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Nationaler Kongress "Demografischer Wandel - Region schafft Zukunft"

Allgemein — geschrieben von bauinformant @ 20:53

Tiefensee: Demografiepolitik muss auf die Tagesordnung

30. Juni 2009

"Der demografische Wandel trifft die neuen Länder besonders stark. In den ländlichen Regionen wird die demografische Entwicklung durch die Abwanderung von jungen, gut ausgebildeten Menschen noch beschleunigt. Dadurch verschärft sich das Problem des Fachkräftemangels für die Unternehmen weiter. Auch ländliche Regionen in den alten Bundesländern sind zunehmend betroffen. Deswegen muss die Gestaltung des demografischen Wandels jetzt von einer Modellaufgabe zur Regelaufgabe werden. Das Thema gehört ganz oben auf die Tagesordnung, damit Menschen in ländlichen Regionen eine Perspektive in ihrer Heimat bekommen und bleiben. Sie haben unabhängig von ihrem Wohnort ein Anrecht auf eine gleichwertige Versorgung mit öffentlichen Dienstleistungen und Teilhabe an der wirtschaftlichen Entwicklung. Hierfür haben wir mit dem Modellprojekt "Region schafft Zukunft" einen erfolgreichen strategischen Ansatz geschaffen, der Grundlage für eine künftige Demografiepolitik sein muss", sagte der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder, Bundesminister Wolfgang Tiefensee, heute auf dem nationalen Demografiekongress in Berlin anlässlich der Bilanz des Modellvorhabens "Demografischer Wandel - Region schafft Zukunft".

"Die demografische Entwicklung verläuft unterschiedlich. Ländliche Regionen benötigen deswegen ausreichend Gestaltungsspielraum, um eigene praktikable Antworten zu finden. Bund und Länder müssen sich stärker in der Demografiepolitik abstimmen. Wirtschafts-, Bildungs-, Raum- und Stadtentwicklungspolitik sowie Gesundheits- und Familienpolitik müssen einbezogen werden, wenn wir den Spielraum für Eigeninitiative der Regionen in Zukunft erweitern wollen", forderte Tiefensee.

Die Folgen des demografischen Wandels seien heute in fast allen Lebensbereichen spürbar. Um der Verunsicherung der Menschen durch neue Zukunftsperspektiven entgegenzuwirken, hat das Ministerium 2007 das Modellvorhaben "Region schafft Zukunft" in den Regionen Südharz-Kyffhäuser und Stettiner Haff gestartet. 2009 kamen die westdeutschen Modellregionen Nordfriesland und Werra-Meißner-Kreis hinzu. Das Modellvorhaben setzt auf die regionalen Stärken, eine Doppelstrategie aus Gegensteuern und Anpassen und die koordinierte Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen, um in den Regionen Perspektiven und Lebensqualität für die Menschen zu sichern.

Das Modellvorhaben endet in den ostdeutschen Regionen im September 2009. Die westdeutschen Regionen profitieren von den Erkenntnissen, die seit Sommer 2007 im Stettiner Haff und in Südharz-Kyffhäuser gesammelt wurden, hier läuft das Projekt bis Ende 2010. Die Umsetzung der demografischen Handlungskonzepte in den vier Modellregionen fördert der Bund mit insgesamt 5,7 Millionen Euro.
Kategorie: Presseinfo Bundesministerium
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Preisverleihung Wettbewerb Effizienzhaus 2009

Architekturpreise, Energie, Wettbewerbe & Auszeichnungen — geschrieben von bauinformant @ 11:05

Tiefensee: Energieeffizienz und gute Architektur sind keine Gegensätze


Sieger der Kategorie Neubau Ein- und Zweifamilienhäuser

Deutschlands größter Wettbewerb für zukunftsfähiges Wohnen ist entschieden. Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee und der Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) Stephan Kohler haben in Berlin gemeinsam mit den Partnern des Wettbewerbs "Effizienzhaus - Energieeffizienz und gute Architektur" die Sieger prämiert. 580 Eigentümer und Architekten hatten sich mit sanierten und neuen Wohngebäuden um insgesamt 120.000 Euro Preisgeld beworben. Ausgezeichnet wurden Wohngebäude, die einen geringen Energieverbrauch mit guter Architektur am besten in Einklang gebracht haben.

Tiefensee: "Der Wettbewerb zeigt, dass Energieeffizienz und gute Architektur keine Gegensätze sind. Mit der Ausstellung zum Wettbewerb werden wir noch mehr Architekten, Eigentümer und Bauherren für energieeffizientes Bauen und Sanieren begeistern. Alle Preisträger haben energetische Optimierung und eine hohe Baukultur vorbildlich miteinander vereint. Die eingereichten Beiträge von Kiel bis Konstanz setzen Maßstäbe für modernes und zukunftsfähiges Bauen. So erhalten wir unsere Städte lebenswert und schützen unsere Umwelt."

Dena-Chef Kohler sagte: "40 Prozent der in Deutschland insgesamt verbrauchten Energie entfallen auf den Gebäudebereich - und die Einsparpotenziale sind enorm. Effizienzhäuser sorgen mit ihrem geringen Energiebedarf langfristig für eine hohe Unabhängigkeit von der Energiepreisentwicklung, für Kostensicherheit und Wertstabilität. Die im Wettbewerb ausgezeichneten Häuser sind mustergültig für jeden Bauherren in Deutschland."

Beim Bauen und Sanieren standen die Bauherren vor unterschiedlichen Herausforderungen, die jeder individuell gemeistert hat. Die prämierten Mehrfamilienhäuser des Büros "Siedlungswerkstatt" aus Konstanz beispielsweise zeigen, wie sich anspruchsvolle Architektur mit ökologischen und sozialen Wohnkonzepten gewinnbringend kombinieren lässt. Die von den Architekten Schäfer und Melcher sanierten Mehrfamilienhäuser in Speyer und Mannheim der Osika GmbH sind behutsam sanierte Denkmäler, die für die nachfolgenden Generationen mit zeitgemäßer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet sind.

Die KfW Bankengruppe, der Bundesverband deutscher Fertigbau e.V. und die Yello Strom GmbH haben den Wettbewerb als Partner unterstützt. Der Wettbewerb zeige, dass energieeffizientes und attraktives Wohnen keine Zukunftsmusik mehr sei - so der einhellige Tenor.

Die insgesamt 18 Gewinner wurden in den Kategorien "Neubau Ein- und Zweifamilienhäuser", "Neubau Mehrfamilienhäuser", "Sanierung Ein- und Zweifamilienhäuser", "Sanierung Mehrfamilienhäuser" und "Beste denkmalgeschützte Gebäude" ausgewählt. Die Sanierungsgebäude erreichen mindestens den in der Förderung der KfW Bankengruppe festgelegten energetischen Standard "Effizienzhaus 70", die Neubauten den Standard "Effizienzhaus 55". Alle Gebäude benötigen deutlich weniger Energie, als der Gesetzgeber verlangt. Jeder Preisträger erhält ein Preisgeld von 6.666 Euro.

Detaillierte Informationen und Fotos zu jedem Projekt des Wettbewerbs finden Sie im Internet unter www.zukunft-haus.info/presse Externer Link.


Kategorie: Gemeinsame Pressemitteilung dena mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS)
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