| Land NRW gibt Finanzierungszusage für den Einstieg in die Modernisierung des Universitätshauptgebäudes Bielefeld |
Torsten Schaletzke, Pressestelle
Universität Bielefeld
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Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) hat am 02.07.2009 die Finanzierungszusage
für den Start der dringend notwendigen Modernisierung des Hauptgebäudes
der Universität Bielefeld gegeben. Grünes Licht gab es zunächst für die
Errichtung eines Ersatzgebäudes mit Ausweichflächen für den ersten
Sanierungsabschnitt des Hauptgebäudes.
Das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium teilte heute mit,
man werde die Mittel für die Errichtung eines Ersatzgebäudes für die
während der Bauarbeiten am Universitätsgebäude ausquartierten
Fakultäten, Einrichtungen und Abteilungen bereit stellen. Dafür stehen
dafür bis 2012 insgesamt 130 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel
kommen aus dem Hochschulmodernisierungsplan des Landes NRW, einem
finanzstarken Programm für Baumaßnahmen an Hochschulen. Dies ist der
Einstieg in die Modernisierung des Universitätsgebäudes und - zusammen
mit der heute ebenfalls erfolgten Zusage über die Finanzierung des
neuen Fachhochschulbaus in unmittelbarer Uni-Nähe auf dem neuen Campus
Nord - eine massive Investition in den Hochschulstandort Bielefeld.
Über die Finanzierung des ersten Bauabschnitts des Universitätsgebäudes
(Umfang: ca. 110 Millionen Euro) wird eine Entscheidung in Kürze
erwartet. Über die Mittel für die nachfolgen-den Bauabschnitte
entscheidet das Land in der kommenden Legislaturperiode - ein Ausstieg
aus der einmal begonnenen Modernisierung ist aus Sicht der
Universitätsleitung aber ausgeschlossen.
Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) und verschiedene Gutachten
hatten festgestellt, dass das Hauptgebäude nach 34 Jahren Nutzungsdauer
saniert und die Baustrukturen modernisiert werden müssen. Diese
Maßnahmen sind nicht bei laufendem Betrieb möglich. Die Planungen sehen
daher die Unterteilung in sechs Bauabschnitte vor, die für die Arbeiten
jeweils komplett zu räumen sind. Das Hauptgebäude verfügt über eine
Hauptnutzungsfläche von etwa 150.000 Quadratmetern. Die einzelnen
Bauabschnitte orientieren sich an der Baustruktur (Zähne) und sind bis
zu 25.000 Quadratmeter groß.
Im ersten Schritt ist ein Ersatzgebäude notwendig, in das die aktuellen
Nutzer des ersten Bauabschnitts einziehen. Der erste Bauabschnitt im
Hauptgebäude umfasst die Bauteile A, B, J, K, R und S. Das
Ersatzgebäude, das auf den Parkflächen im Norden des Hauptgebäudes
zwischen der Universitätsstraße und der Stadtbahntrasse entstehen wird,
wird eine Nutzfläche von 27.000 Quadratmetern haben. Neben einer neuen
Mensa - gemeinsam für Universität und Fachhochschule - werden hier die
Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie, die
Fakultät für Soziologie, die Bielefeld Graduate School in History and
Sociology (BGHS), das Institut für Wissenschafts- und Technikforschung
(IWT), das Interdisziplinäre Zentrum für Frauen- und
Geschlechterforschung (IFF) sowie zeitweise Teile der Verwaltung
einziehen.
Ein Wettbewerbsverfahren des BLB für die Architektur des Ersatzgebäudes
läuft bereits. Ziel ist, die Baugenehmigung im Frühjahr 2010 zu
erhalten. Mit dem Beginn der Bauarbeiten wird im Herbst 2010 gerechnet,
die Fertigstellung ist für das Jahr 2012 vorgesehen. Nach
Fertigstellung des Ersatzgebäudes können die ersten Nutzer aus dem
Hauptgebäude einziehen und die frei gewordenen Bauteile des
Universitätshauptgebäudes modernisiert werden. Die Nutzer der
nachfolgenden Bauabschnitte werden innerhalb des Hauptgebäudes umziehen.
Nach dem derzeitigen Stand der Planungen werden die gesamten
Bauarbeiten am Hauptgebäude - also alle Bauabschnitte - voraussichtlich
insgesamt mindestens zehn Jahre betragen.
Eine erfreuliche Entwicklungsperspektive im Zusammenhang mit der
Modernisierung eröffnet ein externes Gutachten, das einen zusätzlichen
Raumbedarf ermittelt hat. Der Grund ist die erfolgreiche Entwicklung
der Universität in den vergangenen Jahren. Dies hat zu einem Anwachsen
der Zahl von Wissenschaftlern und Mitarbeitern geführt, was in der
Vergangenheit immer wieder Raumengpässe hervorrief. Diese Entwicklung
der Universität Bielefeld wird - so die Einschätzung der Gutachter -
vermutlich auch in Zukunft anhalten. Daraus ergibt sich ein
zusätzlicher Flächenbedarf. Aktuell gibt es zudem Überlegungen, für das
zurzeit in einem Mobilgebäude untergebrauchte Exzellenzcluster CITEC
auf dem Campus Nord ("Lange Lage") neu zu bauen.
Der Rektor der Universität Bielefeld, Professor Dr. Dieter Timmermann,
begrüßt die Entscheidung der Landesregierung: "Dies ist ein Meilenstein
für die Entwicklung der Universität Bielefeld. Ich freue mich
außerordentlich über die Zusage. Das ist ein wichtiges Signal: Das Land
ist bereit, massiv in den Hochschulstandort Bielefeld zu investieren.
Damit wird Bielefeld ein noch heller scheinender Ort auf der Landkarte
der Universitätsstädte."
Kanzler Hans-Jürgen Simm ergänzt: "Endlich haben wir
Planungssicherheit. Mit modernen Baustrukturen werden wir auch den
nächsten Forscher- und Studierendengenrationen eine bestmögliche
Infrastruktur bieten. Dies ist von entscheidender Bedeutung für die
Zukunftsfähigkeit der Universität Bielefeld."
Kategorie: Pressemittilung Universität Bielefeld
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