Bauinformant bloggt Bauinformationen

Kostenloses Online-Seminar zur neuen HOAI

Veranstaltungen und Termine — geschrieben von bauinformant @ 21:41

Besondere Ereignisse erfordern besondere Maßnahmen. Und die Neue HOAI, die unmittelbar vor der Tür steht, ist ein solches Ereignis. Deshalb hat das IWW-Institut, Herausgeber des "Wirtschaftsdienst Ingenieure & Architekten", eine neue Plattform zur neuen HOAI entwickelt: hoai2009.de. Auf dieser Plattform bietet der Fachverlag Informationen rund um die komplett neu strukturierte Honorarordnung. Besucher der Plattform können auf einen reichhaltigen Fundus aus aktuellen Nachrichten, Dokumenten (zum Beispiel Synopse Alte - Neue HOAI) und (demnächst) Musterverträgen zurückgreifen. Ein monatlicher Newsletter soll das Informationsangebot abrunden.

Kostenloses Online-Seminar am 24. Juli 2009

Als besonderes Einführungsangebot bietet der Verlag ein kostenloses Online-Seminar am 24. Juli zur neuen HOAI, zu dem sich Interessenten auf der Plattform ab sofort anmelden können. Dipl.-Ing. und Architekt, Klaus D. Siemon, einer der führenden HOAI-Experten, will den Teilnehmern in 90 Minuten einen kompakten Überblick über die wichtigsten Neuerungen verschaffen. Das Online-Seminarangebot verspricht eine Reihe von Vorteilen: Teilnehmer erhalten direkt am PC online aktuelle Informationen. Sie sparen Reisekosten und -zeiten. Sie können auch Mitarbeiter zuziehen und das Seminar als "Inhouse-Schulung" nutzen. Und die Teilnehmer können natürlich auch Fragen stellen, mündlich oder per E-Mail.

Der rechtliche Hintergrund: HOAI tritt noch im Sommer in Kraft

Die HOAI ist vom Bundesrat in der Sitzung vom 12. Juni 2009 verabschiedet worden und wird einen Tag nach Bekanntgabe im Bundesgesetzblatt in Kraft treten. Nach Mitteilungen des politisch gut vernetzten Bund Deutscher Baumeister ist damit zu rechnen, dass dies Ende Juli der Fall sein wird. Architekten, Beratende Ingenieure, aber auch Rechtsanwälte, tun deshalb gut daran, sich jetzt mit der völlig neu strukturierten Honorarordnung vertraut zu machen. Die Neue HOAI hat mit der HOAI alter Prägung nicht mehr viel gemein. Der Informationsbedarf ist daher enorm und die Zeit drängt! Denn nur wer sich jetzt mit den Details der Neuen HOAI auseinandersetzt, schließt für die Zukunft vorteilhafte Honorarvereinbarungen.

siehe auch für weitere Informationen:

  • hoai2009.de
  • IWW Institut für Wirtschaftspublizistik
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Arbeitsausfall im Baugewerbe (Schlechtwetter)

Baurechtliches — geschrieben von bauinformant @ 16:23

Das Risiko eines witterungsbedingten Arbeitsausfalls trifft nach § 615 Satz 3 BGB den Arbeitgeber. Im Falle der Kurzarbeit behält der Arbeitnehmer den Lohnanspruch in Höhe des Kurzarbeitergelds. Das gilt auch dann, wenn ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld nach § 172 SGB III (persönliche Anspruchsvoraussetzungen) nicht besteht. § 4 Nr. 6.1 des Bundesrahmentarifvertrags für das Baugewerbe schließt zwar den Lohnanspruch bei Unmöglichkeit der Arbeitsleistung wegen bestimmter Gründe (insbesondere Witterung) aus. Der Anspruch entfällt aber nicht ersatzlos. Die Tarifregelung begründet einen eigenständigen und endgültigen Anspruch auf Vergütung in Höhe des Kurzarbeitergelds. Der Arbeitgeber muss nicht lediglich das Saison- Kurzarbeitergeld als Vorschussleistung der Agentur für Arbeit auszahlen. Der tarifliche Zahlungsanspruch ist von den persönlichen Bewilligungsvoraussetzungen der §§ 169, 172 SGB III unabhängig und auf einen Bruttobetrag gerichtet.

BAG-Entscheidung vom 22.4.2009 - 5 AZR 310/08

Quelle: Betriebsberater Zeitschrift für Recht, Steuern, Wirtschaft


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Nachhaltiges Wohnen auf 29 qm Grundstücksfläche

Energie, Wettbewerbe & Auszeichnungen — geschrieben von bauinformant @ 12:26

Minimum Impact House im Wettbewerb Effizienzhaus 2009 ausgezeichnet
Jörg Feuck, Kommunikation
Technische Universität Darmstadt

Das Minimum Impact House in Frankfurt-Sachsenhausen gehört zu den Gewinnern des Wettbewerbs Effizienzhaus 2009. Foto: Hans Drexler
Das Minimum Impact House in Frankfurt-Sachsenhausen gehört zu den Gewinnern des Wettbewerbs Effizienzhaus 2009. Foto: Hans Drexler

Das Minimum Impact House gehört zu den Gewinnern des Wettbewerbs Effizienzhaus 2009, der vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) ausgelobt wurde. Es wurde am 29. Juni 2009 in der Kategorie Neubau Ein- und Zweifamilienhäuser ausgezeichnet. Das Minimum Impact House ist ein gemeinsames Forschungsprojekt des Frankfurter Architekturbüros Drexler Guinand Jauslin Architekten und des Fachgebiets Entwerfen und Energieeffizientes Bauen der TU Darmstadt von Prof. Manfred Hegger.
Das fünfgeschossige Wohn- und Geschäftshaus wurde in Frankfurt-Sachsenhausen in der Walter-Kolb-Straße 22 errichtet. Als Prototyp für nachhaltiges Bauen nutzt das Gebäude eine innerstädtischer Restfläche von 29 qm Grundstückfläche für eine Nutzfläche von insgesamt 145 qm.

Die Architekten von Drexler Guinand Jauslin Architekten und der TU Darmstadt haben in ihrem gemeinsamen Projekt eine umfassende Untersuchung zum nachhaltigen Bauen gesucht und eine überzeugende Umsetzung entwickelt. Ergebnis ist das "Minihaus" als Prototyp für nachhaltigen Wohnungsbau in der Stadt. Ihr Projekt zeigt: Nachhaltigkeit und Ökologie erfordern eine ganzheitliche Optimierung des Bauens, die bereits in den frühen Planungsphasen ansetzt. Deshalb haben die Architekten in der Untersuchung die Herstellung des Gebäudes, dessen Betrieb und Standortfaktoren wie Infrastruktur, Urbanität und Mobilität (induzierter Verkehr) zusammen betrachtet. Dabei stellte sich heraus, dass eine innerstädtische Nachverdichtung eine ganze Reihe ökologischer Vorteile hat. Zersiedlung der Landschaft wird verhindert, der Verkehr verringert, die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur intensiviert und das soziale Gefüge in der Stadt gestärkt. Zur Erschließung der innerstädtischen Nischen ist die Entwicklung neuer Bautypologien und Baukonstruktionen für die Schaffung von nachhaltigem Wohnraum in der Stadt nötig.

Ziel des Projektes war es auch, einen neuen Ausdruck für das nachhaltige Bauen zu finden, der dem urbanen Standort der Nachverdichtung angemessen und zeitgemäß ist. Die Architekten halten es für dringend notwendig, eine Imageaufwertung des nachhaltigen und ökologischen Bauens, die über die aktuelle Diskussion um Energiekosten und Klimawandel hinausgeht, und aus der Nachhaltigkeit architektonische und städtebauliche Qualitäten zu entwickeln. Das Minihaus ist ein Schritt in Richtung eines neuen Ausdrucks nachhaltiger und ökologischer Architektur.

Das Minihaus wurde mittlerweile bereits mehrfach ausgezeichnet: Vom Land Hessen und der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen erhielt das Gebäude im Jahr 2008 eine besondere Anerkennung für "Vorbildliche Bauten im Lande Hessen." Für die beispielhafte Verwendung von Holz erhielt das Minihaus im gleichen Jahr eine Anerkennung des Holzbaupreises Hessens.

Weitere Informationen:
Weitere Fotos und ein Forschungsbericht sind auf Anfrage erhältlich oder unter: www.dgj.ch/press/dgj071
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Veranstaltung: Energieeinsparpotenziale durch Baustoffe

Veranstaltungen und Termine — geschrieben von bauinformant @ 12:03
Termin:  27.07.2009 ab 19:00
 
Veranstaltungsort: 
Plus-Energie-Haus
Berta-Benz-Straße/Ecke Ella-Trebe-Straße (Nähe Hauptbahnhof)
10557 Berlin
Berlin
Deutschland
 
Zielgruppe:  Studierende, Wissenschaftler
 
Kontakt:  bauphysik@tu-berlin.de
 
Kategorie:  regional
Bauwesen / Architektur, Energie, Umwelt / Ökologie
 
Eintrag:  07.07.2009
Dr. Kristina R. Zerges, Presse- und Informationsreferat
Technische Universität Berlin
 
Vortrag innerhalb der Vortragsreihe "Energieeffiziente Städte"
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Bernd Hillemeier
Veranstalter: Technische Universität Berlin, Fachgebiet Bauphysik und Baukonstruktionen und Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

Kontakt: Falk Schaudienst, Tel.: 030/314-72143, Fax: -72150

Auslandsbau: Warum eigentlich nicht in die Ferne schweifen...

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 11:54

 

... wenn das Gute eben gar nicht so nah liegt? Das fragten sich viele große Baufirmen im Jahr 2008 erst gar nicht: Unbeeindruckt von der deutschen Baumiserere intensivierten sie ihre ohnehin hohe Präsenz im Auslandsgeschäft einfach noch weiter. So hatten deutsche Bauunternehmen im Jahr 2008 zumindest im Auslandsgeschäft ein Rekordergebnis. Insgesamt erbrachten deutsche Firmen im Auslandsbau Aufträge im Wert von 25,4 Milliarden Euro - das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Welche Geschäftsmodelle dominieren und auf welchen Märkten tummeln sich die Deutschen überwiegend?

Die Auftragseingänge aus dem Ausland lagen im Jahr 2008 bei 28,9 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung von 4 Prozent gegenüber dem Wert der Auslandsaufträge, die 2007 an die deutschen Baufirmen gegangen sind. Der Großteil der deutschen Bautätigkeit im Ausland fällt auf das Beteiligungsgeschäft (durch Übernahme von oder den Erwerb einer Beteiligung an Firmen). Der Anteil von Tochter- und Beteiligungsgesellschaften an den Auftragseingängen im deutschen Auslandsbau betrug 2008 93 Prozent. Die gute alte grenzüberschreitende Akquisition im Ausland, die bis Ende der Achtziger Jahre den Auslandsbau dominierte, fristet im Vergleich dazu mittlerweile eine Randexistenz (mit Auslandsaufträgen im Wert von 2 Milliarden Euro im Jahr 2008).

Zielregionen: Asien und Australien lösen die alte und neue Welt ab
Auch die Zielregionen im Auslandsbau haben sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt: Noch im Jahr 2001 hatten sich über die Hälfte des internationalen Geschäfts auf dem (vor allem US-)amerikanischen Markt abgespielt und über ein Drittel in den europäischen Nachbarländern. Im Jahr 2008 spielte sich dagegen bereits über die Hälfte des Auftragsgeschehens in Australien und Asien ab. Auf dem amerikanischen Kontinent entfielen nur noch ein Viertel der Auftragseingänge, Europa spielte mit einem Anteil von 18 Prozent abgesehen von Afrika die geringste Rolle.

Innerhalb Europas haben sich die Schwerpunkte ebenfalls verlagert: Die deutschen Baufirmen sind unvermeidlich der Baukonjunktur hinterher gezogen und konzentrieren sich mittlerweile auf osteuropäische Länder in Mittel- und Osteuropa wie Polen, Tschechien und Ungarn. Die deutschen Firmen und ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften profitieren dabei auch von der deutlichen Ausweitung der Infrastrukturinvestitionen aus den EU-Strukturfonds, die in diese Region fließen. Im Jahr 1998 stammten die neuen Aufträge in Europa noch zu 24 Prozent aus den ost- und mitteleuropäischen Ländern - 2008 waren es bereits 50 Prozent.

Spiegelbildlich dazu hat sich die Aktivität der deutschen Unternehmen auf den ins Straucheln geratenen westeuropäischen Märkten entwickelt: Im Jahr 1998 entfielen noch drei Viertel des europäischen Neuauftragsvolumens auf westliche Nachbarländer wie die Niederlande, Österreich und Frankreich. Im Jahr 2008 stammte nur noch eine knappe Hälfte der europäischen Auftragseingänge aus westlichen Ländern.

Hintergrund: seit der Baukrise haben die großen Baufirmen den Rettungsanker ins Ausland geworfen
In nur 10 Jahren hat sich der Wert der Auftragseingänge im deutsche Auslandsbau von 9,7 Milliarden Euro auf 28,9 Milliarden Euro verdreifacht. Abgesehen von einem Knick im Jahr 2002, der durch die spektakuläre Insolvenz der Philipp Holzmann AG verursacht wurde, zeugt die Statistik von einer ununterbrochenen Expansion der großen Baufirmen im Ausland. Hier wird auch deutlich, wie intensiv das internationale Geschäft als Ausgleich für die Baurezession in Deutschland seit 1995 genutzt wird.

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Konkurrenz aus dem Ausland und Internationalisierung

Der Schweizer Bausektor stellt sich auf moderaten Abschwung ein

Wohnungsbauprognose Niederlande: 63.000 Fertigstellungen im Jahr 2011?

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Gewerbeimmobilien: Wie verändert sich die Nachfrage nach Bürofläche bis 2025?

Immobilienwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 11:50

Mehr Senioren, eine schrumpfende Bevölkerung: Der Wohnungswirtschaft ist schon lange klar, dass sie sich auf diese Folgen des demografischen Wandels einstellen muss. Weniger häufig in der Diskussion sind dagegen die Auswirkungen des Bevölkerungsrückgangs auf den Büroimmobilienmarkt. In vielen Städten und Regionen wird mit der Wohnbevölkerung auch die Zahl der Arbeitskräfte schwinden. Was das für den Büroflächenbedarf in den größten deutschen Städten und den gesamten Gewerbeimmobilienmarkt im Jahr 2025 bedeuten könnte, zeigt eine aktuelle Studie. Wir nehmen Sie mit in die Zeitmaschine.

In einer aktuellen Untersuchung hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) eine Prognose zur zukünftigen Büroflächennachfrage gestellt. Dabei wird nicht nur berücksichtigt, wie sich die Gesamtbevölkerung entwickeln wird. Vor allem spielt auch die künftige Zahl der Erwerbstätigen eine entscheidende Rolle. Da durch den höheren Altenanteil in Zukunft die Zahl der Deutschen im erwerbsfähigen Alter noch rasanter schrumpfen wird als die Bevölkerung, kommen auf viele urbane Büroflächenmärkte schwere Zeiten zu.

Die Prognose für die 20 größten deutsche Städte erwartet im Jahr 2025 eine nennenswerte Steigerung der Büroflächennachfrage nur noch in den drei Metropolen München (+7,2 Prozent gegenüber dem Nachfrageniveau von 2006), Köln (+2,7 Prozent) und Hamburg (+1,9 Prozent). Abgesehen von marginalen Nachfragezuwächsen in Mainz, Nürnberg und Bonn wird in allen anderen Großstädten der Bedarf an Bürofläche im Jahr 2025 geringer ausfallen als noch 2006 - teilweise in dramatischem Ausmaß. Am schlimmsten mitgenommen sind vor allem Städte in Ostdeutschland und im Ruhrgebiet, in den Regionen also, wo große Bevölkerungs- und Arbeitskraftverluste erwartet werden. Die Negativhitliste der Top 20 wird angeführt von Magdeburg (-20,4 Prozent), Erfurt (-15,4 Prozent), gefolgt von Duisburg (-9,8 Prozent) und Essen (-8,0 Prozent).

In kleineren Städten im Osten sind noch weit dramatischere Szenarien wahrscheinlich: In Suhl dürfte sich die Büroflächennachfrage bis 2025 halbieren, in Gera und Dessau sind ein Minus um die 40 Prozent wahrscheinlich. Doch nicht nur Städte in den demografischen Problemregionen sind von dem zukünftigen Büroflächenschwund betroffen: Trifft die Prognose der Kölner Wissenschaftler ein, werden auch in urbanen Bürozentren wie Frankfurt am Main oder Düsseldorf im Jahr 2025 deutlich mehr Büros leer stehen.

Alternativszenario: machen Bürohengste 2025 einen größeren Anteil an der Arbeitsbevölkerung aus?
Zum Glück ist die Zukunft nicht in Stein gemeißelt - das IW Köln hat deshalb auch ein deutlich positiveres Alternativszenario entwickelt. Die Grundvoraussetzung: Die Arbeitswelt verändert sich. Wenn bis 2025 der Anteil der Beschäftigten, die in einem Büro arbeiten, an den potenziellen Erwerbstätigen auch nur um 2,5 Prozent wächst, würde damit die Büroflächennachfrage bereits deutlich anziehen. In München gäbe es unter diesen Voraussetzungen von 2006 bis 2025 einen Nachfragezuwachs von 13,6 Prozent, in Köln von 11 Prozent, in Hamburg von 9,9 Prozent und in Berlin von 6,5 Prozent. In Magdeburg, dem Sorgenkind unter den ostdeutschen Großstädten, wäre der Nachfragerückgang jedoch immer noch deutlich genug (-10 Prozent). Überhaupt gilt das optimistische Alternativszenario als wenig wahrscheinlich. Schließlich stagnieren die Bürobeschäftigtenquoten seit Jahren, was bislang eher gegen eine Trendwende spricht.

Bleibt alles anders? Durch strukturelle Veränderungen in der Arbeitswelt würde jede Prognose zu Altpapier
Bis 2025 ist es zwar nur noch gut 15 Jahre hin, dennoch könnte sich in dieser Zeit die Arbeitskultur in Deutschland gravierend ändern - und damit wären beide Szenarien hinfällig, da sie auf den gegenwärtigen Strukturen in der Büro-Arbeitswelt beruhen. So würde es sich z. B. zum Positiven für die zukünftige Büroflächennachfrage auswirken, wenn in Zukunft die Arbeitslosigkeit sänke. Sollten in Zukunft mehr Frauen arbeiten, gäbe es wohl auch einen höheren Bedarf an Büros als heutzutage. Aber natürlich sind auch negative Auswirkungen möglich, die weit über die Annahmen in beiden Szenarien hinausgehen. Zum Beispiel könnten in Zukunft Großraumbüros wieder mehr in Mode kommen. Dadurch würde automatisch weniger Fläche je Mitarbeiter benötigt. Auch ein Trend zu mehr Telearbeit oder mehr Arbeit im Home-Office würde die Nachfrage nach Bürofläche deutlich verringern.

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Mit der Krise ging es abwärts: Büroflächenmarkt in den Top-Standorten 2009

Flächennutzung 2009: in deutschen Büros kann man bequem die Beine ausstrecken

Genehmigte Nichtwohngebäude 2008: 17,4 Prozent Raumzuwachs im Neubau

Energieausweis: ab 1. Juli 2009 ist er auch bei Nichtwohngebäuden Pflicht

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BauInfoConsult Architektenbarometer

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 11:47

Vor allem süddeutsche Planer befürchten Umsatzrückgang

Die deutschen Architekten erwarten in der zweiten Jahreshälfte stagnierende Geschäfte. Im jüngsten BauInfoConsult Architektenbarometer verrieten zwei Drittel der befragten Planer den Düsseldorfer Marktforschern, dass sie im zweiten Halbjahr 2009 mit einer Umsatzentwicklung rechnen, die sich mit dem Ergebnis im ersten Halbjahr ungefähr die Waage halten wird. Im Vergleich zum Barometer vom Vorjahr hat sich damit die Stimmung in der Planerzunft erheblich abgekühlt. Allerdings zeigen die Ergebnisse auch deutliche regionale Unterschiede, was die erwartete Umsatzentwicklung und den Auftragsvorrat betrifft.

In telefonischen Interviews wurden deutschlandweit 180 Architekten von BauInfoConsult befragt, wie sie die Entwicklung ihres Unternehmensumsatzes im zweiten Halbjahr 2009 im Vergleich zur ersten Jahreshälfte einschätzen. 64 Prozent der Befragten erwarten, dass das zweite Halbjahr weder einen Rückgang noch eine Steigerung ihres Unternehmensumsatzes mit sich bringen wird.

 


Im Vergleich zu den Ergebnissen der Befragung, die Mitte 2008 unter Architekten zum selben Thema durchgeführt wurde, ist das eine deutliche Verschlechterung: Damals rechnete noch die knappe Hälfte der Planer mit Stagnation. Die Zahl der Architekten, die im zweiten Halbjahr eine Umsatzsteigerung erwarten konnte, ist noch drastischer zurückgegangen. Mitte 2008 erwarteten noch 44 Prozent der Architekten im zweiten Halbjahr eine Umsatzsteigerung erzielen zu können. Im aktuellen Barometer gab es dagegen nur noch 18 Prozent Architekten, die optimistisch Umsatzzuwächsen im zweiten Halbjahr 2009 entgegensehen. Doch immerhin: Trotz Finanzkrise und flauer Bautätigkeit hat sich der Anteil der Architekten mit negativen Erwartungen im Vergleich zum Vorjahr vergleichsweise gering erhöht (von 13 Prozent Pessimistenanteil Mitte 2008 auf 16 Prozent Mitte 2009).

Eine Betrachtung der aktuellen Ergebnisse nach Regionen zeigt, dass bei Architekten aus den westlichen Bundesländern Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Berlin ein größerer Anteil der befragten Architekten (28 Prozent) eine Umsatzsteigerung erwartet als im übrigen Deutschland. Im Süden ist dagegen umgekehrt der Anteil der Befragten, die einen Umsatzrückgang auf sich zukommen sehen, bedeutend höher als im restlichen Deutschland. Kein Wunder, deuten doch z. B. die auffallend niedrige Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen im ersten Quartal 2009 in Bayern und Baden-Württemberg auf einen ungewöhnlich starken Einbruch der süddeutschen Bautätigkeit hin. Die befragten Architekten aus den östlichen Flächenländern gaben dagegen geschlossen an, dass sie eine gleich bleibende Entwicklung erwarten können.

 


Der Auftragsbestand sichert der Belegschaft im Durchschnitt knapp 4 Monate lang Beschäftigung
Wie viele Monate erlaubt der derzeitige Auftragsvorrat den Architekten, ihren Mitarbeiterstamm zu halten? Bei 28 Prozent der Architekten sichern die Aufträge ihren Mitarbeitern für bis zu 3 Monaten Beschäftigung, bei 39 Prozent reichen dafür noch 4 bis 6 Monate hin. 27 Prozent der Architekten können für 7 oder noch mehr Monate davon ausgehen, dass sie ihren Stamm halten können.

 


Im bundesdeutschen Durchschnitt reicht der Auftragsvorrat der Architekten für eine Beschäftigung der Mitarbeiter über 3,9 Monate. Wieder stechen regionale Unterschiede ins Auge: Im Westen, in dem der Anteil der Architekten mit positiven Umsatzerwartungen am höchsten ist, gibt es auch einen deutlich höheren durchschnittliche Auftragsvorrat (6,8 Monate) als im Süden (5,3 Monate).

Sie haben Fragen zum BauInfoConsult Architektenbarometer? Nehmen Sie Kontakt auf: Herr Alexander Faust steht Ihnen unter 0211 301 559-14 oder per E-Mail zur Verfügung.


Bauinformant ist nicht der Autor der eingestellten Information. Das Urheberrecht ist durch einen Direktlink und/oder die Quellenangabe gekennzeichnet bzw. vom Urheber zur Veröffentlichung genehmigt. Falls Sie einen Verstoß gegen das Urheberrecht vermuten, bitten wir Sie um eine Mitteilung, bevor unnötige rechtliche Auseinandersetzungen entstehen.


Konjunkturpaket II: Schultern die Gemeinden 12,4 Milliarden Euro Investitionen trotz Steuereinbruch?

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 11:43

Bislang haben die Kommunen eher nach dem Motto gehandelt: "Spare in der Zeit - dann hast du in der Not" und demgemäß mit baulichen Investitionen eher geknausert. Dann kam die Finanzkrise, das Konjunkturpaket II wurde verabschiedet - und seitdem stehen sie unter massivem Druck die Konjunktur trotz klammer finanzieller Lage anzukurbeln. Auf Basis einer Ende Umfrage unter deutschen Kommunen lässt sich abschätzen, dass 70 Prozent der Kommunen ihre Investitionspläne bereits abgeschlossen haben. Wie viel Geld fließt laut den Plänen der Städte und Gemeinden nun tatsächlich in welche Bereiche? Wo sind schon belebende Wirkungen der Fördermaßnahme zu erkennen? Und wo liegen nach Ansicht von Kommunen, Marktkennern und Baubetrieben die Schwächen des Pakets?

Stadtkämmerer und leitende Mitarbeiter von Finanzverwaltungen von 300 deutschen Kommunen mit mindestens 10.000 Einwohnern wurden Anfang Mai 2009 von Valid Research im Auftrag der Prüfungsgesellschaft Ernst & Young in telefonischen Interviews zu ihren Investitionsprojekten im Rahmen des zweiten Konjunkturpakets befragt. Dabei wird zunächst deutlich: Angesichts der Wirtschaftskrise stellt sich die Mehrheit der deutschen Kommunen (75 Prozent) auf sinkende Einnahmen ein. Der entscheidende Grund sind die zurückgehenden Einbrüche bei der Gewerbesteuer durch die allerorts sinkenden Unternehmensgewinne infolge der Wirtschaftskrise. Für die Kommunen ein empfindlicher Verlust: Schließlich machen die Gewerbesteuereinnahmen fast die Hälfte (ungefähr 45 Prozent) der gesamten Steuereinnahmen einer durchschnittlichen Kommune aus. 80 Prozent der befragten Städte und Gemeinden erwarten für 2009 sinkende Einnahmen (für 2010: 88 Prozent), fast jede dritte Kommune geht sogar von starken Einbußen aus.

Die Einnahmeausfälle bei der Einkommensteuer werden aus Sicht der Kommunen weniger stark, allerdings ebenfalls deutlich ausfallen: Für 2009 und 2010 erwarten 71 bzw. 82 Prozent der Kommunen Rückgänge. Derzeit wirkt sich die Wirtschaftskrise noch kaum auf das zu versteuernde Einkommen der Bürger aus - doch dürfte es mit dieser Verzögerungsphase spätestens 2010 vorbei sein, verursacht durch niedrigere Lohn- und Gehaltszahlungen sowie einen Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Das Konjunkturpaket deckt nur ein Fünftel des jährlichen Investitionsbedarfs
Auch laut der jüngsten offiziellen Steuerschätzung, die das Bundesfinanzministerium im Mai veröffentlichte, fehlen den deutschen Städten und Gemeinden in den Jahren 2009 und 2010 im Vergleich zu 2008 Einnahmen in Höhe von circa 16 Milliarden Euro. Dagegen können die zusätzlichen Mittel für die Kommunen aus dem Konjunkturpaket II (rund 10 Milliarden Euro) nicht aufkommen: 9 von 10 der befragten Kommunen gehen davon aus, dass in den Jahren 2009 und 2010 die zusätzlichen Zuweisungen für Kommunen aus dem Konjunkturpaket II die Mindereinnahmen bei den Steuern nicht ausgleichen werden. Im Durchschnitt schätzen die Gemeinden und Städte, dass die Fördermittel nur etwa ein Fünftel ihres jährlichen Investitionsbedarfs abdecken werden. Trotzdem sind die Kommunen zuversichtlich, dass die Investitionen aus dem Konjunkturpaket II der regionalen Wirtschaft positive Impulse geben können: 67 Prozent der Kommunen erwarten einen leichten Schub für die regionale Wirtschaft, 30 Prozent hoffen sogar auf starke positive Effekte.

Wo fließen die Investitionen? Vor allem in Schulbereich
Die im ersten und zweiten Konjunkturpaket enthaltenen Maßnahmen für die Bauwirtschaft sind darauf angelegt, dem Bausektor im stickigen Rezessionsdunst Luft zuzufächeln. Insgesamt hat der Bund 26 Milliarden Euro an Mitteln bereitgestellt. Im Rahmen des Konjunkturpakets II stellen Bund und Länder den Kommunen für die Jahre 2009 bis 2011 insgesamt etwa 10,21 Milliarden Euro (ohne Investitionen in Hochschulen und Forschung) zur Verfügung. Hinzu kommt laut der Umfrage von Ernst & Young ein Eigenanteil von durchschnittlich 21 Prozent, den die Kommunen aus eigener Tasche beisteuern werden. Insgesamt werden die Kommunen demnach im Rahmen des zweiten Pakets etwa 12,38 Milliarden Euro investieren.

Ein großer Teil der Investitionssumme wird voraussichtlich in den Schulbereich fließen: 88 Prozent der befragetn Kommunen planen, Schulgebäude zu sanieren. Durchschnittlich soll dafür 54 Prozent der zur Verfügung stehenden Mittel ausgegeben werden. Hochgerechnet auf alle deutschen Kommunen bedeutet das, dass etwa 6,8 Milliarden Euro in Schulen fließen werden. Weitere 1,6 Milliarden Euro werden voraussichtlich für Investitionen in Kindergärten ausgegeben.

Kommunen bemängeln die gängelnden Einschränkungen
Allerdings kritisieren die Kommunen, dass sie beim Einsatz der Mittel zu eingeschränkt sind. 60 Prozent der Kommunen bejahten die Frage, dass zu wenige Investitionsbereiche in den vorgegebenen Maßnahmenkatalog aufgenommen worden sind. Bei ostdeutschen Kommunen waren sogar 68 Prozent dieser Meinung. Um die Nennung von solchen anderen Bereichen gebeten, gaben 52 Prozent aller deutschen Kommunen an, sie hätten die Mittel gern auch unabhängig von Lärmschutzmaßnahmen für den Bau von Straßen verwendet. 16 Prozent hätten gerne in den ÖPNV oder neue Bahnhöfe investiert.

Erst nach Abschluss der beschrieben Umfrage (Mai 2009) hat der Gesetzgeber Mitte Juni doch noch eine Verfassungsänderung durchgeboxt, die den Ländern und Kommunen nun zumindest eingeschränkte Zuständigkeit bei der Straßensanierung im Rahmen des Konjunkturpakets eingeräumt. Zuvor war das kaum möglich, außer einige trickreiche Kommunen schafften es, eine - normalerwiese nicht förderfähige - Straßenbaumaßnahme als -förderungsfähige - Lärmschutzmaßnahme umzudeklarieren, z. B. durch den Einsatz von Flüsterasphalt.

Das Konjunkturpaket II im Sperrfeuer der Kritik
Bei Verbänden aus der Bau- und Immobilienbranche ist vor allem das Konjunkturpaket II ein ungeliebtes Kind: In der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft wurde von Anfang an der gesamte Ansatz des Pakets bereits für verfehlt angesehen: Statt einem Programm, das vornehmlich die öffentliche Bausanierung vorantreibt, hätte es die Immobilienbranche verständlicherweise lieber gesehen, wenn die Regierung den Wohnungs- und Eigenheimneubau in Deutschland wieder stärker fördern würde.

So prophezeite etwa die Eigentümerschutz-Gemeinschaft "Haus & Grund" Anfang Juli, das Konjunkturprogramm werde sein Ziel verfehlen, wenn die privaten Bauherren nicht nachträglich ebenfalls unter die Mittelempfänger aufgenommen werden. Wie die bislang laue Wirkung der öffentlichen Gelder auf dem Bau zeige, wäre das Geld bei Förderungsmaßnahmen für private Eigentümer besser aufgehoben gewesen: Hätte man Bauherren bezuschusst oder begünstigt, würde sich die Maßnahmen nicht derart verzögern wie im öffentlichen Bau und das Geld käme vor allem klein- und mittelständischen Betrieben zugute und nicht nur den großen üblichen Verdächtigen. Auch der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen hat in seiner Jahrespressekonferenz noch einmal nachträglich eine effektivere Förderung der Wohnwirtschaft angemahnt.

Von den Verbänden aus der Bauwirtschaft reißen indessen die Mahnungen nicht ab, dass die Umsetzung der bestehenden Pakete nicht schnell genug geht: Hier hätte man sich ein flexibleres, weniger bürokratisches Paket gewünscht. Der Hauptverband der deutschen Bauindustrie erwartet, dass bundesweit 2009 bestenfalls 40 Prozent der Mittel investiert werden. Auch der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes hat die öffentliche Hand wiederholt angemahnt, die genehmigten Projekte so schnell wie möglich umzusetzen.

Kommen die Bauämter auch in der Krise nicht aus dem bürokratischen Trott?
Nicht schnell genug, nicht umfassend genug, nicht kompetent genug: Überforderte Stadtkämmerer und Bauämter werden häufig als Ursache des Vergabestaus gesehen. Bei solchen Vorwürfen haben die Kommunen derzeit keinen angenehmen Stand. Noch vor Kurzem waren die Städte und Gemeinden noch kräftig dafür gelobt worden, dass sie durch Einsparungsmaßnahmen wie Stellenabbau (u. a. auch in der Baufachverwaltung) wieder Geld in die klammen kommunalen Kassen gebracht haben. Daraus wird ihnen nun ein Strick gedreht und mangelnde Handlungsfähigkeit vorgeworfen, weil die eingesparten Kapazitäten an Projektsteuerung und Überwachung empfindlich vermisst werden, wenn auf einmal Baumaßnahmen in Millionenhöhe anstehen.

Die Überlastung der Verwaltung wird vielerorts sichtbar. In Berlin etwa sind viele der größeren Bauprojekte immer noch in Planung - bislang fehlt laut Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg (BIV) noch jede Spur einer öffentlichen Baubelebung, und das, obwohl der Senat von Berlin seit Längerem schon Maßnahmen mit einem Volumen von 360 Euro angekündigt hat. Auch in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wird über eine schleppende Verteilung der Mittel an die Baubetriebe geklagt.

Die Branche spürt erste Wirkungen der Pakete
Im Straßenbau lässt sich seit April die Wirkung der Baumaßnahmen des Bundes durch erhöhte Auftragseingänge nachweisen. Trotz des erwähnten Vergabestaus in einzelnen neune Ländern berichteten ostdeutsche Baufirmen in der lokalen Umfrage des Instituts für Wirtschaftsforschung (IWH) Halle für den Monat Juni 2009 immerhin von mehr Aufträgen, eine Entwicklung, die laut den Ergebnissen u. a. auch durch eine höhere Ordertätigkeit der öffentlichen Hand mit verursacht wird - hier ist tatsächlich schon eine positive Wirkung des Konjunkturprogramms II mit Händen zu greifen. Grundsätzliche Einigkeit besteht bei Experten, dass die Baubranche in den nächsten Monaten wesentlich mehr von den Programmen spüren wird als andere Branchen. Im Maschinenbau werden neue Aufträge rarer und rarer, und auch die Automobilbauer müssen mit einem Ende ihrer "Schonfrist" rechnen - denn der Etat für die populäre Abwrackprämie geht schon zur Neige.

Dennoch sind Akteure der Branche skeptisch: In einer aktuelle Umfrage, die BauInfoConsult im Juni 2009 unter Architekten und SHK-Installateuren durchgeführt hat, äußerten sich über die Hälfte der Befragten eher wenig enthusiastisch zu den möglichen positiven Effekten der Pakete: Die Erwartung vieler Architekten ist, dass die großen Firmen die Aufträge unter sich aufteilen und für die meisten übrigen Firmen wenig übrig bleibt (siehe: Konjunkturpakete: gedämpfte Erwartungen bei Architekten und SHK-Installateuren ).

Premium-Kunden von BauInfoConsult haben u.a. auch Zugriff auf folgende Artikel:

Bauprognosen: Erholung 2010, doch nur noch moderates Wachstum bis 2018?

Kommunaler Straßenbau: 162 Milliarden Euro Investitionsbedarf bis 2020

Das Konjunkturprogramm bekommt nur die Note "befriedigend"

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Konjunkturpakete: gedämpfte Erwartungen bei Architekten und SHK-Installateuren

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 11:37

Das Warten hat vielerorts ein Ende: Mehr und mehr der Gelder, die Bund, Länder und Kommunen im Rahmen der Konjunkturpakete erhalten haben, werden in bauliche Maßnahmen umgesetzt. Doch für wie effektiv halten Akteure der Baubranche die Konjunkturpakete überhaupt? BauInfoConsult hat zur Jahresmitte bei Architekten und SHK-Installateuren nachgefragt, was sie sich von den konjunkturellen Regierungsspritzen erwarten. Das Urteil der Profis fällt eher skeptisch aus: Eine belebende Wirkung der Pakete für die Branche wird es kaum geben, so der Tenor - und wenn, dann profitieren vor allem die Großen. Wer gehört noch zu den potenziellen Profiteuren?

Insgesamt 180 Architekten und 185 SHK-Installateure wurden in telefonischen Interviews von BauInfoConsult um Stellungnahmen zu den konjunkturellen Maßnahmen der Bundesregierung gebeten. Dabei wurden den Befragten verschiedene Aussagen vorgelegt mit der Bitte anzugeben, inwieweit sie diesen Sätzen zustimmen können. Das Urteil fällt sehr einheitlich aus: Vor allem die skeptischen Aussagen, die den Befragten vorgelegt wurden, stießen auf Zustimmung. So waren über die Hälfte der Architekten und 57 Prozent der SHK-Installateure mit der folgenden Aussage voll und ganz oder überwiegend einverstanden: "Die Maßnahmen der Bundesregierung werden nur wenige Impulse für die Baubranche liefern."

Bei den Antworten der Architekten fallen dabei noch deutliche regionaler Unterschiede auf: Mehr als 9 von 10 der befragten Architekten aus den neuen Flächenländern halten die Konjunkturpakete für schwache Impulsgeber. Dagegen ist in der Region West nur knapp jeder zweite Architekt der Auffassung, dass nur wenige Impulse für die Baubranche von den Konjunkturmaßnahmen ausgehen werden. In Süd- und Norddeutschland halten jeweils 60 Prozent der Planer die Pakete für derart wirkungsarm.

Auch nach Tätigkeitsschwerpunkt betrachtet gibt es bei den Antworten der Planer augenfällige Unterschiede: So versprechen sich zwei Drittel der Architekten, die überwiegend im Wohnungsbau tätig sind, wenige Impulse von den Paketen für die Branche. Bei ihren Kollegen, die vor allem im Nichtwohnungsbau arbeiten oder sich in beiden Bausektoren gleichermaßen betätigen, ist dagegen nur ein Drittel dieser Auffassung. Verständlich: Schließlich ist der Wohnungsbau der Sektor, der am allerwenigsten vom staatlichen Geldsegen abbekommt. Für Architekten mit diesem Schwerpunkt liegt ein negatives Urteil von der eigenen Warte aus von vornherein nahe.

Genau umgekehrt war das Verhältnis von Zustimmung und Ablehnung bei der Aussage, dass die Maßnahmen der Bundesregierung genau an der richtigen Stelle ansetzen: Hier stimmte nur ein knappes Drittel der Architekten zu, bei den SHK-Installateuren sind sogar nur 15 Prozent mit dieser positiven Einschätzung der Konjunkturpakete einverstanden. Überwiegend nicht oder überhaupt nicht einverstanden sind dagegen jeweils deutlich über die Hälfte der Befragten. Uneingeschränkt abgelehnt wird diese Ansicht dabei von 38 Prozent der SHK-Installateure und über einem Viertel der Planer.

Nur wenige Unternehmen bekommen ein Stück vom Konjunkturpaketkuchen
Einig sind sich die meisten Architekten und SHK-Handwerker auch in der Ansicht, dass nur eine kleine Anzahl von Unternehmen aus der gesamten Branche durch die konjunkturellen Maßnahmen gestärkt aus der Krise hervorgehen wird: Überwiegend oder größtenteils auf Zustimmung stößt diese Aussage bei 54 Prozent der Architekten, bei den SHK-Installateuren blasen 56 Prozent ins selbe Horn.

 


Architekten: Wer kann am ehesten von den Paketen profitieren?
Architekten haben in ihrer Eigenschaft als Planer in der Regel einen guten Überblick über alle Phasen von Bauprojekten. Aus diesem Grund wurde denjenigen Architekten, die voll und ganz oder überwiegend der Meinung sind, dass nur wenige in der Branche positive Effekte der Pakete spüren, eine Anschlussfrage gestellt: Welche Unternehmen werden am meisten von den Paketen profitieren? Von 30 Prozent der Architekten wurden spontan große Unternehmen genannt. Neben Bilfinger Berger und Co. wurde von einigen Architekten die Industrie als mögliche Gewinner gesehen. Tief- und Straßenbauunternehmen, die vor allem durch Bundesprojekte aus dem Konjunkturpaket I profitieren, kamen genauso in den Nennungen der Architekten vor wie Fassadenbauer und Handwerksbetriebe allgemein, die in kommunalen und privaten Sanierungs- und Modernisierungsprojekten Beschäftigung finden können.

Sie haben Fragen zur Einschätzung der Konjunkturpakete durch Architekten und SHK-Installateure? Nehmen Sie Kontakt auf: Herr Alexander Faust steht Ihnen unter 0211 301 559-14 oder per E-Mail zur Verfügung.

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