Bauinformant bloggt Bauinformationen

Geovol Unterföhring legt Grundstein für Energiezentrale

Unternehmen & Produkte — geschrieben von bauinformant @ 21:38

Erste Wärmelieferung bereits in nächster Heizperiode


Bild: Symbolische Hammerschläge auf den Grundstein: Geschäftsführer Peter Lohr, Planer Christian Kli
Bild: Symbolische Hammerschläge auf den Grundstein: Geschäftsführer Peter Lohr, Planer Christian Kli

Unterföhring – Nach dem erfolgreichen Abschluss der zweiten Tiefenbohrung Anfang Mai gab es beim Unterföhringer Geothermieprojekt erneut einen Grund zum Feiern. Der Grundstein für den Bau der Energiezentrale, des Herzstücks der Geothermieanlage, wurde im Rahmen eines kleinen Festaktes gelegt. Bereits im September soll der Rohbau des 1,6 Millionen teuren Gebäudes fertiggestellt sein. Noch vor Beginn der nächsten Heizperiode wird die Energiezentrale in Betrieb gehen, um die ersten Kunden mit umweltfreundlicher Erdwärme versorgen zu können.

Bürgermeister Franz Schwarz würdigte den Grundstein, gefertigt durch den Unterföhringer Steinmetzmeister und Gemeinderat Günter Peischl, als „handwerklich hervorragende Arbeit", die im fertigen Gebäude sicher einen repräsentativen Platz finden werde. Zusammen mit Geovol-Geschäftsführer Peter Lohr füllte er Zeitungen vom Tage, den Bauplan, Münzgeld, weitere zeitgeschichtliche Dokumente und nicht zuletzt eine Flasche Bier in den Grundstein: „Schließlich ist es ein bayerisches Projekt und eine bayerische Baustelle." Anschließend wurde der Grundstein durch symbolische Hammerschläge verschlossen.

Schwarz dankte insbesondere dem Gemeinderat für die „stets einvernehmliche Behandlung des Geothermieprojekts", was beweise, wie stark das Gremium hinter der gemeindeeigenen Wärmeversorgung stehe. Die Mühe und Einigkeit aller Verantwortlichen hätten sich gelohnt, so Schwarz, denn bisher sei die Unterföhringer Geothermie „eine einzige Erfolgsgeschichte" und man liege außerdem „hervorragend im Zeitplan".

Einen Statusbericht zum Geothermieprojekt und einen Überblick über die Funktionsweise der Energiezentrale gab Geovol-Geschäftsführer Peter Lohr. Die Zentrale beherberge nicht nur die technischen Einrichtungen für die Geothermie, sondern auch eine Ölfeuerung als Ersatzheizung und für Bedarfsspitzen an kalten Wintertagen. „Die Daten unserer beiden Bohrungen sind aber so gut", so Lohr, „dass das Zuheizen im Winter mit Sicherheit auf ein Minimum reduziert werden kann."

Über 200 Kundenverträge mit zusammen 1.500 Wohneinheiten habe man bereits abgeschlossen, „vom kleinen Häuschen über Mehrfamilien-Wohnanlagen bis zum großen Gewerbekunden. Die warten jetzt auf Wärme, und wir werden sie ihnen mit Hilfe unserer neuen Energiezentrale pünktlich und zuverlässig liefern." Nicht ohne Stolz wies Lohr darauf hin, dass das Projekt „exakt im richtigen Zeit- und Kostenrahmen" liege, was bei größeren Bauprojekten nicht unbedingt an der Tagesordnung sei. Einen wesentlichen Anteil an diesem Erfolg hätten Aufsichtsrat, Projektbeteiligte und der Gemeinderat, der „entschlossen und mutig zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen getroffen hat."

Schon jetzt freue er sich auf das Richtfest der Energiezentrale im Herbst, so Lohr zu den zahlreich erschienenen Festgästen. Im Frühjahr nächsten Jahres, nach Inbetriebnahme und vollständiger Fertigstellung, werde dann eine offizielle Einweihung des Gebäudes mit Beteiligung der Öffentlichkeit folgen.

Dr. Norbert Baumgärtner

Kontakt:
Dr. Norbert Baumgärtner
Otto-Heilmann-Straße 19 a • 82031 Grünwald

Tel.: (089) 649 10 931 • Fax: (089) 649 10 932
doc_nb60@yahoo.de
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SOLARSTROMPARK BERLINER SCHULEN

Energie, Wettbewerbe & Auszeichnungen, Nachhaltigkeit — geschrieben von bauinformant @ 21:14
19.06.2009
Neue Energie für eine neue Generation

Der SOLARSTROMPARK BERLINER SCHULEN umfasst neben je einer Photovoltaik Anlage auf dem Rathaus Kreuzberg und der Gretel-Bergmann-Sporthalle zwölf Anlagen auf Berliner Schulen. Damit ist er das größte Solarprojekt in der Hauptstadt, das mit einer Gesamtleistung von rund 1,1 Megawatt die in Berlin installierte Photovoltaik Leistung auf über 11 Megawatt erhöht. Am 7. Juli wird an der Friedensburg-Oberschule im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf die offizielle Eröffnung gefeiert.

Abgesehen davon, dass der SOLARSTROMPARK BERLINER SCHULEN die in Berlin installierte Photovoltaik Leistung deutlich erhöht, erfüllen die auf Schuldächern installierten Anlagen auch einen pädagogischen Zweck: Äußerst anschaulich erfahren Schülerinnen und Schüler vor Ort, wie Photovoltaik funktioniert und was Nachhaltigkeit bedeutet. Die Eröffnungsfeier bildet den Auftakt für weitere Veranstaltungen, die in den kommenden Jahren an anderen Schulen folgen werden.

Die Eröffnung am 7. Juli ab 10 Uhr an der Friedensburg-Oberschule im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf steht unter dem Motto „In der Sonne liegt die Zukunft“. Nach einer Begrüßung durch den Schulleiter der Friedensburg-Oberschule, Paul Schuknecht, folgt eine Reihe von Vorträgen zu Klimaschutz und Umweltbildung. Zu den Vortragenden gehören unter anderen Dr. Hermann Scheer, SPD-Bundestagsabgeordneter und Präsident von EUROSOLAR, Katrin Lompscher, Umweltsenatorin des Landes Berlin, und Prof. Dr. Rolf Kreibich vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT Berlin).

Am Nachmittag finden für Lehrerinnen und Lehrer zwei Workshops zur Umweltpädagogik statt; Schüler können wählen zwischen fünf unterschiedlichen Seminaren zur Solarenergie und zur Klimaschutzpolitik. Den ganzen Tag über gibt es Führungen zu der 65-Kilowatt Anlage auf dem Dach der Schule. Ein Konzert am Abend mit mehreren Berliner Schulbands bildet den Abschluss.

Der SOLARSTROMPARK BERLINER SCHULEN mit einem Investitionsvolumen von 4,3 Millionen Euro umfasst neben je einer Photovoltaik Anlage auf dem Rathaus Kreuzberg und der Gretel-Bergmann-Sporthalle zwölf Anlagen auf Schulen in den Berliner Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte, Spandau und Steglitz-Zehlendorf.

Mit dem jährlich produzierten Solarstrom von knapp einer Millionen Kilowattstunden können über die nächsten 20 Jahre 220 Vier-Personen-Haushalte umweltfreundlich versorgt werden. Der Umwelt bleiben dadurch jährlich etwa 680 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid erspart. Anzeigetafeln im Foyer der Schulen informieren über die eingesparten Emissionen und die aktuelle Stromproduktion.

Unterstützt und begleitet wurde das Projekt SOLARSTROMPARK BERLINER SCHULEN von der Berliner 30°-SOLAR GmbH, einer Projektentwicklungsgesellschaft für Solarenergie gegründet von Absolventen der TU Berlin und der TFH Berlin, und der KACO new energy, einem der weltweit größten Hersteller von Wechselrichtern zur Netzeinspeisung. Für den SOLARSTROMPARK BERLINER SCHULEN hat die 30°-SOLAR GmbH 2008 den „KlimaSchutzPartner-Preis“ der IHK Berlin erhalten.

Quelle: 30°-SOLAR GmbH, KACO new energy

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Verabschiedung des "Bürgerentlastungsgesetzes"

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 20:53

Bundesregierung stärkt Liquidität im Handwerk

Zur Verabschiedung des "Bürgerentlastungsgesetzes" im Deutschen Bundestag erklärt Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH): 

"Das "Bürgentlastungsgesetz" wird die Impulse der beiden Konjunkturpakete zum richtigen Zeitpunkt verstärken. Davon wird das Handwerk profitieren. Der Konsum wird angeregt dank der zum 1. Januar 2010 steigenden verfügbaren Nettoeinkommen. Die Bundesregierung hat nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes die steuerliche Abzugsfähigkeit von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung deutlich verbessert. Wichtig ist, dass nun auch die Beiträge zur Haftpflicht-, Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung zusätzlich steuerlich abzugsfähig bleiben. Denn gerade Handwerksunternehmer leisten regelmäßig derartige Vorsorgeaufwendungen. 

In der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich die Bundesregierung auch der Finanzierungsnöte der kleinen und mittleren Unternehmen angenommen und die Weichen für eine spürbare Verbesserung der Liquidität gestellt.  Sie folgte einem Vorschlag des Handwerks, eine bundesweit einheitliche Ist-Versteuerungsgrenze von 500.000 Euro einzuführen. Ab 1. Juli 2009 müssen nun rund zwei Drittel der Handwerksbetriebe die Umsatzsteuer erst dann abführen, wenn ihr Auftraggeber die Rechnung bezahlt hat."


VAMED errichtet Neubau am Klinikum Köln-Merheim

Unternehmen & Produkte, Bauprojekte, Wettbewerbe & Auszeichnungen — geschrieben von bauinformant @ 20:41

VON THORSTEN SPRINGER

Berlin/Köln, 19.6.2009 – VAMED hat von den Kliniken der Stadt Köln den Auftrag erhalten, als Generalübernehmer am Klinikum Merheim einen Neubau zu errichten. Einen entsprechenden Vertrag haben beide Seiten am 19. Juni 2009 in Köln unterzeichnet. Das sechsgeschossige Gebäude (Haus 20B) wird Funktionsbereiche wie Neurologie, Neurochirurgie, Augenklinik, Urologie, Lungenklinik und Transplantzentrale sowie Pflegestationen und einen Hubschrauberlandeplatz umfassen. Es entsteht direkt neben dem vorhandenen Haupthaus. Dabei wird auch ein neuer, gemeinsamer Eingangsbereich mit Kiosk, Caféteria und Empfangsschalter geschaffen.

Der Neubau ermöglicht es, viele Bereiche unter einem Dach zusammenzuführen, die bislang in weit über das Gelände verstreuten Pavillons untergebracht sind. Das Klinikum wird dadurch zu einem Krankenhaus der kurzen Wege. Die freundliche Gestaltung bietet den Patienten ein angenehmes Ambiente und den Mitarbeitern verbesserte Arbeitsbedingungen. Der Neubau trägt mit seiner effizienten Raumanordnung dazu bei, Arbeits- und Prozessabläufe zu vereinfachen, die Logistik zu optimieren und damit die Betriebskosten deutlich zu reduzieren.

Der erste Spatenstich soll noch im dritten Quartal des laufenden Jahres erfolgen, die Bauzeit beträgt voraussichtlich zwei Jahre. In unmittelbarer Nähe des Neubaus entsteht parallel dazu bis zum Frühjahr 2010 ein Parkhaus mit etwa 650 Stellplätzen, um die angespannte Parksituation zu entschärfen.

„Der Neubau ist ein wichtiger Bestandteil des Masterplans zur Zukunftssicherung der Kliniken der Stadt Köln. Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 70 Millionen Euro ist der Neubau ein anspruchsvolles Projekt, das die Patientenversorgung in Merheim deutlich verbessern wird.“, erläutert Klinik-Geschäftsführer Wilhelm Hecker. „Ich bin sicher, dass wir mit VAMED einen erfahrenen Partner zur raschen Umsetzung des Projekts gefunden haben“.

In einem europaweiten Vergabeverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb hat VAMED als bester Anbieter den Zuschlag erhalten. Das Unternehmen steuert das gesamte Bauprojekt bis zur Übergabe und plant dabei auch die Ausstattung mit Medizin- und Informationstechnik sowie die zivile Ausstattung. „Wir freuen uns sehr, dass unser Konzept die Städtischen Kliniken überzeugt hat und wir in Merheim unsere langjährige Erfahrung in der schlüsselfertigen Errichtung von Krankenhäusern einbringen können“, sagt VAMED-Geschäftsführer Achim Kölling. „Eine termin-, kosten- und qualitätsgerechte Ausführung ist dabei für uns selbstverständlich.“

Das zum Gesundheitskonzern Fresenius gehörende Unternehmen ist seit mehr als 25 Jahren auf die Planung und den Bau sowie die Betriebsführung von Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäusern, Thermen und Altenpflegeeinrichtungen spezialisiert. Zu den größten Bauprojekten der VAMED gehören das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Wien – Universitätskliniken, das Unfallkrankenhaus Linz und ein 300-Betten-Krankenhaus im russischen Krasnodar. In Deutschland verantwortet die VAMED unter anderem die technische Betriebsführung der Berliner Charité und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf.

VAMED Deutschland ist einer der führenden Krankenhausdienstleister. Zu den Tätigkeitsschwerpunkten gehören alle nichtmedizinischen Aufgaben in Krankenhäusern – von der Wartung sowie Instandhaltung der Medizin-, Informations- und Krankenhaustechnik über das Facility Management bis hin zur kompletten technischen Betriebsführung. Darüber hinaus plant, finanziert und verwirklicht das in Berlin ansässige Unternehmen Bauprojekte im Gesundheitsbereich bis zur schlüsselfertigen Übergabe. VAMED berät Krankenhausträger außerdem bei der Betriebsorganisation und der Ausstattung. Zu den größten Kunden zählen die Charité – Universitätsmedizin Berlin und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. VAMED Deutschland ist Teil der VAMED-Gruppe mit Sitz in Wien, die mehrheitlich zum Gesundheitskonzern Fresenius gehört. Die VAMED-Gruppe ist weltweit führend im Projekt- und Dienstleistungsgeschäft von Krankenhäusern, Gesundheitszentren sowie Thermenresorts und Wellnesszentren. Die Unternehmensgruppe beschäftigt über 2.800 eigene Mitarbeiter. Inklusive aller Managementaufträge ist VAMED weltweit für rund 10.000 Mitarbeiter verantwortlich. Insgesamt hat die Gruppe seit ihrer Gründung 1982 in rund 50 Ländern 470 Gesundheitsprojekte realisiert. 2008 erzielte sie einen Umsatz von 524 Millionen Euro.

Kontakt:
VAMED Deutschland
Thorsten Springer
Schicklerstraße 5-7
10179 Berlin

Tel: 030 246269125
Fax: 030 24626991
www.vamed.de


Kategorie: Pressemitteilung
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Haussanierer-Wettbewerb „Mehr Wert – Wärme aus Erneuerbaren Energien“

Energie, Wettbewerbe & Auszeichnungen — geschrieben von bauinformant @ 14:50

Prämierung der Preisträger
Wettbewerb "Mehr Wert"

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) rief gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium (BMU) und privaten Partnern zum Haussanierer-Wettbewerb „Mehr Wert – Wärme aus Erneuerbaren Energien“ auf. Teilnehmen konnten private Hausbesitzer, die in ihr bereits bestehendes Haus (Baujahr vor 1995) eine neue Heizung eingebaut hatten, die entweder komplett oder anteilig Erneuerbare Energien nutzt.

Die Resonanz war überwältigend. Insgesamt beteiligten sich mehr als 700 Hauseigentümer mit ihren Projekten an den beiden Wettbewerben. Damit gehört der Wettbewerb zu den bisher erfolgreichsten Bauwettbewerben bundesweit.

Eine unabhängige Jury hat in einem zweistufigen Verfahren die Einsendungen auf ihre technische und architektonische Qualität geprüft und vorbildhafte Projekte im gesamten Bundesgebiet prämiert. Die Preisträger wurden im Juni auf einer Veranstaltung in den folgenden Kategorien geehrt:

(externe Links)

Interner Link Solarwärme 

Interner Link Biomasse

Interner Link Wärmepumpe

Interner Link Kombiheizung mit Einbindung verschiedener Erneuerbarer Energien

 

Die hohe Beteiligung an den Wettbewerben zeigt, dass energieeffizientes Bauen und der Einsatz von erneuerbaren Energien längst marktfähig ist. Überall in Deutschland finden sich tolle Projekte: Von den Bewohnern eines umgebauten Trafohäuschen über ein klassischen Einfamilienhaus auf dem Land oder das Reihenendhaus in der Stadt – wir waren begeistert von den Ideen. Vielen Dank für Ihre rege Teilnahme!

Eine unabhängige Jury hat in einem zweistufigen Verfahren die Einsendungen auf ihre technische und architektonische Qualität geprüft und vorbildhafte Projekte im gesamten Bundesgebiet prämiert. Die Preisträger werden im Juni auf einer Veranstaltung geehrt. Unter allen Einsendungen werden Solaraufladegeräte verlost. Die Gewinner werden von uns benachrichtigt.
Die  preisgekrönten Häuser werden nach der offiziellen Preisverleihung hier veröffentlicht.

externer Link:

Interner Link Details zum Wettbewerb "Mehr Wert"


Kategorie: Pressemitteilung
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Altersarmut durch steigende Wohnkosten?

Allgemein, Finanzierung, Nachhaltigkeit — geschrieben von bauinformant @ 10:05

Luxusgut Wohnen im Alter?

Altersarmut durch steigende Wohnkosten lässt sich sinnvoll durch Neubauförderung bekämpfen
Gesamtwirtschaftliches Einsparpotential bis zu 2,9 Milliarden Euro pro Jahr

Berlin (ots) - Das Aufeinandertreffen von sinkenden Alterseinkommen und steigenden Wohnkosten bedroht die wirtschaftliche Existenz der kommenden Rentnergeneration teilweise dramatisch. Laut der aktuellen Studie "Sozialpolitische Implikationen geringer Wohnbautätigkeit" des Eduard Pestel Instituts liegt der Anteil der Wohnkosten bei den Haushalten mit niedrigen Renten schon heute teilweise bei über 40 Prozent des Haushaltseinkommens, wird aber in Zukunft noch steigen. Die Miete für seniorengerecht gestaltete Wohnungen können die meisten dieser Haushalte nicht aufbringen. Experten empfehlen deswegen, den Neubau von seniorengerechten Wohnungen öffentlich zu fördern. Sollte mit der Bereitstellung altersgerechter Wohnungen die Erhöhung der ambulanten Versorgung gelingen, ergibt sich laut Pestel Institut ein gesamtwirtschaftlicher Einspareffekt von bis zu 2,9 Milliarden Euro.

Barrierearme Wohnungen werden vor allem von Menschen benötigt, die 70 Jahre oder älter sind. Die gegenwärtig knapp 11,6 Millionen Personen, die dieses Alter erreicht haben, leben in rund 7, 9 Millionen Haushalten. Seniorengerecht gestaltet sind heute aber nur 400.000 Wohnungen. Die Schere zwischen Bedarf und Bestand droht sich aber noch weiter zu öffnen: Für das Jahr 2035 wird ein Anstieg der über Siebzigjährigen auf 17,2 Millionen prognostiziert. Diese Senioren werden dann in über 13 Millionen Wohnungen leben. Dagegen ist eine Ausweitung des Baus von altersgerechten Wohnungen unter den gegenwärtigen baupolitischen Rahmenbedingungen nicht zu erreichen. Bereits heute wenden Haushalte mit niedrigen Renten teilweise über 40 Prozent ihres Haushaltseinkommens für Wohnkosten auf. Die Miete für altersgerecht gestaltete Wohnungen ist vor diesem Hintergrund für viele Senioren unerschwinglich.

Können seniorengerechte Wohnungen aber keine kostendeckenden Mieten erzielen, werden potentielle Bauherren nicht investieren. Der Bau von dringend benötigten Wohnungen bleibt damit aus. Experten mahnen eine aktivere Rolle der Politik an und warnen vor zeitlichen Verzögerungen und der Trägheit des Wohnungsmarkts. Weil sich heutige Versäumnisse erst Jahre später bemerkbar machen, muss die Politik die Rahmenbedingungen für den Neubau von seniorengerechten Wohnungen schnell verbessern.

Die öffentliche Förderung von altersgerechten Wohnungen kann nicht nur zur Entschärfung des Problems der Altersarmut beitragen, sondern auch gleichzeitig die öffentlichen Haushalte entlasten. Die von den meisten Senioren gewünschte ambulante Pflege in der eigenen Wohnung ist deutlich preisgünstiger als die stationäre Pflege im Heim. Das Pestel Institut hat die bekannten Einspareffekte unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung für die kommenden Jahre vorausberechnet: Unter der Annahme, dass sich mit der Ausweitung des Angebots an barrierearmen Wohnungen die Quote der stationär zu Pflegenden um fünf Prozentpunkte absenken lässt, ergeben sich für das Jahr 2025 Einspareffekte in Höhe von 2,9 Milliarden Euro.

Stefan Thurn, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V., wirbt für das Konzept des Nachhaltigen Wohnungsbaus: "Bisher werden die entscheidenden Trends für den Wohnungsbau nur isoliert betrachtet. Es macht aber keinen Sinn, Wohnraum nur unter dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz oder nur unter dem Gesichtspunkt der Altersgerechtigkeit zu betrachten. Nachhaltiger Wohnungsbau ist der integrierte Ansatz der Bauwirtschaft, der Wohnraum seniorengerecht, energieeffizient und mit Blick auf die sozialen Infrastrukturen gestaltet."

Alexander Rychter, Bundesgeschäftsführer des BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V., mahnt eine schnelle Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen an: "Damit ausreichend altersgerechte Wohnungen zur Verfügung gestellt werden, benötigen wir eine Aufstockung des KfW-Programms 'Altersgerecht Umbauen' für den Bestand genauso wie ergänzende steuerliche Anreize für den Neubau. Denkbar wäre hier die Wiedereinführung einer spezifischen degressiven Abschreibung - in Höhe von 4 % für die ersten 8 Jahre. Auch das selbstgenutzte Wohneigentum als Säule der Altersvorsorge muss wieder verstärkt gefördert werden. Immerhin wünschen sich rund 75 % der Deutschen diese Art der Vorsorge. Allerdings findet die Eigenheimrente noch zu wenig Akzeptanz am Markt, weil sie zu kompliziert ist. Eine Vereinfachung ist dringend notwendig. Zudem schlagen wir einen befristeten Schuldzinsenabzug zur Einkommensteuer vor."

Dr. Hans Georg Leuck, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau e.V., warnt vor einer einseitigen Ausrichtung der Förderpolitik auf die Modernisierung von bestehenden Wohnungen: "Oft rechnen Bauingenieure und Architekten vor, dass der Neubau die preiswertere und bessere Variante ist. Bei vielen Beständen aus den 50er und 60er Jahren ist Barrierearmut oder -freiheit nur unter sehr hohen Kosten zu verwirklichen. Die Politik muss also Abriss und Neuerstellung von Wohnungen genauso behandeln wie die Modernisierung, damit Steuergelder nicht unnötig verwendet werden."

Die Studie "Sozialpolitische Implikationen geringer Wohnbautätigkeit" finden Sie unter: www.impulse-fuer-den-wohnungsbau.de

Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau 
Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel 
BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen 

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Hilfe für betroffene Kampa-Bauherren

Allgemein — geschrieben von bauinformant @ 04:09

Ehemalige Mitarbeiter bieten Fertigstellung der Häuser an

Büren (ots) - Trost für mehrere Hundert Bauherren im gesamten deutschsprachigen Raum, die akut von der Insolvenz der Fertighausmarke Kampa betroffen sind: Die Exklusiv Haus AG aus dem westfälischen Büren bietet ihnen an, die vor dem Baubeginn stehenden oder in Bau befindlichen Häuser fertig zu stellen. Exklusiv Haus AG ist eine Neugründung ehemaliger Kampa-Mitarbeiter.

Bauherren, die aufgrund des angelaufenen Kampa-Insolvenzverfahrens unter einem Baustopp leiden, können sich ab sofort unter der Rufnummer 02951 975 4141 informieren, wie ihr Haus fertig gebaut werden kann. Architekt Thomas Menzel (40), Leiter Planung und Entwicklung bei der Exklusiv Haus AG: "Wir prüfen, was bei wem zu tun ist und wie die Arbeiten fachgerecht abgeschlossen werden können." Besondere Eile sei geboten bei Häusern, die sich bereits in der Montagephase befinden.

Exklusiv Haus AG ist eine Neugründung ehemaliger Kampa-Mitarbeiter. Technik-Vorstand Heiko Fuschlberger hat rund 40 ehemalige Kampaner zusammengerufen. Vorstandssprecher ist seit dem 1. Juni Udo Zimmermann. Der 59-jährige Mindener war seit 1972 in unterschiedlichen Führungspositionen bei Kampa tätig. Unter der neuen Marke bauen Fuschlberger und Zimmermann mit der bewährten Mannschaft seit März Premium-Häuser, die höchste Ansprüche erfüllen: "Exklusiv Haus liefert genau den hohen Qualitätsstandard, der Kampa einst groß gemacht hat."

Bis Herbst soll die Mannschaft auf rund 50 Mitarbeiter anwachsen, mittelfristig werden es bis zu 200 sein. Die Exklusiv Haus AG sieht sich dann in der Lage, rund 220 Häuser pro Jahr am Standort Büren vorzufertigen und in Deutschland, Österreich und der Schweiz auszuliefern.


Kategorie: Pressemitteilung
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Bauforderungssicherungsgesetz

Baurechtliches, Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 03:00

Bundestag stürzt Baubranche in massive Liquiditätsprobleme

    Berlin (ots) - "Der Deutsche Bundestag hat mit der heutigen Verabschiedung des gestutzten Änderungsgesetzes zur Sicherung von Bauforderungen der gesamten Baubranche - vom Hauptunternehmer bis zum kleinsten Handwerker - einen Bärendienst erwiesen." Das erklärte heute in Berlin der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, RA Michael Knipper. Damit habe sich die große Koalition über die Vorschläge der eigenen Bundesregierung hinweggesetzt, die zumindest die Separierung des Baugeldes auf getrennte Baustellenkonten aufheben wollte. Knipper: "Dies kommt einer Desavouierung der eigenen Bundesregierung gleich." Statt das Gesetz durch die Einrichtung eines Sammelkontos einigermaßen handhabbar zu machen, müssten jetzt eingehende Zahlungen ausschließlich für das konkrete Bauvorhaben verwendet werden. "Dieses führt zu einem zusätzlichen Liquiditätsbedarf der Unternehmen in Milliardenhöhe und erhöht das Insolvenzrisiko der gesamten Branche", so Knipper weiter.

    "Mit dem Bauforderungssicherungsgesetz wird der Bauwirtschaft ein Sonderopfer aufgebürdet, das sonst keiner anderen Branche zugemutet wird", kritisierte Knipper. Das Gesetz verhindere jedes Liquiditätsmanagement und führe zu schlechteren Kreditkonditionen. Es sei geradezu grotesk, dass die Bundesregierung bei der Überwindung der Konjunkturkrise auf die Baubranche setze, das Parlament ihr aber massive Daumenschrauben anlege und die Gefahr einer Kreditklemme heraufbeschwöre.

    "Das Gesetz ist nicht nur industrie- sondern auch in höchstem Maße mittelstandsfeindlich. Denn das Risiko eines Zahlungsverzuges des Auftraggebers wird zwangsläufig in der Nachunternehmerkette zu Lasten kleinerer Betriebe weitergeleitet", kritisierte Knipper. Damit treffe die Separierungspflicht von eingehenden Zahlungen insbesondere Mittelstand und Handwerk und bedrohe gerade die Existenz kleinerer Unternehmen.

    Die Große Koalition stelle die Unternehmen des gesamten Bauhauptgewerbes nicht nur vor unlösbare Umsetzungsprobleme, sie setze die Branche in der derzeitigen Finanz- und Wirtschaftskrise unkalkulierbaren Liquiditäts- und Insolvenzrisiken aus. Jetzt müsse alles daran gesetzt werden, dass das bestehende Gesetz direkt zu Beginn der neuen Legislaturperiode wieder aufgerufen und angepasst werde. "Angesichts der massiven Auswirkungen auf die gesamte Branche können wir nicht zur Tagesordnung übergehen", kündigte Knipper an.

    Auch im Internet abrufbar: www.bauindustrie.de


Kategorie: Pressemitteilung
eingestellt von : bauinformant



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