Clausthaler Lehrstuhl erhält Bauma-Innovationspreis
| Christian Ernst, Pressestelle Technische Universität Clausthal
22.04.2010 13:25
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Der Clausthaler Geoscanner ist ein neues, akustisches Scan-Verfahren, mit dem Baugrund und Lagerstätten effektiv und professionell erkundet werden können. Das Prinzip ist einfach: Verschiedene Materialien, etwa Sand, Kies oder Ton, haben ein unterschiedliches Reibungsverhalten. Die durch Reibung im Geoscanner verursachten Körperschallschwingungen bilden einen typischen Fingerabdruck, mit dessen Hilfe Gebirgsformationen sichtbar gemacht werden. Eine trennflächenscharfe und damit effiziente Gewinnung von Rohstoffen ist so möglich, da Fremdbeimischungen vermieden werden. In der Praxis würde die Scanner-Vorrichtung in Bau- und Bergbaumaschinen integriert.
Laut der Laudatoren erfüllt die Sieger-Innovation in hohem Maße die Bewertungskriterien: Zukunftsfähigkeit, praktische Anwendbarkeit, Beitrag zum Umweltschutz und zur Humanisierung der Arbeitswelt sowie Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit bei gleichzeitiger Energie- und Kosteneffizienz.
Als Besonderheit wurde der Preis in der Kategorie Forschung in diesem Jahr zwei Mal vergeben. Neben der TU Clausthal freute sich auch die TU Dresden über eine solche Ehrung. Christof Kemmann, Vorsitzender im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), wertete den Wettbewerb "als Beweis für die große Innovationskraft des deutschen Maschinenbaus".
