Bauinformant bloggt Bauinformationen

Frühjahrstagung der Europäischen Akademie Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH zu erneuerbaren Energien

Energie, Forschung — geschrieben von bauinformant @ 21:00


Friederike Wütscher, Redaktion und Öffentlichkeitsarbeit


Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH

31.03.2010 13:04
 

Versorgungssicherheit bei Einhaltung langfristiger CO2-Reduktionsziele?

Bad Neuenahr-Ahrweiler, 31. März 2010. - Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung nimmt immer mehr zu. Grund dafür sind unter anderem die festgelegten Einspeisevergütungen, die zum Klimaschutz beitragen sollen. Mit ihnen sollen Politikziele für den Anteil erneuerbarer Energien an der Energieversorgung erreicht werden. Die Stromein- und Stromausspeisung muss aus technischen Gründen zu jeder Zeit ausgeglichen sein, damit keine Fehlfunktionen im Netz auftreten und der erzeugte Strom eine ausreichende Qualität besitzt.
 
Da die Menge des eingespeisten elektrischen Stroms der meisten aus heutiger Sicht in Frage kommenden Technologien von der Höhe der aktuell herrschenden Windgeschwindigkeiten bzw. Sonnenstrahlung an den jeweiligen Standorten abhängt, bringt die Nutzung erneuerbarer Energien auch Unwägbarkeiten mit sich, die diskutiert und geklärt werden müssen.
Daher veranstaltete die Europäische Akademie vom 24. bis 26.3.2010 ihre Frühjahrstagung zum Thema "Sichere Stromversorgung und erneuerbare Energien. Versorgungssicherheit bei Einhaltung langfristiger CO2-Reduktionsziele?" im Wissenschaftszentrum Bonn. Dazu wurden, als Auftakt zur Tagung, in einem öffentlichen Abendvortrag von Professor Dr. Kornelis Blok (Universität Utrecht) der derzeitige Stand der wissenschaftlichen und politischen Diskussion von Zukunftsszenarien und Klimaschutzzielen sowie geforderte Beiträge der weltweiten Energieversorgung diskutiert.

 

Versorgungssicherheit bei Einhaltung langfristiger CO2-Reduktionsziele?

Bad Neuenahr-Ahrweiler, 31. März 2010. - Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung nimmt immer mehr zu. Grund dafür sind unter anderem die festgelegten Einspeisevergütungen, die zum Klimaschutz beitragen sollen. Mit ihnen sollen Politikziele für den Anteil erneuerbarer Energien an der Energieversorgung erreicht werden. Die Stromein- und Stromausspeisung muss aus technischen Gründen zu jeder Zeit ausgeglichen sein, damit keine Fehlfunktionen im Netz auftreten und der erzeugte Strom eine ausreichende Qualität besitzt.
Da die Menge des eingespeisten elektrischen Stroms der meisten aus heutiger Sicht in Frage kommenden Technologien von der Höhe der aktuell herrschenden Windgeschwindigkeiten bzw. Sonnenstrahlung an den jeweiligen Standorten abhängt, bringt die Nutzung erneuerbarer Energien auch Unwägbarkeiten mit sich, die diskutiert und geklärt werden müssen.
Daher veranstaltete die Europäische Akademie vom 24. bis 26.3.2010 ihre Frühjahrstagung zum Thema "Sichere Stromversorgung und erneuerbare Energien. Versorgungssicherheit bei Einhaltung langfristiger CO2-Reduktionsziele?" im Wissenschaftszentrum Bonn. Dazu wurden, als Auftakt zur Tagung, in einem öffentlichen Abendvortrag von Professor Dr. Kornelis Blok (Universität Utrecht) der derzeitige Stand der wissenschaftlichen und politischen Diskussion von Zukunftsszenarien und Klimaschutzzielen sowie geforderte Beiträge der weltweiten Energieversorgung diskutiert.
Im ersten Hauptteil der Tagung stellte Dr.-Ing. Joachim Nitsch (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Stuttgart) unter anderem die sogenannten "Leitszenarien" des Bundesumweltministeriums dar. Diese zeigen Möglichkeiten für die Einhaltung der Ziele für Deutschland bis 2050 unter umfangreicher Verwendung erneuerbarer Energien auf. Aus ihnen wird deutlich, wie diese Ziele unter den gesetzten Annahmen, u.a. für die Technologieentwicklung, erreicht werden könnten. Priv.-Doz. Dr. Dietmar Lindenberger (Universität zu Köln) präsentierte die Ergebnisse aus den Netzstudien der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Dabei nannte er Möglichkeiten zur Integration von Windkraftanlagen in die deutsche Stromversorgung bis zum Jahre 2015 bzw. 2020/2025 und betonte die Notwendigkeit der europäischen Perspektive für einen effizienten Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien.
Ein weiterer Tagungsschwerpunkt waren die technischen Möglichkeiten zum Ausgleich schwankender Stromeinspeisungen in den Bereichen elektrische Netze und Energiespeicher. Zunächst stellte Professor Dr.-Ing. Christian Rehtanz (TU Dortmund) die Herausforderungen und Möglichkeiten zur Integration erneuerbarer Energien in die elektrischen Stromversorgungsnetze dar: Lösungen für Netzengpässe sowie derzeit mangelnde Flexibilität in den Verteilnetzen könnten unter anderem koordinierte Lastflussregelung, Gleichstromübertragungsleitungen und Endkundenbeteiligung sein. Des Weiteren gab Professor Dr. Dirk Uwe Sauer (RWTH Aachen) einen Überblick über Optionen und Einsatzmöglichkeiten zur Speicherung von elektrischer Energie und entwickelte ein Technologieszenario, in dem vor allem Wasserstoff und Pumpspeicher für den Ausgleich in Zeiträumen von mehr als ein paar Tagen verwendet werden; für kürzere Zeitskalen wären beispielsweise Fahrzeugspeicher, thermische Spei-cher und Smart-Grid-Management denkbar. Im letzten Sektionsbeitrag zur technischen Integration erneuerbarer Energien in die Stromversorgung stellte Professor Dr. Dr.-Ing. Hans Müller-Steinhagen (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Stuttgart/Universität Stuttgart) das Desertec-Konzept, eine Industrie-Initiative zur sicheren und umweltfreundlichen Stromversorgung, und seine Integration in einen Stromverbund aus EU- und Mittelmeer-Anrainerstaaten (MENA) vor. Zur Sicherung einer gleichmäßigen Einspeisung werden dabei unter anderem solarthermische Kraftwerke mit effizienten Wärmespeichern und Gleichstromübertragungsleitungen kombiniert.
Im dritten Teil der Tagung wurden rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Integration erneuerbarer Energien untersucht. So diskutierte Professor Dr. Thomas Ziesemer (Universität Maastricht) zunächst ökonomische Rahmenbedingungen für Marktökonomien und schlug vor, diese grundlegend zu überarbeiten. Darauf folgend ging Professor Dr. Jens-Peter Schneider (Universität Osnabrück) auf derzeitige rechtliche Regelungen und Möglichkeiten für Weichenstellungen für zu-kunftsfähige Energiesysteme vor dem Hintergrund des aktuellen Rechtsrahmens in Deutschland und Europa ein, zum Beispiel auf die Frage von Zuständigkeiten für den Bau von Speichern und Nut-zungskonflikte von Speichermedien wie Gaskavernen. Den Abschluss bildeten Kommentare von Industrievertretern (EWE, citiworks, E.ON, RWE) zum Thema. Dabei wurden erste Ansätze zur Integration erneuerbarer Energien gezeigt und eine Reihe von weiteren bisher ungeklärten Fragen aufgeworfen.
Insgesamt wurde deutlich, dass zwar bereits Konzepte und Technologien für die Integration erneuerbarer Energien existieren, diese allerdings weiterer Entwicklungen bedürfen. Aufgrund der Langfristigkeit der Entwicklung und Implementierung einzelner technischer Maßnahmen sowie möglicherweise notwendiger struktureller Anpassungen von Märkten und der Regulierung elektrischer Netze sollten parallel zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien unterstützende Konzepte und Maßnahmen zu ihrer Integration weiter ausgearbeitet und umgesetzt werden.

- Die Tagungsbeiträge finden Sie auf der Homepage der Europäischen Akademie: www.ea-aw.de

- Referenten: Professor Dr. Kornelis Blok (Universität Utrecht); Andreas Brabeck (RWE AG, Essen); Vera Brenzel (E.ON, Düsseldorf); Jörg-Werner Haug (citiworks AG, München); Dr. Wolfram Krause (EWE AG, Oldenburg); Priv.-Doz. Dr. rer. pol. Dietmar Lindenberger (Universität zu Köln); Professor Dr. Dr.-Ing. Hans Müller-Steinhagen (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Stuttgart/Universität Stuttgart); Dr.-Ing. Joachim Nitsch (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Stuttgart); Professor Dr.-Ing. Christian Rehtanz (TU Dortmund); Professor Dr. rer. nat. Dirk Uwe Sauer (RWTH Aachen); Professor Dr. jur. Jens-Peter Schneider (Universität Osnabrück); Professor Dr. rer. pol. Thomas Ziesemer (Universität Maastricht)

- Wissenschaftliche Koordination: Dr.-Ing. Bert Droste-Franke (Europäische Akademie GmbH)

Die Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler gGmbH wurde 1996 vom Land Rheinland-Pfalz und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) gegründet. Direktor der Gesellschaft ist der Philosophieprofessor Dr. Dr. h.c. Carl Friedrich Gethmann. Wissenschaftlich-interdisziplinäre Arbeitsgruppen widmen sich der Erforschung und Beurteilung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen für das individuelle und soziale Leben des Menschen und seine natürliche Umwelt. In wissenschaftlicher Unabhängigkeit führt die Akademie einen Dialog mit Wirtschaft, Kultur, Politik und Gesellschaft. Damit will sie zu einem rationalen Umgang der Gesellschaft mit Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen beitragen.
Weitere Informationen erhalten Sie über die Homepage www.ea-aw.de.

Biberacher Modell für Holzbau & Projektmanagement: Handwerk erlernen und gleichzeitig studieren

Ausbildung & Studium, Bauhandwerk — geschrieben von bauinformant @ 19:03

Anette Schober-Knitz, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule Biberach
30.03.2010 16:23
Hochschule Biberach und Kompetenzzentrum Holzbau & Ausbau Biberach bieten ab Herbst 2010 die Ausbildungsmöglichkeit "Holzbau & Projektmanagement" an. Diese bundesweit einmalige Kooperation für das "Biberacher Modell" wurde jetzt mit der Vertragsunterzeichnung besiegelt.
Zielgruppe für die parallele Ausbildung zum Zimmerer und Zimmerermeister sowie zum Ingenieur für Projektmanagement mit dem Abschluss Bachelor of Engineering sind handwerklich interessierte junge Menschen mit Hochschulzulassung, die später im Bereich Holzbau Führungspositionen anstreben. Bewerber mit Hochschulzugangsberechtigung schließen zunächst einen Lehrvertrag mit einem Meisterbetrieb ab und beginnen ihre zweijährige Ausbildung. Der sonst übliche Besuch der Berufsschule entfällt und die Auszubildenden absolvieren stattdessen die Lehrinhalte des ersten Semesters des Studiengangs Projektmanagement/Bauingenieurwesen der Hochschule Biberach. Die Dauer des gesamten Ausbildungsganges beträgt in der Regel fünf Jahre und drei Monate. Das Biberacher Modell beginnt im Herbst dieses Jahres; Bewerbungen sind bereits jetzt beim Kompetenzzentrum für Holzbau & Ausbau Biberach möglich.

Beide Institutionen stehen für höchste Kompetenz in ihrem jeweiligen Fachgebiet: Die Hochschule Biberach als renommierte Fachhochschule für Bauwesen und Architektur mit praxisorientierten Studienangeboten konnte bereits mehrfach hervorragende Plätze im bundesweiten Hochschulranking von CHE und ZEIT belegen. In der Fakultät Bauingenieurwesen und Projektmanagement bietet sie seit 18 Jahren mit großem Erfolg die Spezialisierung für das Projektmanagement (Bau) als eigenes Studienangebot an. Mit dem Zimmerer-Ausbildungszentrum verbindet das Institut für Holzbau der Hochschule Biberach schon seit vielen Jahren enge Kontakte als Kompetenz-Zentrum für energiesparenden Holzbau nach den Richtlinien der Bundesregierung.

Ungleichheit: Wohneigentum für Frauen schwieriger zu erwerben

Allgemein — geschrieben von bauinformant @ 18:37
Ungleichheit: Wohneigentum für Frauen schwieriger zu erwerben

Nur 29 Prozent der Frauen in Vollzeit-Stellen haben Wohneigentum. Bei Männern ist der Anteil zehn Prozent höher. Foto: Immowelt.de

Frauen in Deutschland wohnen seltener im Eigentum als Männer - oft eine direkte Folge der Einkommensunterschiede. Eine repräsentative Studie von Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, zeigt die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern beim Thema Wohneigentum.

Wohneigentum ist ein wichtiger Bestandteil der Altersvorsorge - und für Frauen schwieriger aufzubauen als für Männer. Wie eine repräsentative Studie des Immobilienportals Immowelt.de zeigt, beträgt der Unterschied beim Wohneigentum teilweise fast 30 Prozentpunkte.

So gaben nur 29 Prozent der Frauen in Vollzeit-Stellen an, in einer Eigentumswohnung oder einem Einfamilienhaus zu leben. Bei den Männern beträgt der Anteil 38 Prozent. Das heißt: Die berufstätigen Frauen verdienen weniger als die Männer und können daher auch nicht so schnell Wohneigentum erwerben.

Fügen sich die Frauen hingegen in das traditionelle Versorgermodell, in dem der Mann der Hauptverdiener ist, steigt auch der Anteil der Frauen in Wohneigentum: Arbeiten sie Teilzeit, beträgt dieser Anteil 40 Prozent. Bleiben sie als Hausfrauen zu Hause, liegt die Quote bei 38 Prozent.

Besonders groß ist der Unterschied bei den Beamten: Männer im Staatsdienst bewohnen zu 71 Prozent die eigenen vier Wände - Beamtinnen nur zu 45 Prozent. Damit liegt diese Gruppe zwar über der Quote der weiblichen Angestellten, bleibt aber weit hinter ihren männlichen Kollegen zurück.

Besonders brisant werden diese Zahlen durch den Umstand, dass Frauen augrund des geringeren Verdienstes auch geringere Rentenansprüche erwerben. Umso wichtiger wäre für sie daher der Erwerb von Wohneigentum, um im Alter eine solide Basis zu besitzen.

Für die Immowelt-Studie "Wohnen und Leben 2010" wurden vom Marktforschungsinstitut Innofact im Januar 2010 1.029 Personen befragt.


Spatenstich für neues Forschungsgebäude des Experimental and Clinical Research Center in Berlin-Buch

Bauprojekte — geschrieben von bauinformant @ 22:05

Barbara Bachtler, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch

 

29.03.2010 15:45

 

Beim Spatenstich für ein neues Forschungsgebäude des Experimental 
						and Clinical Research Center (ECRC) auf dem Campus Berlin-Buch: (v.l.) 
						Prof. Walter Rosenthal (Wissenschaftlicher MDC-Vorstand), Prof. 
						Friedrich Luft, (ECRC-Direktor), Senatsrätin Karola Hladky 
						(Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Berlin), 
						Cornelia Lanz (Administrativer MDC-Vorstand), Oberamtsrätin Paula 
						Heppner (Bundesforschungsministerium)
Beim Spatenstich für ein neues Forschungsgebäude des Experimental and Clinical Research Center (ECRC) auf dem Campus Berlin-Buch: (v.l.) Prof. Walter Rosenthal (Wissenschaftlicher MDC-Vorstand), Prof. Friedrich Luft, (ECRC-Direktor), Senatsrätin Karola Hladky (Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Berlin), Cornelia Lanz (Administrativer MDC-Vorstand), Oberamtsrätin Paula Heppner (Bundesforschungsministerium)
(Photo: Uwe Eising/Copyright: MDC)
Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und die Charité - Universitätsmedizin Berlin wollen ihre Zusammenarbeit im Rahmen des Experimental and Clinical Research Center (ECRC) weiter ausbauen. Für rund 19 Millionen Euro errichtet das MDC als Teil des ECRC auf dem Campus Berlin-Buch ein Gebäude für experimentelle Forschung. Am 29. März 2010 erfolgte der Spatenstich für den Bau, der in zwei Jahren, 2012, der Forschung übergeben werden soll. Ziel des ECRC, einer gemeinsamen Einrichtung des MDC und der Charité, ist es, die Nutzung molekularbiologischer Erkenntnisse in der medizinischen Anwendung zu beschleunigen.
 
"Mit dem neuen Forschungsgebäude bieten wir eine hervorragende technische Infrastruktur für gemeinsame Forschungsvorhaben von Grundlagenwissenschaftlern und Klinikern, die sehr flexibel an den Bedarf der jeweiligen Projekte angepasst werden kann. Gleichzeitig lädt die Architektur des Gebäudes mit seinen großzügigen, offenen Laborzonen zum intensiven, interdisziplinären Informationsaustausch ein, aus dem wiederum neue Fragestellungen und Ideen entstehen können", betonte Prof. Walter Rosenthal, Stiftungsvorstand des MDC, bei diesem Anlass. Insgesamt umfasst das Gebäude rund 2 600 Quadratmeter Labor- und Büroflächen.

Die Dekanin der Charité, Prof. Annette Grüters-Kieslich sagte im Vorfeld: "Für Mediziner, die in der Grundlagenwissenschaft tätig sind, bieten das ECRC und das MDC ein hervorragendes Umfeld, klinisch relevante Fragestellungen auf höchstem Niveau zu bearbeiten. Die Wissenschaftler des MDC profitieren andererseits von den klinischen Fragestellungen der klinisch ausgebildeten und klinisch tätigen Mediziner. Diese Interaktion von MDC und Charité ist zukunftsweisend und soll in Zukunft noch stärker ausgebaut werden."

Zum ECRC gehört bereits ein Forschungshaus der Charité, in dem die patientennahe Forschung untergebracht ist. Es befindet sich in der ehemaligen Robert-Rössle-Klinik und verfügt über eine Probandenstation nach dem Modell des amerikanischen "Clinical Research" Center" und zwei Hochschulambulanzen für Patienten mit Muskel- sowie neurologischen Erkrankungen. Weitere Ambulanzen sind geplant.

Weiter gehört zum ECRC eine Ultra-Hochfeld-Magnetresonanz-Tomographie-Anlage. Sie beherbergt einen der weltweit stärksten Magnetresonanztomographen (MRT), ein 7-Tesla-Ganzkörpersystem, sowie einen 3 Tesla-MRT - beide für Untersuchungen am Menschen. Hinzu kommt ein 9,4-Tesla-Tierscanner. Die Anlage war im Januar 2009 von Bundesforschungsministerin Annette Schavan eingeweiht worden.

Barbara Bachtler
Pressestelle
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch
Robert-Rössle-Straße 10
13125 Berlin
Tel.: +49 (0) 30 94 06 - 38 96
Fax: +49 (0) 30 94 06 - 38 33
e-mail: presse@mdc-berlin.de
http://www.mdc-berlin.de/

RAVE-Newsletter zur Forschung am Offshore-Windenergie-Testfeld "alpha ventus"

Energie — geschrieben von bauinformant @ 20:09

Uwe Krengel, Pressestelle
Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES
29.03.2010 10:41
 
Inhalt:
1. Offshore-Windenergie naturverträglich entwickeln
2. Status Quo - wie schlagen sich die ersten Offshore-Windparks bisher?
3. Deutschlands erster Offshore-Windenergiepark "alpha ventus"
4. Wanderausstellung "Faszination Offshore"
Offshore- Windenergie naturverträglich entwickeln

Naturschützer fragen zu Recht, ob Offshore-Windenergieanlagen auch naturverträglich sind. Stellen die Anlagen ein Hindernis für Zugvögel dar? Inwieweit werden Schweinswale und Robben bei der Errichtung von Offshore-Windparks durch Baulärm gestört? Diese und andere Fragen sollen durch ein begleitendes ökologisches Monitoring und weitergehende Forschungen beantwortet werden. Dazu koordiniert das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) das Forschungsprojekt zur ökologischen Begleitforschung am Offshore-Testfeldvorhaben alpha ventus (kurz: StUKplus). > http://rave.iset.uni-kassel.de/rave/pages/factsheets

Status Quo - wie schlagen sich die ersten Offshore-Windparks bisher?

Hohe und gleichmäßige Windgeschwindigkeiten vor der Küste auf hoher See lassen auf doppelt so hohe Energieerträge hoffen wie an Land. Dem stehen allerdings vermutlich deutlich höhere Aufwendungen für Installation und Betrieb gegenüber. Das Offshore~WMEP soll zukünftig in gemeinsamer Arbeit von Betreibern, Herstellern, Wissenschaftlern und anderen Beteiligten relevante Betriebsdaten systematisch erfassen und auswerten und so zur Schaffung einer umfassenden Datenbasis für künftige strategische Entscheidungen in Politik und technischen Weiterentwicklungen in der Windindustrie beitragen. > http://rave.iset.uni-kassel.de/rave/pages/factsheets

Deutschlands erster Offshore-Windenergiepark "alpha ventus"

Erstmals fließt Offshore-Windstrom von der Nordsee in das deutsche Stromnetz: Das Konsortium von EWE, E.ON und Vattenfall, die Deutsche Offshore- Testfeld und Infrastruktur GmbH (DOTI), hat den ersten deutschen Offshore-Windpark "alpha ventus" erfolgreich aufgebaut. Dieser ist Demonstrations- und Forschungsprojekt zugleich. Die 12 Anlagen mit einer Nennleistung von je fünf Megawatt stehen 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum. > http://www.alpha-ventus.de

Wanderausstellung "Faszination Offshore"

Die Wanderausstellung "Faszination Offshore" der deutschen Stiftung Offshore Windenergie möchte Sie mitnehmen auf eine Reise durch die Welt der Windenergieanlagen auf dem Meer. Sie ist vom 5. März bis 25. Mai 2010 in Büsum in der Sturmflutenwelt "Blanker Hans" zu sehen. > http://www.offshore-stiftung.de

Die Forschungsinitiative RAVE begleitet den Bau und Betrieb des Testfeldes "alpha ventus", um eine breite Basis an Erfahrungen und Erkenntnissen für zukünftige Offshore-Windparks zu gewinnen. RAVE umfasst wissenschaftliche Aktivitäten der Anlagenhersteller und einer Vielzahl von Forschungsinstituten. Insgesamt stellt das BMU für die Erforschung und Weiterentwicklung der Windenergienutzung auf See rund 50 Mio. Euro zur Verfügung. > http://www.rave-offshore.de

RAVE wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Projektkoordination RAVE: Fraunhofer IWES, Dr. Bernhard Lange, info(at)rave-offshore.de, www.rave-offshore.de
Redaktion RAVE-Newsletter: Fraunhofer IWES, Uwe Krengel, Michael Durstewitz, Königstor 59, 34119 Kassel, info(at)rave-offshore.de
 

Nationale Stadtentwicklungspolitik | Dialogveranstaltung | 14.4.2010 | Berlin

Allgemein, Städtebau, Veranstaltungen und Termine — geschrieben von bauinformant @ 19:30
Sybille Wenke-Thiem, Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Institut für Urbanistik
 
24.03.2010 12:39
Einladung/Terminhinweis

Thema:
Nationale Stadtentwicklungspolitik
Veranstaltung im Rahmen der "Difu-Dialoge zur Zukunft der Städte" 2009/2010

Vortrag:
Dr. Ulrich Hatzfeld, Leiter der Unterabteilung Stadtentwicklung im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

Termin: 14. April 2010, 17 Uhr
Ort: Difu, Zimmerstraße 15, 10969 Berlin

Flyer:
http://www.difu.de/sites/difu.de/files/09_10_difu_dialoge_1.pdf
Im Rahmen ihrer EU-Ratspräsidentschaft hat die Bundesregierung 2007 mit der "Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt" einen Prozess zur integrierten Stadtentwicklungspolitik in Europa angestoßen. Die in der Charta verfassten Grundsätze und Strategien zur nachhaltigen europäischen Stadt sollen in nationale, regionale und lokale Entwicklungspolitiken integriert werden. Um die Governance-Strukturen für die Umsetzung der Charta auf allen Ebenen zu unterstützen, wurde in Deutschland gemeinsam mit den Ländern und den Kommunalen Spitzenverbänden die Plattform der Nationalen Stadtentwicklungspolitik initiiert.

In sechs Handlungsbereichen bringen sich Verantwortliche aus Politik, Verwaltung, planenden Berufen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ein. Die Nationale Stadtentwicklungspolitik fördert ziviles Engagement, sie beteiligt sich an der Weiterentwicklung des Programms der Sozialen Stadt und stärkt Städte und Gemeinden in ihrer Rolle als Wohn- und Arbeitsort. In der Nationalen Stadtentwicklungspolitik wird die aktuelle Diskussion über Energieeffizienz und erneuerbare Energien aufgenommen. Sie stellt gutes Bauen sowie Strategien und Handlungsfelder zur Baukultur in den Mittelpunkt von Projekten und Maßnahmen. Die Nationale Stadtentwicklungspolitik unterstützt Projekte und Maßnahmen, die regionale Partnerschaften in der Stadtentwicklung begründen sowie neue und praxisorientierte Formen der Kooperation einüben.

Veranstaltungsablauf:

Die "Difu-Dialoge zur Zukunft der Städte" sind eine offene Vortrags- und Dialogreihe, in der jeweils unterschiedliche Themenschwerpunkte vorgetragen und diskutiert werden. Die Veranstaltungsserie 2009/2010 bietet ein vielfältiges Programm. Im dem Forum stellen an Stadtentwicklungsfragen Interessierte aus Wissenschaft und Praxis neue Erkenntnisse zur Debatte und diskutieren offene Fragen. Je nach Thema setzt sich dieser - überwiegend aus dem Raum Berlin-Brandenburg kommende - Kreis fachkundiger Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Bundes- und Landesebene, Bezirksämtern, Stadtverwaltungen, Medien sowie weiteren öffentlichen und privaten Einrichtungen unterschiedlich zusammen. Der erste Teil der Veranstaltung dient der Präsentation des jeweiligen Themas durch die/den Vortragende/n, der zweite der offenen Diskussion. Anschließend besteht die Möglichkeit, in lockerer Atmosphäre am Stehtisch das Gespräch fortzusetzen. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Veranstaltungsort:
Zimmerstraße 15, 10969 Berlin (am neuen Difu-Standort)

ÖPNV:
U-Bahn Kochstr. oder Stadtmitte;
S-Bahn: Anhalter Bahnhof oder Potsdamer Platz;
Busse: M48, M29, M41, 248, 347

http://www.difu.de/institut/organisation/standort.html (Kartenausschnitt)

Themenvorschau auf die nachfolgenden Dialoge
- Öffentliche Fahrradverleihsysteme werden Teil des ÖPNV: Über einen globalen Trend, die "Velorution" in Paris und den deutschen Modellversuch zur Etablierung von Leihradsystemen in Städten und Kommunen

Informationen zu den nachfolgenden Difu-Dialogen finden Sie im Difu-Internet:
http://www.difu.de/sites/difu.de/files/09_10_difu_dialoge_1.pdf (Programm-Flyer)
Weitere Informationen:

Erweiterungsbau für Hochschule der Medien Stuttgart: Spatenstich rück näher

Allgemein, Ausbildung & Studium, Bauprojekte — geschrieben von bauinformant @ 19:21

Kerstin Lauer, Pressesprecherin
Hochschule der Medien Stuttgart

 

24.03.2010 12:54
 

 

Der Bau im Modell
Der Bau im Modell
Foto: Universitätsbauamt Stuttgart und Hohenheim
Ende Januar 2010 hat Sybille Müller, Leiterin des Universitätsbauamtes Stuttgart und Hohenheim, an der Hochschule der Medien (HdM) den Stand der Planungen für den Neubau auf dem Vaihinger Campus vorgestellt. Baubeginn ist im Januar 2011. Einziehen werden die Studierenden, Professoren und Mitarbeiter der Fakultät Information und Kommunikation der HdM, derzeit noch in der Stadtmitte Stuttgarts in der Wolframstraße untergebracht, voraussichtlich im August 2012.
Der Erweiterungsbau für die Fakultät und die damit verbundene Unterbringung an einem gemeinsamen Standort war eine Bedingung für die Fusion der ehemaligen Hochschule für Bibliotheks- und Informationswesen und der Hochschule für Druck und Medien zur Hochschule der Medien (HdM). Die HdM bündelt seit dem 1. September 2001 das Know-how der zuvor selbständigen Hochschulen.

Das neue Gebäude, geplant vom Universitätsbauamt Stuttgart und Hohenheim, wird in drei Stockwerken rund 1000 Studierende, etwa 60 Professoren und Mitarbeiter der Fakultät Information und Kommunikation beherbergen. Ebenfalls einziehen werden dort Studierende des Master-Studiengangs Elektronische Medien (zuvor: Medienautor) und die Bibliothek der HdM. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 18,5 Millionen Euro. Sie werden teilweise aus Mitteln der Landesstiftung Baden-Württemberg finanziert. "Derzeit geht es darum die Finanzplanung aus dem Jahr 2001 mit den Preisen dieses Jahres in Einklang zu bringen", berichtet HdM-Rektor Professor Dr. Alexander W. Roos. "Ich freue mich, dass wir auf der Zielgeraden sind", erklärt Roos. "In naher Zukunft können Synergien noch besser genutzt und das Potenzial der Medien-Hochschule mit all ihren Medienfacetten unter einem Dach ausgeschöpft werden", so Roos weiter. "Wir haben die Chance auf ein intensiveres Kennenlernen und Zusammenwachsen durch vermehrte Inhouse-Kooperationen am gemeinsamen Standort", findet der Rektor. Der Spatenstich wird voraussichtlich im Januar 2011 erfolgen.

Der Bau hat eine Fläche von insgesamt 4150 Quadratmetern. Ein knappes Viertel - 1100 Quadratmeter - sind für die neue Bibliothek der Hochschule vorgesehen. In der Form gleicht der Bau einem "Zitronenschnitz", berichtet Bauamtschefin Sybille Müller. Er erstrecke sich nicht über die ganze Wiese an der Nobelstraße, berichtet Müller, um der HdM eine Option auf künftige Erweiterungsmöglichkeiten zu lassen. Das Gebäude habe einen markanten Rand. Im Inneren wechseln sich Höfe, Seminar- und Poolräume ab. "Das Gebäude wird eine Visitenkarte für die HdM", erklärt Müller.

Untergebracht sind dort ein großer Hörsaal - ein neues Audimax, das sich über zwei Etagen erstreckt und 320 Plätze bietet - sowie kleinere Seminarräume mit rund 30 Plätzen. Im ersten und zweiten Stock werden ebenfalls Seminarräume, Büros und Poolräume zu finden sein. Das Untergeschoss bietet Platz für Technikflächen. Außerdem werden dort ein TV-Studio und ein Foto-Studio eingerichtet sowie das Usability Labor des Studiengangs Informationsdesign.

Kontakt:
Kerstin Lauer
Hochschule der Medien, Pressesprecherin
Telefon: 0711 8923 2020
E-Mail: presse@hdm-stuttgart.de

Universitätsbauamt Stuttgart und Hohenheim
Telefon: 0711 90128-0

Smart Home für ältere Menschen

Allgemein, Forschung, Veröffentlichungen — geschrieben von bauinformant @ 19:12

Dipl.-Ing. Guido Hagel, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung / Referat II 3 - Forschung im Bauwesen, Techn. Gebäudemanagement
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
 
24.03.2010 13:59
Smart Home für Ältere
Smart Home für Ältere
Fraunhofer IRB / BBSR
 
Der Wunsch älterer Menschen nach einem selbstbestimmten Leben erfordert einschneidende Veränderungen von Alltagsorganisation und Lebensführung. Es liegt nahe, Informations- und Kommunikationstechnologien, die in den letzten Jahren in allen gesellschaftlichen Bereichen angewendet werden, auch für den Wohn- und Lebensbereich älterer Menschen nutzbar zu machen. Smart Home steht hier für die Verknüpfung und Steuerung der Haustechnik und Elektronik über ein zentrales Computersystem.

Neuer Bericht aus der Bauforschungsförderung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).
Ein Durchbruch in der Anwendung von Smart-Home-Technologien blieb bisher aus. Die Gründe hierfür sind vielschichtig und lassen sich nicht allein durch offensichtliche Defizite, wie umständliche und wenig attraktive Benutzerführung, teure Installationskosten sowie die geringe Technikaffinität älterer Menschen erklären. Hinzu kommt eine andauernde Zurückhaltung der Wohnungswirtschaft, der Wohnungsbaugesellschaften und sonstiger Investoren der Bauwirtschaft.

Nach ca. 20 Jahren Erfahrung mit Smart-Home-Konzepten eröffnen sich jetzt neue Chancen. Einerseits ist von einer erheblich gestiegenen Computer-Affinität auch älterer Menschen auszugehen, sodass vorhandene Technikbarrieren weniger spürbar sind. Weiterhin sind die Bediendisplays und Anwendungsfunktionen benutzerfreundlicher und fehlerresistenter geworden. Beide Entwicklungen führen zu einer höheren Akzeptanz.
Smart-Home-Technologien können die Sicherheit erhöhen, die Pflege erleichtern, direkte Unterstützung im Alltag bieten und präventive Maßnahmen unterstützen.
Welche technischen Entwicklungen zur Unterstützung einer selbständigen Lebensführung im Alter existieren mittlerweile und wie hilfreich sind diese?

Das Berliner Institut für Sozialforschung versuchte in einer Analyse von Best-Practice-Beispielen, diese Frage zu beantworten. Durchgeführt wurden Expertengespräche mit verschiedenen Akteuren, wie Betreibern, Technikern, Leitern von Nachbarschaftsheimen und ambulanten Diensten, sowie qualitative Interviews mit Bewohnern. Zusätzlich wurden zur Bewertung der Nutzerfreundlichkeit der technischen Installationen, strukturierte Beobachtungen der Bewohner während der Nutzung der smarten Technik ausgewertet.

In den evaluierten Wohneinrichtungen sind ganz unterschiedliche Technikkonzepte umgesetzt worden. Ein Teil der Projektträger setzte mehr auf Sicherheitstechnik oder Komfort, der andere legte den Schwerpunkt auf Kommunikation und/oder Prävention. Gemeinsam ist aber ihnen das Anliegen, die Lebensqualität der älteren Bewohner zu verbessern oder so lange wie möglich zu erhalten.

Einige der evaluierten Beispiele zeigen, dass nicht nur die Wohnung und/oder das Haus, sondern auch die sozialen Kontakte in die technische Vernetzung einbezogen werden sollten. Das soziale Umfeld ist eine zentrale Ressource des Wohnens, soziale Kontakte sind wesentlich für eine befriedigende Lebensführung im Alter.
Die Potentiale der klassischen Informations- und Kommunikationstechnologien (Telefon, TV) und umso mehr der neueren IKT (Internet, Mobiltelefonie) können neue Formen urban-nachbarschaftlicher Aktivitäten unterstützen. Eingesetzt werden elektronische Medien, um nachbarschaftliche Kontakte zu verbessern und die Kommunikation von Mietern von Wohnanlagen anzuregen.

Die Zufriedenheit der Nutzer kann als groß angesehen werden. Die Probleme einer Akzeptanz solcher Technologien liegen im Vorfeld. Die meisten Menschen sind nicht bereit, sich präventiv zu rüsten. Es ist zudem deutlich geworden, dass für ältere Menschen der aktive Schritt, sich selbst um eine technische Ausstattung zu kümmern, meist eine Überforderung darstellt. In vielen Fällen waren es die Kinder, die ihren Eltern geraten haben, in eine entsprechend ausgerüstete Wohnung zu ziehen, oder die sich kümmern, dass entsprechende smarte Technik angeschafft wird.

Nach dem Überblick über die "smarten" Wohnformen für Ältere werden Leitlinien und Handlungsempfehlungen vorgestellt, wie die Wohnungswirtschaft, die Wohlfahrtsverbände, die freien Träger oder persönlich Interessierte erste Schritte auf dem Weg hin zu einem "smarten" Wohnen im Alter gehen können.

Smart Home für ältere Menschen
Handbuch für die Praxis

Berliner Institut für Sozialforschung
Sibylle Meyer & Eva Schulze

ISBN 978-3-8167-8136-3

Der Forschungsbericht ist über das
Fraunhofer Informationszentrum Raum und Bau (IRB)
Nobelstraße 12
70567 Stuttgart
irb@irb.fraunhofer.de
http://www.irbdirekt.de
zu beziehen

Weitere Informationen zur Bauforschungsförderung:

Guido Hagel
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Referat II3 - Forschung im Bauwesen, Technisches Gebäudemanagement
Deichmanns Aue 31-37, 53179 Bonn
Tel. 0228 99 401 1482

Neue Professorin für Tragwerkslehre an der Alanus Hochschule

Ausbildung & Studium, Biografien — geschrieben von bauinformant @ 19:34
Claudia Zanker, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft
22.03.2010 14:55
Marcelo da Veiga, Rektor der Alanus Hochschule, und die neue 
						Professorin für Tragwerkslehre, Evelin Rottke
Marcelo da Veiga, Rektor der Alanus Hochschule, und die neue Professorin für Tragwerkslehre, Evelin Rottke
Die Alanus Hochschule hat ab sofort eine neue Professorin für Tragwerkslehre. Rektor Marcelo da Veiga überreichte Evelin Rottke in der Senatssitzung am vergangenen Mittwoch ihre Ernennungsurkunde. Die Architektin, die 1998 in Aachen zu computergestütztem Tragwerksbau promoviert hat, wird Studenten im Bachelor- und im Masterstudiengang Architektur unterrichten.
 
Rottke freut sich auf diese neue Aufgabe besonders, weil im stark projektorientierten Studium an der Alanus Hochschule "der Tragwerksentwurf konkret in konstruktiven Entwurfsprojekten geübt wird". Die Studenten also das technische Fach direkt anwenden. Sie habe schon immer den Wunsch verfolgt, Technik und Soziales miteinander zu verbinden, dies sei nun an der Hochschule für Kunst und Gesellschaft möglich.

Ein besonderes Anliegen ist ihr die Weiterentwicklung von Bambuskonstruktionen, zu denen sie seit 2000 forscht. Gemeinsam mit den Studenten möchte sie experimentelle Bambuskonstruktionen planen und bauen; dabei hofft sie auch auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Dozenten und Studenten der künstlerischen Fächer.
 
Weitere Informationen:

Wann eine Wohnungskündigung per Einschreiben rechtssicher ist

Baurechtliches — geschrieben von bauinformant @ 18:46

Kündigt der Mieter seine Mietwohnung fristgerecht per Übergabe-Einschreiben, so ist diese auch dann gültig, wenn der Vermieter das Einschreiben erst verspätet bei der Post abholt, berichtet das Immobilienportal Immowelt.de.

Die Kündigung einer Mietwohnung per Übergabe-Einschreiben kann eine sichere Sache sein. Auch dann, wenn der Vermieter das Einschreiben erst verspätet bei der Post abholt, gilt es als pünktlich zugestellt und wirksam, urteilte nach Angaben des Immobilienportals Immowelt.de das Landgericht Lüneburg (Az.: 6 S 96/08).

Im verhandelten Fall steckte der Postbote an einem 31. August den Benachrichtigungszettel für ein Einschreiben in den Briefkasten des Vermieters. Das Schreiben enthielt die Wohnungskündigung des Mieters zum 30. November. Damit hielt der Mieter die Kündigungsfrist ein (spätestens am dritten Werktag eines Monats zum Ende des übernächsten Monats). Der Vermieter holte das Einschreiben aber erst knapp zwei Wochen später bei der Post ab. Er war der Ansicht, die Kündigung sei ihm verspätet zugegangen, die Mietzeit ende deshalb erst einen Monat später.

Diese Auffassung teilten die Landrichter laut Immowelt.de nicht. Der Vermieter hätte ohne weiteres die Möglichkeit gehabt, das Einschreiben innerhalb von zwei Werktagen bei der Post abzuholen. Auch dann hätte der Mieter die Frist noch eingehalten. Deshalb kann der Vermieter von seinen Mietern nicht mehr die Dezember-Miete verlangen.

In diesem Fall bestand kein Zweifel, dass der Vermieter das Einschreiben erhalten hatte. Doch ein Übergabe-Einschreiben ist nicht in jedem Fall eine sichere Art, eine Wohnung zu kündigen, mahnt das Immobilienportal Immowelt.de. So könnte der Vermieter zum Beispiel den Benachrichtigungszettel einfach ignorieren oder behaupten, er sei gar nicht in seinem Briefkasten gelegen. In einem solchen Fall kann es sein, dass die Kündigung als nicht zugestellt gilt – jedenfalls urteilten in der Vergangenheit einige Gerichte so.

Auf Nummer Sicher geht, wer seinem Vermieter die Kündigung persönlich übergibt – zusammen mit einem neutralen Zeugen. Wer mit dem Vermieter zerstritten ist, könnte sich auch überlegen, das Schreiben von einem Gerichtsvollzieher zustellen zu lassen – auch diese Variante bietet eine hohe Sicherheit, dürfte aber nicht gerade förderlich im Sinne eines guten Verhältnisses zwischen Mieter und Vermieter sein.

Quelle: immowelt


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