom (noch) geplanten Ausstieg aus der Kernenergienutzung und von dem Einkauf preiswerter Energie aus dem Ausland abhängen.

 

Derzeit sind fünf neue Steinkohlekraftwerke im Bau, die in den nächsten drei Jahren ans Netz gehen sollen. Inwieweit bis zu 20 neue Kohlekraftwerke in Deutschland realisiert werden, hängt von einer wirtschaftlich und technischen Machbarkeit der CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage), von einer Bezahlbarkeit der CO2-Emissionszertifikate und nicht zuletzt von einer positiveren Grundeinstellung der Bevölkerung zur Kohle ab.

Flugasche ist ein umweltfreundlicher Baustoff. Die Anwendung als Betonzusatzstoff ermöglicht es, Beton hoher Qualität herzustellen. Durch die Anwendung von Flugasche als Betonzusatzstoff Typ II (Puzzolan) werden natürliche Ressourcen geschont und die Umwelt durch Substitution vergleichbarer Baustoffe entlastet, die sonst energieaufwendig gewonnen, aufbereitet oder hergestellt werden müssen.

 

Bei den in Deutschland genutzten Mengen von ca. 3 Millionen Tonnen Flugaschen als Betonzusatzstoff werden jedes Jahr etwa 2,4 Mio. Tonnen Gesteinskörnung und 1,4 Mio. Tonnen Portlandzement substituiert. Allein durch Ersatz dieser Zementmenge konnten jährlich min. 1,3 Mio. Kohlendioxid-Emission vermieden werden.

 

 


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IG BAU lädt Bundesbänker zum Baustellenbesuch ein

Bauwirtschaft, Finanzierung — geschrieben von bauinformant @ 08:27

Die Bundesbank will die Rente reformieren und das Renteneintrittsalter künftig an die Lebenserwartung koppeln. Nach ihrer Rechnung müssten Menschen ab dem Jahr 2060 bis zum Alter von 69 arbeiten. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) kritisiert diese Forderung als absurd. „Wir laden die verantwortlichen Bundesbänker auf die Baustelle zum Zementsäcke heben und Steine schleppen ein. Am Schreibtisch in der Bundesbank kann man es vielleicht bis 69 aushalten, auf der Baustelle ist die Vorstellung grotesk“, sagt IG BAU-Vorsitzender Klaus Wiesehügel.Schon die bereits verabschiedete Rente mit 67 bedeutet für Arbeitnehmer, deren Gesundheit nicht bis 67 mitmacht, oft zwei Jahre länger ‚Hartz IV’ oder heftige Abschläge bei der Altersrente. Das gilt gerade für die Kollegen am Bau, in der Gebäudereinigung sowie in allen anderen Branchen mit harter körperlicher Arbeit“, sagt der Gewerkschaftsvorsitzende. Nicht einmal zehn Prozent der Bauarbeiter erreichten das Renteneintrittsalter von 65 Jahren.

Wiesehügel erneuerte in diesem Zusammenhang die Forderung nach einer Reform der Erwerbsminderungsrente: „Schon heute sind Arbeitnehmer massiv von Armut bedroht, die aus gesundheitlichen Gründen nicht bis zur Rentenaltersgrenze arbeiten können. Erwerbsminderung bedeutet oft Armut – für ältere Arbeitnehmer und für jüngere. Die Erwerbsminderungsrente, die dann eigentlich vor Armut schützen sollte, ist zu niedrig. Zudem sind die Zugangskriterien realitätsfern eng. Sie berücksichtigen in keiner Weise die Realität auf dem Arbeitsmarkt“, sagt der IG BAU-Vorsitzende.

Pressemitteilung von IG Bau, www.igbau.de


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Konjunkturpaket im Landkreis Spree-Neiße läuft an

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 18:54
 
 
Pressemitteilung von:Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg
„Auch Straßen- und Tiefbau muss von Hilfen profitieren“

Berlin, 21.7.2009

Mit rund 4,2 Mio. Euro aus dem Konjunkturpaket unterstützt der Landkreis Spree-Neiße die regionale Wirtschaft. Das geht aus einem Gespräch der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V. mit dem Baudezernenten des Landkreises, Olaf Lalk, und dem Fachbereichsleiter Bau und Planung, Horst Schötz, hervor. Von der bereitgestellten Summe fließen 65 Prozent in die Bildungsinfrastruktur, mit den übrigen 35 Prozent soll die sonstige Infrastruktur verbessert werden. Wolf Burkhard Wenkel, Hauptgeschäftsführer der Fachgemeinschaft Bau, forderte, auch den Straßen- und Tiefbau mit in die Sonderförderung einzubeziehen. „Das Bauvolumen wird aller Voraussicht nach in diesem Jahr um sechs Prozent zurückgehen, und zwar trotz Konjunkturpaket“, so Wenkel. „Vor diesem Hintergrund ist es für uns nicht nachvollziehbar, warum Mittel, die die Wirtschaft ankurbeln und die Infrastruktur ausbauen sollen, nicht auch in den Straßen- und Tiefbau fließen.“

Derweil läuft die Verteilung der Mittel aus dem Konjunkturpaket gut an: Mit dem Ersatzneubau der Sporthalle am Pestalozzi-Gymnasium in Guben sei die erste Maßnahme bereits vergeben, so der Baudezernent. Drei weitere Maßnahmen im Landkreis laufen bereits. Zudem sei die Kreisverwaltung bestrebt, die Aufträge kleinteilig zu vergeben und das Verfahren unbürokratisch und schnell zu handhaben.

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Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V.
Abt. Wirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit
Pressesprecherin
Frau Christiane Witek
Nassauische Strasse 15
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Fax: 030 - 86 000 4-12
Mobil 0177-445 88 00
eMail:
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Die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V. vertritt die Interessen der mittelständischen Bauwirtschaft in Berlin und Brandenburg. Mit ihren rund 900 Mitgliedern ist sie der größte Bauarbeitgeber- und Bauwirtschaftsverband in der Region. Als Mitglied ist die Fachgemeinschaft Bau zudem im Zweckverbund Ostdeutscher Bauverbände (ZVOB) organisiert, der mit seinen ca. 2.600 Mitgliedern als größter ostdeutscher Spitzenverband die Anliegen der ostdeutschen Bauwirtschaft gegenüber Bundes- und Landespolitik vertritt.
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Buse Heberer Fromm berät EDEKA Südbayern beim Bau des neuen Regionallagers in Landsberg/Kaufering

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 18:05
 

Pressemitteilung von: Buse Heberer Fromm
(openPR) - Die Practice Group Immobilien- und Baurecht von Buse Heberer Fromm berät Edeka Südbayern (Gaimersheim) bei der Planung und dem Bau des neuen Regionallagers in Landsberg/Kaufering.

Um der prognostizierten Unternehmensentwicklung Rechnung zu tragen, investiert EDEKA in seine Logistikstruktur. Bei einer Investitionssumme von € 65 Mio. wird Edeka Südbayern mit diesem Projekt mindestens 200 neue Arbeitsplätze in der Region schaffen.

Dr. Jürgen Miegel, Partner der Kanzlei Buse Heberer Fromm am Standort Hamburg, und sein Team übernehmen für das Vorhaben das Juristische Projektmanagement. Dazu gehört insbesondere der Abschluss der Verträge mit dem Generalplaner sowie dem Fachplaner für die Intralogistik.

Dr. Jürgen Miegel, der Leiter des Projektteams, ist seit dem 1. Juli 2008 Partner der Kanzlei Buse Heberer Fromm, nachdem er zuvor für die Kanzlei Brock Müller Ziegenbein tätig war. Dr. Miegel verfügt über eine langjährige Beratungs- und Prozesspraxis im Bau- und Immobilienrecht und ist ständiger Mitarbeiter der IBR (Zeitschrift für Immobilien- und Baurecht) sowie Mitautor des in zweiter Auflage erschienenen Beck’schen Kommentars zur VOB/C.

Immobilien- und Baurecht ist seit jeher eine der stärksten Practice Groups von Buse Heberer Fromm. Sie wird durch den Berliner Partner Alexander Herbert geleitet. Durch die Practice Group Immobilien- und Baurecht ist Buse Heberer Fromm außerdem Mitglied des ZIA (Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.), der ordnungs- und wirtschaftspolitischen Interessenvertretung der deutschen Immobilienwirtschaft. Der ZIA wurde im Juni 2006 gegründet und ist seinerseits Mitglied im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Klaus Beine, Partner der Kanzlei Buse Heberer Fromm am Standort Frankfurt, ist seit Juli 2007 Mitglied des Präsidiums des ZIA.

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Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Geschäftsführer Christian Pothe, Harvestehuder Weg 23, 20149 Hamburg, Telefon: +49-(0)40-419990, Telefax: +49-(0)40-41999139, Email: .

Buse Heberer Fromm ist eine der großen, unabhängigen Anwaltskanzleien in Deutschland. An sechs deutschen Standorten – Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg und München – sowie in sieben Repräsentanzen im Ausland – Brüssel, Mailand, New York, Palma de Mallorca, Paris, Sydney und Zürich - beraten mehr als 120 Berufsträger nationale und internationale Mandanten auf allen Gebieten des Wirtschafts- und Steuerrechts. Durch die Bündelung der Kernkompetenzen sowohl an den Sozietätsstandorten als auch standortübergreifend in elf kanzleiweiten, integrierten Practice Groups gewährleistet Buse Heberer Fromm bei der Durchführung von Projekten und Transaktionen aller Größenordnungen optimale, individuell zugeschnittene Lösungen. Als mittelstandsorientierte Kanzlei legt Buse Heberer Fromm dabei höchsten Wert auf die individuelle Betreuung ihrer Mandanten, persönliche Beratung und Kontinuität der Mandantenbeziehungen.
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Bautätigkeit bleibt unter saisonalen Erwartungen

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 14:51
17.07.2009
Die Geschäftslage wird von den Unternehmen gegenüber dem Vormonat spartenabhängig unterschiedlich eingeschätzt. Das ergibt die aktuelle Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes unter seinen Mitgliedsbetrieben für den Monat Juni 2009. In den alten Ländern gibt es sichtbare Aufhellungen im Wohnungsbau und auch verbesserte Meldungen im Wirtschaftsbau, wenngleich der Anteil unbefriedigender Meldungen hier deutlich überwiegt. Unverändert wird die Lage im öffentlichen Hochbau und im Straßen- und sonstigen Tiefbau beschrieben.

Die Nachfrage nach Bauleistungen zog nur in den alten Ländern im Wohnungsbau leicht an, überwiegend bleiben aber hier die Einschätzungen verhalten. Keine Belebung zeichnet sich bei den Aufträgen im Wirtschaftsbau ab. Die Ordertätigkeit wird im öffentlichen Bau am günstigsten beurteilt. Hier halten sich Meldungen über Nachfragesteigerungen und rückläufige Order die Waage. Insgesamt wird aber immer noch kein Impuls aus den Konjunkturprogrammen sichtbar.

Die Bautätigkeit zeigte im Vormonatsvergleich nur wenig Belebung (Wohnungsbau). Ganz überwiegend wird über unveränderte Bautätigkeit berichtet.

Auch die Beschäftigtenzahl blieb unverändert. Vereinzelt wird über saisonbedingt steigende Beschäftigung berichtet.

Die Auftragsweiten liegen unverändert im Hochbau bei 2 Monaten in den alten und bei 1,8 Monaten in den neuen Ländern.

Im Tiefbau hat sich das Niveau der alten Länder etwa auf Vormonatsniveau bei 1,8 Monaten gehalten. In den neuen Ländern stiegen die Bestände leicht von 1,9 Monate auf 2,0 Monate an.

Die Baupreise sind unverändert, mit leichter Tendenz nach unten.

Die kurzfristigen Erwartungen für die nächsten drei Monate sind in Bezug auf die Geschäfts- und Auftragsentwicklung ganz überwiegend unverändert. Auch das Gros der Meldungen zur Preisentwicklung tendiert zu „unverändert“.

Nach wie vor bestimmen Ersatzbeschaffungen das Bild bei der Investitionstätigkeit.

Zur Behinderung der Bautätigkeit wird wie bereits in den Vormonaten von Zahlungsverzögerungen der Auftraggeber berichtet. Es ist eine zunehmende Tendenz hin zu Finanzierungsschwierigkeiten zu verzeichnen. Die Unternehmen registrieren zeitaufwendigere und intensivere Prüfungen sowie ein höheres Sicherheitenverlangen der Kreditinstitute bei Kreditanträgen und Prolongationen.

Pressetext: Zentralverband Deutsches Baugewerbe, http://www.zdb.de


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Auslandsbau: Warum eigentlich nicht in die Ferne schweifen...

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 11:54

 

... wenn das Gute eben gar nicht so nah liegt? Das fragten sich viele große Baufirmen im Jahr 2008 erst gar nicht: Unbeeindruckt von der deutschen Baumiserere intensivierten sie ihre ohnehin hohe Präsenz im Auslandsgeschäft einfach noch weiter. So hatten deutsche Bauunternehmen im Jahr 2008 zumindest im Auslandsgeschäft ein Rekordergebnis. Insgesamt erbrachten deutsche Firmen im Auslandsbau Aufträge im Wert von 25,4 Milliarden Euro - das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Welche Geschäftsmodelle dominieren und auf welchen Märkten tummeln sich die Deutschen überwiegend?

Die Auftragseingänge aus dem Ausland lagen im Jahr 2008 bei 28,9 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung von 4 Prozent gegenüber dem Wert der Auslandsaufträge, die 2007 an die deutschen Baufirmen gegangen sind. Der Großteil der deutschen Bautätigkeit im Ausland fällt auf das Beteiligungsgeschäft (durch Übernahme von oder den Erwerb einer Beteiligung an Firmen). Der Anteil von Tochter- und Beteiligungsgesellschaften an den Auftragseingängen im deutschen Auslandsbau betrug 2008 93 Prozent. Die gute alte grenzüberschreitende Akquisition im Ausland, die bis Ende der Achtziger Jahre den Auslandsbau dominierte, fristet im Vergleich dazu mittlerweile eine Randexistenz (mit Auslandsaufträgen im Wert von 2 Milliarden Euro im Jahr 2008).

Zielregionen: Asien und Australien lösen die alte und neue Welt ab
Auch die Zielregionen im Auslandsbau haben sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt: Noch im Jahr 2001 hatten sich über die Hälfte des internationalen Geschäfts auf dem (vor allem US-)amerikanischen Markt abgespielt und über ein Drittel in den europäischen Nachbarländern. Im Jahr 2008 spielte sich dagegen bereits über die Hälfte des Auftragsgeschehens in Australien und Asien ab. Auf dem amerikanischen Kontinent entfielen nur noch ein Viertel der Auftragseingänge, Europa spielte mit einem Anteil von 18 Prozent abgesehen von Afrika die geringste Rolle.

Innerhalb Europas haben sich die Schwerpunkte ebenfalls verlagert: Die deutschen Baufirmen sind unvermeidlich der Baukonjunktur hinterher gezogen und konzentrieren sich mittlerweile auf osteuropäische Länder in Mittel- und Osteuropa wie Polen, Tschechien und Ungarn. Die deutschen Firmen und ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften profitieren dabei auch von der deutlichen Ausweitung der Infrastrukturinvestitionen aus den EU-Strukturfonds, die in diese Region fließen. Im Jahr 1998 stammten die neuen Aufträge in Europa noch zu 24 Prozent aus den ost- und mitteleuropäischen Ländern - 2008 waren es bereits 50 Prozent.

Spiegelbildlich dazu hat sich die Aktivität der deutschen Unternehmen auf den ins Straucheln geratenen westeuropäischen Märkten entwickelt: Im Jahr 1998 entfielen noch drei Viertel des europäischen Neuauftragsvolumens auf westliche Nachbarländer wie die Niederlande, Österreich und Frankreich. Im Jahr 2008 stammte nur noch eine knappe Hälfte der europäischen Auftragseingänge aus westlichen Ländern.

Hintergrund: seit der Baukrise haben die großen Baufirmen den Rettungsanker ins Ausland geworfen
In nur 10 Jahren hat sich der Wert der Auftragseingänge im deutsche Auslandsbau von 9,7 Milliarden Euro auf 28,9 Milliarden Euro verdreifacht. Abgesehen von einem Knick im Jahr 2002, der durch die spektakuläre Insolvenz der Philipp Holzmann AG verursacht wurde, zeugt die Statistik von einer ununterbrochenen Expansion der großen Baufirmen im Ausland. Hier wird auch deutlich, wie intensiv das internationale Geschäft als Ausgleich für die Baurezession in Deutschland seit 1995 genutzt wird.

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BauInfoConsult Architektenbarometer

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 11:47

Vor allem süddeutsche Planer befürchten Umsatzrückgang

Die deutschen Architekten erwarten in der zweiten Jahreshälfte stagnierende Geschäfte. Im jüngsten BauInfoConsult Architektenbarometer verrieten zwei Drittel der befragten Planer den Düsseldorfer Marktforschern, dass sie im zweiten Halbjahr 2009 mit einer Umsatzentwicklung rechnen, die sich mit dem Ergebnis im ersten Halbjahr ungefähr die Waage halten wird. Im Vergleich zum Barometer vom Vorjahr hat sich damit die Stimmung in der Planerzunft erheblich abgekühlt. Allerdings zeigen die Ergebnisse auch deutliche regionale Unterschiede, was die erwartete Umsatzentwicklung und den Auftragsvorrat betrifft.

In telefonischen Interviews wurden deutschlandweit 180 Architekten von BauInfoConsult befragt, wie sie die Entwicklung ihres Unternehmensumsatzes im zweiten Halbjahr 2009 im Vergleich zur ersten Jahreshälfte einschätzen. 64 Prozent der Befragten erwarten, dass das zweite Halbjahr weder einen Rückgang noch eine Steigerung ihres Unternehmensumsatzes mit sich bringen wird.

 


Im Vergleich zu den Ergebnissen der Befragung, die Mitte 2008 unter Architekten zum selben Thema durchgeführt wurde, ist das eine deutliche Verschlechterung: Damals rechnete noch die knappe Hälfte der Planer mit Stagnation. Die Zahl der Architekten, die im zweiten Halbjahr eine Umsatzsteigerung erwarten konnte, ist noch drastischer zurückgegangen. Mitte 2008 erwarteten noch 44 Prozent der Architekten im zweiten Halbjahr eine Umsatzsteigerung erzielen zu können. Im aktuellen Barometer gab es dagegen nur noch 18 Prozent Architekten, die optimistisch Umsatzzuwächsen im zweiten Halbjahr 2009 entgegensehen. Doch immerhin: Trotz Finanzkrise und flauer Bautätigkeit hat sich der Anteil der Architekten mit negativen Erwartungen im Vergleich zum Vorjahr vergleichsweise gering erhöht (von 13 Prozent Pessimistenanteil Mitte 2008 auf 16 Prozent Mitte 2009).

Eine Betrachtung der aktuellen Ergebnisse nach Regionen zeigt, dass bei Architekten aus den westlichen Bundesländern Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Berlin ein größerer Anteil der befragten Architekten (28 Prozent) eine Umsatzsteigerung erwartet als im übrigen Deutschland. Im Süden ist dagegen umgekehrt der Anteil der Befragten, die einen Umsatzrückgang auf sich zukommen sehen, bedeutend höher als im restlichen Deutschland. Kein Wunder, deuten doch z. B. die auffallend niedrige Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen im ersten Quartal 2009 in Bayern und Baden-Württemberg auf einen ungewöhnlich starken Einbruch der süddeutschen Bautätigkeit hin. Die befragten Architekten aus den östlichen Flächenländern gaben dagegen geschlossen an, dass sie eine gleich bleibende Entwicklung erwarten können.

 


Der Auftragsbestand sichert der Belegschaft im Durchschnitt knapp 4 Monate lang Beschäftigung
Wie viele Monate erlaubt der derzeitige Auftragsvorrat den Architekten, ihren Mitarbeiterstamm zu halten? Bei 28 Prozent der Architekten sichern die Aufträge ihren Mitarbeitern für bis zu 3 Monaten Beschäftigung, bei 39 Prozent reichen dafür noch 4 bis 6 Monate hin. 27 Prozent der Architekten können für 7 oder noch mehr Monate davon ausgehen, dass sie ihren Stamm halten können.

 


Im bundesdeutschen Durchschnitt reicht der Auftragsvorrat der Architekten für eine Beschäftigung der Mitarbeiter über 3,9 Monate. Wieder stechen regionale Unterschiede ins Auge: Im Westen, in dem der Anteil der Architekten mit positiven Umsatzerwartungen am höchsten ist, gibt es auch einen deutlich höheren durchschnittliche Auftragsvorrat (6,8 Monate) als im Süden (5,3 Monate).

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Konjunkturpaket II: Schultern die Gemeinden 12,4 Milliarden Euro Investitionen trotz Steuereinbruch?

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 11:43

Bislang haben die Kommunen eher nach dem Motto gehandelt: "Spare in der Zeit - dann hast du in der Not" und demgemäß mit baulichen Investitionen eher geknausert. Dann kam die Finanzkrise, das Konjunkturpaket II wurde verabschiedet - und seitdem stehen sie unter massivem Druck die Konjunktur trotz klammer finanzieller Lage anzukurbeln. Auf Basis einer Ende Umfrage unter deutschen Kommunen lässt sich abschätzen, dass 70 Prozent der Kommunen ihre Investitionspläne bereits abgeschlossen haben. Wie viel Geld fließt laut den Plänen der Städte und Gemeinden nun tatsächlich in welche Bereiche? Wo sind schon belebende Wirkungen der Fördermaßnahme zu erkennen? Und wo liegen nach Ansicht von Kommunen, Marktkennern und Baubetrieben die Schwächen des Pakets?

Stadtkämmerer und leitende Mitarbeiter von Finanzverwaltungen von 300 deutschen Kommunen mit mindestens 10.000 Einwohnern wurden Anfang Mai 2009 von Valid Research im Auftrag der Prüfungsgesellschaft Ernst & Young in telefonischen Interviews zu ihren Investitionsprojekten im Rahmen des zweiten Konjunkturpakets befragt. Dabei wird zunächst deutlich: Angesichts der Wirtschaftskrise stellt sich die Mehrheit der deutschen Kommunen (75 Prozent) auf sinkende Einnahmen ein. Der entscheidende Grund sind die zurückgehenden Einbrüche bei der Gewerbesteuer durch die allerorts sinkenden Unternehmensgewinne infolge der Wirtschaftskrise. Für die Kommunen ein empfindlicher Verlust: Schließlich machen die Gewerbesteuereinnahmen fast die Hälfte (ungefähr 45 Prozent) der gesamten Steuereinnahmen einer durchschnittlichen Kommune aus. 80 Prozent der befragten Städte und Gemeinden erwarten für 2009 sinkende Einnahmen (für 2010: 88 Prozent), fast jede dritte Kommune geht sogar von starken Einbußen aus.

Die Einnahmeausfälle bei der Einkommensteuer werden aus Sicht der Kommunen weniger stark, allerdings ebenfalls deutlich ausfallen: Für 2009 und 2010 erwarten 71 bzw. 82 Prozent der Kommunen Rückgänge. Derzeit wirkt sich die Wirtschaftskrise noch kaum auf das zu versteuernde Einkommen der Bürger aus - doch dürfte es mit dieser Verzögerungsphase spätestens 2010 vorbei sein, verursacht durch niedrigere Lohn- und Gehaltszahlungen sowie einen Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Das Konjunkturpaket deckt nur ein Fünftel des jährlichen Investitionsbedarfs
Auch laut der jüngsten offiziellen Steuerschätzung, die das Bundesfinanzministerium im Mai veröffentlichte, fehlen den deutschen Städten und Gemeinden in den Jahren 2009 und 2010 im Vergleich zu 2008 Einnahmen in Höhe von circa 16 Milliarden Euro. Dagegen können die zusätzlichen Mittel für die Kommunen aus dem Konjunkturpaket II (rund 10 Milliarden Euro) nicht aufkommen: 9 von 10 der befragten Kommunen gehen davon aus, dass in den Jahren 2009 und 2010 die zusätzlichen Zuweisungen für Kommunen aus dem Konjunkturpaket II die Mindereinnahmen bei den Steuern nicht ausgleichen werden. Im Durchschnitt schätzen die Gemeinden und Städte, dass die Fördermittel nur etwa ein Fünftel ihres jährlichen Investitionsbedarfs abdecken werden. Trotzdem sind die Kommunen zuversichtlich, dass die Investitionen aus dem Konjunkturpaket II der regionalen Wirtschaft positive Impulse geben können: 67 Prozent der Kommunen erwarten einen leichten Schub für die regionale Wirtschaft, 30 Prozent hoffen sogar auf starke positive Effekte.

Wo fließen die Investitionen? Vor allem in Schulbereich
Die im ersten und zweiten Konjunkturpaket enthaltenen Maßnahmen für die Bauwirtschaft sind darauf angelegt, dem Bausektor im stickigen Rezessionsdunst Luft zuzufächeln. Insgesamt hat der Bund 26 Milliarden Euro an Mitteln bereitgestellt. Im Rahmen des Konjunkturpakets II stellen Bund und Länder den Kommunen für die Jahre 2009 bis 2011 insgesamt etwa 10,21 Milliarden Euro (ohne Investitionen in Hochschulen und Forschung) zur Verfügung. Hinzu kommt laut der Umfrage von Ernst & Young ein Eigenanteil von durchschnittlich 21 Prozent, den die Kommunen aus eigener Tasche beisteuern werden. Insgesamt werden die Kommunen demnach im Rahmen des zweiten Pakets etwa 12,38 Milliarden Euro investieren.

Ein großer Teil der Investitionssumme wird voraussichtlich in den Schulbereich fließen: 88 Prozent der befragetn Kommunen planen, Schulgebäude zu sanieren. Durchschnittlich soll dafür 54 Prozent der zur Verfügung stehenden Mittel ausgegeben werden. Hochgerechnet auf alle deutschen Kommunen bedeutet das, dass etwa 6,8 Milliarden Euro in Schulen fließen werden. Weitere 1,6 Milliarden Euro werden voraussichtlich für Investitionen in Kindergärten ausgegeben.

Kommunen bemängeln die gängelnden Einschränkungen
Allerdings kritisieren die Kommunen, dass sie beim Einsatz der Mittel zu eingeschränkt sind. 60 Prozent der Kommunen bejahten die Frage, dass zu wenige Investitionsbereiche in den vorgegebenen Maßnahmenkatalog aufgenommen worden sind. Bei ostdeutschen Kommunen waren sogar 68 Prozent dieser Meinung. Um die Nennung von solchen anderen Bereichen gebeten, gaben 52 Prozent aller deutschen Kommunen an, sie hätten die Mittel gern auch unabhängig von Lärmschutzmaßnahmen für den Bau von Straßen verwendet. 16 Prozent hätten gerne in den ÖPNV oder neue Bahnhöfe investiert.

Erst nach Abschluss der beschrieben Umfrage (Mai 2009) hat der Gesetzgeber Mitte Juni doch noch eine Verfassungsänderung durchgeboxt, die den Ländern und Kommunen nun zumindest eingeschränkte Zuständigkeit bei der Straßensanierung im Rahmen des Konjunkturpakets eingeräumt. Zuvor war das kaum möglich, außer einige trickreiche Kommunen schafften es, eine - normalerwiese nicht förderfähige - Straßenbaumaßnahme als -förderungsfähige - Lärmschutzmaßnahme umzudeklarieren, z. B. durch den Einsatz von Flüsterasphalt.

Das Konjunkturpaket II im Sperrfeuer der Kritik
Bei Verbänden aus der Bau- und Immobilienbranche ist vor allem das Konjunkturpaket II ein ungeliebtes Kind: In der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft wurde von Anfang an der gesamte Ansatz des Pakets bereits für verfehlt angesehen: Statt einem Programm, das vornehmlich die öffentliche Bausanierung vorantreibt, hätte es die Immobilienbranche verständlicherweise lieber gesehen, wenn die Regierung den Wohnungs- und Eigenheimneubau in Deutschland wieder stärker fördern würde.

So prophezeite etwa die Eigentümerschutz-Gemeinschaft "Haus & Grund" Anfang Juli, das Konjunkturprogramm werde sein Ziel verfehlen, wenn die privaten Bauherren nicht nachträglich ebenfalls unter die Mittelempfänger aufgenommen werden. Wie die bislang laue Wirkung der öffentlichen Gelder auf dem Bau zeige, wäre das Geld bei Förderungsmaßnahmen für private Eigentümer besser aufgehoben gewesen: Hätte man Bauherren bezuschusst oder begünstigt, würde sich die Maßnahmen nicht derart verzögern wie im öffentlichen Bau und das Geld käme vor allem klein- und mittelständischen Betrieben zugute und nicht nur den großen üblichen Verdächtigen. Auch der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen hat in seiner Jahrespressekonferenz noch einmal nachträglich eine effektivere Förderung der Wohnwirtschaft angemahnt.

Von den Verbänden aus der Bauwirtschaft reißen indessen die Mahnungen nicht ab, dass die Umsetzung der bestehenden Pakete nicht schnell genug geht: Hier hätte man sich ein flexibleres, weniger bürokratisches Paket gewünscht. Der Hauptverband der deutschen Bauindustrie erwartet, dass bundesweit 2009 bestenfalls 40 Prozent der Mittel investiert werden. Auch der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes hat die öffentliche Hand wiederholt angemahnt, die genehmigten Projekte so schnell wie möglich umzusetzen.

Kommen die Bauämter auch in der Krise nicht aus dem bürokratischen Trott?
Nicht schnell genug, nicht umfassend genug, nicht kompetent genug: Überforderte Stadtkämmerer und Bauämter werden häufig als Ursache des Vergabestaus gesehen. Bei solchen Vorwürfen haben die Kommunen derzeit keinen angenehmen Stand. Noch vor Kurzem waren die Städte und Gemeinden noch kräftig dafür gelobt worden, dass sie durch Einsparungsmaßnahmen wie Stellenabbau (u. a. auch in der Baufachverwaltung) wieder Geld in die klammen kommunalen Kassen gebracht haben. Daraus wird ihnen nun ein Strick gedreht und mangelnde Handlungsfähigkeit vorgeworfen, weil die eingesparten Kapazitäten an Projektsteuerung und Überwachung empfindlich vermisst werden, wenn auf einmal Baumaßnahmen in Millionenhöhe anstehen.

Die Überlastung der Verwaltung wird vielerorts sichtbar. In Berlin etwa sind viele der größeren Bauprojekte immer noch in Planung - bislang fehlt laut Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg (BIV) noch jede Spur einer öffentlichen Baubelebung, und das, obwohl der Senat von Berlin seit Längerem schon Maßnahmen mit einem Volumen von 360 Euro angekündigt hat. Auch in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wird über eine schleppende Verteilung der Mittel an die Baubetriebe geklagt.

Die Branche spürt erste Wirkungen der Pakete
Im Straßenbau lässt sich seit April die Wirkung der Baumaßnahmen des Bundes durch erhöhte Auftragseingänge nachweisen. Trotz des erwähnten Vergabestaus in einzelnen neune Ländern berichteten ostdeutsche Baufirmen in der lokalen Umfrage des Instituts für Wirtschaftsforschung (IWH) Halle für den Monat Juni 2009 immerhin von mehr Aufträgen, eine Entwicklung, die laut den Ergebnissen u. a. auch durch eine höhere Ordertätigkeit der öffentlichen Hand mit verursacht wird - hier ist tatsächlich schon eine positive Wirkung des Konjunkturprogramms II mit Händen zu greifen. Grundsätzliche Einigkeit besteht bei Experten, dass die Baubranche in den nächsten Monaten wesentlich mehr von den Programmen spüren wird als andere Branchen. Im Maschinenbau werden neue Aufträge rarer und rarer, und auch die Automobilbauer müssen mit einem Ende ihrer "Schonfrist" rechnen - denn der Etat für die populäre Abwrackprämie geht schon zur Neige.

Dennoch sind Akteure der Branche skeptisch: In einer aktuelle Umfrage, die BauInfoConsult im Juni 2009 unter Architekten und SHK-Installateuren durchgeführt hat, äußerten sich über die Hälfte der Befragten eher wenig enthusiastisch zu den möglichen positiven Effekten der Pakete: Die Erwartung vieler Architekten ist, dass die großen Firmen die Aufträge unter sich aufteilen und für die meisten übrigen Firmen wenig übrig bleibt (siehe: Konjunkturpakete: gedämpfte Erwartungen bei Architekten und SHK-Installateuren ).

Premium-Kunden von BauInfoConsult haben u.a. auch Zugriff auf folgende Artikel:

Bauprognosen: Erholung 2010, doch nur noch moderates Wachstum bis 2018?

Kommunaler Straßenbau: 162 Milliarden Euro Investitionsbedarf bis 2020

Das Konjunkturprogramm bekommt nur die Note "befriedigend"

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Konjunkturpakete: gedämpfte Erwartungen bei Architekten und SHK-Installateuren

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 11:37

Das Warten hat vielerorts ein Ende: Mehr und mehr der Gelder, die Bund, Länder und Kommunen im Rahmen der Konjunkturpakete erhalten haben, werden in bauliche Maßnahmen umgesetzt. Doch für wie effektiv halten Akteure der Baubranche die Konjunkturpakete überhaupt? BauInfoConsult hat zur Jahresmitte bei Architekten und SHK-Installateuren nachgefragt, was sie sich von den konjunkturellen Regierungsspritzen erwarten. Das Urteil der Profis fällt eher skeptisch aus: Eine belebende Wirkung der Pakete für die Branche wird es kaum geben, so der Tenor - und wenn, dann profitieren vor allem die Großen. Wer gehört noch zu den potenziellen Profiteuren?

Insgesamt 180 Architekten und 185 SHK-Installateure wurden in telefonischen Interviews von BauInfoConsult um Stellungnahmen zu den konjunkturellen Maßnahmen der Bundesregierung gebeten. Dabei wurden den Befragten verschiedene Aussagen vorgelegt mit der Bitte anzugeben, inwieweit sie diesen Sätzen zustimmen können. Das Urteil fällt sehr einheitlich aus: Vor allem die skeptischen Aussagen, die den Befragten vorgelegt wurden, stießen auf Zustimmung. So waren über die Hälfte der Architekten und 57 Prozent der SHK-Installateure mit der folgenden Aussage voll und ganz oder überwiegend einverstanden: "Die Maßnahmen der Bundesregierung werden nur wenige Impulse für die Baubranche liefern."

Bei den Antworten der Architekten fallen dabei noch deutliche regionaler Unterschiede auf: Mehr als 9 von 10 der befragten Architekten aus den neuen Flächenländern halten die Konjunkturpakete für schwache Impulsgeber. Dagegen ist in der Region West nur knapp jeder zweite Architekt der Auffassung, dass nur wenige Impulse für die Baubranche von den Konjunkturmaßnahmen ausgehen werden. In Süd- und Norddeutschland halten jeweils 60 Prozent der Planer die Pakete für derart wirkungsarm.

Auch nach Tätigkeitsschwerpunkt betrachtet gibt es bei den Antworten der Planer augenfällige Unterschiede: So versprechen sich zwei Drittel der Architekten, die überwiegend im Wohnungsbau tätig sind, wenige Impulse von den Paketen für die Branche. Bei ihren Kollegen, die vor allem im Nichtwohnungsbau arbeiten oder sich in beiden Bausektoren gleichermaßen betätigen, ist dagegen nur ein Drittel dieser Auffassung. Verständlich: Schließlich ist der Wohnungsbau der Sektor, der am allerwenigsten vom staatlichen Geldsegen abbekommt. Für Architekten mit diesem Schwerpunkt liegt ein negatives Urteil von der eigenen Warte aus von vornherein nahe.

Genau umgekehrt war das Verhältnis von Zustimmung und Ablehnung bei der Aussage, dass die Maßnahmen der Bundesregierung genau an der richtigen Stelle ansetzen: Hier stimmte nur ein knappes Drittel der Architekten zu, bei den SHK-Installateuren sind sogar nur 15 Prozent mit dieser positiven Einschätzung der Konjunkturpakete einverstanden. Überwiegend nicht oder überhaupt nicht einverstanden sind dagegen jeweils deutlich über die Hälfte der Befragten. Uneingeschränkt abgelehnt wird diese Ansicht dabei von 38 Prozent der SHK-Installateure und über einem Viertel der Planer.

Nur wenige Unternehmen bekommen ein Stück vom Konjunkturpaketkuchen
Einig sind sich die meisten Architekten und SHK-Handwerker auch in der Ansicht, dass nur eine kleine Anzahl von Unternehmen aus der gesamten Branche durch die konjunkturellen Maßnahmen gestärkt aus der Krise hervorgehen wird: Überwiegend oder größtenteils auf Zustimmung stößt diese Aussage bei 54 Prozent der Architekten, bei den SHK-Installateuren blasen 56 Prozent ins selbe Horn.

 


Architekten: Wer kann am ehesten von den Paketen profitieren?
Architekten haben in ihrer Eigenschaft als Planer in der Regel einen guten Überblick über alle Phasen von Bauprojekten. Aus diesem Grund wurde denjenigen Architekten, die voll und ganz oder überwiegend der Meinung sind, dass nur wenige in der Branche positive Effekte der Pakete spüren, eine Anschlussfrage gestellt: Welche Unternehmen werden am meisten von den Paketen profitieren? Von 30 Prozent der Architekten wurden spontan große Unternehmen genannt. Neben Bilfinger Berger und Co. wurde von einigen Architekten die Industrie als mögliche Gewinner gesehen. Tief- und Straßenbauunternehmen, die vor allem durch Bundesprojekte aus dem Konjunkturpaket I profitieren, kamen genauso in den Nennungen der Architekten vor wie Fassadenbauer und Handwerksbetriebe allgemein, die in kommunalen und privaten Sanierungs- und Modernisierungsprojekten Beschäftigung finden können.

Sie haben Fragen zur Einschätzung der Konjunkturpakete durch Architekten und SHK-Installateure? Nehmen Sie Kontakt auf: Herr Alexander Faust steht Ihnen unter 0211 301 559-14 oder per E-Mail zur Verfügung.

Direktlink zur Website Bauinfoconsult: http://www.bauinfoconsult.de


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Rohstahlproduktion im Juni 2009 41,0% niedriger als im Vorjahr

Bauwirtschaft, Baustoffe — geschrieben von bauinformant @ 13:37

 
Die deutschen Hüttenwerke haben im Juni 2009  1,44 Millionen Tonnen Roheisen und 2,47 Millionen Tonnen Rohstahl hergestellt.

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundes­amt (Destatis) mitteilt, produzierten sie damit 44,8% weniger Roheisen und 41,0% weniger Rohstahl als im Juni 2008. Gegenüber Mai 2009 nahm die Produktion im Juni 2009 bei Roheisen um 22,1% und bei Rohstahl um 13,7% zu. Bei der Rohstahl­produk­tion ergab sich kalender- und saison­bereinigt (Berliner Verfahren 4.1 – BV 4.1) eine Zunahme um 1,9%. Damit scheint sich die schon in den letzten beiden Monaten beobachtete leichte Erholungstendenz fortzusetzen.
 
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2009 wurden bundesweit 8,15 Millionen Tonnen Roheisen und 13,79 Millionen Tonnen Rohstahl hergestellt. Im Vergleich zum ent­sprechenden Vorjahreszeitraum ist die Roheisenproduktion somit um 46,7% und die von Rohstahl um 43,5% zurückgegangen.
 

Herstellung von Roheisen, Rohstahl und warmgewalzten Stahlerzeugnissen*) 

 Mai
2009
Juni
2009
Veränderung
gegenüber
Mai
2008
Juni
2008
Millionen Tonnen%

 

*) Für Mai 2009 endgültige Ergebnisse, für Juni 2009 vorläufige Ergebnisse.

Deutschland
Roheisen 1,18 1,44 – 54,9 – 44,8
Rohstahl 2,17 2,47 – 47,7 – 41,0
Warmgewalzte Stahlerzeugnisse 2,10 – 44,5

 
Detaillierte Informationen und lange Zeitreihen zur Rohstahlproduktion (Tabelle: 42311-0002, Erzeugung von Eisen und Stahl) können auch kostenfrei in der GENESIS-Online Datenbank abgerufen werden. 

Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn,
Roman Hartmann,
Telefon: (0611) 75-8505,

 



Wohnungsbau muss Schwerpunkt der Politik werden

Bauwirtschaft, Wohnbau, Baustoffe — geschrieben von bauinformant @ 08:00

Presseinformation Zentralverband Deutsches Baugewerbe vom 7. Juli 2009

Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurden im Jahr 2008 in Deutschland 176 000 Wohnungen fertig gestellt. Das waren 16,5 % oder 39 000 Wohnungen weniger als im Vorjahr. Seit 1995, als mit knapp 603 000 Wohneinheiten ein Höchststand erreicht wurde, ging die Zahl der jährlich fertig gestellten Wohnungen um mehr als 70 % zurück.

Hierzu erklärte Prof. Dr. Karl Robl, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB): „Die Zahl der derzeit fertig gestellten Wohnungen liegt weit unter dem tatsächlichen Bedarf. Jetzt zeigen sich die Ergebnisse der verfehlten Politik der vergangenen Legislaturperioden in aller Schärfe. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Nach der Bundestagswahl muss der Wohnungsbau Schwerpunkt der Politik werden.“

Um den Bedarf an Wohnungen auch nur annähernd befriedigen zu können, müssen erhebliche
Anstrengungen unternommen werden. Dazu gehört für die Bauwirtschaft konkret:

• Die Abschreibungsmöglichkeiten beim Wohnungsneubau zu verbessern.
• Der Neubau von Mietwohnungen soll durch eine Verdoppelung des Abschreibungssatzes von jährlich vier Prozent angeregt werden. Derzeit ist nur eine Abschreibung von zwei Prozent zulässig.
• Die KfW-Förderung soll um einen speziellen Programmpunkt für den Bestandsersatz erweitert werden.

„Würden nur 50.000 Wohnungen im Jahr mehr gebaut, was immer noch weit unter dem tatsächlichen Bedarf liegt, könnten dadurch rund 150.000 Arbeitsplätze im Jahr neu geschaffen bzw. erhalten werden. Dies würde nach dem Auslaufen der Konjunkturpakete auch dazu beitragen, die Konjunkturentwicklung zu stützen und zu verstetigen.“ So Prof. Robl abschließend.


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16,5% weniger Wohnungen im Jahr 2008 fertig gestellt - neuer Tiefstand

Bauwirtschaft, Wohnungswirtschaft, Wohnbau — geschrieben von bauinformant @ 12:45

Pressemitteilung vom 06.07.2009

Neuer Tiefstand im Wohnungsbau

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden im Jahr 2008 in Deutschland 176 000 Wohnungen fertig gestellt. Das waren 16,5% oder 39 000 Woh­nungen weniger als im Vorjahr. Seit 1995, als mit knapp 603 000 Wohneinheiten ein Höchststand erreicht wurde, ging die Zahl der jährlich fertig gestellten Wohnungen um mehr als 70% zurück.


Von den 176 000 fertiggestellten Wohnungen waren 152 200 Neubauwohnungen in Wohngebäuden, das waren 17,8% weniger als im Jahr 2007. Dabei lag der Rückgang der Fertig­stellungen von Einfamilienhäusern bei 22,0% und der von Wohnungen in Zweifamilienhäusern bei 23,6%. In Mehrfamilienhäusern wurden 8,8% weniger Wohnungen fertig gestellt als 2007.

Dagegen stieg der umbaute Raum der fertig gestellten neuen Nichtwohngebäude gegenüber dem Jahr 2007 auf 206,8 Millionen Kubikmeter (+ 15,3%). Dieses Plus ist vor allem auf die nichtöffentlichen Bauherren (+ 17,5%) zurückzuführen. Bei den öffentlichen Bauherren wurde das Ergebnis von 2007 unterschritten (– 7,4%).


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Bauindustrie: Cemex droht Strabag mit Klage

Bauwirtschaft, Unternehmen & Produkte — geschrieben von bauinformant @ 11:33

05.07.2009 | 18:22 |   (Die Presse)

Der Rücktritt der Strabag vom Kauf mehrerer Zementwerke in Österreich und Ungarn sei „ungültig“, so die Mexikaner. Rechtliche Schritte könnten folgen.

Wien (Bloomberg/APA). Der weltweit drittgrößte Zementhersteller Cemex will den Rücktritt des heimischen Baukonzerns Strabag von einem vor einem Jahr geschlossenen Kaufvertrag nicht akzeptieren. Die Strabag sollte demnach für 310 Mio. Euro mehrere Zementwerke in Österreich und Ungarn übernehmen.

mehr (externer Link: "Die Presse", Online-Ausgabe, 06.07.2009)


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Asiens Solarfirmen stehlen Deutschen die Show

Bauwirtschaft, Energie — geschrieben von bauinformant @ 10:53

Billig-Anbieter schnappen sich Kundschaft vor Boomphase.

Die aufstrebenden asiatischen Solarunternehmen haben den deutschen Markt entdeckt und erobern diesen mehr und mehr für sich. Deutsche Anbieter haben hingegen selbst auf ihrem Heimmarkt immer häufiger das Nachsehen und lassen von Jahr zu Jahr Marktanteile liegen. Nach Angaben des europäischen Photovoltaikverbands EPIA epia.org steht die Bundesrepublik angesichts einer explodierenden Nachfrage nach Solaranlagen vor einem enormen Branchenboom. Allerdings ist es etwa dem Spiegel zufolge der Vormarsch von Herstellern aus China, Taiwan und Japan, der den Sektor hierzulande in den kommenden fünf Jahren anschieben soll. Die deutschen Unternehmen hätten hingegen kaum etwas von den erwarteten Absatzsteigerungen.

„Die deutschen Anbieter versuchen sich dem Preiskampf mit asiatischen Herstellern am Absatzmarkt Deutschland durch Auslagerungen von Teilen ihrer Produktion etwa nach Asien zu stellen“, meint ein Branchenkenner im Gespräch mit pressetext. So seien viele Unternehmen dazu übergegangen, selbst Komponenten ihrer Solaranlagen in Niedriglohnländern wie China zu ordern, um Produktionskosten zu sparen und Module hierzulande günstiger anbieten zu können. Der Freiburger Modulhersteller Solar-Fabrik hat beispielsweise einen Zellliefervertrag mit dem chinesischen Solarproduzenten Ja Solar bekannt gegeben. China Sunergy verkauft nach eigenen Angaben Solarzellen an den Dresdner Modulfabrikanten Solarwatt. Ob sich die deutschen Hersteller in dem Preiskampf mit Akteuren wie Yingli Green Energy, Trina Solar oder Suntech Power behaupten können, sei aber eine Frage der Marktpositionierung als qualitativ hochwertiger Player gegenüber Billiganbietern.

Neben Komponenten wie Solarzellen drängen asiatische Anbieter auch mit ganzen Modulen auf den deutschen Markt. „Ein Großteil der in China hergestellten Solarmodule wird in Europa verkauft. Die Qualität von Markenmodulen aus China ist mittlerweile mit der europäischen oder amerikanischen vergleichbar“, erläutert Bernd Schüßler, Sprecher des Solarstrom-Magazins Photon photon.de, gegenüber pressetext. Schließlich stamme ein Großteil der Produktionstechnik aus westlichen Ländern. Bei manchen deutschen Unternehmen weisen die Umsätze daher in die entsprechende Abwärtsrichtung. „Um aus einem Wafer ein Solarmodul zu fertigen, benötigt manch chinesischer Hersteller rund halb so viel Geld wie mancher aus Europa“, erklärt Schüßler.

Durch den Modulpreisverfall wird die Nachfrage der Verbraucher nach Solaranlagen angekurbelt. EPIA zufolge dürfte die Bundesrepublik die Solarleistung bis 2013 bei einer "moderaten" Entwicklung auf über 17.000 Megawatt ausbauen. Im Falle eines Extremszenarios sei sogar von mehr als 21.000 Megawatt auszugehen. In den kommenden fünf Jahren würde sich die bisher installierte Leistung verdreifachen, was neben den niedrigen Anlagenkosten im Wesentlichen auf die staatlich garantierten Renditen zurückzuführen sei.

Quelle: Pressetext 2009


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AUSTRALIEN: Queensland erwartet enorme Investitionen in Erneuerbare Energien

Bauwirtschaft, Energie — geschrieben von bauinformant @ 18:15

Der Bundesstaat Queensland hofft durch das Renewable Energy Target der australischen Regierung rund 3,5 Milliarden AUD (2,8 Mrd. USD) Investitionen in erneuerbare Energien und aus Fonds nationaler Regierungsprogramme anzuziehen.

Neben dem hohen Investitionspotenzial biete der Plan laut Regierung auch die Chance in den nächsten 10 Jahren 3.500 neue Arbeitsplätze in Queensland zu schaffen. Ein erstes Projekt der Regierung über 1 Mrd. AUD wäre die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für ein großes Solarthermisches Kraftwerk und laufe in Partnerschaft mit der Clinton Stiftung. Mit dem Projekt verfolgt Queensland die Bewerbung auf das 1,6 Mrd. AUD umfassenden Solar Flagship Programm, so dass der australische Bundesstaat von der Großsolaranlage profitieren kann.

Staat will zusätzlich 5 Mio. AUD in geothermische Ressourcen investieren

Das Regierungsbüro für saubere Energien in Queensland wird einen sogenannten „one stop shop“ auf den Weg bringen, mit dem zukünftig alle bürokratischen Schritte zur Umsetzung weiterer Politiken und Programme an einer Stelle durchgeführt werden können. Dies bietet den Vorteil Expertise für Projektierer bereitzustellen und die Umsetzung förderungswürdiger Projekte zu beschleunigen.

Weitere Informationen: www.cleanenergy.qld.gov.au/queensland_renewable_energy_plan.cfm
Quelle: Exportinitiative 2009


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Wohnnet.at kauft Styria-Anteile

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 16:40
Pressemitteilung von: Wohnnet Service GmbH
PR Agentur: Impuls Public Relations e.U.

(openPR) - Führende Internetplattform im Bereich Bauen, Wohnen und Immobilien schafft Platz für neuen strategischen Medienpartner

Wohnnet.at ist mit über 288.000 Unique Clients pro Monat die führende Internetplattform für Bauen, Wohnen und Immobilien. Im Zuge der Neuausrichtung des Unternehmens trennt sich die Wohnnet Service GmbH von der Styria Multi Media AG & Co KG und übernimmt sämtliche Anteile (d.s. 40 %).

„Wohnnet.at ist ein expandierendes Unternehmen, das 2008 einen Umsatz von 1,3 Mio. Euro erwirtschaftete. Durch die geplante Neuausrichtung wollen wir mittelfristig auf 4 Mio. Umsatz wachsen und unser 6-stelliges EGT weiter erhöhen. Dazu brauchen wir einen neuen strategischen Partner, der keine Wettbewerbsplattform im Porfolio hat und diese Expansionsschritte mit uns geht“, erklärt Peter Erlebach, geschäftsführender Gesellschafter der Wohnnet Service GmbH und ergänzt: „Die Wachstumsziele sind zwar ambitioniert, liegen aber durchaus im realistischen Bereich. Selbst in der jetzigen Krise ist der Trend zu Onlinewerbung ungebrochen.“

Übernahme der Anteile per 10.06.2009
Wohnnet.at wurde im Jahr 2000 von Styria und Wüstenrot gegründet. 2005 erfolgte im Rahmen des ersten Buyouts die Übernahme von 59 % an der Wohnnet Service GmbH durch DMID Direktmarketing und Internet Dienstleistungs Ges.m.b.H. Die beiden DMID-Gesellschafter, Peter Erlebach und Mag. Johannes Heimhilcher, haben nun die zweite Kaufoption gezogen und halten somit 99 % der Anteile an Wohnnet.at. 1 % liegt weiterhin im Eigentum der Wüstenrot Verwaltungs- und Dienstleistungen GmbH.

Content um 2.500 Seiten erweitert
Laut ÖWA verzeichnet die Internetplattform 288.000 Unique Client und über 4,8 Mio. Seitenaufrufe monatlich im Quartalsdurchschnitt 1/2009. Um die Nummer 1 Position weiter auszubauen, wird einerseits laufend an der technischen Weiterentwicklung (Suchoptimierung, Videocontent, 3D-Animationen etc.) gearbeitet. Andererseits stockt Wohnnet.at den redaktionellen Content in den nächsten 6 Monaten um weitere 2.500 Seiten auf. Besonders die Themen Hausbau und Renovierung werden erweitert. Damit stehen den Usern künftig insgesamt mehr als 5.000 Seiten mit Informationen und mehr als 26.000 Immobilienangebote zur Verfügung.

Wohnnet Service GmbH
Herr Peter Erlebach
Diefenbachgasse 53-55/3
A-1150 Wien

Tel.: +43 1 8940171-110
Fax: +43 1 8940171-190

Über Wohnnet:
Österreichs größte Bauen und Wohnen Plattform mit Themen zu Wohnung Haus und Immobilien. Viele Infos zu Möbel und Einrichtung sowie das Einrichten von ganzen Wohnungen mit Wohnzimmer Badezimmer Schlafzimmer als auch Küche Büro Dachboden und Wintergarten. Hier finden Sie Tipps für Ihren Garten den Hausbau, das Ausbauen und Umbauen als auch den Umzug. Beratung für Baugeld Finanzierung als auch die Planung und ein Baustoffe Preisvergleich damit Sie billiger und günstiger bauen mit wohnnet.at. Immobilien Haus und Wohnung Informationen zum Wohnen Bauen Möbel und Einrichtung einrichten rund um die Uhr im Bauen und Wohnen Internet.
Kategorie: Pressemitteilung
eingestellt von : bauinformant

Aufträge im Bauhauptgewerbe im April 2009: Real - 12,3% zum April 2008

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 11:42

WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, gingen im April 2009 die
Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe (Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen) im Vergleich zum April 2008 preisbereinigt um 12,3% zurück.

Dabei nahm die Baunachfrage im Hochbau um 25,9% ab, während sich im Tiefbau mit einer Zunahme um 4,1% eine positive Entwicklung zeigte.

In den ersten vier Monaten 2009 sind die Auftragseingänge des Bauhauptgewerbes preisbereinigt um
15,2% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum gesunken.

Ende April 2009 waren in den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus 688 000 Personen tätig; das waren etwa 18 000 Personen weniger als vor einem Jahr (- 2,5%). Der Gesamtumsatz belief sich im Berichtsmonat auf rund 6,5 Milliarden Euro (- 6,4% gegenüber April 2008).

Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes betrug in den ersten vier Monaten 2009 rund 19,8 Milliarden Euro und lag damit um 10,9% unter dem Niveau der ersten vier Monate 2008. Die Zahl der tätigen Personen ist in diesem Zeitraum um 2,2% gesunken.

Eine zusätzliche Tabelle, eine methodische Kurzbeschreibung und weitere Daten und Informationen zum Thema bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Kerstin Kortmann,
Telefon: (0611) 75-4740,
E-Mail: baubericht@destatis.de


Die vollständige Pressemitteilung ist auch im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/06/PD09__233__441,templateId=renderPrint.psml zu finden
Kategorie: Pressemitteilung destatis
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Baugewerbe: Baugenehmigungen stehen Schlange vor Auftragseingängen

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 08:18

„Auch die deutsche Bauwirtschaft bewegt sich deutlich in negativen Regionen. Dabei zeigen die Daten für den öffentlichen Bau, dass die Aufträge aus den Konjunkturpaketen insgesamt noch nicht am Markt bei den Unternehmen angekommen sind.

Nachdem die Baugenehmigungen per März 2009 schon mit 55 % über dem Vorjahr lagen, stieg dieser
Wert per April auf 63 % an. Damit stehen die Baugenehmigungen Schlange vor den Auftragseingängen und warten auf ihre Realisierung.“ Dieses erklärte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Prof. Dr. Karl Robl, zu den am 25. Juni vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Konjunkturdaten.

Zu den Umsätzen:
Der Umsatz hat sich im Wohnungsbau leicht verbessert, liegt aber immer noch 14 % unter dem Vorjahreswert. Der witterungsbedingte Rückgang aus Januar und Februar konnte noch nicht egalisiert werden. Ähnliches gilt für den öffentlichen Bau, der zwar leicht verbessert ist, aber immer noch mit -10 % hinter dem Vorjahreswert herhinkt. Das Minus im Wirtschaftsbau hält sich bei 9 %. Damit hat sich der Umsatz insgesamt gegenüber dem Vormonat etwas verbessert, liegt aber mit 11 % weiter klar unter dem Vorjahr.

Zu den Auftragseingängen:
Im Wohnungsbau ist nominal eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vormonat zu verzeichnen (von – 14 % auf – 7 %). Real liegt der Rückgang immer noch bei knapp 9 %. Weiter abwärts geht es mit dem Wirtschaftsbau: Hier steigt der Rückgang von – 20 % auf – 23 %. Der Öffentliche Bau hat sich zwar verbessert, aber nicht dynamisch. Das Minus fällt von - 6 % auf - 2 % zum Vorjahr.

Zu den Baugenehmigungen:
Der Rückgang der Baugenehmigungen im Wohnungsbau liegt stabil bei – 6 % zum Vorjahr. Zum Vorjahr liegen die Baugenehmigungen im Neubau mit 4.600 Wohnungen, für Neubau und Umbau mit 6.400 zurück. Im Wirtschaftsbau hat sich der Rückgang verdoppelt. Aus – 7,4 % per März wurden – 14,2 % per April. Im Öffentlichen Bau steigen die Baugenehmigungen weiter deutlich an, hier sind aus + 55 % per März + 63 % per April geworden. Die Anzahl der Beschäftigten liegt im Durchschnitt bei 675.000 und damit 15.000 unter dem Vorjahr. Angesichts dieser Zahlen forderte Robl die öffentliche Hand auf, die genehmigten Projekte schleunigst auf den Markt zu bringen, um weitere Rückgänge abzumildern.


Mehr Informationen:
Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Kronenstraße 55 – 58
10117 Berlin
Tel.: 030 203 14-408
Fax 030 203 14-420
Email: presse@zdb.de


Kategorie: Presseinformation Zentralverband Deutsches Baugewerbe
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Baumarkt und Wirtschaftskrise: Konjunkturprogramme zeigen erste Wirkung

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 21:27

Wirtschaftsbau im Sog der Krise

Berlin (ots) - Die Konjunkturprogramme der Bundesregierung beginnen zu wirken. Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Öffentlichen Bau im April erstmals um 7 % gestiegen. Im 1. Quartal war dagegen noch ein Rückgang von 6 % zu verzeichnen. Die Belebung kommt vor allem aus dem Straßenbau, wo die Auftragseingänge sogar um 16 % gestiegen sind und dem sonstigen Tiefbau (+ 5 %). Der öffentliche Hochbau zeigte mit einem Auftragsrückgang von 13 % zwar weiterhin keine Belebung; angesichts der deutlichen Zunahme bei den Baugenehmigungen (Januar bis April: + 70 % bei den veranschlagten Baukosten) rechnet der Hauptverband aber auch hier in den kommenden Monaten mit einer Belebung der Nachfrage. Beim baugewerblichen Umsatz zeigte sich diese positive Entwicklung allerdings noch nicht, im April gab es noch einmal ein Minus von 1,8 %.

    Insgesamt machte sich diese Entwicklung allerdings nur geringfügig bemerkbar, im gesamten Bauhauptgewerbe war im April der Auftragseingang um 9,5 % rückläufig. Auch die Umsatzentwicklung (- 6,4 %) zeigte gegenüber dem (auch witterungsbedingt) schwachen 1. Quartal nur eine geringfügige Verbesserung.

Die anhaltende Schwäche rührt vor allem aus dem Wirtschaftsbau, der sich mittlerweile voll im Sog der Konjunkturkrise befindet. Während im April das Minus beim Umsatz mit 8,1 % noch relativ moderat ausfiel, brachen die Auftragseingänge um weitere 29 % ein. Auch die Baugenehmigungen im Wirtschaftshochbau (Januar bis April: - 13 % bei den veranschlagten Baukosten) sowie die deutlich abgesenkten Investitionspläne im Verarbeitenden Gewerbe lassen für die nächsten Monate keine Belebung erwarten.

Gespalten war die Entwicklung im Wohnungsbau. Während der Auftragseingang im April um 11,5 % zulegte, war beim Umsatz ein weiterer Rückgang von 8,5 % zu verzeichnen. Angesichts der anhaltend rückläufigen Genehmigungszahlen im Wohnungsneubau dürften sich beim Auftragseingang die Sanierungsprogramme zur CO2-Reduzierung bemerkbar machen. Die hierfür vorgesehenen Bundesmittel wurden durch die Konjunkturprogramme für das laufende Jahr um 1 Mrd. aufgestockt.

Insgesamt ergibt sich für die Branche von Januar bis April ein Rückgang bei den Auftragseingängen von 12,3 % und beim baugewerblichen Umsatz von 10,9 %. Angesichts der Entwicklung im Öffentlichen Bau hält der Hauptverband an seiner Prognose fest, nach der die (nominalen) baugewerblichen Umsätze im deutschen Bauhauptgewerbe im laufenden Jahr um 3 % zurückgehen werden.

Dies wird auch Spuren auf dem Bauarbeitsmarkt hinterlassen. Im April ging die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vorjahr um 2,5 % zurück, für die ersten vier Monate des laufenden Jahres betrug der Beschäftigungsabbau 2,2 %.

Auch im Internet abrufbar: www.bauindustrie.de

Kontakt:
Dr. Heiko Stiepelmann
Stellv. Hauptgeschäftsführer und
Leiter der Hauptabteilung Volkswirtschaft,
Information und Kommunikation
Tel: 030 - 21286 140, Fax: 030 - 21286 189
E-Mail: Heiko.Stiepelmann@bauindustrie.de 


Kategorie: Presseinfo Hauptverband der Deutschen Bauindustristrie
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Verabschiedung des "Bürgerentlastungsgesetzes"

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 20:53

Bundesregierung stärkt Liquidität im Handwerk

Zur Verabschiedung des "Bürgerentlastungsgesetzes" im Deutschen Bundestag erklärt Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH): 

"Das "Bürgentlastungsgesetz" wird die Impulse der beiden Konjunkturpakete zum richtigen Zeitpunkt verstärken. Davon wird das Handwerk profitieren. Der Konsum wird angeregt dank der zum 1. Januar 2010 steigenden verfügbaren Nettoeinkommen. Die Bundesregierung hat nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes die steuerliche Abzugsfähigkeit von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung deutlich verbessert. Wichtig ist, dass nun auch die Beiträge zur Haftpflicht-, Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung zusätzlich steuerlich abzugsfähig bleiben. Denn gerade Handwerksunternehmer leisten regelmäßig derartige Vorsorgeaufwendungen. 

In der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich die Bundesregierung auch der Finanzierungsnöte der kleinen und mittleren Unternehmen angenommen und die Weichen für eine spürbare Verbesserung der Liquidität gestellt.  Sie folgte einem Vorschlag des Handwerks, eine bundesweit einheitliche Ist-Versteuerungsgrenze von 500.000 Euro einzuführen. Ab 1. Juli 2009 müssen nun rund zwei Drittel der Handwerksbetriebe die Umsatzsteuer erst dann abführen, wenn ihr Auftraggeber die Rechnung bezahlt hat."


Bauforderungssicherungsgesetz

Baurechtliches, Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 03:00

Bundestag stürzt Baubranche in massive Liquiditätsprobleme

    Berlin (ots) - "Der Deutsche Bundestag hat mit der heutigen Verabschiedung des gestutzten Änderungsgesetzes zur Sicherung von Bauforderungen der gesamten Baubranche - vom Hauptunternehmer bis zum kleinsten Handwerker - einen Bärendienst erwiesen." Das erklärte heute in Berlin der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, RA Michael Knipper. Damit habe sich die große Koalition über die Vorschläge der eigenen Bundesregierung hinweggesetzt, die zumindest die Separierung des Baugeldes auf getrennte Baustellenkonten aufheben wollte. Knipper: "Dies kommt einer Desavouierung der eigenen Bundesregierung gleich." Statt das Gesetz durch die Einrichtung eines Sammelkontos einigermaßen handhabbar zu machen, müssten jetzt eingehende Zahlungen ausschließlich für das konkrete Bauvorhaben verwendet werden. "Dieses führt zu einem zusätzlichen Liquiditätsbedarf der Unternehmen in Milliardenhöhe und erhöht das Insolvenzrisiko der gesamten Branche", so Knipper weiter.

    "Mit dem Bauforderungssicherungsgesetz wird der Bauwirtschaft ein Sonderopfer aufgebürdet, das sonst keiner anderen Branche zugemutet wird", kritisierte Knipper. Das Gesetz verhindere jedes Liquiditätsmanagement und führe zu schlechteren Kreditkonditionen. Es sei geradezu grotesk, dass die Bundesregierung bei der Überwindung der Konjunkturkrise auf die Baubranche setze, das Parlament ihr aber massive Daumenschrauben anlege und die Gefahr einer Kreditklemme heraufbeschwöre.

    "Das Gesetz ist nicht nur industrie- sondern auch in höchstem Maße mittelstandsfeindlich. Denn das Risiko eines Zahlungsverzuges des Auftraggebers wird zwangsläufig in der Nachunternehmerkette zu Lasten kleinerer Betriebe weitergeleitet", kritisierte Knipper. Damit treffe die Separierungspflicht von eingehenden Zahlungen insbesondere Mittelstand und Handwerk und bedrohe gerade die Existenz kleinerer Unternehmen.

    Die Große Koalition stelle die Unternehmen des gesamten Bauhauptgewerbes nicht nur vor unlösbare Umsetzungsprobleme, sie setze die Branche in der derzeitigen Finanz- und Wirtschaftskrise unkalkulierbaren Liquiditäts- und Insolvenzrisiken aus. Jetzt müsse alles daran gesetzt werden, dass das bestehende Gesetz direkt zu Beginn der neuen Legislaturperiode wieder aufgerufen und angepasst werde. "Angesichts der massiven Auswirkungen auf die gesamte Branche können wir nicht zur Tagesordnung übergehen", kündigte Knipper an.

    Auch im Internet abrufbar: www.bauindustrie.de


Kategorie: Pressemitteilung
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Agrarfabrik mit dachintegrierter Fotovoltaikanlage

Bauwirtschaft, Energie — geschrieben von bauinformant @ 10:24

systaic AG erhöht Umsatzprognose nach Beauftragung für Großprojekt

(pressebox) Düsseldorf, 18.06.2009

Die Enerparc AG, eine Tochtergesellschaft der systaic AG, wurde heute von der Agrisol Is Finugus S.r.L. Societa Agrigola, Cagliari mit dem Bau eines Gewächshauskomplexes mit dachintegrierter Fotovoltaikanlage beauftragt.

Die Vereinbarung wurde mit den üblichen Vorbehalten geschlossen. Die geplante Agrarfabrik umfasst eine bewirtschaftete Grundfläche von 405.032 m², eine Fotovoltaikleistung von 32.550 Kilowatt Peak und ein Auftragsvolumen von 130 Mio. Euro. Pro Jahr werden damit durchschnittlich 47 Mio. Kilowattstunden Solarstrom erzeugt, der teilweise auch direkt zum Betrieb der Gewächshäuser genutzt wird. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme ist für Dezember 2009 vorgesehen. Insgesamt sollen auf Sardinien von Enerparc bis zu 150 Megawatt Peak errichtet werden.

Die systaic AG aktualisiert daher die Prognose für das laufende Geschäftsjahr, zumal bereits für das erste Halbjahr erwartet wird, dass der Umsatz die 100-Millionen-Euro-Marke übersteigt: 2009 sollen sowohl Umsatz (bisherige Prognose: 260 Mio. Euro) als auch Gewinn kräftiger zulegen als bislang angenommen. Bei den Erlösen rechnet der Konzern nunmehr für das laufende Geschäftsjahr mit einem Anstieg auf über 300 Mio. Euro (Vorjahresumsatz: 200 Mio. Euro). Der operative Gewinn (EBIT) soll analog wachsen.

Über systaic AG

Die systaic AG hat sich auf effiziente und zugleich ästhetische Solarstromlösungen spezialisiert: Strategisches Kernprodukt ist das zukunftsorientierte SYSTAIC Energiedach für Gebäude, ein vielfach ausgezeichnetes Energiesystem zur Erzeugung von Strom und Wärme. Mit dem Tochterunternehmen Webasto Solar GmbH ist SYSTAIC weltweit der einzige Serienproduzent von Fotovoltaikgeneratoren für Autodächer. Die Entwicklung und Installation fotovoltaischer Großkraftwerke, welche auch über die Tochtergesellschaft Enerparc realisiert werden, bildet einen weiteren Schwerpunkt des Portfolios.

Zur systaic AG gehören die Tochtergesellschaften Enerparc AG, Düsseldorf, SERP Sistemas Energéticos de Portugal, Lda, systaic Americas Inc., Carlsbad, systaic France S.A.R.L., Paris, systaic Hellas MEPE, systaic Ibérica S.L.U., Barcelona, systaic Italia S.r.L. sowie systaic sourcing AG & Co., Düsseldorf, systaic Technologies GmbH, Düsseldorf, und Webasto Solar GmbH, Landsberg.


Produktion im europäischen Baugewerbe hat im April 2009 weiter zugelegt

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 20:29
17.06.2009 11:45

Produktion im EU-Baugewerbe zieht an

Luxemburg (aktiencheck.de AG) - Die saisonbereinigte Produktion im europäischen Baugewerbe hat im April 2009 weiter zugelegt. Diese ersten Schätzungen legte die EU-Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch vor.

Auf Monatssicht wuchs der Output der Baubranche in der Eurozone (EZ16) um 0,6 Prozent und in der EU27 um 0,7 Prozent an. Im März war die Produktion um 0,6 bzw. 0,1 Prozent gestiegen.

Verglichen mit dem Vorjahresmonat gab die Produktion in der Eurozone um 4,7 Prozent und in der EU27 um 5,1 Prozent nach. Zuvor waren im März Rückgänge von 8,3 bzw. 11,4 Prozent verzeichnet worden. (17.06.2009/ac/n/m)

Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe im April 2009

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 14:51

Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe im April 2009: Preisbereinigt - 23,2% zum Vorjahr


WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ging nach vorläufigen Angaben der Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe im April 2009 arbeitstäglich- und preisbereinigt um 23,2% gegenüber dem April 2008 zurück (nach unverändert - 22,0% im März 2009). Der Inlandsumsatz nahm im Vergleichszeitraum um 17,3% ab; noch stärker brach der Auslandsumsatz mit - 29,8% ein. Dabei lag der Umsatz mit den Ländern der Eurozone um 28,0%, der Absatz in das übrige Ausland um 31,2% unter dem Vorjahresniveau.

Innerhalb der umsatzmäßig wichtigsten Wirtschaftszweige ging bei den Produzenten von Kraftwagen und Kraftwagenteilen der preisbereinigte Umsatz im April 2009 mit 37,2% am stärksten gegenüber dem Vorjahr zurück. Dabei verringerte sich der Inlandsumsatz um 19,0% und das Geschäft mit ausländischen Abnehmern um 48,0%. Ähnlich hoch waren die Minusraten mit 33,0% in der Metallerzeugung und -bearbeitung (Inland: - 34,0%, Ausland: - 31,5%) und mit 30,2% im Maschinenbau (Inland: - 32,4%, Ausland: - 28,5%).

Im Vergleich zum Vormonat verringerte sich der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe im April 2009 saison- und arbeitstäglich bereinigt insgesamt um 1,8% (nach revidiert + 1,6% im März 2009). Das Geschäft mit inländischen Abnehmern blieb unverändert zum Vormonat; der Auslandsumsatz verzeichnete eine Abnahme um 3,9%. Innerhalb des Auslandsgeschäfts nahm der Absatz in die Eurozone um 5,8% ab; für das restliche Ausland wurde ein Rückgang von 2,2% registriert.

Kumuliert von Januar bis April 2009 lag das (arbeitstäglich bereinigte) Umsatzvolumen im Verarbeitenden Gewerbe um 22,3% unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums; dabei fielen das Inlandsgeschäft um 17,9% und der Auslandsumsatz um insgesamt 27,0%.

Die Veränderungsraten basieren auf dem Umsatz-Volumenindex für das Verarbeitende Gewerbe (fachliche Betriebsteile; 2005 = 100). Die saison- und arbeitstägliche Bereinigung erfolgt mit dem Verfahren Census X-12-ARIMA.


Weitere Auskünfte gibt:
Dr. Norbert Herbel,
Telefon: (0611) 75-4475,
E-Mail: auftragseingangsindex@destatis.de



Die vollständige Pressemitteilung ist auch im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/06/PD09__218__421,templateId=renderPrint.psml zu finden.

 

Kategorie: Pressemitteilung
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Bundesverfassungsgericht legt Grundlage für Wettbewerbsgleichheit zwischen den Baustoffen

Baurechtliches, Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 14:12

Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau begrüßt Abschaffung der Zwangsabgaben an den Holzabsatzfonds

Berlin (ots) - Mit seiner Entscheidung zum Holzabsatzfonds hat das Bundesverfassungsgericht die Voraussetzung für einen fairen Wettbewerb zwischen den Baustoffen Holz, Beton und Ziegeln geschaffen. Die Politik muss jetzt den Forderungen widerstehen, mit einer neu gestalteten Holzförder-Agentur die Marktbedingungen erneut zu verzerren. Denn das Verfassungsgericht hat nicht nur entschieden, dass die bisherigen Zwangsabgaben an den Holzabsatzfonds "mit dem Grundgesetz unvereinbar" und eine "unzulässige Sonderabgabe" sind. Das höchste deutsche Gericht hat darüber hinaus festgestellt, dass die Erhebung der Zwangsabgabe deswegen nicht gerechtfertigt ist, weil die Holzwirtschaft weder im internationalen Wettbewerb noch im Wettbewerb mit anderen Baustoffen spezifischen Nachteilen ausgesetzt ist.

Die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau (DGfM) begrüßt die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, warnt aber vor dem politischen Reflex, die Holzabsatzförderung nun aus anderen Mitteln zu finanzieren. "Der Holzabsatzfonds führte zu einem Eingriff des Staates in den freien Wettbewerb zwischen den einzelnen Baustoffen. Nach den klaren Worten der höchsten Richter sollten sich Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner und ihre Kollegen aus den Ländern nicht dazu verleiten lassen, die Holzwirtschaft weiter einseitig zu protegieren und damit die Marktbedingungen auch zukünftig weiter zu verzerren", so Dr. Ronald Rast, Geschäftsführer der DGfM.

Der Holzabsatzfonds hat mit großem Mitteleinsatz Marketing für den Baustoff Holz betrieben und ist dabei in den letzten Jahren auch zu vergleichenden Darstellungen der am Markt etablierten Baustoffe übergegangen. Allein im vergangenen Jahr setzte der Fonds rund 15,9 Millionen Euro für Marketingmaßnahmen ein, was nur durch die Erhebung der Zwangsabgabe möglich war, die nun vom Verfassungsgericht für nichtig erklärt worden ist. Das schaffte einen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Materialien und Bauweisen. Die Entscheidung, welcher Baustoff in der jeweiligen Situation am besten geeignet ist, sollte nicht wieder durch eine einseitige politische Förderung beeinflusst, sondern alleine vom Bauherrn getroffen werden.

Über die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau e.V. (DGfM)

Die DGfM ist der Dachverband der Mauerstein erzeugenden Industrien. Die Gesellschaft vertritt die gemeinschaftlichen Interessen des Mauerwerksbaus. Rund 80 Prozent aller Wandkonstruktionen im deutschen Wohnungsbau werden im Mauerwerk errichtet. Als Wirtschaftsverband wahrt die DGfM die Interessen ihrer Mitglieder etwa gegenüber Bauordnungsbehörden und nimmt technisch wissenschaftliche Aufgaben sowie die technische Interessenvertretung im Bereich der nationalen und europäischen Normung wahr. Derzeit repräsentiert die DGfM 225 Firmen mit einem Jahresumsatz von über 1,1 Milliarden Euro.

Weitere Informationen finden sich unter www.dgfm.de


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