Bauinformant bloggt Bauinformationen

Klima- und Energiefonds: 18 Mio Euro für private Photovoltaikanlagen

Energie, Finanzierung, Wohnbau — geschrieben von bauinformant @ 22:57

Der Klima- und Energiefonds richtet sich mit seiner „Förderaktion Photovoltaik 2009“ ausschließlich an private Haushalte, die eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung bis 5 kW installieren.

Achtung: Voraussetzung für eine erfolgreiche Einreichung ist ein verbindliches Angebot. Antragstellerinnen und Antragsteller haben bis zur Einreichung am 04.08.2009, 10 Uhr, Zeit, sich bei fachkundigen Unternehmen beraten zu lassen um sich ihr verbindliches Angebot einzuholen. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online und nach dem „first-come – first-serve Prinzip“; das heißt, die Förderungen werden nach dem Einlangen der Ansuchen gereiht und vergeben.

„Es freut mich, dass  wir  mit dem  Schwerpunkt "Photovoltaik“ heuer 18 Millionen Euro an Private vergeben, dies ist doppelt so viel wie 2008. Der Ausbau der Photovoltaik ist die große Zukunftstechnologie zur klimafreundlichen Stromproduktion. Diese Förderaktion leistet einen Beitrag zur Erreichung des Zieles "34% Anteil erneuerbare Energie" und bringt uns einen Schritt näher zur Energieautarkie in Österreich.“, so Umweltminister Niki Berlakovich.

Zwtl.: Höhere Fördersätze für „Gebäudeintegrierte Photovoltaik“

Wer sich für eine gebäudeintegrierte Photovoltaikanlage entscheidet, kann mit höheren Fördersätzen als für eine klassische Aufdach-Anlage rechnen. „Diese innovative Technologie übernimmt eine direkte Gebäudefunktion, wie zum Beispiel als Fassade, Dach, Balkonverkleidung oder sogar als Sonnenschutz. Die Spezialisierung österreichischer Unternehmen auf gebäudeintegrierte Photovoltaik gilt als die Zukunftshoffnung auf dem internationalen Markt. Dieser neue Baustoff lässt ungeahnte, futuristisch anmutende architektonische Lösungen zu und gilt als Symbol für den Aufbruch in das Solarzeitalter“, so Klima- und Energiefonds Geschäftsführer, Ingmar Höbarth.

Die Förderaktion 2009 schließt direkt an die erfolgreiche Förderung des Vorjahres an. 2008 wurden mit einem Fördervolumen von 10,9 Mio. Euro insgesamt 820 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 3700 kW unterstützt.

Quelle: Klima + Energiefonds 2009


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Kino im Solarkleid

Energie, Bauprojekte — geschrieben von bauinformant @ 20:20
von:
Claudia Weinreich, Universitätskommunikation
Bauhaus-Universität Weimar

 
Das Screenhaus.SOLAR als Entwurf
Das Screenhaus.SOLAR als Entwurf
Bauhaus-Universität Weimar, Professur Tragwerkslehre
Modell der Tragwerkskonstruktion des Screenhaus.SOLAR
Modell der Tragwerkskonstruktion des Screenhaus.SOLAR
Bauhaus-Universität Weimar, Professur Tragwerkslehre
An der Bauhaus-Universität Weimar entsteht Anfang Juli das "Screenhaus.SOLAR", ein mit modernster Solartechnik betriebenes Kino. Es soll demonstrieren, wie sich Architektur und Bauingenieurwesen dem Thema erneuerbare Energien stellen und weltweit funktionierende sowie Ressourcen schonende Lösungen anbieten können.
Klimaneutral, einfach zu errichten, bestehend aus nachwachsenden Materialien, kombiniert mit anspruchsvollem Design - das waren die Ansprüche, die das Team um die Professoren Jürgen Ruth und Rainer Gumpp an der Bauhaus-Universität Weimar für das temporäre Gebäude "Screenhaus.SOLAR" formulierte. Die daraus resultierende Konstruktion ist anpassungsfähig und vielerorts einsetzbar. Die Hülle des 13 Meter langen Bauwerks wird die ebenso flexible wie stabile Form eines Hyperboloids haben, zweier an den Spitzen miteinander verschmelzender Kegel. Um diese Form zu erreichen, werden Holzstreben so angeordnet und punktuell miteinander verbunden, dass sie eine belastbare Wabenkonstruktion bilden.

Der eigentliche Clou des Screenhaus.SOLAR und Namensgeber sind jedoch die flexiblen Photovoltaikmodule, die auf die Wabenkonstruktion aufgebracht werden. Anders als starre Photovoltaik-Elemente passen sich diese Solarzellen der neuesten Generation an die gewölbte Gebäudeform an und umschließen es wie ein "Kleid". Gesponsert werden die Photovoltaik-Einheiten von Centrosolar in Paderborn. Diese "Solarhülle", also die Dachanlage, liefert den für die Filmabende notwendigen Strom. Tagsüber wandeln die Module das Sonnenlicht in elektrischen Strom um und speisen ihn in das allgemeine Netz ein. Das so erzeugte Energieguthaben wird am Abend für den Betrieb des Kinos aus dem Netz entnommen.

"Ziel ist es, die Filmvorführungen klimaneutral und ausschließlich aus dem eingefangenen Sonnenlicht stattfinden zu lassen", erklärt Professor Jürgen Ruth. "Die positive Energiebilanz spielt für uns bereits in der Bauphase eine Rolle. So wird für alle während des Aufbaus notwendigen Arbeiten die Sonnenenergie genutzt werden."

Der Aspekt der Ressourcenschonung durchzieht das gesamte Projekt. Die Holzstreben für die Konstruktion stammen aus einem Aufwindkraftwerk, das im vergangenen Jahr auf dem Campus der Bauhaus-Universität Weimar errichtet wurde. Zudem sollte der Entwurf des Screenhauses auf andere Länder und Kontinente übertragbar sein. Die Konstruktion ist komplett zerlegbar, leicht in Standard-Containern zu transportieren, anpassungsfähig und weltweit einsetzbar.

Der Aufbau aus einfachen linearen Elementen erlaubt es auch Nichtfachleuten, in kurzer Zeit die Tragkonstruktion wieder zu montieren. Dies ist vor allem für Gegenden mit vergleichsweise schwacher Infrastruktur oder auch für Katastrophengebiete von Interesse. Das Screenhaus könnte damit auch als energieautarker Raum genutzt werden, etwa als Notunterkunft oder temporäre Krankenstation. Die bislang nicht vorgesehene Wärmedämmung kann - wenn erforderlich - leicht nachgerüstet werden.

"Die Idee, ein klimaneutrales Gesamtkunstwerk zu errichten, kam uns, als im vergangenen Jahr für das Bauhaus-Jubiläum 2009 zeitgemäße Bauhaus-Projekte gesucht wurden", so Jürgen Ruth. "Da wir bereits mit unserem Aufwindkraft-Projekt von allen Seiten ein positives Echo erhielten, wollten wir dieses Thema weiterentwickeln." So werden auch die 5.000 Euro Preisgeld, das die Professuren Ruth und Gumpp mit dem Aufwindkraftwerk 2008 im Rahmen des Dr. Tyczka-Energiepreises gewannen, in die Entwicklung und den Bau des Screenhauses fließen.

Das Screenhaus.SOLAR eröffnet am Donnerstag, 9. Juli 2009, um 18 Uhr zur summaery, der Jahresschau der Bauhaus-Universität Weimar. Ab 22 Uhr desselben Tages wird das Kino erstmals in Betrieb genommen und studentische Kurzfilme unter dem Titel "Young Bauhaus Today" zeigen.

Screenhaus.SOLAR
Belvederer Allee 1
99423 Weimar

Eröffnung: 9.Juli 2009, 18 Uhr
Dauer des temporären Baus: 10. Juli 2009 bis zum Kongress Bauhaus.SOLAR im November 2009
www.bauhaus-solar.de

Pressegespräch zum Screenhaus.SOLAR im Rahmen der summaery 2009
8. Juli 2009, 13 Uhr
Ort: Screenhaus.SOLAR

Für weitere Informationen können Sie sich auch gern direkt an Prof. Dr.-Ing. Jürgen Ruth, Bauhaus-Universität Weimar, Professur Tragwerslehre, wenden: juergen.ruth@bauing.uni-weimar.de, Tel.: +49 3643 583081

Weitere Informationen:
http://www.screenhaus.de - Weitere Informationen zum Screenhaus.SOLAR
Kategorie Pressemitteilung Bauhaus-Universität Weimar
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Investitionen in die Zukunft der Universität Bielefeld

Bauprojekte — geschrieben von bauinformant @ 20:16
 Land NRW gibt Finanzierungszusage für den Einstieg in die Modernisierung des Universitätshauptgebäudes Bielefeld
Torsten Schaletzke, Pressestelle
Universität Bielefeld

Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) hat am 02.07.2009 die Finanzierungszusage für den Start der dringend notwendigen Modernisierung des Hauptgebäudes der Universität Bielefeld gegeben. Grünes Licht gab es zunächst für die Errichtung eines Ersatzgebäudes mit Ausweichflächen für den ersten Sanierungsabschnitt des Hauptgebäudes.

Das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium teilte heute mit, man werde die Mittel für die Errichtung eines Ersatzgebäudes für die während der Bauarbeiten am Universitätsgebäude ausquartierten Fakultäten, Einrichtungen und Abteilungen bereit stellen. Dafür stehen dafür bis 2012 insgesamt 130 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel kommen aus dem Hochschulmodernisierungsplan des Landes NRW, einem finanzstarken Programm für Baumaßnahmen an Hochschulen. Dies ist der Einstieg in die Modernisierung des Universitätsgebäudes und - zusammen mit der heute ebenfalls erfolgten Zusage über die Finanzierung des neuen Fachhochschulbaus in unmittelbarer Uni-Nähe auf dem neuen Campus Nord - eine massive Investition in den Hochschulstandort Bielefeld.

Über die Finanzierung des ersten Bauabschnitts des Universitätsgebäudes (Umfang: ca. 110 Millionen Euro) wird eine Entscheidung in Kürze erwartet. Über die Mittel für die nachfolgen-den Bauabschnitte entscheidet das Land in der kommenden Legislaturperiode - ein Ausstieg aus der einmal begonnenen Modernisierung ist aus Sicht der Universitätsleitung aber ausgeschlossen.

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) und verschiedene Gutachten hatten festgestellt, dass das Hauptgebäude nach 34 Jahren Nutzungsdauer saniert und die Baustrukturen modernisiert werden müssen. Diese Maßnahmen sind nicht bei laufendem Betrieb möglich. Die Planungen sehen daher die Unterteilung in sechs Bauabschnitte vor, die für die Arbeiten jeweils komplett zu räumen sind. Das Hauptgebäude verfügt über eine Hauptnutzungsfläche von etwa 150.000 Quadratmetern. Die einzelnen Bauabschnitte orientieren sich an der Baustruktur (Zähne) und sind bis zu 25.000 Quadratmeter groß.

Im ersten Schritt ist ein Ersatzgebäude notwendig, in das die aktuellen Nutzer des ersten Bauabschnitts einziehen. Der erste Bauabschnitt im Hauptgebäude umfasst die Bauteile A, B, J, K, R und S. Das Ersatzgebäude, das auf den Parkflächen im Norden des Hauptgebäudes zwischen der Universitätsstraße und der Stadtbahntrasse entstehen wird, wird eine Nutzfläche von 27.000 Quadratmetern haben. Neben einer neuen Mensa - gemeinsam für Universität und Fachhochschule - werden hier die Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie, die Fakultät für Soziologie, die Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS), das Institut für Wissenschafts- und Technikforschung (IWT), das Interdisziplinäre Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung (IFF) sowie zeitweise Teile der Verwaltung einziehen.

Ein Wettbewerbsverfahren des BLB für die Architektur des Ersatzgebäudes läuft bereits. Ziel ist, die Baugenehmigung im Frühjahr 2010 zu erhalten. Mit dem Beginn der Bauarbeiten wird im Herbst 2010 gerechnet, die Fertigstellung ist für das Jahr 2012 vorgesehen. Nach Fertigstellung des Ersatzgebäudes können die ersten Nutzer aus dem Hauptgebäude einziehen und die frei gewordenen Bauteile des Universitätshauptgebäudes modernisiert werden. Die Nutzer der nachfolgenden Bauabschnitte werden innerhalb des Hauptgebäudes umziehen.

Nach dem derzeitigen Stand der Planungen werden die gesamten Bauarbeiten am Hauptgebäude - also alle Bauabschnitte - voraussichtlich insgesamt mindestens zehn Jahre betragen.

Eine erfreuliche Entwicklungsperspektive im Zusammenhang mit der Modernisierung eröffnet ein externes Gutachten, das einen zusätzlichen Raumbedarf ermittelt hat. Der Grund ist die erfolgreiche Entwicklung der Universität in den vergangenen Jahren. Dies hat zu einem Anwachsen der Zahl von Wissenschaftlern und Mitarbeitern geführt, was in der Vergangenheit immer wieder Raumengpässe hervorrief. Diese Entwicklung der Universität Bielefeld wird - so die Einschätzung der Gutachter - vermutlich auch in Zukunft anhalten. Daraus ergibt sich ein zusätzlicher Flächenbedarf. Aktuell gibt es zudem Überlegungen, für das zurzeit in einem Mobilgebäude untergebrauchte Exzellenzcluster CITEC auf dem Campus Nord ("Lange Lage") neu zu bauen.

Der Rektor der Universität Bielefeld, Professor Dr. Dieter Timmermann, begrüßt die Entscheidung der Landesregierung: "Dies ist ein Meilenstein für die Entwicklung der Universität Bielefeld. Ich freue mich außerordentlich über die Zusage. Das ist ein wichtiges Signal: Das Land ist bereit, massiv in den Hochschulstandort Bielefeld zu investieren. Damit wird Bielefeld ein noch heller scheinender Ort auf der Landkarte der Universitätsstädte."

Kanzler Hans-Jürgen Simm ergänzt: "Endlich haben wir Planungssicherheit. Mit modernen Baustrukturen werden wir auch den nächsten Forscher- und Studierendengenrationen eine bestmögliche Infrastruktur bieten. Dies ist von entscheidender Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit der Universität Bielefeld."
Kategorie: Pressemittilung Universität Bielefeld
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Bauinformant ist nicht der Autor der eingestellten Information. Das Urheberrecht ist durch einen Direktlink und/oder die Quellenangabe gekennzeichnet bzw. vom Urheber zur Veröffentlichung genehmigt. Falls Sie einen Verstoß gegen das Urheberrecht vermuten, bitten wir Sie um eine Mitteilung, bevor unnötige rechtliche Auseinandersetzungen entstehen.

1. Darmstädter Ingenieurkongress

Veranstaltungen und Termine — geschrieben von bauinformant @ 20:12
Termin:  14.09.2009 ab 09:00 - 15.09.2009 15:30
 
Veranstaltungsort: 
Wissenschafts- und Kongresszentrum darmstadtium
Schlossgraben 1
64287 Darmstadt
Hessen
Deutschland
 
Zielgruppe:  Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
 
Kontakt:  kongress@bauing.tu-darmstadt.de
 
Kategorie:  überregional
Bauwesen / Architektur, Energie, Umwelt / Ökologie, Werkstoffwissenschaften
 
Eintrag:  23.03.2009
Jörg Feuck, Kommunikation
Technische Universität Darmstadt
 
Der Fachbereich Bauingenieurwesen und Geodäsie an der Technischen Universität Darmstadt veranstaltet am 14. und 15. September 2009 den 1. Darmstädter Ingenieurkongress - Bau und Umwelt im Darmstadtium, dem Kongresszentrum in Darmstadt.
Der Kongress wird durch eine zentrale Veranstaltung mit Grußworten und Fachvorträgen herausragender Referenten aus Wissenschaft und Praxis eröffnet. Im Anschluss bieten die unterschiedlichsten, auf den folgenden Seiten dargestellten Teilveranstaltungen die Möglichkeit, sich detailliert mit den vielfältigen Themengebieten des Bauingenieurwesens und der Geodäsie zu beschäftigen.

Die Professoren dieses Fachbereiches haben ein wissenschaftliches Programm mit ausgewählten Referenten aus ihrem jeweiligen Spezialgebiet zusammengestellt. In den einzelnen Teilveranstaltungen bleibt neben den Fachvorträgen ausreichend Raum für fachliche Diskussionen. Der Kongress wird von einer Fachausstellung begleitet. Der 1. Darmstädter Ingenieurkongress - Bau und Umwelt bietet eine breite Plattform zum Wissensaustausch durch die Vielzahl an Referenten und Teilnehmern aus den unterschiedlichen Fachdisziplinen des Bauingenieurwesens und der Geodäsie.
 
Hinweise zur Teilnahme:
Der Tagungsbeitrag beträgt 250 € (ermäßigt 200 €) und enthält die Pausengetränke, das Mittagessen am 14. und 15. September 2009, die Abendveranstaltung sowie die Tagungsbände der jeweils gebuchten Teilveranstaltungen inkl. einer CD mit den Beiträgen aller Referenten. Der ermäßigte Beitrag gilt für Mitglieder des öffentlichen Dienstes, Angehörige von Universitäten und Fachhochschulen sowie Studierende.
Weitere Informationen:

Auff welsche Manier gebauet - Zur Architektur der mitteldeutschen Frührenaissance

Veranstaltungen und Termine — geschrieben von bauinformant @ 20:02
Termin:  17.07.2009 ab 09:30 - 18.07.2009 12:30
 
Veranstaltungsort: 
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Löwengebäude
Hörsaal XIV a/b
Universitätsplatz 11
06108 Halle (Saale)
Sachsen-Anhalt
Deutschland
 
Zielgruppe:  Studierende, Wissenschaftler
 
Kontakt:  anke.neugebauer@kunstgesch.uni-halle.de
 
Kategorie:  regional
Bauwesen / Architektur, Geschichte / Archäologie, Kulturwissenschaften, Kunst / Design
 
Eintrag:  25.06.2009
Claudia Lippmann, Pressestelle
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Gemeinsames Kolloquium des Instituts für Kunstgeschichte und Archäologien Europas und den Freunden der Bau- und Kunstdenkmale Sachsen-Anhalt e.V.

Die deutsche Baukunst wurde seit dem frühen 16. Jahrhundert zunehmend von italienisierenden Formen bestimmt, Zeitgenossen sprachen vom Bauen "Auff welsche Manier". In den 1930er Jahren prägte die Kunstgeschichte den Terminus der mitteldeutschen Frührenaissance: Eine Kunstlandschaft war geboren und eine Abgrenzung zur zeitgleichen Verbreitung von Renaissanceformen in Süddeutschland vollzogen. Mit den religiösen, politischen und kulturellen Umbrüchen stand im Kernland der Reformation ein Erklärungsmodell zur Verfügung. Doch was macht das spezifisch Mitteldeutsche aus und welchen Anteil hatte die im Sinne Dehios weitgefasste Region an der Ausbreitung der Renaissance im Reich?

Die Forschung ist in den letzten Jahrzehnten dank neuer Methoden und der Verfügbarkeit modernster Medien rasch vorangeschritten, zahlreiche Objekte wurden von der Bauforschung erschlossen, Monographien verfasst, Forschungsprojekte zu Einzelaspekten begonnen und neue Quellen aufgedeckt. Im Kolloquium sollen diese Erkenntnisse gebündelt, aber auch Forschungsdesiderate aufgezeigt werden.

Drei Themenkomplexe stehen im Zentrum: die Bauherren und ihre Bauprojekte, der Transfer italienisierender Bauformen nach Mitteldeutschland sowie der Anteil der Bau- und Werkmeister. Renommierte Wissenschaftler werden diese Themen in den Blick nehmen, um einen neuerlichen Impuls zur Erforschung der mitteldeutschen Frührenaissance zu liefern. Veranstalter sind das Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Verein Freunde der Bau- und Kunstdenkmale Sachsen-Anhalt.

Hinweise zur Teilnahme:
Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten.

Tiefensee startet Förderung für Klimastrategien in acht Regionen

Energie — geschrieben von bauinformant @ 19:44
Pressemitteilung vom 03. Juli 2009

Schwere Gewitter, Überschwemmungen, Dürren: der Klimawandel trifft auch Deutschland. Die Küstenregionen rechnen auf Grund der steigenden Meeresspiegel mit häufigeren Sturmfluten, die Regionen um große Flüsse mit häufigeren Überschwemmungen, die Ballungsgebiete mit zunehmenden Hitzeperioden, die Bergregionen mit schneearmen Wintern.

Mit jeweils 60.000 Euro unterstützt das Bundesbauministerium jetzt acht Regionen, individuelle Klimastrategien zu entwickeln.

Tiefensee: "Eine Bergregion, die hauptsächlich vom Tourismus lebt, braucht andere Ansätze, als eine Großstadt im Flachland. Wir unterstützen die Regionen dabei, Klimastrategien zu entwickeln und umzusetzen, die genau für sie passen. Die können dann von ähnlichen Regionen als Vorlage für deren Maßnahmen genutzt werden."

"Wir kämpfen gegen den Klimawandel. Gleichzeitig stellen wir uns auf die unvermeidlichen Veränderungen ein. Wir bereiten uns jetzt vor, und nicht erst, wenn Schaden entstanden ist", so Tiefensee weiter.

Die Zunahme von extremen Wetterereignissen mit Dürreperioden einerseits und häufigeren und gefährlicheren Überschwemmungen andererseits stellen die räumliche Planung ebenso vor neue Herausforderungen wie der stetige Temperaturanstieg. Die Veränderungen haben neben den ökologischen auch wirtschaftliche Konsequenzen. Vor allem die Landwirtschaft ist betroffen.

Es gibt vielfältige Ansätze, dem Klimawandel zu begegnen: von der Erhöhung der Deiche entlang der Flüsse, um dahinter liegende Siedlungsgebiete zu schützen, bis zur Ausweisung von Flächen, die bei Hochwasser gefahrlos überschwemmt werden können und so den gesamten Flussbereich entlasten. Um klimaschädliche Emissionen zu reduzieren, muss der Anteil der regenerativen Energien an der Stromerzeugung erhöht werden. Das erfordert neue Flächen für Solar- und Windenergie. Die erwarteten längeren Hitzeperioden können vor allem in den großen Städten ein Problem werden. Hier können großräumige Frischluftschneisen zur Kühlung der Stadtgebiete eine Lösung sein.
Eine enge Zusammenarbeit der Städte, Gemeinden und Regionen ist für all das zwingende Voraussetzung. Hier setzen die Raumentwicklungsstrategien an.

Diese acht Regionen werden im Pilotprojekt gefördert:

  1. Havelland-Fläming
    Ansprechpartner: Lutz Schneider
    Regionale Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming
    Oderstraße 65
    14513 Teltow
    Tel.: 03328/33540
  2. Oberes Elbetal / Osterzgebirge
    Ansprechpartner: Heidemarie Russig
    Regionaler Planungsverband Oberes Elbtal/Osterzgebirge
    Verbandsgeschäftsstelle
    Meißner Strasse 151a
    01445 Radebeul
    Tel.: 0351 40404-700
  3. Mittel-/Südhessen
    Ansprechpartner: Simone Philippi
    Regierungspräsidium Gießen
    Regionalplanung, Dezernat 31
    Landgraf-Philipp-Platz 1-7
    35390 Gießen
    Tel.: 0641 303-2418
  4. Westsachsen
    Ansprechpartner: Katrin Klama
    Regionaler Planungsverband Westsachen
    Regionale Planungsstelle
    Bautzner Str. 67
    04347 Leipzig
    Tel.: 0341 2421-376
  5. Stuttgart
    Ansprechpartner: Ines Jerchen
    Verband Region Stuttgart
    Kronenstraße 25
    70174 Stuttgart
    Tel: 0711 22759-50
  6. Vorpommern
    Ansprechpartner: Roland Wenk
    Amt für Raumordnung und Landesplanung Vorpommern
    Am Gorzberg Haus 14
    17489 Greifswald
    Tel: 03834 5149393
  7. Neumarkt
    Ansprechpartner: Walter Egelseer
    Landratsamt Neumarkt i.d. Oberpfalz
    Nürnberger Str. 1 92318 Neumarkt
    Tel: 09181 470299
  8. Mittlerer Oberrhein - Nordschwarzwald
    Ansprechpartner: Dirk Büscher
    Regionalverband Nordschwarzwald
    Habermehlstrasse 20
    75172 Pforzheim
    Tel.: 07231 14784-0
    Kategorie Pressemitteilung
    eingestellt von Bauinformant
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Andasol 1: Größtes Solarkraftwerk offiziell eingeweiht

Energie, Unternehmen & Produkte, Bauprojekte — geschrieben von bauinformant @ 18:08

Am 1. Juli 2009 wurde das solarthermische Kraftwerk Andasol 1 in der spanischen Provinz Granada in Andalusien offiziell eingeweiht. Andasol 1 ist derzeit das größte Solarkraftwerk der Welt.

Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) waren wesentlich an der Entwicklung von Schlüsseltechnologien beteiligt und identifizierten unter anderem mit Satellitendaten im Auftrag des Projektentwicklers Solar Millennium AG den geeigneten Standort. Außerdem trugen ihre Messmethoden zur präzisen Konstruktion der Parabolrinnen-Kollektoren bei.

Klimafreundlicher Strom für 200.000 Menschen

Andasol 1 liefert klimafreundlichen Strom für 200.000 Menschen. Dadurch kann jährlich der Ausstoß von 150.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Auf einer Gesamtfläche von fast zwei Quadratkilometern stehen über 600 Parabolrinnen-Kollektoren, von denen jeder einzelne 150 Meter lang und 5,7 Meter breit ist. Insgesamt haben die Spiegel eine Fläche von über 500.000 Quadratmetern.

In der Mitte dieses riesigen Solarfeldes befindet sich außerdem ein Wärmespeicher. Hier wird in zwei gewaltigen Tanks von 14 Metern Höhe und 36 Metern Durchmesser die überschüssige Energie während der Mittagsstunden in flüssigem Salz gespeichert. Das Salz wird durch Sonnenenergie auf bis zu 390 Grad Celsius aufgeheizt. Mit der gespeicherten Wärme kann das Kraftwerk dann bis zu 7,5 Stunden nach Sonnenuntergang noch Strom mit voller Leistung (50 Megawatt) liefern - diese Möglichkeit zur planbaren Stromproduktion ist ein wichtiger Vorteil solarthermischer Kraftwerke gegenüber beispielsweise Wind- oder Photovoltaikanlagen.

Neben diesem ersten kommerziell betriebenen Kraftwerk Andasol 1 sind bereits zwei weitere Solarkraftwerke am selben Ort im Bau: Andasol 2 soll noch in diesem Jahr ebenfalls 50 Megawatt liefern, Andsol 3 mit weiteren 50 Megawatt wird voraussichtlich Anfang 2011 folgen.

DLR-Forscher mit Suche nach optimalem Standort beauftragt

Im Auftrag des Projektentwicklers Solar Millennium AG übernahmen Mitarbeiter der Abteilung Solarforschung des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik auf der zirka 50 Kilometer entfernten Forschungsstation 'Plataforma Solar de Almería' die Suche nach einem geeigneten Standort für das Kraftwerk. Eine Entscheidungsgrundlage bildeten dabei langjährige statistische Mittelwerte der solaren Einstrahlung, die das DLR aus meteorologischen Messungen von Bodenstationen sowie aus Zeitreihen von Satellitendaten ermittelte.

Präzise Parabolspiegel steigern den Energie-Ertrag

Bei der Errichtung der Anlage durch den spanischen Baukonzern ACS kamen außerdem beim DLR entwickelte schnelle optische Messverfahren zur präzisen Fertigungskontrolle der Parabol-Kollektoren zum Einsatz. Präzise, gut ausgerichtete Parabolspiegel können den Energie-Ertrag um bis zu zehn Prozent steigern und sind damit wesentlich für die Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage.

Die Entwicklung der Kollektortechnologie selber wurde vom DLR im Vorfeld in mehreren vom Bundesumweltministerium geförderten Projekten unterstützt. So wurden die Industriepartner beim Auslegen und Testen von Prototypen des Kollektors und der Absorberrohre von DLR-Mitarbeitern im spanischen Testzentrum Plataforma Solar in Almería unterstützt.

Die Gesamtkosten des Kraftwerks liegen bei zirka 300 Millionen Euro. Eine wichtige Initialhilfe für das Andasol 1-Kraftwerk kam auch durch die Europäische Union, die über das Projekt Andasol fünf Millionen Euro Fördermittel für die Vorbereitung und wissenschaftliche Begleitforschung beisteuerte.

Strom aus gebündelter Sonnenenergie

Andasol 1 ist ein solarthermisches Kraftwerk und ein so genanntes Parabolrinnen-Kraftwerk. Die konzentrierenden Spiegel haben in diesem Fall die Form einer sehr langen Rinne mit parabolischem Querschnitt. Die einzelnen Elemente dieser Rinne, die Kollektoren, werden mittels Drehung um die Längsachse der Sonne nachgeführt. Dabei wird die senkrecht auf die Öffnung fallende direkte Sonnenstrahlung in einen Brennpunkt beziehungsweise einer Brennlinie etwa um den Faktor 80 konzentriert. In dieser Brennlinie verlaufen die Absorberrohre.

Diese, von einem isolierenden evakuierten Glasrohr umgebenen Rohre aus Stahl nehmen mit einer Spezialbeschichtung auf der Oberfläche die Solarstrahlung besonders gut auf und wandeln sie in Wärme um. Dabei entstehen an ihrer Oberfläche Temperaturen von deutlich über 400 Grad Celsius. Durch das Innere des absorbierenden Stahlrohres fließt so genanntes Thermo-Öl, das dabei auf knapp 400 Grad erhitzt wird und die gesammelte Wärme in einen Wärmeübertrager leitet, in dem Dampf mit hoher Temperatur und Druck erzeugt wird. Wie in konventionellen Kraftwerken wird dieser Dampf einer Turbine zugeführt, die - gekoppelt an einen Generator - Strom erzeugt.


Kategorie: Pressemitteilung, Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt 2009
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