Nationaler Kongress "Demografischer Wandel - Region schafft Zukunft"
Tiefensee: Demografiepolitik muss auf die Tagesordnung
"Der demografische Wandel trifft die neuen Länder besonders stark. In den ländlichen Regionen wird die demografische Entwicklung durch die Abwanderung von jungen, gut ausgebildeten Menschen noch beschleunigt. Dadurch verschärft sich das Problem des Fachkräftemangels für die Unternehmen weiter. Auch ländliche Regionen in den alten Bundesländern sind zunehmend betroffen. Deswegen muss die Gestaltung des demografischen Wandels jetzt von einer Modellaufgabe zur Regelaufgabe werden. Das Thema gehört ganz oben auf die Tagesordnung, damit Menschen in ländlichen Regionen eine Perspektive in ihrer Heimat bekommen und bleiben. Sie haben unabhängig von ihrem Wohnort ein Anrecht auf eine gleichwertige Versorgung mit öffentlichen Dienstleistungen und Teilhabe an der wirtschaftlichen Entwicklung. Hierfür haben wir mit dem Modellprojekt "Region schafft Zukunft" einen erfolgreichen strategischen Ansatz geschaffen, der Grundlage für eine künftige Demografiepolitik sein muss", sagte der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder, Bundesminister Wolfgang Tiefensee, heute auf dem nationalen Demografiekongress in Berlin anlässlich der Bilanz des Modellvorhabens "Demografischer Wandel - Region schafft Zukunft".
"Die demografische Entwicklung verläuft unterschiedlich. Ländliche Regionen benötigen deswegen ausreichend Gestaltungsspielraum, um eigene praktikable Antworten zu finden. Bund und Länder müssen sich stärker in der Demografiepolitik abstimmen. Wirtschafts-, Bildungs-, Raum- und Stadtentwicklungspolitik sowie Gesundheits- und Familienpolitik müssen einbezogen werden, wenn wir den Spielraum für Eigeninitiative der Regionen in Zukunft erweitern wollen", forderte Tiefensee.
Die Folgen des demografischen Wandels seien heute in fast allen Lebensbereichen spürbar. Um der Verunsicherung der Menschen durch neue Zukunftsperspektiven entgegenzuwirken, hat das Ministerium 2007 das Modellvorhaben "Region schafft Zukunft" in den Regionen Südharz-Kyffhäuser und Stettiner Haff gestartet. 2009 kamen die westdeutschen Modellregionen Nordfriesland und Werra-Meißner-Kreis hinzu. Das Modellvorhaben setzt auf die regionalen Stärken, eine Doppelstrategie aus Gegensteuern und Anpassen und die koordinierte Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen, um in den Regionen Perspektiven und Lebensqualität für die Menschen zu sichern.
Das Modellvorhaben endet in den ostdeutschen Regionen im September 2009. Die westdeutschen Regionen profitieren von den Erkenntnissen, die seit Sommer 2007 im Stettiner Haff und in Südharz-Kyffhäuser gesammelt wurden, hier läuft das Projekt bis Ende 2010. Die Umsetzung der demografischen Handlungskonzepte in den vier Modellregionen fördert der Bund mit insgesamt 5,7 Millionen Euro.Kategorie: Presseinfo Bundesministerium
eingestellt von Bauinformant
Bauinformant ist nicht der Autor der eingestellten Information. Das Urheberrecht ist durch einen Direktlink und/oder die Quellenangabe gekennzeichnet bzw. vom Urheber zur Veröffentlichung genehmigt. Falls Sie einen Verstoß gegen das Urheberrecht vermuten, bitten wir Sie um eine Mitteilung, bevor unnötige rechtliche Auseinandersetzungen entstehen.

