Bauinformant bloggt Bauinformationen

Baumarkt 2008 - Ergebnisse, Entwicklungen, Tendenzen

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 11:22
Baumarkt 2009, im Mai 2009 erschienen.
Herausgeber: Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V.
Kronenstrasse 55-58
10117 Berlin
Kontakt: Bau@zdb.de

Im abgelaufenen Jahr 2008 wurde eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes um real 1,3 % erreicht. Beachtlich ist dabei, dass sich die Entwicklung im Jahresverlauf deutlich abgeschwächt hat. Das schwache Schlussquartal 2008 mit einem preisbereinigten Rückgang von 1,6 % ist eine schwere Hypothek für das Wirtschaftswachstum 2009. Zur Belastung für die deutsche Konjunktur wurde in erster Linie der Rückgang der Nachfrage nach Investitionsgütern im Ausland. Negativ schlugen sich zweitens die Unsicherheiten über die Auswirkungen der Finanzmarktkrise nieder. Das Wachstum gründet sich entstehungsseitig wiederum auf eine Steigerung des Arbeitsvolumens. Ausgabenseitig wurde das Wachstum von den Entwicklungen der Bruttoanlageinvestitionen (+ 0,9 Prozentpunkte) und Konsumausgaben des Staates (+ 0,4 Prozentpunkte) getragen. Zum Beitrag der Bruttoanlageinvestitionen trugen die Ausrüstungsinvestitionen + 0,6 Prozentpunkte und die Bauinvestitionen + 0,3 Prozentpunkte bei. Einzig die Bauinvestitionen legten im gesamten Jahresverlauf durchgängig eine positive Entwicklung hin.

Markant für die Wirtschaftsentwicklung in 2008 ist die fortgesetzte Steigerung der preisbereinigten Bruttowertschöpfung – also der Eigenleistung – der Wirtschaftsbereiche. Den deutlichsten Zugewinn verzeichnet das Baugewerbe (+ 3,5 %; Vorjahr).

Die Arbeitsproduktivität, gemessen in der preisbereinigten Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen, fiel in 2008 in keiner Branche höher aus als im Baugewerbe (+ 4,2 %). Ursache dafür dürfte die stürmische Entwicklung im Wirtschaftsbau sein, wo produktivitätssteigernde Maßnahmen wie die Vorfertigung und industrielle Fertigung eher zum Einsatz kommen.

Nach den vorliegenden Ergebnissen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung gab es im Durchschnitt des Jahres 2008 40,33 Millionen Erwerbstätige. Das waren 562.000 Personen oder 1,4 % mehr als ein Jahr zuvor. Zum Wachstum der Beschäftigung haben bis auf das Baugewerbe alle Wirtschaftsbereiche beigetragen. Im Baugewerbe fiel die Zahl der Erwerbstätigen um ca. 15.000 geringer aus als vor Jahresfrist. Am Rückgang hat das Bauhauptgewerbe einen Anteil von gut der Hälfte.

Die Haushaltsituation bei den öffentlichen Auftraggebern hat sich 2008 Dank gestiegener Einnahmen aus gemeinschaftlichen Steuern und Gewerbesteuern weiter verbessert. Trotzdem sind die Handlungsspielräume der öffentlichen Auftraggeber nicht größer geworden. Die Kreditmarktschulden und Kassenkredite wurden ausgeweitet. Die damit zukünftig zu leistenden Zins- und Tilgungsleistungen engen Investitionsspielräume ein. Bereits heute geben der Bund nur 14% und die Länder 20 % dessen für den Bau aus, was sie für Zinsen aufwenden. Einzig die Kommunen geben drei Mal mehr für Baumaßnahmen aus als für Zinsen. Aber auch hier hat sich das Verhältnis in den letzten Jahren zu Ungunsten der Baumaßnahmen verändert.

Die Bauinvestitionen erreichten in 2008 ein reales Volumen von 219,3 Mrd. €. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 3,0%. Dabei haben alle Bausparten hinzugewonnen. Getrieben wurde die Entwicklung wiederum durch den Wirtschaftsbau, der um 7,5 % auf 69,3 Mrd. € zulegte und den öffentlichen Bau, der mit einer Steigerung um 1,8 % auf 26,8 Mrd. € zum Wachstum beitrug. Ein stürmischeres Wachstum der Bauinvestitionen behinderte die Entwicklung im Wohnungsbau. Sie konnten nur um 0,8 % auf 123,2 Mrd. € zulegen. Die positiven Veränderungsraten bei den Wohnungsbauinvestitionen resultieren einzig aus der überkompensierenden Entwicklung bei den werterhöhenden Maßnahmen im Bestand.

Das Volumen der gesamten Baugenehmigungen ist in 2008 mit 59 Mrd. € deutlich um 7,3 % gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Zum Wachstum hat allein die starke Entwicklung bei den Nichtwohngebäuden beigetragen. Das Volumen stieg hier um fast 16 % auf 32,3 Mrd. €. Demgegenüber verzeichneten die Wohngebäude ein weiteres Mal einen Rückgang. Hier fiel das Volumen um 1,5 % auf 26,7 Mrd. €. In 2008 wurden im Neubau erstmalig wertmäßig mehr Nichtwohngebäude genehmigt als Wohngebäude. Die positive konjunkturelle Entwicklung hat dem Nichtwohnungsbau Impulse gegeben, gleichzeitig fehlen diese seit Jahren im Wohnungsneubau.

Die Genehmigungszahlen für Wohnungen gingen auch im Jahr 2008 auf einen neuen Tiefstand seit der Wiedervereinigung. So wurde zum zweiten Mal die 200.000-Marke unterschritten, nach 2007 mit 182.771 in 2008 mit nur noch 174.595 (- 4,5 %).

Die Genehmigungszahlen für Nichtwohngebäude stiegen wertmäßig um fast 16 %. Angesichts des dramatischen Einbruchs bei den Aufträgen in der Industrie werden diese Baugenehmigungen zu einem erheblichen Teil zunächst nicht in Auftragseingänge münden.

Die amtliche Statistik kann derzeit noch keine Angaben zu den Baufertigstellungen in 2008 veröffentlichen.

Gemäß der Jahreserhebung im Bauhauptgewerbe im Juni 2008 haben sich die Betriebs- und Beschäftigtenzahlen in etwa stabilisiert. Von den 74.535 (- 0,3 % z. Vorjahr) Betrieben des Bauhauptgewerbes liegen 70 % in den alten und 25 % in den neuen Ländern. Die alten Länder vereinigen 75 % der 715.048 Beschäftigten auf sich. Der Beschäftigtenrückgang um ca. 5.100 stammt aus den neuen Ländern.

Nach der Leistungsstruktur führten die Betriebe mit 1 - 19 Beschäftigten in 2008 im Wohnungsbau ca. 76 % der Bauleistungen aus. Im Wirtschaftsbau und öffentlichen Bau führen die Betriebe mit 20-99 Beschäftigten jeweils mit 42 % und 44 % die Leistungsbilanz an. Die Unternehmen mit 100 und mehr Beschäftigten nehmen am Geschäftsfeld „Wohnungsbau“ mit nur 3 % unbedeutend teil. Sie übernehmen dafür knapp 27 % der Leistungen im Wirtschaftsbau und knapp 33 % der Bauleistungen im öffentlichen Bau.

Der Auftragseingang erreichte 2008 nominal eine Größe von 49.487 Mio. € und lag damit nur geringfügig unterhalb des Vorjahres (- 0,3 %). Eine deutliche, kostengetriebene Preisentwicklung von ca. 4 % verhinderte einen deutlicheren Abfall. Real nahm die Ordertätigkeit um 4,4 % ab. In 2008 schließt nur noch der Wirtschaftsbau mit nominalem Zuwachs (+ 2,5 %) nachdem er in das Jahr noch mit über + 25 % startete. Im öffentlichen Bau konnten die Steigerungen der Ordertätigkeit aus dem 1. Halbjahr im Jahresverlauf nicht gehalten werden, insgesamt fielen die Auftragseingänge deutlich ab, von fast + 10 % auf - 1,9 %. Dem Wohnungsbau fehlten auch in 2008 zum wiederholten Male Impulse. In 10 von 12 Monaten blieben die Order unterhalb des Vorjahres. Das Jahr begann hier mit - 4 % gegenüber dem Vorjahr und schloss auch bei dieser Marke.

Insgesamt nahm die jahresdurchschnittliche Zahl der Beschäftigten von knapp 714.000 auf noch gut 705.000 ab (- 1,2 %). Nach jährlichen Rückgängen zwischen 5 % bis über 9 % in den Jahren 2000 bis 2005 hat sich der Beschäftigtenrückgang jedoch deutlich abgebremst.

Das Volumen der geleisteten Arbeitsstunden lag in 2008 mit gut 844 Mio. Stunden um gut 1 % unterhalb des Vorjahres. Die Strukturierung des Stundenvolumens nach Bausparten zeigt nur für den Wirtschaftsbau eine deutlich positive Entwicklung (+ 3,8 %), die wiederum nur aus dem deutlichen Zuwachs in den alten Ländern (+ 6 %) stammt. In den anderen Sparten wurden auch in den alten Ländern weniger Stunden geleistet, wie in den neuen Ländern überhaupt in jeder Sparte.

Die Aufschwungphase der letzten Jahre haben die mittelständischen Bauunternehmen genutzt, ihre Wirtschaftslage zu verbessern. Lag der Zentralwert der Eigenkapitalquote in 2000 in Unternehmen der Größenklasse von 0,5 bis 2,5 Mio. € Umsatz noch bei 2 % erreicht sie in 2006 über 9 %. In den Jahren 2007 und 2008 dürfte sich der positive Trend verfestigt haben.

Die Entwicklung der Insolvenzen bestätigt den Konsolidierungsprozess in der Bauwirtschaft. Im abgelaufenen Jahr 2008 sind im Vorjahresvergleich wiederum gut 7 % weniger Konkurse zu verzeichnen, in den alten Ländern sind es 3,4 % und in den neuen Ländern gut 17 % weniger. Bei der für 2009 prognostizierten wirtschaftlichen Entwicklung kann nunmehr jedoch bundesweit bestenfalls mit einer Stabilisierung der per 2008 erreichten Werte gerechnet werden.

Die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse des Jahres 2008 fallen spartenbezogen unterschiedlich aus. Die Steigerung des baugewerblichen Umsatzes in 2008 insgesamt ist zunächst Folge des wirtschaftlichen Aufschwungs über den Wirtschaftsbau. Den Umsatzsteigerungen in den Sparten wohnen zudem kostengetriebene Preisentwicklungen inne. Nachweislich im Wohnungsbau ist es nicht gelungen, die Kostensteigerungen adäquat an den Markt weiter zu geben. Die in diesem Bereich vorwiegend tätigen mittelständischen Unternehmen waren nicht in der Lage, ihre betriebswirtschaftliche Situation zu verbessern.

Quelle und Hrsg.: Zentralverband des des deutschen Baugewerbes e. V. 


Kategorie: Pressemitteilung Zentralverband
eingestellt von : bauinformant

 

  


Richtfest des neuen Polizeipräsidiums Potsdam

Allgemein — geschrieben von bauinformant @ 15:47

Pressemitteilung Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen
29.05.09

In Potsdam-Eiche errichtet der BLB für 5,29 Millionen Euro das neue Präsidium

Das neue Polizeipräsidium in Potsdam-Eiche

Der Umzug des Polizeipräsidiums Potsdam von der Henning-von-Tresckow-Straße in der Potsdamer Innenstadt an die Kaiser-Friedrich-Straße in Potsdam-Eiche rückt immer näher. Heute feierten Finanzminister Rainer Speer, Innenminister Jörg Schönbohm, Polizeipräsident Rainer Kann und der Technische Geschäftsführer des Brandenburgischen Landesbetriebs für Liegenschaften und Bauen (BLB), Norbert John, das Richtfest des Neubaus in Potsdam-Eiche.

Platz über drei Etagen
Das von den Architekten Jahn, Mack und Partner entworfene Polizeipräsidium im Nordwesten Potsdams besteht aus einem dreigeschossigen, gewinkelten Massivbau. Das Dachgeschoss mit Flachdach ist aufgesetzt und bietet Platz für den Sitzungssaal. Der Neubau ist deutlich von der Straße aus als Polizeipräsidium erkennbar, schafft aber gleichzeitig durch seine Lage, Höhe und Dimension ein funktionales Ensemble mit den vorhandenen Gebäuden. Im Inneren stehen die Zusammenarbeit und die Kommunikation im Mittelpunkt. Die Flurwände der Geschosse erhalten feststehende Wandverglasungen und verglaste Bürotüren, die die Gänge und Zimmer hell und freundlich gestalten.
Im Mai 2010 wird das moderne Polizeipräsidium vom BLB für 5,29 Millionen Euro fertiggestellt sein. Von 16 vergebenen Aufträgen gingen 13 an brandenburgische Unternehmen.

Zentrale Liegenschaft für die Polizei
In der Kaiser-Friedrich-Straße in Potsdam wurden in den vergangenen Jahren bereits einige Gebäude für die Polizei saniert. Am neuen Standort im Potsdamer Ortsteil Eiche befinden sich bereits die Landeseinsatzeinheit der Polizei und eine Außenstelle des Landeskriminalamtes sowie Servicestellen des Zentraldienstes der Polizei. „Aufgrund der Entscheidung, die oberen Regierungsbehörden auf die zwei Standorte in der Heinrich-Mann-Alle 107 und der Henning-von-Tresckow-Straße zu konzentrieren, benötigt der BLB den Platz in der Heinrich-Mann-Allee und gleichzeitig benötigt das Polizeipräsidium mehr Fläche als die Henning-von-Tresckow-Straße bietet", berichtet der Technische Geschäftsführer des BLB, Norbert John, „daher ist ein Neubau des Präsidiums auf einer zentralen Polizeiliegenschaft für alle Beteiligten die beste Lösung. Hier erhält die Polizei ein modernes Präsidium, das die Anforderungen komplett erfüllt."
Jörg Schönbohm, der in seiner Funktion als amtierender Innenminister das letzte Richtfest für Neubauten der Polizei in Potsdam feiert, dankt dem BLB ausdrücklich für die erfolgreiche und sehr gute Zusammenarbeit der letzten Jahre und freut sich über eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Präsidiums: "Der Neubau ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer überall zeitgemäßen Unterbringung unserer Polizeibehörden. Eine moderne Polizei braucht auch ein modernes Umfeld."

Bilder des Richtfests finden Sie in unserer Bildergalerie. (externer Link)
http://www.blb.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.159651.de


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Wohlfühlatmosphäre durch Farbe

Allgemein — geschrieben von bauinformant @ 13:34

Zahnarztpraxis in Köln extravagant gestaltet

Gegenüber der Empfangstheke befindet sich das Wartezimmer mit Lounge-Charakter. Der hochflorige Teppich und die Natursteinwand verbreiten eine wohnliche Atmosphäre. Fotos: Alamouti/bernd maier

Gegenüber der Empfangstheke befindet sich das Wartezimmer mit Lounge-Charakter. Der hochflorige Teppich und die Natursteinwand verbreiten eine wohnliche Atmosphäre. Fotos: Alamouti/bernd maier

(pressebox) Ober-Ramstadt, 29.05.2009

Im Februar 2009 eröffneten die Zahnärzte Alamouti und Melchior ihre Praxis, die sich wohltuend von herkömmlichen Praxen abhebt: Durch eine gelungene moderne Gestaltung wurde eine angst- und stressfreie Atmosphäre kreiert, in der sich die Patienten entspannen können. Das durchdachte Farbkonzept spielte hierbei eine wichtige Rolle.

Die Gemeinschaftspraxis Doctores Alamouti & Melchior befindet sich im Mediapark in der Innenstadt von Köln. In einem halbrunden modernen Gebäude hat sich ein medizinisches Zentrum mit 25 Praxen etabliert. Die ausführende Firma Büscher (Rösrath) hat in zwei Monaten einen 320 Quadratmeter großen Raum im 1. Stock des Gebäudes umgebaut, der zuvor komplett entkernt werden musste. Sie führte die Malerarbeiten, Bodenbelags- und Trockenausbauarbeiten durch. „Die Trockenausbauarbeiten waren aufgrund der gebogenen und geschwungenen Formen sehr anspruchsvoll und aufwendig – aber das Ergebnis ist sehr überzeugend“, berichtet Firmenchef Guido Büscher. Damit die Praxis termingerecht eröffnet werden konnte, kamen zwölf bis vierzehn Fachkräfte zum Einsatz.

Das Farbkonzept und die gesamte Planung stammen von herzog, kassel + partner aus Karlsruhe, die sich auf die Gestaltung von Praxen spezialisiert haben. Die Innenarchitekten entwickelten das Farbkonzept in Abstimmung mit der Firma Büscher passend zum Logo der Praxis. Die Farbauswahl mit der Hauptfarbe Olivgrün basiert auf den Vorgaben der beiden Zahnärzte. Das Motiv des Halbrunds findet sich wieder in der Architektur des Gebäudes, im Logo der Praxis und als Gestaltungselement im Flurbereich.

Die Deckenflächen sind mit Caparol Indeko-plus in Weiß gestrichen, die Wandflächen in den Behandlungsräumen im Farbton Melisse. Indeko-plus ist eine sehr ergiebige lösemittelfreie und emissionsminimierte Farbe, die sich für hochwertige Wand- und Deckenanstiche im Innenbereich eignet. Sie besitzt eine gute Deckkraft, so dass meistens schon ein Anstrich genügt, außerdem trocknet sie sehr schnell und ist geruchlos. Die Wandflächen des Flurs wurden mit dem Logo der Praxis in Grüntönen versehen. Dabei sind interessante Effekte entstanden, indem man das Logo auf leicht erhabene 1cm-starke MDF-Platten auftrug: Zuerst wurden die bogenförmigen Platten an den Wänden aufgebracht, anschließend gespachtelt, grundiert und abschließend mit Caparol Premium Color, getönt in verschiedenen vergrauten Grüntönen (Oase), gestrichen. Die von Caparol neu entwickelte emissionsminimierte und lösemittelfreie Innenfarbe Premium Color ist selbst bei kräftigsten Farbtönen gegen den Schreibeffekt weitgehend resistent. Ermöglicht wird dies durch den Einsatz spezieller Bindemittel und Füllstoffe auf Carbonbasis, die eine hohe Strapazierfähigkeit garantieren. Das Logo setzt sich auch bei den Glastüren und -wänden als matte Folie auf dem Glas fort. Die Türzargen lackierte der Malerbetrieb in PU-Satin Seidenmattlack von Caparol in Weiß. Guido Büscher ist mit den Produkten von Caparol sehr zufrieden, die sich hervorragend verarbeiten ließen. „Ich verwende zu 97 Prozent nur Caparol-Produkte“. Der Maler- und Lackierermeister lobt die Zusammenarbeit mit Caparol, die seit fünf bis sechs Jahren besteht. „Ich bin begeistert von dieser innovativen Firma, die außerdem hervorragende Schulungen anbietet. Wenn Fragen oder Probleme auftreten, ist immer jemand da, der sich kümmert.“

Zu den Grüntönen der Wandflächen passt der Farbton „Schilf“ des Bodens perfekt. „Durch die Farbwahl wollten wir den Charakter einer Oase kreieren“, schildert die Innenarchitektin Damaris Baldinger von herzog, kassel + partner. Der PVC-Gesaltungsbelag in der Farbe Denim Wood stammt von Gerflor (Gerflor Creation). Wartezimmer, Behandlungs- und Besprechungsräume befinden sich in einem Halbrund mit Blick nach draußen. Das offen gehaltene Wartezimmer hat einen hochflorigen Teppichboden („Poodle“ von Objekt Carpet in Schilf), einen LCD-Flachbildschirm sowie als Eyecatcher eine Natursteinwand. In dieser Lounge-Atmosphäre können die Patienten mit Chill-Out-Musik entspannt warten und Tier-Dokumentarfilme aus der BBC-Reihe anschauen. Die Gestaltung und die Inneneinrichtung mit den weißen geschwungenen Besucher-Wartesesseln „Kastel Koppa“ erinnern an das Design der 1970er Jahre. Auch die Rundungen in den Wänden und die abgerundeten Ecken entsprechen diesem Stil. Die Gespräche mit den Patienten werden nicht an der „Annahmestelle/Rezeption“ geführt, sondern in einem separaten Besprechungsraum.

In den drei Behandlungsräumen sind Akustik-Elemente zur Schalldämmung mit verschiedenen Motiven montiert. Als Allgemeinlicht wurden LED-Einbauspots, in den Behandlungsräumen HQI-Wandleuchten sowie zwei attraktive Hängeleuchten über der Empfangstheke von der Fa. Foscarini angebracht, die sehr gut zu der Formensprache der abgerundeten Ecken passen. Die Ausstattung mit den Behandlungsstühlen und Schränken stammt von MPS Dental GmbH Köln.

„Die Gestaltung wirkt ausgefallen, modern, schlicht und edel. Mit relativ einfachen Mitteln haben wir eine tolle Szene geschaffen. Wir sind alle stolz auf das Ergebnis – es wurde eine enorme Wirkung erreicht“, schwärmt der Caparol-Objektberater Bernd Hauröder, der das Objekt betreut hat. Guido Büscher beschreibt die Atmosphäre als „exklusiv, High-Tech, beruhigend – weg vom klinischen Weiß“. Auch die Patienten der Praxis Alamouti & Melchior sind von der neuen Praxis begeistert, wie Dr. Cyrus Alamouti berichtet: „Unterbewusst und bewusst nehmen sie die entspannende Atmosphäre wahr.“

Bautafel:

Bauherren: Doctores Alamouti & Melchior, Im Mediapark 4 d, 50670 Köln
Innenarchitekten: Achim Herzog und Damaris Baldinger, herzog, kassel + partner, Karlsruhe
Maler-, Bodenbelag- und Trockenbauarbeiten: Fa. Büscher, Rösrath
Caparol-Produkte: Indeko-plus, Premium Color, Lack: PU-Satin Seidenmatt


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Baugewerbe im ersten Quartal auf Talfahrt

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 13:31

Potsdam (ddp-lbg). Das Brandenburger Baugewerbe hat sich im ersten Quartal auf Talfahrt befunden. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Freitag mitteilte, sank der Umsatz in den Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr um 12,0 Prozent auf 303,6 Millionen Euro. Das Volumen bei den Auftragseingängen verringerte sich um 11,3 Prozent auf 373,8 Millionen Euro.

Die Zahl der Mitarbeiter reduzierte sich um 4,2 Prozent. Im Schnitt gab es in den ersten drei Monaten 15 150 Beschäftigte in den Betrieben. Die Bruttoentgelte der Mitarbeiter lagen im ersten Quartal
6,2 Prozent unter denen des Vorjahres. Die Zahl der Arbeitsstunden sank um mehr als ein Fünftel.

Die negative Entwicklung im ersten Quartal war den Angaben zufolge auf Einbrüche im Januar und Februar zurückzuführen. Im März erhöhte sich der baugewerbliche Umsatz wieder - gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,3 Prozent auf 141,8 Millionen Euro. Hauptverantwortlich dafür waren der gewerbliche und industrielle Hochbau (+30,1 Prozent) sowie der Straßenbau (+19,4 Prozent). Die Auftragseingänge sanken im März um 2,5 Prozent auf 143,8 Millionen Euro.

ddp/fis/mwa
Deutscher Depechendienst


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Boulevard der Stars Berlin-Mitte

Wettbewerbe & Auszeichnungen — geschrieben von bauinformant @ 13:00

Das Berliner Architekturbüro Graft hat mit dem Büro Art + Com den Wettbewerb zur Gestaltung des Boulevards der Stars am Potsdamer Platz gewonnen, teilte am Freitag den 29. Mai die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit.

In der Nähe des Potsdamer Platzes, zwischen dem Film- und Fernsehmuseum Berlin und dem Sitz der Internationalen Filmfestspiele Berlin, sollte auf dem Mittelstreifen der Potsdamer Straße der Boulevard der Stars entstehen, dessen Gestaltung Gegenstand des Wettbewerbs war. Der Boulevard der Stars soll jene Persönlichkeiten ehren, die sich in Vergangenheit und Gegenwart um den deutschen Film und das deutsche Fernsehen verdient gemacht haben. Dazu gehören neben Schauspielern ebenso Produzenten, Regisseure und Autoren wie Kameraleute, Filmarchitekten, Komponisten. Jedes Jahr sollen mehrere Film- und Fernsehschaffende gewürdigt werden. Der erste Abschnitt des Boulevards der Stars soll bereits im Februar 2010 im Rahmen der 60. Berlinale eingeweiht werden.

Der einstimmig votierte Siegerentwurf der GRAFT Gesellschaft von Architekten mbH sieht vor, dass der Mittelstreifen sowie die Gehwege der Potsdamer Straße eine rötliche Asphaltierung erhalten. Diese soll an den roten Teppich bei Filmpremieren erinnern. In den roten Asphalt sollen Sterne mit den Namen der Stars eingelassen werden, ähnlich dem Walk of Fame in Hollywood. Symbolische Scheinwerfer sollen den Boulevard der Stars erleuchten, der sich vom Potsdamer Platz bis zum Kulturforum erstreckt. Langfristig ist auf dem Mittelstreifen der Einbau von Straßenbahngleisen geplant. Die Straßenbahn soll einmal den Alexanderplatz mit dem Kulturforum verbinden.

Damit ist das Architektenbüro GRAFT erneut erfolgreich aus einem Wettbewerb in Berlin hervorgegangen. Ihr Entwurf hatte sich am 12. Mai als einer von drei gleichrangigen Siegern im Wettbewerb „Tempelhofer Feld – Columbiaquartier zum Thema der Nachnutzung des Flughafens Tempelhof“ durchsetzen können.

1. Preis: GRAFT Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin, Los Angeles, CA, Beijing (D, US, CN)


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Umweltverträglicher Parkett- und Siegellack

Allgemein — geschrieben von bauinformant @ 12:30

Capadur Parkett- und Siegellack

Der umweltverträgliche Profilack "Capadur Parkett- und Siegellack" eignet sich optimal für Parkett, Holztreppen und Geländer. Auch Streiflichtsituationen durch raumhohe Fenster sind kein Problem. (Foto: Caparol Farben Lacke Bautenschutz)

Der umweltverträgliche Profilack "Capadur Parkett- und Siegellack" eignet sich optimal für Parkett, Holztreppen und Geländer. Auch Streiflichtsituationen durch raumhohe Fenster sind kein Problem. (Foto: Caparol Farben Lacke Bautenschutz)

(pressebox) Ober-Ramstadt, 29.05.2009

Der Capadur Parkett- und Siegellack (hochglänzend und seidenmatt) aus dem Capacryl PU-Lacksystem ist ein geruchsarmer und umweltverträglicher Lack in bester Profi-Qualität, der den gestiegenen Umwelt-Anforderungen der Bauherren an Lacke und Lasuren Rechnung trägt. Ein besonderes Plus, wenn es um Aufträge in sensiblen Bereichen geht, wie Kindergärten, Arzt- und Krankengymnastikpraxen, Gebäude der öffentlichen Hand, Wohn- und Schlafräume, Kinderzimmer, Küchen und viele andere Räume.

Der Capadur Parkett- und Siegellack ist ein wasserverdünnbarer, glasklar auftrocknender, hochstrapazierfähiger Polyurethan-Klarlack mit geringem Lösemittelanteil. Er ist für die Versiegelung von Lack- und Lasuroberflächen im Innenbereich wie Holz, Kork und Parkett, Dielen, Treppen und Handläufen prädestiniert. Ebenso ist die Haftung auf industriell beschichtetem Holzparkett und Laminatboden optimal. Der gut füllende, hoch elastische Lack ist nach der Trocknung des Anstichs gemäß DIN EN 71-3 auch für Kinderspielzeuge geeignet. Oberflächen, die mit dem Capadur Parkett- und Siegellack behandelt wurden, sind tritt-, kratz-, wasser- und reinigungsmittelfest sowie beständig gegenüber den üblichen Haushaltsreinigern.

Der einkomponentige Lack hat keine Härte- und Standzeiten. Dadurch ergibt sich eine hohe Anwendungssicherheit. Der Capadur Parkett- und Siegellack trocknet durch seine lange Offenzeit nicht so schnell an, was ein ansatzfreies Arbeiten ermöglicht. Eine wichtige Eigenschaft, beispielsweise bei zusammenhängenden Parkettfußbodenflächen, die sich durch mehrere Räume hindurchziehen, oder bei Streiflicht, z. B. durch raumhohe Fenster. Das VOC 2010-konforme Material kann mit dem Pinsel, der Versiegelungsbürste oder einer Rolle aufgetragen werden. Bei der Renovierung genügt ein einmaliger Auftrag. Bei der Neuversiegelung sind nach dem Abschleifen drei Aufträge erforderlich. Bei Fertigparkett, Laminat und Lackoberflächen genügt eine Schlussbeschichtung nach entsprechender Vorbehandlung. Die Renovierungsintervalle liegen in einem normal beanspruchten Wohnzimmer bei 10 bis 15 Jahren. Capadur Parkett- und Siegellack ist in Gebindegrößen von 750 ml, 2,5 Liter und 10 Liter erhältlich.

Informationen auch zu weiteren Holzoberflächenbehandlungen finden sich im Prospekt "Holzschutz in den schönsten Farben", der unter der Bestellnr. 739322 bei werbemittelservice@caparol.de kostenlos erhältlich ist.


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Der Countdown läuft für den 3. Innovationspreis Elbinselpädagogik

Wettbewerbe & Auszeichnungen — geschrieben von bauinformant @ 22:06
Noch bis zum 5. Juni 2009 haben alle Schulen, Kitas und Jugendeinrichtungen auf den Elbinseln Zeit, ihre Bewerbungen zum „3. Innovationspreis Elbinselpädagogik“ einzureichen. Mit dem Preis unterstützt die Internationale Bauausstellung besonders vorbildliche und modellhafte Bildungsprojekte auf den Elbinseln. 2009 steht das Thema „Sprache“ im Mittelpunkt des Wettbewerbs. Die Sieger können tolle Preise gewinnen. Herausragende, neue oder in der Praxis bewährte Projekte, können eine Förderung von bis zu 15.000 Euro erhalten.


Hamburg, 28. Mai 2009. „Angesichts der großen Sprachenvielfalt auf den Elbinseln ist das Thema ideal für den diesjährigen Innovationspreis. Wir sind schon gespannt auf die vielfältigen Beiträge“, erklärt Uli Hellweg, Geschäftsführer der IBA Hamburg GmbH. Die Bewerbungen der Teilnehmer dürfen dabei vielfältige Bereiche abdecken. Gesucht sind z.B. Projekte, die Kinder frühzeitig in ihrer Sprachentwicklung fördern, neue Methoden des Spracherwerbs ausprobieren oder sich für die Zwei- und Mehrsprachigkeit junger Menschen engagieren. Auch Projekte, die mit dem geplanten Sprach- und Bewegungszentrum verknüpft werden, sind willkommen. Entscheidend ist, dass die Projekte auf den Elbinseln entstanden sind und dort durchgeführt werden bzw. werden sollen. Sie können sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene richten.
 
Die Ausschreibungsunterlagen zum „3. Innovationspreis Elbinselpädagogik 2009“ finden die Teilnehmer unter
www.bildungsoffensive-elbinseln.de

Die Koordinierungsstelle Bildungsoffensive Elbinseln steht den Teilnehmern bei Nachfragen telefonisch unter 040 / 226 227-44 oder per E-Mail unter juergen.dege-rueger@iba-hamburg.de für alle Rückfragen zur Verfügung.
 
In der Bildungsoffensive arbeiten über 100 Bildungseinrichtungen gemeinsam daran, die Bildungsangebote zu verbessern. Die Bildungsoffensive soll die Elbinseln als Wohnstandort für junge Familien lebenswerter und interessanter sowie den Bildungserfolg der Kinder unabhängiger von der sozialen Situation der Eltern machen.
 
Die Bildungsoffensive Elbinseln ist auch ein Modellvorhaben im ExWoSt-Forschungsfeld „Nationale Stadtentwicklungspolitik“.

Mehr Informationen zur Ausschreibung
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Ex-Walter-Bau-Beschäftigte erhalten zusammen fünf Millionen Euro

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 13:45
Augsburg (ddp.djn). Gut vier Jahre nach der Insolvenz des Augsburger Baukonzerns Walter Bau erhalten nun die rund 4500 ehemaligen Mitarbeiter eine erste Rate ihrer Ansprüche ausbezahlt. Insolvenzverwalter Werner Schneider teilte am Donnerstag mit, dass insgesamt rund fünf Millionen Euro überwiesen werden.

Das seien zwar nur rund 15 Prozent der den Mitarbeitern laut Sozialplan zustehenden 37 Millionen Euro. «Uns war es aber ein wichtiges Anliegen, dass die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die teilweise in die Arbeitslosigkeit abgerutscht sind, einen Teil dieser Ansprüche möglichst bald auf ihrem Konto wiederfinden», sagte Schneider.

Die Gesamtsumme der Forderungen gegen die insolvente Walter Bau AG belaufe sich derzeit noch auf rund 3,76 Milliarden Euro. Die Anzahl der Gläubiger betrage annähernd 13 000. Eine verlässliche Aussage über die Dauer des Verfahrens ist nach Aussage von Schneider aufgrund von zahlreichen anhängigen Rechtsstreitigkeiten weiterhin nicht möglich.

Bislang sei es gelungen, 60 Millionen Euro an Schulden einzutreiben. Weitere 20 Millionen hält Schneider im Inland für realistisch. Eine Klage gegen das Land Berlin über 54 Millionen Euro für die Sanierung des dortigen Olympiastadions läuft aber noch.

Weitere 120 Millionen Euro versucht der Insolvenzverwalter bei der Regierung von Thailand einzutreiben. 2005 ließ Schneider sogar am Flughafen von Istanbul einen Airbus der libanesischen Staatsfluggesellschaft Middle East Airlines pfänden, um eine Forderung von 7,1 Millionen Euro durchzusetzen.

Walter Bau war am 1. Februar 2005 in die Insolvenz gerutscht. Durch Verkäufe von Tochtergesellschaften sowie des operativen deutschen Baugeschäftes an den Konkurrenten Strabag konnten rund 5700 Jobs gerettet werden.

ddp.jdn/ume/nas
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Ausstellung "Metrozone Kaufhauskanal" in Harburg zu sehen

Veranstaltungen und Termine, Wettbewerbe & Auszeichnungen — geschrieben von bauinformant @ 19:01
Die Ergebnisse des Gutachterverfahrens zum Kaufhauskanal im Harburger Binnenhafen sind ab sofort und noch bis zum 5. Juni in den Räumen der TuTech Innovation GmbH zu sehen.

Im April hatte die Internationale Bauausstellung erstmals ein Gutachterverfahren für die Entwicklung von zwei Standorten – dem Kaufhauskanal in Harburg und dem Bergedorfer Schleusengraben – durchgeführt. Eine hochkarätig besetzte Fachjury unter Vorsitz des Architekten Prof. Bernhard Winking hatte damals für jeweils ein Büro eine Realisierungsempfehlung ausgesprochen. Mit dem Projekt am Kaufhauskanal soll der bereits erfolgreiche Gewerbestandort am Binnenhafen um einen attraktiven Wohnstandort ergänzt werden.
 
Die Ausstellung zeigt neben dem Siegerentwurf von BIG – Bjarke Ingels Group aus Kopenhagen und Topotek1 Landschaftsarchitekten aus Berlin auch die Arbeiten der drei anderen Büros, die am Gutachterverfahren teilgenommen hatten. Zum Abschluss der Ausstellung am 5. Juni um 18 Uhr findet eine Podiumsdiskussion statt, die gleichzeitig Auftakt zum Harburger Binnenhafenfest 2009 ist.
 
Die Ausstellung ist montags bis freitags jeweils von 10 bis 16 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Ausstellung „Metrozone Kaufhauskanal“
bis 05.06., Montag bis Freitag, jeweils 10 bis 16 Uhr
Foyer TuTech Innovation GmbH
Harburger Schloßstraße 6-12
21079 Hamburg-Harburg
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Strausberg: Grüner Strom für die Bundeswehr

Allgemein — geschrieben von bauinformant @ 15:50

 

Pressemitteilung Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen
27.05.09

Der BLB übergibt die dritte Photovoltaikanlage in Brandenburger Kasernen an die Bundeswehr

Eine Photovoltaikanlage der Bundeswehr

Der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB) ließ im Bundeswehrstandort Strausberg die dritte Photovoltaikanlage der Bundeswehr im Land Brandenburg errichten. Der Technische Geschäftsführer des BLB, Norbert John, übergab heute dem Präsident der Wehrbereichsverwaltung Ost, Heinrich Michael Schrömbgens, die neue Anlage zur Feierlichen Inbetriebnahme.

Die Sonne geht im Osten auf
Im Bereich der Nutzung regenerativer Energien hat besonders die Wehrbereichsverwaltung (WBV) Ost eine Vorreiterrolle eingenommen. Im Wehrbereich Ost ist es bereits die fünfte Photovoltaikanlage, die in Betrieb gegangen ist. Und weitere werden folgen. Bis zum Jahr 2010 wird die WBV Ost insgesamt 14 Photovoltaikanlagen in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Brandenburg sowie in den Freistaaten Sachsen und Thüringen errichten.
Der BLB und die Wehrbereichsverwaltung Ost werden auch zukünftig weiter die Gewinnung regenerativer Energie vorantreiben. „Neben den in der Kurmark-Kaserne Storkow sowie in der Hans-Joachim von Zieten-Kaserne in Beelitz bereits übergebenen Anlagen stellt die heutige Übergabe und Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage hier in Strausberg einen weiteren Meilenstein bei der Realisierung des festgelegten Gesamtprogramms von Baumaßnahmen zur verstärkten Anwendung und Nutzung erneuerbarer Energien dar", berichtet Norbert John.

Strom ohne Rechnung
Die Sonne scheint kostenlos, das ist ein weiterer positiver Aspekt der neuen Photovoltaikanlage in Strausberg. Auf insgesamt 420m² fangen die Kollektoren die Sonnenstrahlen ein. So genannte Tracker sorgen dafür, dass die Anlage immer der Sonne folgt. Das erbringt einen Jahresertrag von bis zu 67.000 kWh. So spart die Bundeswehr jährlich nicht nur hohe Stromkosten sondern auch bis zu 40.000 Kg CO².

 


TÜV Rheinland rät: Nicht vor der Bauabnahme einziehen

Baurechtliches — geschrieben von bauinformant @ 13:48
Köln (ddp.djn). Die Bauabnahme ist eines der wichtigsten Elemente der Bauphase. Aber sie wird von vielen Bauherren unterschätzt. Darauf macht Dieter Straußberger vom TÜV Rheinland aufmerksam. Wer vor der Abnahme einzieht, akzeptiert stillschweigend die Leistung des Bauträgers. Zwar besteht für alle Bauleistungen eine Gewährleistungsfrist und Mängel können noch nachträglich behoben werden. Aber das ist für den Eigentümer mit erheblichem Aufwand verbunden, denn mit der Abnahme findet eine so genannte Beweislastumkehr statt.

   Der Experte rät, bei der Bauabnahme Mängel so detailliert wie möglich zu beschreiben und zur besseren Dokumentation auch zu fotografieren. «Kommt es dann zu einem Rechtsstreit zwischen Auftraggeber und -nehmer, kann das Abnahmeprotokoll als stichhaltiger Beweis vor Gericht dienen.»

   Entspricht der Zustand des Gebäudes nicht dem Angebot des Bauträgers, wird das im Abnahmeprotokoll festgehalten und beide Parteien einigen sich auf eine Frist zur Nachbesserung, abhängig von der Art des Mangels. «Zwei Wochen sind in der Regel angemessen», sagt Straußberger. Mit seiner Unterschrift bestätigt der Bauträger, dass er seiner Pflicht zur Ausbesserung nachkommt. Geschieht das nicht, hat der Bauherr das Recht, die Mängel von einem anderen Unternehmen beseitigen zu lassen und die anfallenden Kosten seinem ursprünglichen Unternehmen in Rechnung zu stellen.

ddp.djn/kaf/mwo

Sprühen vor Begeisterung

Allgemein — geschrieben von bauinformant @ 12:19

Der Radiosender Bremen 4 suchte die hässlichste Wand im Sendegebiet und initiierte dann die Verwandlung in ein ansehnliches Kunstwerk / Caparol war mit am Werk ...

Markus Genesius hatte auf der Verdener Silowand genügend Platz, um sich künstlerisch auszutoben. André Bannasch leistete mit Caparol-Produkten wertvolle Vorarbeit. (Fotos: André Bannasch)

Markus Genesius hatte auf der Verdener Silowand genügend Platz, um sich künstlerisch auszutoben. André Bannasch leistete mit Caparol-Produkten wertvolle Vorarbeit. (Fotos: André Bannasch)

(pressebox) Ober-Ramstadt, 26.05.2009

Graffitis gehören zu den kontrovers diskutierten Dingen unserer Gesellschaft - die einen reden von Kunst, die anderen von Sachbeschädigung. Aber wie so oft im Leben gilt weder das eine noch das andere gleichermaßen für jedes Spraybild. Und es gibt im wahrsten Sinne des Wortes viele Grauzonen. Zudem hat sich die Szene mit der Zeit entwickelt. So mancher illegale Nachtaktivist ist heute ein gefeierter Künstler - so wie der Bremer Markus Genesius. Die Werke des früher als "Wow123" bekannten Sprühers sind szeneweit in der ganzen Welt bekannt, und nun hat er die hässlichste Fassade im Bremen-4-Land mit einem Kunstwerk überzogen. Im südöstlich von Bremen gelegenen Verden war das Silo bis dato ein Blickfänger der negativen Art.

Auf der Suche nach der hässlichsten Wand wurde das Silo zum Sieger erklärt, aber bevor Markus Genesius loslegen konnte, waren einige Vorarbeiten nötig. Der zuständige Maler André Bannasch aus Verden musste die Wand vom Pilzbefall befreien und den Beton teilweise instand setzen, um dann die weiße Beschichtung als Grund für das Wandtattoo aufbringen zu können. Wegen der großen Fläche und den verschiedenen Anforderungen beriet sich André Bannasch mit dem für das Gebiet zuständigen Caparol-Außendienstmitarbeiter Kai Reefmann. Die Entscheidung fiel auf drei Caparol-Produkte.

Dem Pilzbefall wollten sie mit FungiGrund beikommen. Mit diesem desinfizierenden Tiefgrund zur Reinigung werden schon befallene, poröse und saugfähige Flächen von Algen, Pilzen und Schimmel befreit - sowohl außen als auch innen. Für die Ausbesserungsarbeiten am Beton war Disbocret 507 MultiTec-Mörtel die beste Wahl. Mit dem schnell härtenden Instandsetzungsmörtel mit aktivem Korrosionsschutz wird Betongrund in einem Arbeitsgang reprofiliert. Der Mörtel kann ohne Haftbrücke verarbeitet und schnell wieder überarbeitet werden - auch an senkrechten Flächen und Decken. Nach diesem Arbeitsgang musste die Wand nur noch endbeschichtet werden. Dafür nahm André Bannasch Muresko SilaCryl. Die matte Fassadenfarbe mit mineralischen Charakter ist hoch diffusionsfähig und schlagregendicht. Auf der Basis von silanisiertem Reinacrylat kam hiermit nochmals ein nachhaltiger Schutz vor Algen und Pilzen auf die Wand.

Nachdem die relevanten Flächen vollständig vorbereitet waren, kam Markus Genesius zum Zug: Für 300 Quadratmeter Fläche verbrauchte er stolze 250 Sprühdosen. Die Verdener freut es: Denn nun schauen sie nicht mehr täglich auf eine verwitterte Betonwüste, sondern auf ein echtes Kunstwerk eines angesehenen Künstlers.


Bauinformant ist nicht der Autor der eingestellten Information. Das Urheberrecht ist durch einen Direktlink und/oder die Quellenangabe gekennzeichnet bzw. vom Urheber zur Veröffentlichung genehmigt. Falls Sie einen Verstoß gegen das Urheberrecht vermuten, bitten wir Sie um eine Mitteilung, bevor unnötige rechtliche Auseinandersetzungen entstehen.

 


Aufträge im Bauhauptgewerbe im März 2009: Real - 9,1% zum März 2008

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 09:48
WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt,
verzeichnete das Bauhauptgewerbe (Betriebe von Unternehmen mit 20 und
mehr tätigen Personen) im März 2009 in Deutschland bei den
Auftragseingängen preisbereinigt einen Rückgang von 9,1% imVergleich zum
März 2008. Dabei nahm die Baunachfrage im Hochbau um 13,3% und im
Tiefbau um 4,6% ab. Der Rückgang im März ist damit deutlich niedriger
ausgefallen als im Februar (- 17,5%) und im Januar 2009 (- 24,4%).

Im ersten Quartal 2009 sind die Auftragseingänge des Bauhauptgewerbes
preisbereinigt um 16,4% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum
gesunken.

In den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus waren Ende März 2009 676 000
Personen tätig; das waren etwa 21 000 Personen weniger als vor einem
Jahr (- 3,0%). Der Gesamtumsatz belief sich im Berichtsmonat auf rund
5,7 Mrd. Euro (- 1,5% gegenüber März 2008).

Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes betrug im ersten Quartal 2009 rund
13,4 Milliarden Euro und lag damit um 12,9% unter dem Niveau der ersten
drei Monate 2008. Die Zahl der tätigen Personen ist in diesem Zeitraum
um 2,1% gesunken.

Eine zusätzliche Tabelle, eine methodische Kurzbeschreibung und weitere
Daten und Informationen zum Thema bietet die Online-Fassung dieser
Pressemitteilung unter www.destatis.de.



Weitere Auskünfte gibt:
Kerstin Kortmann,
Telefon: (0611) 75-4740,
E-Mail: baubericht@destatis.de



Die vollständige Pressemitteilung ist auch im
Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/05/PD09__195__441,templateId=renderPrint.psml
zu finden.

Engpässe am Wohnungsmarkt

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 09:46

Bauindustrie befürchtet Engpässe am Wohnungsmarkt:

    Berlin (ots) - Nur noch 180.000 neue Wohnungen - Fertigstellungsniveau erreicht historischen Tiefstand - Abschreibungsbedingungen für Mietwohnungen überdenken -  Neue Förderakzente für Geschosswohnungsbau in Ballungszentren

    "Die Bundesregierung muss die Weichen in die Wohnungsbaupolitik spätestens zu Beginn der nächsten Legislaturperiode neu stellen." Mit diesen Worten kommentierte heute der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie Dipl.-Ing. Herbert Bodner anlässlich seiner Jahrespressekonferenz in Berlin die neue Fertigstellungsprognose seines Verbandes, nach der 2009 die Zahl der Wohnungsfertigstellungen auf einen historischen Tiefstand von 180.000 Wohnungen sinken wird. Damit unterschreite die Zahl der Fertigstellungen zum fünften Mal in Folge das langfristig als bedarfsdeckend geltende Niveau von gut 250.000 Wohnungen. Bodner: "Es ist nicht mehr auszuschließen, dass wir in Deutschland zu Beginn des nächsten Jahrzehnts - zumindest in den Ballungsregionen - auf einen neuen Wohnungsengpass zusteuern."

    Bodner schlägt deshalb vor, die derzeit geltenden Abschreibungsbedingungen für Mietwohnungen zu überdenken. Es sei fraglich, ob eine lineare Abschreibung von 2 % jährlich bei einem Abschreibungszeitraum von 50 Jahren heute noch dem tatsächlichen Werteverzehr entspreche. Das wachsende Gewicht der technischen Gebäudesausstattung am Gebäudewert mit deutlich kürzeren Nutzungszeiten müsse sich auch in kürzeren Abschreibungszeiten von 33 oder gar 25 Jahren niederschlagen. Gleichzeitig müssten neue Förderakzente für den Geschosswohnungsbau in Ballungszentren gesetzt werden. Etwa 3,5 Mio. Wohnungen aus den 50er bis 70er Jahren seien derzeit in einem Zustand, in dem sich eine wirtschaftliche Sanierung nicht mehr lohne. Die deutsche Bauindustrie regt deshalb an, zur Förderung des Abrisses und der Wiederbebauung der freiwerdenden Flächen zinsgünstige Kreditprogramme aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bereitzustellen.

    Darüber hinaus sprach sich Bodner dafür aus, zu Beginn der nächsten Legislaturperiode im Wohnungsbau neue klimaschutzpolitische Akzente zu setzen. Bei anhaltender Wirtschaftskrise sei zu befürchten, dass auch der bislang florierende Sanierungsmarkt an Schwung verlieren werde. Die Neigung der privaten Haushalte und der Wohnungsbaugesellschaften sich zugunsten des Klimaschutzes zu verschulden nehme ab, zumal die energetische Sanierung bei wieder sinkenden Energiepreisen nicht mehr ganz so dringlich erscheine. Zur Beschleunigung des Sanierungsprozesses regt deshalb die Bauindustrie an, das Mietrecht flexibler zu fassen, damit Investitionen in die energetische Sanierung künftig auch aus Energiekosteneinsparungen der Mieter refinanziert werden können. Darüber hinaus seien höhere Abschreibungen auf Investitionen, die die Standards der Energieeinsparverordnung übertreffen, zu erwägen.

    Trotzdem glaubt aber auch Bodner nicht, dass der derzeit zu beobachtende Abwärtstrend im Wohnungsbau kurzfristig gestoppt werden kann. Die deutsche Bauindustrie erwartet für 2009 einen Rückgang der Wohnungsbauumsätze im Bauhauptgewerbe von 3 % auf nur noch 25,1 Mrd. Euro. Daran wird auch die Aufstockung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms der KfW nichts ändern können.

Kurzstatements aus der Pressekonferenz mit Dipl.-Ing. Herbert Bodner können Sie unter www. bauindustrie.de abrufen.


Bauinformant ist nicht der Autor der eingestellten Information. Das Urheberrecht ist durch einen Direktlink und/oder die Quellenangabe gekennzeichnet bzw. vom Urheber zur Veröffentlichung genehmigt. Falls Sie einen Verstoß gegen das Urheberrecht vermuten, bitten wir Sie um eine Mitteilung, bevor unnötige rechtliche Auseinandersetzungen entstehen.


 

 

Der deutsche Photovoltaikmarkt – Fels in der Brandung

Energie — geschrieben von bauinformant @ 23:07


Bonn. Deutschland wird im Jahr 2009 wieder zum wichtigsten Photovoltaikmarkt der Welt aufsteigen. So die Prognose von EuPD Research, dem führenden Marktforscher für Solarenergie. Nach Schätzungen der neuen Studie „Der deutsche PV-Markt. Nachfrager verstehen - Potentiale erschließen“ werden demnach zwei Gigawatt an Modulen in Deutschland neu installiert. Dabei verheißen die globalen Kontextfaktoren nichts Gutes: Das Zusammenbrechen des spanischen Marktes, der weltweite Angebotsüberhang und nicht zuletzt die Finanzkrise bedeuten düstere Aussichten für die internationale Photovoltaikindustrie. Doch solide Rahmenbedingungen in Deutschland könnten dafür sorgen, dass der hiesige Photovoltaikmarkt dennoch ein deutliches Wachstum vollzieht und damit mehr denn je ins Zentrum des globalen Interesses rückt.

Konstantes Wachstum im deutschen Markt

Während auf globaler Ebene stürmische Zeiten für die Photovoltaikbranche anbrechen, präsentiert sich der deutsche Markt vorerst als verlässlicher Fels in der Brandung. Die Nachfrage in Deutschland wird zwar voraussichtlich nicht ausreichen, um den Angebotsüberhang zu kompensieren. Doch garantierte Einspeisevergütungen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und ein gesicherter Kapitalzugang für Anlagenbauer durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) dürften für ein konstantes Wachstum sorgen. Während andere Ländermärkte teilweise durch schwankende Rahmenbedingungen gekennzeichnet sind, kann der deutsche Markt auf eine solide Fördergeschichte zurückblicken. Bereits im Jahr 1990 wurde mit dem Start des 1.000-Dächer-Programms der Grundstein für den Erfolg gelegt, der durch die Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2000 kontinuierlich fortgeführt wurde. Gewaltige Potentiale mobilisieren Auch wenn der Diffusionsprozess im deutschen Markt weit fortgeschritten ist, bestehen noch erhebliche unerschlossene Potentiale. So etwa im Bereich der privaten Aufdachanlagen, dem Fundament der deutschen Erfolgsgeschichte. In keinem anderen Land der Welt hat das Segment eine solche Bedeutung wie in Deutschland. Bis 2008 wurden mehr als 300.000 EEG-Anlagen auf Ein- und Zweifamilienhäuser installiert. Die kumulierte Leistung betrug bis zum Vorjahr etwa 1,5 GWp und macht damit einen Marktanteil von rund 30 Prozent aus. Damit ist es das größte Marktsegment und liegt noch vor der Landwirtschaft und Industrie/Gewerbe. Und doch bietet die Sparte enorme Entwicklungsmöglichkeiten, die noch lange nicht ausgeschöpft sind. Dabei variieren die Annahmen über das theoretische Potential. Nach konservativen Schätzungen könnte auf Deutschlands Dächern eine Menge von insgesamt 42,2 GWp
verbaut werden. Demnach wäre das Segment zu 3,5 Prozent gesättigt. Geht man von weniger restriktiven Annahmen aus, in denen durch technologische Entwicklung größere und wirksamere Anlagen genutzt werden können und erhöht gleichzeitig den Anteil geeigneter Dachflächen, so wird sogar von einem Volumen von 99 GWp ausgegangen. Der Sättigungsgrad sinkt dabei auf lediglich 1,5 Prozent. „Nachdem die Technologie zur solaren Stromerzeugung in den Anfangsjahren vor allem für ökologisch-motivierte Käufergruppen interessant war, muss sie in Zukunft insbesondere als renditesichere Kapitalanlage kommuniziert werden, um neue Käuferschichten zu mobilisieren“, so der Projektmanager der Studie, Jan Winkler.

„White Spots“ auf der Landkarte
Bislang wurden Photovoltaikanlagen insbesondere im Süden der Republik installiert. Bedingt durch eine
hohe Sonneneinstrahlung konnten hier die höchsten Renditen erreicht werden. Durch sinkende
Systempreise und sich verbessernde Wirkungsgrade für Photovoltaikmodule werden künftig auch Teile
Deutschlands für die Technologie interessant, die bisher weitestgehend unerschlossen sind. Die dezentrale Struktur des deutschen Marktes, bedingt durch den hohen Anteil kleiner und mittelgroßer
Photovoltaikanlagen, bedeutet allerdings einen höheren Distributionsaufwand. Das Distributionsnetz, mit dem Installateur als wichtigsten Absatzmittler zum Endkunden, ist größtenteils lediglich dort ausgeprägt, wo bereits eine große Anzahl an Anlagen installiert wurde. Um die weitere Entwicklung des deutschen Marktes voranzubringen und die „White Spots“ auf der deutschen PV-Landkarte gezielt zu entwickeln, muss dieses Netzwerk in Zukunft konsequent ausgebaut werden.

Die Studie „Der deutsche PV-Markt. Nachfrager verstehen - Potentiale erschließen“ wird im Rahmen der weltgrößten Solarmesse Intersolar 2009 in München veröffentlicht. Bereits zum fünften Mal bietet EuPD Research damit ein umfassendes Handbuch zum deutschen Photovoltaikmarkt. In der neuen Studie werden die Kundengruppen innerhalb der Segmente analysiert und erstmals spezifische Unterschiede bis auf regionale Ebene herunter gebrochen. Der Fokus liegt daneben auf der Erschließung bislang vernachlässigter Potentiale innerhalb der einzelnen Marktsegmente.

Mehr Informationen zur Studie „Der deutsche PV-Markt. Nachfrager verstehen - Potentiale erschließen“ erhalten Sie hier: http://shop.eupd-research.com/product_info.php/language/de/info/p49_The-German-Photovoltaic-Market-2009.html

EuPD Research
Adenauerallee 134
D-53113 Bonn
Fon +49 (0)228 97143-74
Fax +49 (0)228 97143-11
www.eupd-research.com


Kategorie: Pressemitteilung EuPD Research
eingestellt von: bauinformant

 

 


Pritzker-Preis 2009

Beton, Architekturpreise, Wettbewerbe & Auszeichnungen — geschrieben von bauinformant @ 15:33

Der Schweizer Architekt Peter Zumthor erhielt den Pritzker-Preis 2009 für Baukunst (dotiert mit 200.000 Dollar). Die Überreichung findet am 29. Mai 2009 in Buenos Aires statt. Diese Auszeichnung gilt als eine der weltweit höchsten Auszeichnungen für Architekten. Der Pritzker-Preis wird seit 1979 vergeben.

Zu einem seiner bekanntesten Bauten zählt die Therme Vals, die bereits zu Zumthors Lebzeiten 1998 vom Kanton Graubünden unter Denkmalschutz gestellt wurde.


Therme Vals

Therme Vals

 

Pritzker Preisträger der vergangenen Jahre:


2008: Jean Nouvel, Frankreich
2007: Richard Rogers, Großbritannien
2006: Paulo Mendes da Rocha, Brasilien
2005: Thom Mayne, USA
2004: Zaha Hadid, Großbritannien / Irak2003: Jorn Utzon, Dänemark
2002: Glenn Murcutt, Australien
2001: Jacques Herzog und Pierre de Meuron, Schweiz
2000: Rem Kohlhaas, Niederlande
1999: Norman Foster, Großbritannien
1998: Renzo Piano, Italien
1997: Sverre Fehn, Norwegen
1996: Rafael Moneo, Spanien
1995: Tadao Ando, Japan
1994: Christian de Portzamparc, Frankreich
1993: Fumihiko Maki, Japan
1992: Alvaro Siza, Portugal
1991: Robert Venturi
1990: Aldo Rossi, Italien
1989: Frank Gehry, Kanada
1988: Gordon Bunshaft, USA und Oscar Niemeyer, Brasilien
1987: Kenzo Tange, Japan1986: Gottfried Böhm, Deutschland
1985: Hans Hollein, Österreich
1984: Richard Meier, USA
1983: Ieoh Ming Pei, USA
1982: Kevin Roche, USA
1981: James Stirling, Großbritannien
1980: Luis Baragan, Mexiko
1979: Philip Johnson, USA


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Starker Umsatzrückgang im Baugewerbe Mecklenburg-Vorpommern

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 13:51
Schwerin (ddp-nrd). Das Baugewerbe in Mecklenburg-Vorpommern hat im ersten Quartal einen starken Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Wie der Bauverband am Montag in Schwerin mitteilte, erwirtschafteten die Betriebe des Bauhauptgewerbes in den ersten drei Monaten des Jahres einen Umsatz von 198 Millionen Euro. Das waren fast 29 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Am deutlichsten fiel der Umsatzeinbruch im Wohnungsbau mit fast 42 Prozent aus.

   Bei den Baubetrieben gingen Aufträge mit einem Gesamtvolumen von
147,3 Millionen Euro ein. Trotz wachsender Auftragseingänge im März bedeutete das wegen der Verluste im Winter den Angaben zufolge ein Minus von 10,4 Prozent im Vorjahresvergleich. Im Wohnungsbau sackten die Aufträge um rund 30 Prozent ab, im öffentlichen Bau um etwa 26 Prozent. Der gewerbliche Bau verzeichnete hingegen im ersten Quartal ein Auftragsplus von rund 18 Prozent.

Ende März waren mit insgesamt 16 178 Mitarbeitern 5,2 Prozent weniger Menschen im Baugewerbe beschäftigt als noch vor Jahresfrist. Nach Einschätzung des Bauverbandes haben sich die neuen Regelungen zum Kurzarbeitergeld stabilisierend auf die Beschäftigtenzahl ausgewirkt.

ddp/mor/uge
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Zip-Screen bekommt red dot design award

Architekturpreise, Wettbewerbe & Auszeichnungen — geschrieben von bauinformant @ 13:37
Neuer, außenliegender Sonnenschutz von Roma

Die Roma Rolladensysteme GmbH, Burgau, hat ihr Sortiment um einen textilen Sonnenschutz erweitert. Der Zip-Screen wird außen vor dem Fenster geführt und verhindert so effektiv das Aufheizen der Räume. Die Anlage dient auch als Insektenschutz und deckt selbst große Flächen ab. Für die hohe Designqualität wurde das System in diesem Jahr mit dem red dot design award ausgezeichnet.

Auf der Messe R+T 2009 hat Roma seine innovative Außenrollo-Lösung vorgestellt. Mit dem Zip-Screen setzt der Hersteller neue Maßstäbe im Bereich außenliegender Sonnenschutz: Das Fachhandwerk erhält ein ausgereiftes System, mit dem sich selbst große Glasflächen von bis zu 18 m² verschatten lassen. Darüber hinaus bietet es eine attraktive Optik, für die das Unternehmen im Juni den 'red dot award: product design 2009' in der Rubrik 'Architektur und Interior Design' erhalten hat.

Der international renommierte Wettbewerb zeichnet mit dem Siegel die hohe Designqualität der Lösung aus. Das Tuch des Zip-Screens wird auf der gesamten Länge in schmalen Schienen nach unten geführt. Im geöffneten Zustand fährt selbst der Fallstab vollständig ein. Dabei verschwindet er komplett hinter der kompakten, runden Blende. Der Durchmesser der Kassetten ist einheitlich, unabhängig vom Umfang der Welle inklusive aufgerolltem Tuch. Das erleichtert nicht nur Bestellung und Montage, sondern schafft auch ein gleichmäßiges Erscheinungsbild.

Die Elemente von Roma überzeugen außerdem durch ihre hohe Funktionalität: Die Räume heizen sich im Sommer nicht auf, da der Screen die Sonneneinstrahlung bereits vor dem Glas reflektiert. Dies sorgt für angenehme Temperaturen und spart gleichzeitig Energie, wie sie etwa für Ventilatoren oder Klimageräte notwendig wäre. Die Nutzung des Tageslichts sowie die Luftzirkulation bewirkt eine natürliche Wohn- und Arbeitsatmosphäre. Obendrein schützt die Anlage im geschlossenen Zustand die Bewohner vor Insekten, wenn der Fallstab mit einer zusätzlichen Gummilippe ausgestattet und ein spezielles Dichtprofil in den Kasten eingesetzt wird. Die Abdichtung seitlich an den Führungsschienen ist serienmäßig vorhanden. Für einen faltenfreien Einzug drückt die Tuchleitnase in der Kassette den Stoff auf der gesamten Breite nach außen. So finden Fliegen, Mücken, Wespen und Konsorten keinen Durchschlupf.

Besonderer Wert wurde auch auf eine montagefreundliche und zuverlässige Technik gelegt: Für eine schnelle Installation hat Roma das System mit einer Eigenentwicklung, der federnden Achskappe, ausgestattet. Vergleichbar mit einem Kugelschreiber lässt sie sich zusammendrücken und arretieren; beim Lösen der patentierten Sicherungsklammer mit einem Schraubenzieher fährt die Achskappe wieder auseinander und wird durch die Federkraft fixiert. Auf diese Weise lässt sich die Tuchwelle problemlos ein- und ausbauen. Die grazilen Führungsschienen sind wahlweise mit integriertem Kabelkanal verfügbar. Das sieht gut aus und spart Arbeitszeit sowie Kosten.

Um die Anlagen individuell an das Haus anzupassen, haben Bauherren die große Auswahl. In den 330 Farben der Roma ColorCollection sind die runde Blende sowie die Führungsschienen und der Fallstab aus Aluminium erhältlich. Das Gewebe des Screens ist PVC-beschichtet und witterungsfest. Die Tuchkollektion umfasst über 140 unterschiedliche Farben von Sandweiß bis Schwarz. Für zeitgemäßen Komfort ist der Zip-Screen bereits ab Werk motorisiert. Per Knopfdruck fahren einzelne oder auch alle Behänge leise auf und zu. Den attraktiven Sicht- und Sonnenschutz gibt es für jede gewünschte Elementbreite beziehungsweise -höhe von 800 bis 6000 mm mit einer Maximalfläche von 18 m². Die Lieferung erfolgt innerhalb weniger Arbeitstage nach Auftragseingang.

Weitere Informationen unter www.roma.de


Mehr Lohn für Bau-Beschäftigte

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 13:58

Mehr Lohn für Bau-Beschäftigte - Tarifparteien einigen sich auf ein Plus von 4,6 Prozent - Mindestlohn 2 im Osten abgeschafft

Von Nadine Schimroszik

Frankfurt/Main (ddp.djn). Die Beschäftigten des deutschen Baugewerbes erhalten mehr Lohn. Damit ist der für Juni angedrohte Streik abgewendet. In den Schlichtungsverhandlungen einigten sich die Tarifparteien auf die Anhebung der Gehälter um 4,6 Prozent in zwei Schritten bei einer Laufzeit von zwei Jahren, wie die IG BAU am Samstag mitteilte.

   «Das ist ein tragfähiger Kompromiss in wirtschaftlich schwieriger Zeit. Leicht ist er uns dennoch nicht gefallen», sagte der IG BAU-Verhandlungsführer Klaus Wiesehügel in Frankfurt am Main. Der Einigung, zu der auch eine Festlegung der Mindestlöhne bis 2011 gehört, waren 18-stündige Verhandlungen unter dem Vorsitz des ehemaligen Bundeswirtschafts- und Arbeitsministers Wolfgang Clement vorangegangen.

   Nach Angaben der IG BAU erhalten die rund 700 000 Beschäftigten rückwirkend für April und Mai einen Festbetrag von 60 Euro. Ab Juni steige das Gehalt um 2,3 Prozent. Im April 2010 würden wiederum 2,3 Prozent mehr gezahlt. Wie eine IG-BAU-Sprecherin sagte, werden im Osten die Tarifentgelte um den absoluten Betrag erhöht, der sich aus der prozentualen Erhöhung im Westen ergibt. Damit stiegen im Osten die Gehälter prozentual stärker. In genauen Zahlen ließe sich das nicht angeben, da die Gehälter von Lohngruppe zu Lohngruppe sehr unterschiedlich seien.

   Die Tarifeinigung sei ein Kompromiss, erklärte die Gewerkschaftssprecherin. Angesichts der wirtschaftlich schwierigen Zeiten handele es sich um eine tragfähige Entscheidung.

   Zudem einigten sich die Tarifparteien auf eine Festlegung der Mindestlöhne. Demnach wird der Mindestlohn 1 für die ungelernten Bauhelfer im Osten in drei Schritten von derzeit 9,00 Euro auf 9,75 Euro angehoben. Wie von den Arbeitgebern zuvor gefordert, wurde der Mindestlohn 2 in Höhe von 9,80 Euro für gelernte Baubeschäftigte im Osten abgeschafft. Damit erhalten jetzt alle Bau-Beschäftigten im Osten den Mindestlohn 1. Der Mindestlohn 1 im Westen steigt im selben Zeitraum von 10,70 Euro auf 11,00 Euro, der Mindestlohn 2 erhöht sich von 12,85 auf 13,00 Euro. Die Mindestlöhne im Bauhauptgewerbe gelten seit dem 1. Januar 1997 und wurden seitdem in regelmäßigen Abständen erhöht.

   Das Schlichtungsverfahren hatte am Freitag in Frankfurt am Main begonnen. Der Schiedsspruch ist bindend, da er einstimmig gefällt wurde. Eine Frist zur Annahme oder Ablehnung entfällt. Zuvor war die dritte Tarifrunde ohne Einigung zu Ende gegangen. Daraufhin hatte die Gewerkschaft die Verhandlungen für gescheitert erklärt und die Schlichtungsstelle angerufen.

   Die IG BAU hatte für die Beschäftigten ursprünglich 6,0 Prozent mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung sowie die Angleichung der Tariflöhne im Osten an das West-Niveau gefordert. Die Arbeitgeber, vertreten durch den Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und den Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB), wollten zuerst eine Neuordnung der Tarifstruktur erreichen.

ddp.djn/nas/iha


Tarifparteien im Baugewerbe haben sich offenbar geeinigt

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 14:03
Tarifparteien im Baugewerbe haben sich offenbar geeinigt

   Frankfurt/Main (ddp.djn). Die Tarifauseinandersetzung im deutschen Baugewerbe mit den rund 700 000 Beschäftigten ist offenbar beendet. Die Schlichtungsverhandlungen seien erfolgreich gewesen, verlautete am Samstagmorgen aus Verhandlungskreisen. Details wollten die Tarifparteien im Laufe des Tages bekanntgeben.

   Das Schlichtungsverfahren unter Vorsitz des ehemaligen
Wirtschafts- und Arbeitsministers Wolfgang Clement hatte am Freitag in Frankfurt am Main begonnen. Zuvor war die dritte Tarifrunde ohne Einigung zu Ende gegangen. Daraufhin hatte die Gewerkschaft die Verhandlungen für gescheitert erklärt und die Schlichtungsstelle angerufen.

   Die IG BAU forderte für die Beschäftigten 6,0 Prozent mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung sowie die Angleichung der Tariflöhne im Osten an das West-Niveau. Die Arbeitgeber, vertreten durch den Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und den Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB), wollten zuerst eine Neuordnung der Tarifstruktur erreichen.

ddp.djn/nas/iha
weiterführender Link: Schiedsspruch der Zentralschlichtungsstelle des Baugewerbes vom 23.Mai.2009: http://www.bauindustrie.de/dyndata/article_01246/47-09%20Anlage%201-1-1.pdf

Versuchsanstalt für Wasserkraft in Obernach

Allgemein — geschrieben von bauinformant @ 14:16

Kleinwasserkraft – Potentiale für die Energie von morgen

Die Versuchsanstalt für Wasserkraft in Obernach

22.05.2009, Pressemitteilungen

Wasser erzeugt „saubere Energie“. Wasserkraft ist CO2-neutral und um die potentielle Energie des Wassers in Strom umzuwandeln, müssen weder Rohstoffe verschwendet noch Schadstoffe freigesetzt werden. Die Standorte für Wasserkraft mit großen Abflüssen und/oder Fallhöhen sind in Deutschland weitgehend erschlossen. „Doch das Potential von Wasserkraft ist noch lange nicht ausgeschöpft,“ sagt Professor Peter Rutschmann, Ordinarius für Wasserbau und Wasserwirtschaft an der Technischen Universität München, „Insbesondere für die Kleinwasserkraft gibt es noch Potentiale, die nicht nur energetisch, sondern auch ökologisch interessant sind.“ Daher forscht die TUM gemeinsam mit Deutschlands größtem Wasserkraftbetreiber E.ON Wasserkraft GmbH an effizienteren Wasserkrafttechnologien, um in Zukunft auch heute noch als ungünstig geltende Standorte zur Energieerzeugung nutzen zu können.

Anlässlich ihres Informationsbesuches in der Versuchsanstalt Obernach am Walchensee unterstrich die Europaabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie, Dr. Angelika Niebler, die Bedeutung von Innovation gerade in diesem Bereich der Energieerzeugung: „Die Europäische Union hat sich beim Klimaschutz und der CO2-Reduktion ehrgeizige Ziele gesetzt, die nur durch einen Energiemix erreicht werden können. Deshalb kommen den regenerativen und natürlichen Energiequellen erhebliche Bedeutung zu und es sind zukunftsweisende Forschungsansätze absolut notwendig. Darüber hinaus bieten sie die Chance, dass Deutschland seine Vorreiterrolle in diesem technologischen Bereich weiter ausbaut.“

In Bayern gibt es an vielen Flüssen Wehre, natürliche Stufen oder Querbauwerke, die häufig als Folge der Flussregulierung im 19. Jahrhundert entstanden sind. Ist die Fallhöhe des Wassers an diesen Stellen etwas mehr als ein Meter, könnte hier Strom erzeugt werden. Um auch diese kleineren Energiepotentiale wirtschaftlich zu nutzen und gleichzeitig ökologische Verbesserungen vornehmen zu können, braucht es innovative Konzepte. Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Arbeit der Wasserbauingenieure der TU München steht deshalb die Entwicklung praxistauglicher Gesamtkonzepte, wobei insbesondere Kompaktlösungen für verlandete, feste Wehrstandorte mit hoher flussdynamischer Beanspruchung (Geschiebeführung, wechselnde Wasserstände) angestrebt werden.

An einer solchen Lösung ist auch der Energieerzeuger E.ON Wasserkraft interessiert: „Im Eckpunktepapier zum Ausbau der Wasserkraft in Bayern haben wir uns gemeinsam mit der Bayerischen Staatsregierung das Ziel gesetzt, die Stromerzeugung aus Wasserkraft in Bayern um 10% zu erhöhen. Als Wasserkraft-Unternehmen haben wir daher ein großes Interesse an neuen Technologien, die umweltverträglich und wirtschaftlich auch kleinere Potentiale zur Energiegewinnung nutzen können“, kommentiert Dr. Dominik Godde, Technischer Geschäftsführer der E.ON Wasser-kraft. Daher arbeiten E.ON Wasserkraft und TU München hier zusammen, um möglichst schnell Möglichkeiten zur technischen Realisierung der visionären Projekte zu finden.

In der Versuchsanstalt der TU München in Obernach am Walchensee wird anhand von Fallstudien und Modellversuchen untersucht, wie Wasserkraft am effektivsten genutzt werden kann. Die Versuchsanstalt kann auf eine mehr als 80-jährige Tradition zurückblicken. Im Jahr 1926 gründete der Erbauer des Walchenseekraftwerks Oskar von Miller dieses Forschungsinstitut in unmittelbarer Nähe des Walchensees. Seither hat die Forschung zur Energieerzeugung Tradition in Obernach. In der Versuchsanstalt erfolgt Auftragsforschung mit hoher Aussagekraft genauso wie Grundlagenforschung für die praktische Anwendung. Momentan werden von Prof. Rutschmann und seinen Mitarbeitern große physikalische Modellversuche an Wasserkraftanlagen in Bayern und im Ausland durchgeführt.

In den kommenden Monaten werden die TUM-Wissenschaftler in Obernach auch an der Umsetzung neuartiger Konzepte für Kleinwasseranlagen forschen. Für diese Untersuchungen wollen die Wissenschaftler geeignete Kraftwerkskonzepte vor allem für Flusswehre mit festen Querbauwerken untersuchen. Die Wissenschaftler wollen sich hier auf eine ganz neue Technologie konzentrieren: „Wir haben die Idee, ein Konzept zu finden, wie wir Strom erzeugen können und gleichzeitig die Ökologie des Fließgewässers nur marginal verändern werden. Gleichzeitig soll die Stromgewinnung durch Hightech Automatik funktionieren,“ verrät Prof. Rutschmann.

Die Wissenschaftler werden nach den ersten Voruntersuchungen mit numerischen und physikalischen Modellen selbst mit dem Bau eines Prototyps auf dem Versuchsgelände beginnen. Sollten die Ergebnisse positiv sein, könnten schon in den nächsten zwei Jahren die ersten Prototypen in Bayern Strom erzeugen.


Kontakt: presse@tum.de


Bauindustrie erwartet Umsatzminus trotz Konjunkturprogramm

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 14:09
Berlin (ddp.djn). Die deutsche Bauwirtschaft rechnet trotz der Konjunkturprogramme der Bundesregierung in diesem Jahr entgegen früheren Prognosen nicht mehr mit Zuwächsen. Der Präsident des Hauptverbandes der Bauindustrie, Herbert Bodner, sagte der «Berliner Zeitung» (Freitagausgabe), im Jahr 2009 «wäre Stagnation etwas, worüber man sich freuen könnte». Bodner erklärte: «Wir hatten gehofft, 2009 nominal den Umsatz auf Vorjahresniveau halten zu können. An diese Null kann ich aus heutiger Sicht nicht mehr glauben.» Deshalb werde es auch keinen Aufbau von Arbeitsplätzen geben. «Wenn wir die Arbeitsplätze im Jahresdurchschnitt halten, sind wir gut», fügte er hinzu.

   Bodner sagte weiter, dass die Konjunkturprogramme erst später ihre Wirkung entfalten werden: «Mein Gefühl sagt mir, dass der Aufwind eher zögerlich kommt. Der größere Teil der 19 Milliarden Euro, die für Bauinvestitionen zur Verfügung stehen, wird wohl erst 2010 wirksam werden.» In den Kommunen kämen die Ausschreibungen langsamer voran als erwartet. «Zum Teil fehlt es an Planungsvorräten, um schnell etwas ausweisen zu können, zum Teil an personellen Kapazitäten, um diese Planung schnell umsetzen zu können.»

ddp.djn/mar

Schlichtungsverhandlungen im Baugewerbe haben begonnen

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 14:06
Frankfurt/Main (ddp.djn). In der Tarifauseinandersetzung des deutschen Baugewerbes haben am Freitag die Schlichtungsverhandlungen in Frankfurt am Main begonnen. Bisher sei noch kein Ende der Gespräche abzusehen, sagte eine Sprecherin des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB) auf Anfrage. Die Schlichtungsstelle unter Vorsitz des ehemaligen Wirtschafts- und Arbeitsministers Wolfgang Clement hat nur 14 Tage Zeit, ihre Arbeit abzuschließen.

   Die IG BAU fordert für die rund 700 000 beschäftigten sechs Prozent mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung sowie die Angleichung der Tariflöhne im Osten an das West-Niveau. Die Arbeitgeber wollen zuerst eine Neuordnung der Tarifstruktur.

   Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) haben nach Angaben der Gewerkschaft auch in der dritten Tarifrunde kein Angebot vorgelegt.
Daraufhin hatte die Gewerkschaft die Verhandlungen für gescheitert erklärt und die Schlichtungsstelle angerufen.

ddp.djn/jwu/nas

Stahlfaserbeton / steel fibre concrete

Beton, Baustoffe — geschrieben von bauinformant @ 12:52

Stahlfaserbeton / steel fibre concrete

Stahlfaserbeton kommt in Deutschland ungefähr seit Mitte der 70er-Jahre zum Einsatz. Beim Stahlfaserbeton übernehmen spezielle Stahlfasern die Aufgabe der Bewehrung. Die Zugabe von Stahlfasern beeinflusst vor allem die Biegezug- und Schubfestigkeit, sowie das Riss- und Verformungsverhalten des Betons positiv. Industriefußböden sind derzeit das Hauptanwendungsgebiet von Stahlfaserbeton. Weitere Anwendungen findet der Stahlfaserbeton bei Betonstraßen, im Tunnelbau und auch im Wohnungsbau, wo er zunehmend bei Bodenplatten, Fundamenten und Kellerwänden eingesetzt wird. Vollständiger Textabruf: mehr

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Beton aus Leidenschaft. Aus Leidenschaft Beton.

Beton — geschrieben von bauinformant @ 12:50

Nicht der  Beginn, aber ein Wiederbeginn des Betonbaus war die Erfindung des Gärtners und Baumeisters Joseph Monier im Jahr 1848: Er revolutionierte mit seinen eisenbewehrten Blumentöpfen die Betontechnologie. Seitdem ist Beton zu einem allgegenwärtigen Baustoff geworden, dem nicht nur in statischer, sondern auch in ästhetischer Hinsicht kaum Grenzen gesetzt ist.

Mit Beton zu bauen ist ein komplexer Prozess, der ebenso von der naturwissenschaftlich exakt begründeten und erprobten Technologie wie vom Zufälligen lebt. Beton ist nicht nur Konstruktion und Raum, sondern zugleich auch sichtbare Fassade und Oberfläche. Der Werkstoff Beton trotzt seinem Ruf als trister und seelenloser Baustoff, er ist vielfältig, form- und wandelbar. Darin liegt auch ein Teil der Faszination des Baustoffs, der immer wieder zu neuem Experimentieren Anlass gibt. Das Ergebnis sind Werkstoffe wie lichtdurchlässiger Beton, Textilbeton, Faserbeton, selbstverdichtender Beton, Fotobeton, farbiger Beton, in allen erdenklichen Nuancen.

Daher entwickeln  nicht nur Architekten, sondern auch Künstler und Designer eine Leidenschaft für den Baustoff Beton. Mehr Informationen über den Werk- und BAustoff Beton finden Sie auf :

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Geschichte des Betons

Beton — geschrieben von bauinformant @ 12:44

Der Begriff Beton kommt aus dem Altfranzösischen und geht auf Bernard de Belidor zurück, der das Wort Béton erstmals 1753 in seinem Standardwerk „Architecture hydraulique“ verwendete.

Altertum

Schon vor 14.000 Jahren verwendeten Handwerker in der heutigen  östlichen Türkei Mörtel als Bindemittel, um Ziegelsteine zu mauern. Der Mörtel bestand aus gebranntem Kalk. Gebrannter Kalk wurde auch von den Ägyptern beim Bau der Pyramiden verwendet. Über die Griechen gelangten diese Techniken ungefähr im 3. Jahrhundert v. Chr. in das damalige Römische Reich. Sie waren die ersten, die mit Beton arbeiteten. Anfang des 3. Jh. v.Chr. tauchte der Kalkmörtel aus natürlichen hydraulischen Bindemitteln in der Campagna (Umgebung Roms) auf, vermischt mit Steinmaterial auch als Kalkbeton (opus caementicum); dieser entwickelte sich rasch zum wichtigsten römischen Baumaterial und verdrängte gegen Ende der Republik das reine Quadermauerwerk . Den Bau mit behauenen Steinen hatten die Römer von den Griechen übernommen und durch die Technik des Mörtelbaus ergänzt. Der römische Kalkmörtel schuf gleichzeitig die Voraussetzung für die Weiterentwicklung der von den Etruskern übernommenen Bogen- und Gewölbekonstruktionen

[An dieser Stelle darf gefragt und angemerkt werden, ob die begriffliche Abgrenzung zwischen Mörtel und Beton evtl. durch die Jahrhunderte und die Übersetzungen "schärfer" vorgenommen wurde, als dies in der Baupraxis tatsächlich war. Die Gemenge aus Einzelkörnern, die für die Herstellung von Mörtel oder Beton geeignet sind, bilden mit dem erhärteten Bindemittel ein künstliches Konglomerat und sind von manchen natürlichen Konglomeratgesteinen mitunter nicht leicht zu unterscheiden.]

Römerzeit

Der Betonbau erfuhr in der römischen Kaiserzeit seine erste Blüte. Die Römer entwickelten das Opus Caementitium, aus dessen Namen das Wort Zement abgeleitet ist. Die Bestandteile des Opus Caementitium, des römischen Betons, sind gebrannter Kalk, Wasser, (Vulkan-)Sand und Bruchsteine. Kalkbrenner, die Magister Calcariarum, brannten den Kalk bei etwa 1000° C. In Deutschland war den germanischen Völkern zwar bereits vor der Anwesenheit der Römer das Kalkbrennen bekannt, aber Kalk wurde von den Germanen zunächst überwiegend als Farbe für die Bemalung von Gegenständen genutzt. Dennoch war der Einfluss der römischen Kalkbrenner  auf die Entwicklung der Kalkbrenntechnologie, die Mörtelherstellung und somit auch auf das Bauen in Deutschland von großer Bedeutung.

[Über die Entwicklung der Kalkbrenntechnologie in Deutschland, gibt der folgende Link einen sehr guten Einblick: http://www.bis-handwerk.de/Standardmodule/Download/GetDocument_neu.asp?document=1836 ]

Eine wesentliche Verbesserung, die von den Römern entwickelt wurde, war die Verwendung inerter Zuschlagsstoffe, die im Wesentlichen aus Resten von gebranntem Ziegelmaterial bestanden und die Eigenschaft besitzen, bei Temperaturänderungen keine Risse zu bilden.

Bestimmte Zuschlagstoffe ließen den Mörtel wasserbeständig und unter Wasser hart wie Fels werden. Mit Sand und Kies vermischt ergab dieser Mörtel einen ausgezeichneten Beton, der für das im 2. Jahrhundert v. Chr. eingeführte Gussmauerwerk verwendet und zwischen Holzverschalungen oder Mauerwerk vergossen wurde.

Der "römische Beton" war von so hoher Qualität, dass die damit erstellten Bauwerke die Zeit bis heute überdauerten. Grosse Teile des Kolosseums in Rom bestehen aus römischem Beton, ein weiteres Beispiel römischer Beton-Baukunst ist das Pantheon in Rom, dessen betonierte Kuppel einen Durchmesser von 43 m aufweist. Diese gewagten Abmessungen waren der vorrömischen Baukunst unbekannt und wurden erst wieder in unserem Jahrhundert erreicht. Das Bemerkenswerte an dieser Kuppel war ihr geringes Gewicht bei gleichzeitiger Stabilität. Am Ansatz ist die Kuppel 6 m dick um sich nach oben hin bis auf 1,5 m zu verjüngen.  Auch die verwendeten Materialien wurden nach oben hin leichter. Ganz oben benutzte man leichten vulkanischen Bimsstein als Zuschlagsstoff.

Eine wesentliche Verbesserung, die von den Römern entwickelt wurde, war die Verwendung inerter Zuschlagsstoffe, die im Wesentlichen aus Resten von gebranntem Ziegelmaterial bestanden und die Eigenschaft besitzen, bei Temperaturänderungen keine Risse zu bilden.

Bestimmte Zuschlagstoffe ließen den Mörtel wasserbeständig und unter Wasser hart wie Fels werden. Mit Sand und Kies vermischt ergab dieser Mörtel einen ausgezeichneten Beton, der für das im 2. Jahrhundert v. Chr. eingeführte Gussmauerwerk verwendet und zwischen Holzverschalungen oder Mauerwerk vergossen wurde.

Mittelalter

Mit dem Mittelalter geriet der Betonbau in Vergessenheit, das Wissen um das Opus Caementitium ging verloren bzw. wich anderen Prioritäten. Da der Transport der Baumaterialien für den mittelalterlichen Baubetrieb eine sehr aufwändige und kostspielige Angelegenheit war, benutzte man vorzugsweise die am Ort vorkommenden Materialien.Vielerorts herrschte die Bauweise aus Holzfachwerk vor, das mit Weidenruten oder Stroh und Lehm gefüllt war. Für den Bau von Steinhäusern verwendeten die Bauleute meist einen an der Luft härtenden Kalkmörtel (Lehm-/Kalk-/(Sand-)-Mörtel). Für Fundamente verbaute man teilweise mit Ziegelmehl versetzte Mörtel.

17. Jahrhundert

Ab 1648 entstand ein reger Handel mit Tuffgestein aus der Eifel zwischen Deutschland und Holland. Die Holländer mahlten das poröse vulkanische Gestein und nannten es "Trass". Mit dem Gesteinsmehl lässt sich ein unter Wasser härtender Mörtel herstellen. Holländischer "Trass" war auch im Ausland eine begehrte Handelsware.

Der Mathematiker Jakob I. Bernoulli entwickelte das Prinzip der Balkentheorie. Er schuf damit die Voraussetzung für das Verständnis von Kraftverläufen in auf Biegung beanspruchten Bauteilen.

18. Jahrhundert

Seit der Antike ist bekannt, dass Kalkbindemittel, die aus natürlichen mit Tonen verunreinigten Kalken (Kalkmergeln) gebrannt werden, oder denen man Ziegelmehl zusetzt, hydraulische Eigenschaften aufweisen. Dies basierte jedoch auf dem gewonnenen Erfahrungsschatz.

Erst der Engländer John Smeaton (1724-1792) wies 1759 dezidiert darauf hinauf, dass auf die Zugabe von puzzolanischen (vulkanischen) Zusatzstoffen verzichtet werden kann. Er entdeckte die Bedeutung des Tongehaltes für die hydraulischen Eigenschaften des aus einem natürlichen Gemisch von Kalkstein und Ton hergestellten Wasserkalkes und benutzte 1774 solchen Kalk beim Bau des Leuchtturms von Eddystone.  Auf diese Entdeckung gestützt, erfand der Engländer James Parker (vor 1780-nach 1807) von Northfleet ein hydraulisch erhärtendes Produkt, das er aus dem nahe London abgebauter Septarienton, einem sehr stark tonhaltigen Kalkmergel, gebrannt hatte, und ließ ihn als Romancement patentieren. Zuvor wurden puzzolanische Zusatzstoffe als ‚Zement‘ bezeichnet. "Romancement" war aber das Bindemittel selbst. Der Rohstoff wurde dabei knapp bis zur Sinterung erhitzt.

19. Jahrhundert

Natur und Wirkungsweise wurde 1830 durch Johann Nepomuk von Fuchs wissenschaftlich aufgeklärt.

Romanzement ist ein hydraulisches (im Wasser härtendes) Bindemittel, der über eine sehr kurze Abbindezeit verfügt. Romanzement ist kein Zement im heutigen Sinn, sondern mit hochhydraulischen Kalken (Wasserkalk) oder Trass und anderen Puzzolankalken vergleichbar.

Als eigentlicher Erfinder des Portlandzements gilt der Engländer Joseph Aspdin (1778-1855). 1824 erhielt er das Patent, in dem er den Ausdruck ‚Portland cement‘ benutzte. Dieser war noch kein Zement im heutigen Sinne, sondern künstlicher Romanzement. Die Bedeutung des Sinterns hat anscheinend als erster Isaac Charles Johnson (1811-1911) im Jahr 1844 erkannt, und mit seinem verbesserten Verfahren den „echten“, überbrannten Portlandzement in das Baugewerbe eingeführt, wo er aufgrund seiner überlegenen Härte den Romanzement schnell verdrängte.

Ein großer Qualitätssprung war  die Erfindung des Stahlbetons durch Joseph Monier (Patent: 1867), die hierfür verwendeten Eisenteile heißen bis heute noch Moniereisen (Häufiger wird allerdings der Begriff Bewehrungsstahl oder Betonstahl für Moniereisen verwendet).


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Vergütung während der Kurzarbeit - Baugewerbe

Baurechtliches — geschrieben von bauinformant @ 12:07

Nach § 4 Nr. 6.1 des Bundesrahmentarifvertrags für das Baugewerbe entfällt der Lohnanspruch, wenn die Arbeitsleistung entweder aus zwingenden Witterungsgründen oder in der gesetzlichen Schlechtwetterzeit aus wirtschaftlichen Gründen unmöglich wird. Soweit der Lohnausfall in der gesetzlichen Schlechtwetterzeit nicht durch Auflösung von Arbeitszeitguthaben ausgeglichen werden kann, ist der Arbeitgeber verpflichtet, mit der nächsten Lohnabrechnung das Saison-Kurzarbeitergeld in der gesetzlichen Höhe zu zahlen. Nach der vorliegenden Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts besteht diese Zahlungspflicht unabhängig davon, ob die persönlichen Bewilligungsvoraussetzungen für das Kurzarbeitergeld gemäß §§ 169, 172 SGB III erfüllt sind. Komplettabruf unter: mehr

Dieser Artikel wird von www.kostenlose-urteile.de zur Verfügung gestellt.

Lesen Sie auch den Artikel: Wohngeld während der Kurzarbeit von Michael Konetzny


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Deutsche Bauindustrie nimmt online-Dialog mit Schülern und Studierenden auf

Ausbildung & Studium — geschrieben von bauinformant @ 12:03

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie hat sein Internetportal zum Studium des Bauingenieurwesens grundlegend erneuert. Unter www.werde-bauingenieur.de kommen nun erstmals Studenten und Studentinnen von verschiedenen Hochschulen und Universitäten zu Wort, die von ihren Erfahrungen aus den ersten Semestern des Studiums berichten.
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Baustoffindustrie stellt Fachkräfteinitiative vor

Ausbildung & Studium — geschrieben von bauinformant @ 11:41

„Bau deine Zukunft!“


Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten darf eine nachhaltig ausgerichtete Personalpolitik nicht vernachlässigt werden. Daher hat der BBS eine Fachkräfteinitiative ins Leben gerufen. „In zehn Jahren wird die Zahl der Schulabgänger um 20 Prozent schrumpfen. Somit müssen sich die Unternehmen auf einen zunehmenden Wettbewerb um Fachkräfte einstellen“.
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Neue Honorarordnung schafft Klarheit für Architekten und Ingenieure

Baurechtliches — geschrieben von bauinformant @ 11:08

Ende April hat das Bundeskabinett die 6. Novelle der Verordnung über die Honorare für Architekten und Ingenieurleistungen (HOAI) verabschiedet. Anlässlich des Kabinettbeschlusses erklärt Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee: "Ich unterstütze ausdrücklich die Novellierung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Die Anpassung war notwendig und überfällig. Die HOAI musste im Interesse sowohl der Bauherren als auch der Planer praxisorientiert umgestaltet werden. Vor allem mussten Anreize zum kostengünstigen Bauen und zur Baukostenbegrenzung eingebaut werden. Das ist nun gelungen. Wir haben die HOAI vereinfacht, transparenter und flexibler gestaltet. Außerdem haben wir für die Architekten und Ingenieure eine pauschale Anhebung der Honorare um zehn Prozent herausgeholt. Gleichzeitig werden die Endwerte und vollständigen Leistungsbilder beibehalten. Das ist eine gute Nachricht. Ich bin dafür, dass die HOAI in einem weiteren Schritt inhaltlich weiter entwickelt wird. Aus den Anhörungen der Länder, der Kammern und Verbände wissen wir, dass es weitere Punkte für eine Aktualisierung der Leistungsbilder der HOAI gibt. Das müssen wir mit den Architekten und Ingenieuren besprechen."


Das Bundesbauministerium hat sich für die Verbände und Kammern in den Verhandlungen um die Novellierung stark gemacht. Der Prüfauftrag des Bundesrates und die Ziele der Koalitionsvereinbarung wurden damit umgesetzt. Die letzte Novellierung (5. Novelle) der HOAI liegt 14 Jahre zurück. Wesentliche Änderungen sind:

1. Der Anwendungsbereich der HOAI wird auf Planungen von im Inland ansässigen Büros beschränkt. Damit wird der allgemeinen Dienstleistungsfreiheit gemäß der europäischen Dienstleistungsrichtlinie Rechnung getragen.

2. Mit einem neuen Berechnungsmodell und einem Bonus-Malus-System werden die Honorare von den Baukosten abgekoppelt und Anreize zum kostengünstigen Bauen geschaffen.

3. Gutachterliche und beratende Tätigkeiten werden ebenso behandelt wie bei der Rechtsberatung (Mit der Novellierung der Gebührenordnung für Rechtsanwälte ist seit Juli 2006 nur noch die forensische Tätigkeit an verbindliche Gebühren gebunden). Die Regelungen bleiben aber als unverbindliche Vorschriften erhalten und stellen für unerfahrene Planer und Auftragnehmer ein Orientierungsgeländer dar.

4. Mit dem Wegfall verbindlicher Stundensätze wird mehr Vertragsfreiheit ermöglicht. Gleichzeitig entstehen mehr Anreize für die Büros zu wirtschaftlich vernünftigem und marktgerechtem Kalkulieren.

5. Die seit fast 14 Jahren unveränderten Tafelwerte werden pauschal um 10 Prozent angehoben. Die Mehrkosten für die öffentlichen Haushalte betragen rund 290 Millionen Euro, davon tragen der Bund 80 Millionen Euro, die Bundesländer 35 Millionen Euro und die Kommunen 175 Millionen Euro.

6. Der Entwurf enthält außerdem systematische Verbesserungen und Vereinfachungen. Es bleibt bei den bisherigen Tafelendwerten (unter anderem 25,56 Millionen Euro im Hochbau).


Quelle: Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

veröffentlich auf: 


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IBA-Wettbewerb "Energieberg Georswerder" entschieden

Architekturpreise, Wettbewerbe & Auszeichnungen — geschrieben von bauinformant @ 22:27

Die Deponie wird zum Energieberg mit Panoramablick

Schon jetzt bietet die Spitze des Deponiehügels Georgswerder im Norden der Elbinsel Wilhelmsburg einen einzigartigen Panoramablick auf die gesamte Hansestadt. Die IBA Hamburg will diesen Ort mit einer Aussichtsplattform öffentlich zugänglich machen und den Deponiehügel in einen regenerativen Energieberg umwandeln. In enger Abstimmung mit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt hat die IBA jetzt europaweit einen Wettbewerb ausgeschrieben. Acht Teams aus Landschaftsarchitekten und Architekten haben sich in einem Bewerbungsverfahren zur Teilnahme am Wettbewerb qualifiziert. Ihre Planungsaufgabe war es, einen Entwurf für die Gestaltung der Oberfläche der Deponie zu erarbeiten, architektonischer Teil der Aufgabe war die Planung eines Ausstellungs- und Betriebsgebäudes. Die Jury unter dem Vorsitz der Landschaftsarchitektin Prof. Ulrike Beuter hat einstimmig die Arbeit der Berliner HÄFNER/JIMENEZ Landschaftsarchitekten und Konermann Siegmund Architekten aus Hamburg mit dem ersten Preis ausgezeichnet und zur Realisierung empfohlen.


Hamburg, 20. Mai 2009. „Die Planer haben diese sehr komplexe und schwierige Aufgabe mit Bravour gelöst. Ich bin beeindruckt von der Vielfalt der Vorschläge für die Gestaltung der Deponie“, sagt Uli Hellweg, Geschäftsführer der IBA Hamburg. Er zeigt sich überzeugt davon, dass die Idee einer ungewöhnlichen Aussichtspromenade die Kraft haben wird, Menschen immer wieder für den Ort zu interessieren und zu begeistern. „So wird das gelingen, was für den Stadtteil und die Anwohner so wichtig ist: der Berg wird Attraktion der Nachbarschaft und einen Imagewandel erleben, ohne dabei die schwierigen Seiten der Deponie auszublenden. Ich bin sehr froh, dass die Jury dies einstimmig so gesehen hat.“ Auch die Juryvorsitzende Prof. Ulrike Beuter ist angetan von dem ersten Preis. „Die den Gipfel umrundende Promenade macht den Hügel zu einer weithin sichtbaren Landmarke, die als weiß leuchtender Ring auch nachts eine besonders überzeugende Wirkung entfaltet. Und auch den Besuchern des Berges eröffnen sich ganz neue Perspektiven auf Hamburg. Ich begrüße es sehr, dass ein einzigartiger Anziehungspunkt entsteht, der ohne belehrendes Pathos für die Besucher auskommt.“


Energieberg mit Aussicht auf die Hansestadt

Aufgabe der teilnehmenden Teams war es nicht nur, Umgestaltungsvorschläge für die Deponieabdeckung zu machen und eine Idee für einen Ausstellungsparcours zu entwerfen, der den Berg und das Thema Energie der Zukunft behandelt. Aufgabe war zudem die Planung eines energetisch hochwertigen Ausstellungs- und Betriebsgebäude am Fuß des Bergs. Baubeginn wird 2010 sein, ab 2011 soll sich dieser künstlich entstandene Landschaftsraum dann für Besucherinnen und Besucher öffnen. Dann können die Besucher nicht nur einen einzigartigen Ausblick auf die Hansestadt genießen, sondern auch mögliche Lösungen für die energetischen Herausforderungen der Zukunft erleben. Die IBA Hamburg plant hier, das Potenzial an erneuerbaren Energien deutlich auszubauen: So sollen die vorhandenen Windkraftanlagen durch leistungsstärkere ersetzt werden (Repowering), aus dem anfallenden Grasschnitt auf dem Hügel soll Biogas gewonnen werden zudem steht der Hang des Hügels für Photovoltaik zur Verfügung.

Sämtliche Arbeiten des Wettbewerbs sind ab sofort bis zum 6. Juli 2009 in der Werkstattschau IBA at WORK am Berta-Kröger-Platz in Wilhelmsburg zu sehen.

weitere Informationen zur Ausstellung IBA at Work


Download der Visualisierung des 1. Preises (Blatt1)
(HÄFNER/JIMENEZ Landschaftsarchitekten und Konermann Siegmund Architekten)

Download der Visualisierung des 1. Preises (Blatt3 oben)
(HÄFNER/JIMENEZ Landschaftsarchitekten und Konermann Siegmund Architekten)

Download der Visualisierung des 1. Preises (Blatt3 unten)
(HÄFNER/JIMENEZ Landschaftsarchitekten und Konermann Siegmund Architekten)


weitere Informationen zum IBA-Projekt Energieberg Georgswerder


Eigenleistungen befreien nicht von Mängelhaftung

Baurechtliches — geschrieben von bauinformant @ 14:12
Berlin (ddp.djn). Baufirmen haften auch für Mängel, die sie verursacht haben, nachdem auf dem Bau Eigenleistungen ausgeführt wurden. Darauf macht der Verband Privater Bauherren (VPB) aufmerksam.
Bauherren sollten sich von anderslautenden Formulierungen im Bauvertrag nicht verunsichern lassen.

   Steht im Kleingedruckten der Satz «Bei Eigenleistungen entfällt eine Gewährleistung für Bauleistungen, die auf den Eigenleistungen aufbauen», sei das bei einem Kaufvertrag für ein Schlüsselfertighaus rechtlich bedeutungslos, so der VPB. Mit diesem Satz werde die Gewährleistung für alle Bauleistungen ausgeschlossen, die auf die Eigenleistung folgen, also auch für Mängel, die der Bauunternehmer selbst zu verantworten hat. Aus dieser Verpflichtung könne sich der Bauunternehmer aber nicht befreien, betonen die Bauexperten. Er hafte für in jedem Fall für seine Fehler. Diese müsse der Bauherr dem Unternehmer allerdings nach der Abnahme nachweisen.

ddp.djn/kaf/mwo

Burgauer Architekturtage

Allgemein — geschrieben von bauinformant @ 13:32
Dialog fördern, Kontakte pflegen

Kontinuierlichen Erfahrungsaustausch sowie die Diskussion über Lösungsmöglichkeiten und Produkte für den Sicht- und Sonnenschutz – dieses Engagement will Roma weiter ausbauen. Der süddeutsche Sonnenschutzspezialist sucht deshalb bewusst neben dem intensiven Kontakt zu Handwerk und Handel den Dialog mit Architekten. Im Rahmen der 'Burgauer Architekturtage' lädt der Hersteller nun regelmäßig zu Vorträgen und Ausstellungen ein. Am 7. Mai fand jetzt das erste Symposium statt. Zur Eröffnung der Werkschau 'Ein Quantum Licht' von Auer + Weber und den Präsentationen namhafter Referenten konnten mehr als 200 Teilnehmer begrüßt werden. Bis Mitte Juli haben nun Roma-Kunden die Möglichkeit, die Werkschau zusammen mit ihren eigenen Architektur-Partnern zu besuchen oder für Veranstaltungen zu nutzen.

Das 2008 am Firmensitz neu gebaute Forum ist für die ambitionierte Veranstaltungsreihe ideal ausgestattet. Es bietet sowohl Vortragssäle als auch Raum für Ausstellungen. Darüber hinaus eignen sich die großzügige Lounge sowie die Terrasse bestens für intensive Gespräche. Im Mittelpunkt des ersten Symposiums am 7. Mai stand die Eröffnung der Werkschau 'Ein Quantum Licht' von Auer + Weber + Assoziierte, München/Stuttgart. Der mit internationalen Preisen ausgezeichnete Architekt und Mitbegründer des Büros, Professor Carlo Weber, gab dazu eine Einführung. Zudem war das Programm mit Vorträgen namhafter Planer, wie Bernhard Dessecker vom Münchner Lichtdesign-Büro Ingo Maurer, Professor Christian Bartenbach, Gründer des Insbrucker LichtLabors, sowie Christian M. Goldbeck, Szenograf des Spielfilms 'Krabat', hochkarätig besetzt. Intensiv nutzten die rund 200 Gäste aber auch die Werksführungen, um sich über die Entwicklung und Produktion von Rollläden zu informieren.

"Es ist unser Ziel, die Kompetenzen von Planern, Handwerkern und uns als Hersteller zusammenzubringen und den interdisziplinären Austausch zu fördern. So können wir auch in Zukunft die an uns gestellten Anforderungen optimal erfüllen", erklärt Geschäftsführer Roland Thoma. Er lädt seine Fachpartner ausdrücklich dazu ein, die Werkschau zusammen mit deren regionalen Architekten zu besuchen oder das Forum für eine eigene Veranstaltung mit ihnen zu nutzen. Die sehenswerte Architekturausstellung ist noch bis Mitte Juli im Roma-Forum täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Großformatige, brillante Bilder zeigen etwa das von Auer + Weber erstellte ESO Hotel in der Atacamawüste in Chile. Dieses wurde in der jüngsten Vergangenheit dadurch besonders bekannt, weil es (nur im Modell!) in der Schlusssequenz des neuesten James-Bond-Thrillers 'Ein Quantum Trost' in die Luft gesprengt wird. Aber auch weitere Bauten von Auer + Weber, wie das Seminargebäude Gut Siggen in Ostholstein sowie die erst 2008 fertiggestellte ECE-Stadtgalerie in Passau, werden präsentiert.

Neben der Architekturausstellung geben Sonnenschutzexponate einen Überblick über die Roma-Produktpalette und ihre Integrationsmöglichkeiten. "Mit unserem breiten Rollladenprogramm sowie dem neuen, hochwertigen Raffstoreangebot und dem textilen Sonnenschutzsystem Zip-Screen sind unsere Partner bestens aufgestellt", unterstreicht Roland Thoma. "Im Forum besteht für unsere Kunden somit die ideale Möglichkeit, in angenehmer Atmosphäre Kontakte zu pflegen und Fachgespräche zu führen."

Wer es bis Mitte Juli nicht schafft, hat auch später noch Gelegenheit. Denn die nächsten Veranstaltungen im Rahmen der 'Burgauer Architekturtage' mit neuen Ausstellungen sind schon geplant. Am 23. Juli 2009 startet die Schau über die Baumeisterdynastie Böhm, deren Wurzeln unweit von Burgau in Jettingen liegen. Bekannt ist dabei vor allem der mit dem international renommierten Pritzker-Preis ausgezeichnete Architekt und Bildhauer Gottfried Böhm. Das dritte Symposium mit einem ebenfalls spannenden Programm findet im Oktober statt. Als Ansprechpartner für die Nutzung des Forums steht Stefanie Jörg, unter Telefon 08222/4000-364 oder E-Mail stefanie-joerg@roma.de zur Verfügung.

Weitere Informationen unter www.burgauer-architekturtage.de


Referenzbauten aus Holz, Flachs, Stroh und Co. im Internet

Baustoffe — geschrieben von bauinformant @ 18:08

Deutschlandweite Auswahl von Gebäude aus nachwachsenden Rohstoffen jetzt auf www.natur-baustoffe.info

Die neue Referenzgebäude-Liste auf www.natur-baustoffe.info ist für angehende Bauherren und Architekten mit Interesse an natürlichen Baustoffen gleichermaßen wertvoll. Aktuell finden sich auf ihr 21 bundesweite Baubeispiele mit Bild, Ansprechpartner und Beschreibung.

Ein ökologisch und denkmalgerecht saniertes niederdeutsches Hallenhaus mit Stroh-Lehm-Wänden ist ebenso dabei wie ein modernes Passivhaus, eine Schule und ein Gründerzentrum in Holzrahmenbauweise.

Viel Platz in den Baubeschreibungen wird dem Aufbau von Wänden, Decken und Böden eingeräumt. Deren Strukturen sind detailliert aufgeführt, bieten sich doch gerade hier besonders viele Einsatzmöglichkeiten für Naturbaustoffe.
Die Darstellung konkreter Baubeispiele, auch solcher mit ökologischer Ausrichtung, ist nichts Neues und findet sich in fast jeder Bauzeitschrift. Das Besondere an der Liste der FNR ist ihre vielfältige, deutschlandweite Übersicht und der Fakt, dass zu jedem Gebäude Ansprechpartner benannt sind. So können Interessenten die Bauwerke auf Wunsch besuchen und sich vor Ort ein genaues Bild machen.

Zusammengestellt wurde die Liste durch die Fachberatung "Bauen & Wohnen mit Naturbaustoffen" der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Die Bauberatung der FNR ist im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Bauen und Einrichten mit Naturbaustoffen.

Die Referenzgebäude-Liste finden Sie auf www.natur-baustoffe.info im Menüpunkt "Daten & Fakten". Wer ein Gebäude mit hohem Anteil nachwachsender Rohstoffe geplant oder gebaut hat oder bewohnt, kann es in die Referenzliste aufnehmen lassen. Voraussetzung ist das Einverständnis der Bewohner mit vor-Ort-Besichtigungen.

Dr. Torsten Gabriel | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.natur-baustoffe.info

 


IG-BAU-Chef rechnet fest mit Streiks

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 14:20
  Berlin (ddp.djn). IG-BAU-Chef Klaus Wiesehügel sieht ungeachtet der bevorstehenden Schlichterrunde einen Arbeitskampf auf die Branche zurollen. «Auf der Arbeitgeberseite dominieren die Falken, obwohl sie nur eine kleine Minderheit sind», sagte er der «Berliner Zeitung» (Montagausgabe). Zwar wolle die übergroße Mehrheit der Arbeitgeber mit der Gewerkschaft die sozialpartnerschaftliche Tradition fortsetzen, könne sich bisher aber nicht durchsetzen. Daher befürchte er Arbeitskämpfe: «Wenn die Arbeitgeber den Tarifvertrag verweigern, ist der Streik für Arbeitnehmer das einzige Mittel sich zu wehren.»

   Grund für die Skepsis Wiesehügels, in der Schlichtung doch noch zu einer Einigung im Tarifstreit für die rund 700 000 Beschäftigten der Baubranche zu kommen, ist die Zerstrittenheit im Arbeitgeberlager.
Dort gebe es «ganz unterschiedliche, ja unvereinbare Interessen».
«Hier geht auf Arbeitgeberseite alles nur im großen Konflikt mit viel Geschrei», sagte er. Insbesondere die Ost-Arbeitgeber des Handwerks wollten nicht ernsthaft Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft.

ddp/arh

Wer Asbest verschweigt, muss Sanierung zahlen

Baurechtliches — geschrieben von bauinformant @ 14:17
  Berlin (ddp.djn). Wer sein Haus umbauen möchte, sollte vorher immer ein Gutachten vom Sachverständigen machen lassen. So behält er nicht nur die Kosten im Griff, sondern erfährt auch rechtzeitig von möglicherweise nötigen Asbest- oder Schadstoffsanierungen. Besonders Heimwerker, die Renovierungsarbeiten selbst erledigen möchten, sollten sich über die Gefahren informieren, um gesundheitliche Folgen zu vermeiden. Das empfiehlt der Verband Privater Bauherren (VPB).
Denn wenn Asbest gefunden wird, müssen Privatleute die Finger davon lassen. Der Bauherr ist verpflichtet, Spezialfirmen mit dem Ausbau zu beauftragen. Auch die Entsorgung und Lagerung des Baustoffes nach dem Ausbau muss genau dokumentiert werden.

   «Asbest ist in vielen Altbauten versteckt», sagt VPB-Vorsitzender Thomas Penningh. Derzeit bauen viele ältere Ehepaare ihr Familienhaus zum barrierearmen Alterssitz um. Dabei haben sie es oft mit Asbest und anderen gesundheitsschädlichen Baustoffen zu tun. Bis in die 1980er Jahre hinein wurde Asbest verbaut, in Fassaden, Dächern, Dämmstoffen und Klebern. Bis 1991 durfte es noch in Form von Asbestzementprodukten eingebaut werden. «Also auch relativ neue Häuser können betroffen sein», warnt Penningh.

   Soll das Haus verkauft werden und besteht auch nur der begründete Verdacht, dass in der Immobilie gesundheitsgefährdende Stoffe verbaut worden sein könnten, muss der Kaufinteressent informiert werden, und zwar ungefragt. Dazu ist der Verkäufer verpflichtet. Unterlässt er dies, kann er zur Zahlung der Sanierungskosten verurteilt werden. So entschied jüngst der Bundesgerichtshof den Fall eines asbestverkleideten Hauses aus dem Baujahr 1980 (AZ: V ZR 30/08).

ddp.djn/kaf/mwo

Gewerkschaft ruft im Bau-Tarifkonflikt Schlichtung an

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 14:14
   Frankfurt/Berlin (ddp.djn). Im Tarifkonflikt des deutschen Baugewerbes hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) nun auch formal die Schlichtung angerufen. Die Schlichtungsstelle unter Vorsitz des früheren Wirtschafts- und Arbeitsministers Wolfgang Clement wird nun erstmals innerhalb einer Woche tagen, wie die Gewerkschaft am Montag in Frankfurt am Main mitteilte. Im Verlauf von
14 Kalendertagen nach dem ersten Zusammentreffen werde die Schlichtungsstelle ihre Arbeit abzuschließen haben. Unbestätigten Angaben zufolge soll die Schlichtung am Freitag (22. Mai) beginnen.

   Die IG BAU fordert sechs Prozent mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung für die rund 700 000 Beschäftigten sowie die Angleichung der Tariflöhne im Osten an das West-Niveau. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) haben nach Angaben der Gewerkschaft auch in der dritten Tarifrunde kein Angebot vorgelegt. Daraufhin hatte die Gewerkschaft die Verhandlungen für gescheitert erklärt.

   IG-BAU-Chef Klaus Wiesehügel sieht ungeachtet der bevorstehenden Schlichterrunde einen Arbeitskampf auf die Branche zurollen. «Auf der Arbeitgeberseite dominieren die Falken, obwohl sie nur eine kleine Minderheit sind», sagte er der «Berliner Zeitung» (Montagausgabe).
Zwar wolle die übergroße Mehrheit der Arbeitgeber mit der Gewerkschaft die sozialpartnerschaftliche Tradition fortsetzen, könne sich bisher aber nicht durchsetzen. Daher befürchte er Arbeitskämpfe:
«Wenn die Arbeitgeber den Tarifvertrag verweigern, ist der Streik für Arbeitnehmer das einzige Mittel, sich zu wehren.»

   Grund für die Skepsis Wiesehügels ist die Zerstrittenheit im Arbeitgeberlager. Dort gebe es «ganz unterschiedliche, ja unvereinbare Interessen». «Hier geht auf Arbeitgeberseite alles nur im großen Konflikt mit viel Geschrei», sagte der IG-BAU-Chef.
Insbesondere die Ost-Arbeitgeber des Handwerks wollten nicht ernsthaft Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft. Die Schlichtungskommission setzt sich neben dem Schlichter zusammen aus vier Vertretern der IG BAU und je zwei Vertretern des HDB und des ZDB.

ddp.djn/rab/pon

Plus-Energie-Haus mit Photovoltaik

Neuer Nachbar für Berlin Mitte: Plus-Energie-Haus mit Photovoltaik von SCHOTT Solar gastiert in der Hauptstadt

SCHOTT Solar-Dünnschichtlamellen sorgen für Energie im preisgekrönten Haus der TU Darmstadt | Copyright: TU Darmstadt
SCHOTT Solar-Dünnschichtlamellen sorgen für Energie im preisgekrönten Haus der TU Darmstadt | Copyright: TU Darmstadt

(pressebox) Mainz/Berlin, 18.05.2009

- Modellprojekt demonstriert die Zukunft des Bauens
- Photovoltaiklamellen mit Technologie von SCHOTT Solar sorgen für Energie
- Zu besichtigen ab heute, dem 18. Mai, am Washingtonplatz

Das Plus-Energie-Haus - initiiert vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) - zieht auf den Washingtonplatz. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit eröffnen es heute, am 18. Mai. Gelegen zwischen Spree und Hauptbahnhof ist das preisgekrönte Haus anschließend bis zum 30. September dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist frei. Das Modellprojekt der TU Darmstadt informiert die Besucher über alle Aspekte des nachhaltigen Bauens und zeigt, wie ästhetische, innovative und energie-effiziente Architektur aussehen kann. Schulklassen, Studenten, Eigenheimbesitzer und (Architektur-)Interessierte können sich vor Ort unter anderem über die Photovoltaiklösungen von SCHOTT Solar informieren - denn diese sorgen für Energie im zukunftsweisenden, nachhaltigen Haus.

Alle Außenwände, das Dach sowie die verbauten Fenster sind hoch wärmedämmend. Die äußerste Schicht des Plus-Energie-Hauses besteht aus Schiebeelementen aus Eichenholz mit eingelassenen Solarlamellen, einer Photovoltaiklösung der SCHOTT Solar AG. Sie liefern Strom und spenden ganz nebenbei auch noch Schatten und schützen die Privatsphäre. "Als Teilsponsor haben wir dieses Projekt gerne unterstützt, da es eindrucksvoll zeigt, wie Häuser der Zukunft gestaltet sein können. Wir sind davon überzeugt, dass die Gebäudehülle einen immer größeren Beitrag zur Energieversorgung eines Hauses leisten muss. In Zeiten knapper werdender fossiler Rohstoffe ist Solarenergie eine echte Alternative", so Roland Neuner, Leiter Vertrieb Gebäudelösungen bei der SCHOTT Solar AG.

Das Konzept und der Prototyp des Plus-Energie-Hauses der TU Darmstadt entstand im Rahmen des internationalen Wettbewerbs Solar Decathlon 2007, ausgeschrieben vom US-Energieministerium. Die TU Darmstadt konnte sich als einzige deutsche Universität für diesen Zehnkampf der Solar-Häuser qualifizieren und erhielt gleich den ersten Preis.

Das Plus-Energie-Haus wurde der Öffentlichkeit erstmals im Januar 2009 in München präsentiert und war auf dem Marienhof zu sehen. Den Sommer verbringt es nun in der Hauptstadt.

Weitere Informationen unter www.schottsolar.de

Über SCHOTT Solar AG

SCHOTT Solar ermöglicht mit ihren hochwertigen Produkten, das nahezu unerschöpfliche Potenzial der Sonne als erneuerbare Energiequelle zu nutzen. Zu diesem Zweck produziert SCHOTT Solar wesentliche Komponenten für Photovoltaikanwendungen und Solarkraftwerke mit Parabolrinnentechnologie. In der Photovoltaikindustrie gehört das Unternehmen zu den wenigen integrierten Herstellern von kristallinen Siliciumwafern, Solarzellen und Photovoltaikmodulen. Die Herstellung der Wafer erfolgt dabei überwiegend im Joint Venture WACKER SCHOTT Solar GmbH, durch das auch die Siliciumversorgung als Voraussetzung für ein starkes Wachstum langfristig gesichert ist. Auch in der Dünnschichttechnologie zählt sich SCHOTT Solar wegen ihrer über 20-jährigen Erfahrung zu den richtungsweisenden Unternehmen. Bei der Produktion von Receivern für Solarkraftwerke mit Parabolrinnentechnologie sieht sich SCHOTT Solar als Markt- und Technologieführer. Die Receiver sind Schlüsselkomponenten von Großkraftwerken, die auf Basis der Parabolrinnentechnologie zentral Strom aus Sonnenenergie erzeugen und damit ganze Städte versorgen können. SCHOTT Solar produziert in Deutschland, der Tschechischen Republik, den USA und in Spanien. Die Innovationskraft und technologische Kompetenz von SCHOTT Solar reichen zurück bis in die späten 1950er Jahre. Hauptaktionärin der SCHOTT Solar AG ist die SCHOTT AG, Mainz. SCHOTT entwickelt Spezialwerkstoffe, Komponenten und Systeme für die Branchen Hausgeräteindustrie, Pharmazie, Solarenergie, Elektronik, Optik und Automotive. Der SCHOTT Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2007/2008 mit rund 17.300 Mitarbeitern einen globalen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro.


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Verwaltungskomplex der EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Allgemein — geschrieben von bauinformant @ 12:25

Gigantisches Bauprojekt

In Tiefgarage und Parkhaus der EnBW-City beeindrucken auch die Bodenflächen

Im Stuttgarter Gewerbegebiet Fasanenhof-Ost beeindruckt der zentrale Verwaltungskomplex der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Fotos: Caparol Farben Lacke Bautenschutz/Andrea Nuding
Zentraler Verwaltungskomplex der EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Fotos: Caparol Farben Lacke Bautenschutz/Andrea Nuding

(pressebox) Ober-Ramstadt, 18.05.2009

Im Gewerbegebiet Fasanenhof-Ost in Stuttgart-Möhringen beeindruckt der zentrale Verwaltungskomplex der EnBW Energie Baden-Württemberg AG.

An dem neuen Standort wurde ein Großteil der Stuttgarter EnBW-Liegenschaften zentral zusammengefasst. Auf dem rund 35.000 Quadratmeter großen Gelände entstanden unter anderem drei sechsgeschossige Büroriegel und ein 16 Etagen umfassendes Hochhaus für rund 2.000 Beschäftigte. In einem angrenzenden Gebäude stehen darüber hinaus Besprechungsräume sowie ein Betriebsrestaurant zur Verfügung. Insgesamt entstanden auf dem Gelände rund 445.000 Kubikmeter umbauter Raum. Für die Baugrube wurden etwa 130.000 Kubikmeter Erde ausgehoben, das entspricht etwa 11.000 Lkw-Ladungen. Rund 65.000 Kubikmeter Beton, 9.500 Tonnen Stahl, 1.100 Kilometer Stromkabel und 650 Kilometer Datenkabel wurden auf der Baustelle verarbeitet. Während des Bauprojekts arbeiteten dort im Durchschnitt 650 Beschäftigte.

Mechanisch extrem belastbar, optisch attraktiv

Wo 2000 Menschen arbeiten, musste auch ausreichend Parkraum für die Beschäftigten und Besucher geschaffen werden. So entstanden neben dem neuen Verwaltungsgebäude der EnBW Energie Baden-Württemberg AG in Stuttgart auch eine eigene Tiefgarage sowie ein großes Parkhaus mit sieben Geschossen, insgesamt mehr als 30.000 Quadratmeter Fläche. „Hier kam der Bodenbeschichtung größte Bedeutung zu: Tausende von Fahrzeugen jeden Tag, Abrieb von Reifen aller Größe, Feuchtigkeit, Kälte und Hitze: Auch nach Jahren darf der Boden keine Beschädigungen aufweisen“, weiß Ralf Theil, bei Caparol als Vertriebsleiter für den Wirtschaftsbau in Deutschland verantwortlich. Eine besondere Herausforderung sei die Durchführung dieses Auftrages in Stuttgart gewesen: „Der ausführende Fachbetrieb hatte nur 30 Tage Zeit, die Bodenflächen zu beschichten. Zeitüberschreitungen konnten wir uns nicht leisten, da dies die nächsten Gewerke entsprechend behindert hätte.“

Nach erfolgreichem Abschluß der Arbeiten glänzen die Böden im Parkhaus und in der Tiefgarage in einem hellen Grau. Mechanisch extrem belastbar, optisch attraktiv. Resultat höchster Anforderungen an die Beschichtungsarbeiten. Bei der EnBW-City war das Büro SANCON aus Stuttgart hierfür mit der externen Qualitätssicherung beauftragt. „Seit 2000 führen wir mit angestellten Mitarbeitern und einem festen Stamm an spezialisierten Kooperationspartnern Ingenieurleistungen bei Bauwerkserhaltungen, Bauinstandsetzungen und Qualitätssicherungsmaßnahmen durch“, berichtet Geschäftsführer Nico Wolf. „Wir haben auch schon ganze Baustellen auf Kosten der ausführenden Unternehmen geschlossen, weil die ihren Dokumentationspflichten nicht nachgekommen sind und so die ordnungsgemäße Ausführung der Arbeiten nicht sichergestellt war,“ erzählt er. „Gerade bei Beschichtungen spielt es eine große Rolle, dass die Arbeiten sauber ausgeführt werden, weil Fehler oft nicht sofort zu sehen sind, sondern sich erst nach einigen Jahren zeigen. Und dann wird es richtig teuer.“

Professionelle Ausführung

Damit die Bodenflächen den hohen Belastungen standhalten, wurde statt einer Quarzsandeinstreuung Granitsplitt aufgebracht, wodurch eine größere Festigkeit erzielt wird. Auch waren hochwertige Materialien gefordert, die sich sehr gut verarbeiten lassen und eine hohe Abriebfestigkeit besitzen. Sowohl in der Garage (OS 8-Beschichtung) als auch im Parkhaus (OS 11b-Beschichtung) setzten die Verantwortlichen auf Bautenschutz-Systeme von Caparol. „Sie sind äußerst wirtschaftlich und erfüllen auch optisch höchste Ansprüche“, sagt Key Account Manager Markus Schmidt. „Bei solch hochkarätigen Bauaufgaben ist neben der hochwertigen Produktqualität auch ein umfangreiches Paket an Serviceleistungen gefordert“, ergänzt Theil: „Hierzu gehört bei Caparol eine spezialisiertes Team von Bautenschutzexperten mit hohem Technik-Know-How, das auch komplexe Instandsetzungsmaßnahmen kostenbewusst und optimal für den Bauherren begleitet.“ Daß dieses Team als verlässlicher Partner auch kurzfristige Lieferungen sicherstellt, damit die Arbeiten fristgerecht ausgeführt werden können, versteht sich.

Bautafel: EnBW City Energie Baden Württemberg
Bauherr: EnBW AG
Generalunternehmer: BAM Deutschland AG
Planung: EnBW + BAM Deutschland AG
Standort: Stuttgart, Fasanenhof
Erbaut: 2006 - 2008
Höhe: ca. 60 Meter
Etagen: 15
Parken: ca. 680 Plätze auf rund 30.000 Quadratmetern
in Tiefgarage und Parkhaus


Bodenbeschichtungs-System (Parkhaus und Tiefgarage):
CaparolFarben Lacke Bautenschutz GmbH
Deutsche Amphibolin-Werke
von Robert Murjahn Stiftung & Co.KG
Key Account Wirtschaftsbau
Roßdörfer Straße 50
64372 Ober-Ramstadt
Fon 0 61 54/71-1710
Fax 0 61 54/71-1361
Web www.caparol.de
Mail ralf.theil@caparol.de


Qualitätssicherung
Ingenieurbüro SANCON
Planungsbüro für Bauwerkserhaltung
Heinrich-Baumann-Straße 7A
70190 Stuttgart
Fon: 0711/2622541
Fax: 0711/9979426
Web www.sanconpartners.com
Mail member@sanconpartners.de


Drei weitere Stadtentwicklungsprojekte in Fürstenberg übergeben

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 14:24
   Fürstenberg/Havel (ddp-lbg). In Fürstenberg/Havel sind drei weitere Stadtentwicklungsprojekte fertiggestellt worden.
Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) eröffnete am Samstag anlässlich des Altstadtstraßenfestes einen Fisch-Kanu-Pass, einen Wasserwanderrastplatz sowie die Amtsstraße. Der Minister betonte laut vorab verbreitetem Grußwort, diese Projekte seien ein «wichtiger Meilenstein» auf dem Weg Fürstenbergs zur Wasserstadt.

   Der Fisch-Kanu-Pass ist den Angaben zufolge eine Alternative zur Fürstenberger Schleuse für Kanuten. Bund und Land hatten rund 193 000 Euro Städtebaufördermittel bewilligt. Weitere Mittel wurden vom Landwirtschaftsministerium, vom Naturschutzfonds und der Stadt bereitgestellt. Der Wasserwanderrastplatz mit sanitären Anlagen wurde mit rund 560 000 Euro aus dem Städtebauförderprogramm und dem Brachflächenprogramm des Infrastrukturministeriums gefördert.

   Die neue Amtsstraße ist den Angaben zufolge eine Verbindung zwischen Markt und Stadtpark am Schwedtsee. Der Umbau der Straße wurde mit rund 353 000 Euro Städtebaufördermitteln unterstützt.

   Bereits seit 1991 erhält Fürstenberg/Havel durch das Bund-Land-Programm «Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen» Unterstützung. Bis 1994 war die Stadt der zweitgrößte Standort sowjetischer Streitkräfte in Deutschland, wodurch sie bis heute aufgrund innerstädtischer Konversionsflächen Störungen im Stadtbild aufweist. Insgesamt wurden Fürstenberg für Stadtentwicklung und Erneuerung rund 15,6 Millionen Euro bewilligt, davon rund 8,4 Millionen Euro für die städtebauliche Sanierung und
4,5 Millionen Euro für Konversionsaufgaben.

ddp/dri/fgr

1,0% weniger Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe im März 2009

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 09:51
WIESBADEN - Ende März 2009 waren in den Betrieben des Verarbeitenden
Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten in Deutschland gut 5,1 Millionen
Personen tätig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter
mitteilt, waren dies rund 53 000 Personen oder 1,0% weniger als im März
2008. Damit setzte sich der Rückgang der Beschäftigtenzahl im
Vorjahresvergleich fort.

Obwohl es im Berichtsmonat 22 Arbeitstage gab und somit drei mehr als im
März 2008, nahm die Zahl der im März 2009 geleisteten Arbeitsstunden im
Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat nur um 1,9% auf 669
Millionen zu. Die Entgelte (Bruttolohn- und -gehaltsumme) lagen bei 16,6
Milliarden Euro; das waren 5,1% weniger als im März 2008.

Ab dem Berichtsmonat Januar 2009 werden die Angaben nach einer
revidierten Klassifikation der Wirtschaftszweige, der WZ 2008,
abgegrenzt. Um einen korrekten Vergleich mit den Vorjahreswerten zu
ermöglichen, wurden die Ergebnisse des Jahres 2008 in die neue
Klassifikation überführt.

Betrachtet man die Beschäftigtenzahl in den von der Größe her
wichtigsten Wirtschaftszweigen der neuen Klassifikation WZ 2008, dann
wiesen nur noch die Bereiche Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln
(+ 1,3%) und der Maschinenbau (+ 1,0%) eine positive Entwicklung
gegenüber März 2008 auf. Die Wirtschaftszweige Herstellung von
elektrischen Ausrüstungen (- 0,4%), Herstellung von Metallerzeugnissen
(- 1,1%), Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (- 1,8%) und
Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (- 2,1%) hatten jeweils
einen Beschäftigtenrückgang zu verzeichnen.

Ausführliche Ergebnisse über das Verarbeitende Gewerbe bietet die
Fachserie 4, Reihe 4.1.1, die im Publikationsservice des Statistischen
Bundesamtes unter www.destatis.de/publikationen, Suchwort "2040411",
kostenlos erhältlich ist.



Weitere Auskünfte gibt:
Ulrich Prautsch,
Telefon: (0611) 75-2807,
E-Mail: monatsbericht-verarbeitendes-gewerbe@destatis.de



Die vollständige Pressemitteilung ist auch im
Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/05/PD09__186__421,templateId=renderPrint.psml
zu finden.

Bundesregierung will Vorbild für nachhaltiges Bauen und Konsumieren werden

Allgemein — geschrieben von bauinformant @ 19:19

Die Bundesregierung sieht große Exportchancen für nachhaltige Produkte aus Deutschland, da sie hohe Ansprüche an Langlebigkeit, Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit erfüllen. In Zukunft will die Regierung daher selbst stärker auf solche Produkte zurückgreifen und beim nachhaltigen Konsumieren und Bauen Maßstäbe setzen.  

Ob nachhaltige Produkte es in die Supermarktregale und in die Einkaufswagen schafften, entschieden zwar vor allem die Verbraucherinnen und Verbraucher, sagte Bundesminister Thomas de Maizière am 04. Mai 2009 nach einem Fachgespräch zum Thema „Nachhaltiger Konsum – nachhaltiges Bauen“ im Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung. „Als Staat können wir aber einen vernünftigen Rahmen vorgeben, für Transparenz sorgen und selber mit gutem Beispiel vorangehen.“

Während des Fachgesprächs bestand nach Angaben der Bundesregierung Einigkeit darüber, dass klare Kennzeichnungen für den Absatz nachhaltiger Produkte „unverzichtbar“ sind. Siegel seien immer Markenzeichen, die für deutsche Unternehmen Chancen auf Auslandsmärkten eröffneten, heißt es in einer Mitteilung der Bundesregierung.

Damit auch der hiesige Bausektor von diesen Absatzchancen profitieren kann, will das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) möglichst rasch das „Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen“ etablieren. Um den Prozess zu beschleunigen, will sich die Bundesregierung künftig bei Errichtung und Modernisierung von Bundesgebäuden an den Anforderungen des Gütesiegels messen lassen. Das „Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen“ bewertet die Nachhaltigkeit eines Gebäudes anhand ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Kriterien.

Zu dem Fachgespräch hatte die Bundesregierung unter anderem Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, und Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels, eingeladen. Das Gespräch diente der Umsetzung der fortgeschriebenen nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, die das Bundeskabinett am 29. Oktober 2008 verabschiedet hatte.

Der Förderung von nachhaltigem Konsum widmet die nationale Nachhaltigkeitsstrategie ein eigenes Kapitel. Die Bundesregierung unterstreicht darin die zunehmende Bedeutung einer an Nachhaltigkeitskriterien ausgerichteten Beschaffungspolitik der Öffentlichen Hand.

Dennoch drängt der Rat für Nachhaltige Entwicklung die Bundesregierung seit Langem, ihr Beschaffungswesen wesentlich entschlossener und glaubwürdiger auf Nachhaltigkeit zu trimmen. Andernfalls, so der Nachhaltigkeitsrat in einer im August 2008 der Bundesregierung vorgelegten Empfehlung, bestehe die Gefahr, dass der Steuerzahler doppelt zahlen müsse. „Zum einen zahlt er, wenn Einsparmöglichkeiten und Effizienz nicht beachtet werden, zum anderen, wenn die ökologische und soziale Zeche zu zahlen ist, die aus Fehlentscheidungen folgt“.


Der Tausendfüßler von Frankfurt

Beton, Unternehmen & Produkte, Bauprojekte — geschrieben von bauinformant @ 20:01

Das neue Airrail-Center am FlughafenTausendfüßler_Frankfurt

Tag und Nacht wird auf der Baustelle gearbeitet, damit das Großprojekt rechtzeitig fertig wird. Dies stellt höchste Anforderungen an Projektmanagement, Partner und Lieferanten. Foto: Steffen Fuchs/HeidelbergCement


Am Flughafen Frankfurt/Main, einem der größten Flughäfen Europas, ist seit März 2007 eine der interessantesten Immobilien im Bau. Mit dem Airrail-Center wird ein Büro- und Geschäftshaus dort entstehen, wo sich Verkehrswege kreuzen und Mobilität offensichtlich wird, zwischen Flughafen, Bahn und Straße.


Wie ein Tausendfüßler wird sich das Airrail-Center am Flughafen Frankfurt einmal über den Fernbahnhof erstrecken und so das neue Dach für den ICE-Halt am Airport bilden. Traut man den Plänen und Illustrationen, so entsteht hier eine moderne und spektakuläre Architektur, die mehr als nur Funktionalität bietet. Nach den Plänen des Architekturbüros JSK-Siat International aus Frankfurt wird ein 660 Meter lang gestreckter Baukörper entstehen, der mit seinen abgerundeten Gebäudekanten und dem großen Bug einem Flugzeug ohne Flügel gleicht – oder eben einem wohlgenährten Tausendfüßler. Denn das große Volumen ruht nicht auf massiven Stützen oder einem Gebäudesockel, sondern steht auf filigranen Stahlstützen, die in Dreier-Gruppen angeordnet, die Lasten des Airrail-Centers abtragen, das sich über die Bahngleise und den ICE-Bahnhof spannt und diesen überdeckt.

Doch: Noch ist es nicht soweit. Denn das Gebäude befindet sich im Moment in der Rohbauphase. 2010 soll es fertig sein und dann als neues Wahrzeichen den Flughafen und die dazu gehörende Airport-City schmücken. Bis dahin werden rund 50.000 Kubikmeter Beton verbaut was so manche logistische Meisterleistung verlangt. Die hochwertigen Betone des Typs C 45/55 und C 50/60 liefern Sehring Beton und Heidelberger Beton, Frankfurt/Main, deshalb gemeinsam auf die Baustelle. Denn allein wäre ein Bauwerk dieser Größe - es ist aktuell immerhin die größte Baustelle Frankfurts - nicht zu bewältigen. So bringen zehn Betonmischer jeden Tag bis zu insgesamt 250 Kubikmeter Material zum Flughafen, wo der Beton dann über 18 Kräne und Pumpen mit Längen von bis zu 52 Metern verteilt wird. Auf der Baustelle wird rund um die Uhr gearbeitet. Auch die Betonagen dauern in zwei Schichten bis tief in die Nacht. Auf diese Weise wächst das Gebäude seit dem Rohbaubeginn im Mai 2008 kontinuierlich von Ost nach West und hat im östlichen Teil bereits die volle Bauhöhe erreicht. An manchen Tagen arbeiten bis zu 800 Arbeiter auf der Baustelle, damit die Rohbauarbeiten wie geplant bis Juli 2009 abgeschlossen werden können. Dies verlangt Bauleitung und Baustellenkoordination ein gehöriges Maß an Planungskönnen und Reaktionsfähigkeit ab. Denn eine solch große Zahl an Arbeitern und eine Baustelle dieser Größe will koordiniert werden, vor allem, wenn demnächst parallel zum Rohbau bereits mit dem Innenausbau und der Montage der Fassaden begonnen wird.

Wenn dann einmal alles fertig ist, wird das futuristische Airrail-Center als Flaggschiff der Airport-City in Frankfurt auf 140.000 Quadratmetern Fläche genug Raum bieten, um neben Büroflächen unterschiedlichste Dienstleistungen zu beherbergen. So werden neben 94.500 Quadratmetern Büro Bereiche für Hotel, Einzelhandel, Gastronomie, Lager und eine Tiefgarage mit 600 Stellplätzen entstehen. Dass das Konzept dabei ebenso wie die Architektur zu überzeugen weiß, sieht man an der aktuellen Vermietungsquote von fast sechzig Prozent. Neben der Hilton Hotelgruppe gehören namhafte Firmen wie REWE, Starbucks oder die Unternehmensberatung KPMG zu den künftigen Mietern, die die vielen Vorteile, wie den ICE-Halt unter dem Gebäude, die Nähe zum Flughafen, die gute Anbindung an die Autobahnen A3 und A5 sowie an die Bundesstraße B43 oder die ausreichenden Parkflächen zu schätzen wissen.

Das Airrail-Center bietet neben der sehr guten Infrastruktur eine innovative Architektur: Neben der ungewöhnlichen Konstruktion mit der Aufständerung auf die filigranen Stahlstützen und der organischen Gebäudeform sind es vor allem die frei wählbaren Grundrisse, die auf einem einfachen Achsraster von 1,25 Metern basieren und bei Raumtiefen zwischen 10,8 und 18,5 Metern ausreichend Raum zur individuellen Entfaltung der Mieter lassen.

Besonderes Highlight des Gebäudes sind die von außen nicht sichtbaren, begrünten Atrien mit einer Fläche von 13.000 Quadratmetern. Der Baukörper des Airrail-Centers läuft wie bei einer Blockrandbebauung am Rand des Grundstücks entlang. So entsteht ein Innenhof, der durch Gebäudebrücken erschlossen wird, die zwischen den beiden Längsseiten als Verbindungen verlaufen. Da diese von einem großen Glasdach vor Witterungseinflüssen geschützt sind, entsteht hier ein ganzjährig nutzbarer Ort. Flug- und Bahnreisende können hier ebenso Rast machen wie die Mitarbeiter der hier ansässigen Unternehmen.

In den nächsten Monaten wird sich zeigen, wie sich das Airrail-Center entwickelt. Schon jetzt ist deutlich, dass die spektakuläre Architektur und die prominente Lage dazu beiträgt, dass dieses Gebäude mit seinen Atrien und Restaurants, den Hotels und Ladengeschäften sehr schnell ein neues Highlight am Frankfurter Flughafen werden wird. So ist das neue Gebäude über dem Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens wieder ein Beweis dafür, welche Welten man aus Beton und Stahl entstehen lassen kann, wenn man die nötige Fantasie bei der Planung aufbringt und in der Umsetzung auf Erfahrung und Zuverlässigkeit bei den beteiligten Partnern, vom Betonlieferanten bis zum Baustellenkoordinator, zurück greift.

Bautafel
Bauherr: AIRRAIL CENTER FRANKFURT Verwaltungsgesellschaft mbH und Co. Vermietungs KG, ein Joint Venture der IVG Immobilien AG, vertreten durch die IVG Development GmbH und der Fraport AG
Architekt: JSK-Siat International, Frankfurt/Main
Rohbau: Züblin AG, Stuttgart
Haustechnik: YIT Germany GmbH, Deggendorf
Ausbau: ARGE Innenausbau (DIG, Becher Innenausbau)
Fassade: Shenyang Yuanda Aluminium Industry Engineering Co., Ltd.
Verbauter Beton: ca. 50.000 Kubikmeter
Lieferumfang: Sehring Beton GmbH & Co.KG, Langen und Heidelberger Beton GmbH, Gebiet Frankfurt/Main: täglich zwischen 80 und 250 Kubikmetern Ortbeton im wöchentlichen Wechsel mit Partnerunternehmen


 

Blick auf die Halle des Fernbahnhofs Frankfurt Flughafen. Während oben gebaut wird, läuft unten der Bahnbetrieb unbeirrt weiter. Das bestehende Glasdach bleibt erhalten und wird in den Neubau integriert. Foto: Steffen Fuchs/HeidelbergCement



Hessisches Baugewerbe verzeichnet im März leichtes Auftragsplus

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 14:27
 Wiesbaden (ddp-hes). Nach zwei schwachen Monaten zu Beginn des Jahres sind die Aufträge im hessischen Baugewerbe im März wieder leicht gestiegen. Wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, lagen die Auftragseingänge um 3,7 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Insgesamt verzeichnete das Bauhauptgewerbe im ersten Quartal jedoch einen Auftragsrückgang von 22 Prozent.

   Nach drastischen Umsatzrückgängen im Januar und Februar betrug das Minus den Statistikern zufolge im März nur noch 3,3 Prozent. Damit beläuft sich das Umsatzminus im ersten Quartal auf insgesamt 19 Prozent.

ddp/anb/mwa

Einbruch bei Wohnungsbau im Südwesten

Bauwirtschaft — geschrieben von bauinformant @ 14:26
Stuttgart (ddp-bwb). Der Wohnungsbaumarkt in Baden-Württemberg ist im ersten Quartal 2009 deutlich eingebrochen. Insgesamt registrierte das Statistische Landesamt nach Angaben vom Mittwoch in Stuttgart rund 27 Prozent weniger Baufreigaben für Wohnungen als im Vorjahreszeitraum. Laut Landesamt wurden in neu zu bauenden Häusern nur noch gut 4300 Wohnungen freigegeben.

   Bei Mehrfamilienhäusern gab es von Januar bis März knapp 1800 Baufreigaben und damit rund 30 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Beim Einfamilienhausbau ging die Zahl der Genehmigungen um 24 Prozent auf 2000 zurück, bei Zweifamilienhäusern um 21 Prozent auf 550.

   Weniger Baufreigaben gab es auch bei Wohnungen, die in vorhandenen Gebäuden neu entstehen sollen. Verglichen mit dem Vorjahresquartal beträgt der Rückgang knapp 26 Prozent auf knapp 490 Wohnungen.

ddp/wld/muc

Online-Datenbank für fremdsprachige Ausschreibungstexte

Allgemein — geschrieben von bauinformant @ 13:44

www.ausschreiben.eu – die Online-Datenbank auch für fremdsprachige Ausschreibungstexte

Grenzübergreifende Bauprojekte gehören längst europaweit zum Alltag. Dabei müssen sich alle Beteiligten auf die länderspezifischen Vorschriften und Abwicklungsmodalitäten einstellen. Davon unabhängig jedoch muss auch der Fachplaner im benachbarten Ausland die Leistung oder das Produkt, das er für sein Projekt braucht, detailliert beschreiben, um das Gewünschte möglichst schnell zu erhalten. Viele Unternehmen erstellen deshalb Ihre Produktbeschreibungen mehrsprachig.

www.ausschreiben.eu bietet nun auch die Möglichkeit, diese fremdsprachigen Texte in einer entsprechenden Benutzeroberfläche zu veröffentlichen. Der Zugriff auf die Online-Datenbank ist weltweit zu jeder Zeit möglich, zum Download stehen die unterschiedlichsten Datenformate zur Verfügung. Mehrere Unternehmen, z.B. Emco Bau- und Klimatechnik GmbH & Co. KG, die Eduard Hueck GmbH & Co. KG und Hydro Building Systems GmbH nutzen diese Möglichkeit bereits, um ihre Ausschreibungstexte in Englisch und Französisch bereitzustellen.


ORCA Software GmbH
Kunstmühlstraße 16
83026 Rosenheim
Tel. 08031/40688-0
Fax 08031/40688-11
info@orca-software.com
www.orca-software.com
www.ausschreiben.de


Am 13. Mai 2009: Erster Spatenstich für den Neubau "Kunst und Musik" auf dem Augsburger Campus

Allgemein — geschrieben von bauinformant @ 14:08
12.05.2009 - (idw) Universität Augsburg

Auch Wissenschafts- und Kunstminister Dr. Heubisch feiert mit / Vertreterinnen und Vertreter der Medien herzlich eingeladen Mit dem Ersten Spatenstich wird am morgigen Mittwoch im Beisein des Bayerischen Staatsministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst der Beginn der Bauarbeiten für den Augsburger Campus-Neubau "Kunst und Musik" gefeiert. Der Festakt beginnt um 16.00 Uhr an der Baustelle im Nordwesten des Campus (Gebäude G auf dem Campusplan http://www.uni-augsburg.de/allgemeines/neueuni/). Bei schlechtem Wetter werden die dem Spatenstich vorausgehenden Redebeiträge in das Hörsaalzentrum Wirtschaftswissenschaften (Gebäude K) verlagert. Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zur Teilnahme herzlich eingeladen.

Mit dem Baubeginn des Projekts Kunst und Musik kommt die Universität Augsburg ihrem Ziel, alle ihre Einrichtungen auf dem Campus im Süden der Stadt zu vereinen, zum Greifen nahe: Als letzte noch am Standort "Schillstraße" im Norden Augsburgs angesiedelte Disziplinen werden in ca. zwei Jahren sowohl die Kunstpädagogik als auch die Musikpädagogik, die jüngst mit der Musikwissenschaft und Teilen der ehemaligen Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg in das neue Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg integriert wurde, auf den Campus umziehen können.

Abgesehen davon, dass Kunst und Musik damit auf dem Campus buchstäblich heimisch werden und mit Ausstellungen und Konzerten das kulturelle Campus-Leben deutlich bereichern werden, profitieren von dem Neubau in erster Linie die Musik- und Kunstpädagogik-Studentinnen und -Studenten - derzeit sind dies rund 800 -, für die das den Studienalltag belastende Pendeln zwischen den Standorten Campus und Schillstraße ein Ende haben wird. Darüber hinaus wird das Gebäude - parallel zum Standort Maximilianstraße in der Augsburger Innenstadt - auch die künstlerische Instrumental- und Gesangsausbildung sowie die Elementare Musikpädagogik und die Musiktherapie der ehemaligen Hochschule für Musik beherbergen, die jetzt mit der Musikpädagogik und der Musikwissenschaft im Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg zusammengeschlossen sind.

Es sei eine glückliche Fügung gewesen, dass diese Teilintegration der ehemaligen Musikhochschule genau in den Zeitraum der Reifung der Pläne für den Neubau Kunst und Musik gefallen sei, den sich die Universität schon seit mehr als zwanzig Jahren auf ihrem Campus wünsche, so Präsident Prof. Dr. Wilfried Bottke. Dieser Erfolg sei vielen Vor- und Mitdenkern zu verdanken, insbesondere aber dem Freistaat Bayern, der aus dem Sonderprogramm "Zukunft Bayern 2020" die erforderlichen Baumittel in Höhe von 19,7 Millionen Euro zur Verfügung stellt.

Das neue Gebäude mit einer Hauptnutzfläche von 3600 Quadratmetern und einem Bruttorauminhalt von knapp 42.000 Kubikmetern wurde vom Leipziger Architekturbüro Prof. Knoche BDA entworfen. Es schließt die Lücke zwischen dem Nordflügel der Juristischen Fakultät und dem nördlichen Teil des Campus-Sees und soll bereits im kommenden Dezember im Rohbau stehen. Die Fertigstellung des Gebäudes und seine Übergabe an die Universität sind auf den Juni 2011 terminiert.

Beim morgigen Ersten Spatenstich wird nach der Begrüßung durch Präsident Prof. Dr. Wilfried Bottke und nach einem Grußwort des Kulturreferenten der Stadt Augsburg, Bürgermeister Peter Grab, Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch die Festansprache halten. Weitere Redebeiträge des Dekans der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Bernd Oberdorfer, sowie der beiden Baubeauftragten, Prof. Dr. Constanze Kirchner (Lehrstuhl für Kunstpädagogik) und Prof. Dr. Rudolf-Dieter Kraemer (Lehrstuhl für Musikpädagogik), leiten dann zum symbolischen Ersten Spatenstich über.

Im Anschluss sind die Gäste zu einem Empfang im Foyer der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät eingeladen.

„Phantasiewelten – die Suche nach dem Machbaren“

Wettbewerbe & Auszeichnungen, Nachhaltigkeit — geschrieben von bauinformant @ 11:57
Preisträger des Gestaltungs- und Realisierungswettbewerbs ermittelt

Am 28. April 2009 vergab das Preisgericht des Wettbewerbs zum Thema „Phantasiewelten – die Suche nach dem Machbaren“ in Neu-Ulm unter dem Vorsitz von Prof. Jan R. Krause drei 1. Preise sowie 2 Sonderpreise.

Der Jury gehörten weiterhin der Journalist Dipl.-Ing. Dirk Meyhöfer sowie der Vorsitzende des Bundesverbandes Ausbau und Fassade im ZDB, Dipl.-Math. Stuckateurmeister Jürgen G. Hilger an.

Von den Studierenden im Hauptstudium Architektur/Innenarchitektur sowie von den angehenden und zukünftigen Meisterschülern des Ausbaugewerbes wurden eine unbefangene Herangehensweise und unkonventionelle Lösungsansätze bei der Umsetzung der Wettbewerbsaufgaben hinsichtlich der Gestaltung der zukünftigen Wohnwelt erwartet.

Die Technische Universität Dortmund, die SRH Hochschule Heidelberg, die Fachhochschule Hannover (FHH), die Beuth Hochschule für Technik Berlin sowie die Hochschule Darmstadt hatten sich mit insgesamt 19 Projektarbeiten an dem bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb beteiligt.

Drei 1. Preise zu je 1.000 EUR sowie zwei Sonderpreise zu je 250 EUR wurden nach drei Bewertungsrundgängen und intensiver Diskussion in der 2. Stufe des Wettbewerbs durch die Jury ermittelt.

 

1. Preis: Beitrag – Nr. 10
Fachhochschule Hannover
Titel: „Future Living – Leben im Familienrahmen“
Verfasserin: Nadine Büttgen
Betreuung: Prof. Dipl.-Ing. Bernd Kreykenbohm

Der Preis wird von der Jury einstimmig vergeben, weil diese Arbeit innerhalb des Themas „Phantasiewelten – die Suche nach dem Machbaren“ sich schon im Ansatz ausdrücklich den demographischen Veränderungen der Welt des 21. Jahrhunderts stellt. Sie tut es am Beispiel einer Modellfamilie, die in mehreren Generationen miteinander individuell leben soll und liefert eine komplexe und verblüffend plausible Lösung auf mehreren Ebenen: Das beginnt mit der nachhaltigen Verdichtung im Städtebau sowie einer modularen Raumlösung mit individuellen Gestaltungsräumen für die Bewohner und gipfelt in einem ästhetischen und unaufdringlichen Minimalismus in Konstruktion und Architektur.

Die angehende Architektin liefert mit ihrer eigenen professionellen Kreativität ein sanftes Flussbett, die Bewohner entscheiden über ihren eigenen „Wohnfluss“, deren Richtung sie immer wieder ihren sich ändernden Lebenszielen anpassen können.

Dabei ist das Kompositionsprinzip verblüffend einfach: Das Modul besteht aus Variationen von Rahmen, die ohne Überschneidungen, Schicht für Schicht immer wieder neue Räume anbieten. Nebenbei entstehen jeweils zwischen zwei Rahmen Möglichkeiten, Installation und Kabelschächte zu verlegen.

Die Jury wünscht sich allerdings eine Weiterentwicklung des Rahmenprinzips, der hier noch in Betonbauweise vorgesehen ist, in Richtung einer konstruktiven Lösung, bei der der Wandaufbau zusammen mit dem Trockenausbau in eine noch energieeffizientere Richtung optimiert werden kann.

 

1. Preis: Beitrag Nr. 14
Beuth Hochschule für Technik Berlin
Titel: „sustainable eco strap – das nachhaltige ökologische Wohnband“
Verfasser: Abid Öner, Babak-Patrick Mahdawi-Nader, Halit Öner
Betreuung: Prof. Dr.-Ing. Holger Kühnel

In der Bewertung der Jury haben die Studenten der Beuth-Hochschule für Technik Berlin, Herr Abid Öner, Herr Babak-Patrick Mahdawi-Nader und Herr Halit Öner einen überragenden Beitrag zum Wettbewerb „Phantasiewelten – Die Suche nach dem Machbaren“ geleistet.

Die präsentierte Wohnwelt aus rhythmisch vor- und zurückspringenden Bandstrukturen spiegelt eine Lebendigkeit und Vielfalt wider. Nicht nur werden durch die räumliche Anordnung der parallelen Bänder dynamische Raumabgrenzungen geschaffen, sondern die Bänder finden auch als Möbel, Sitzflächen und Raumteilungen Verwendung.

Im Vordergrund steht bei der Gestaltung der Bänder, die sich aus dem Boden erheben und über Wandflächen zur Decke werden, die Konstruktion mit ökologischen Baustoffen.

So ist ein Mix aus Stampflehmkork als Füllmaterial mit schalldämmender und raumklimatisierender Wirkung zusammen mit den Trockenbauoberflächen dazu geeignet, alle Anforderungen an Oberflächen zu erfüllen, die mit Lehmfinish, Kalkglätte und Tadellackt in Feuchträumen zu erstellen sind.

Es fehlt jedoch der Bezug zum oberen Raumabschluss der Gesamtwohnwelt und fordert damit einen Ausblick auf noch zu erstellende Einzellösungen der Gesamtarbeit.

Im Hinblick auf die Präsentation auf der Messe Farbe Ausbau & Fassade in München 2010 schlägt die Jury vor, nicht wie von der Teilnehmergruppe vorgesehen den Schlafbereich sondern den Teilausschnitt Wohnen/Essen im Maßstab 1:1 zu realisieren. Der Preis, der als einer unter drei gleichwertigen Preisen vergeben wird, wird für die gute Gesamtdarstellung, für den hohen und innovativen architektonischen Anspruch unter Einbeziehung der veränderten Wohnbedürfnisse zuerkannt.

 

1. Preis: Beitrag Nr. 17
Hochschule Darmstadt
Titel: „Frame“
Verfasser: Friederike Nürnberg
Betreuung: Prof. Dipl.-Ing. Kerstin Schultz

„Frame“ ist der Entwurf einer temporären Wohnform für eine mobile Gesellschaft. Denkbar ist die Errichtung als Wohnraum in ungenutzten Hallen oder als Wohnhaus in der freien Landschaft. In modularer Trockenbauweise werden Winkel so aneinander gefügt, dass sie einen Raum aufspannen. Durch Reihung der Winkel entstehen variantenreiche Wohnlandschaften mit verschiedenen funktionalen Zonen. Küche, Bad, Arbeits-, Schlaf- und Wohnbereiche wechseln mit Atrien und Gartenhöfen. Das konstruktive System ist dem Zweck angemessen, die Vorfertigung folgt den Methoden des modernen Trockenbaus. Modularität und Transportfähigkeit entsprechen dem Konzept der Mobilität. Geschickt platzierte Öffnungen in Wand und Decke bringen viel Tageslicht in den Raum und schaffen atmosphärische Verbindungen zum Außenraum. Darin unterscheidet sich der Entwurf von bekannten Container- und Modullösungen und bringt neue Qualitäten in diese Typologie. Die Fassaden sind nur schematisch dargestellt und erreichen nicht die Qualität des Entwurfskonzepts. Auch die Eingangssituation und Verortung in der Landschaft ist überarbeitungswürdig. Insgesamt aber liefert der Entwurf einen wertvollen Beitrag zu veränderten Wohn- und Lebenssituationen.


Sonderpreis – Beitrag Nr. 6
SRH Hochschule Heidelberg
Verfasser: Edwin Kömpel
Betreuung: Prof. Dipl.-Ing. Claudia Nickel

Der Entwurf präsentiert eine architektonisch spannende Baulückenschließung, die allerdings als singuläre Lösung zu verstehen ist. Der Vorschlag einer modulhaften Ausstattung für wesentliche Möbel- und Einrichtungsteile macht den Entwurf modellhaft: Sollte sich nach weiterer Bearbeitung herausstellen, dass die vorgestellten Objekte leicht und (auf Rollen?) beweglich genug sind, würden Sie sich für bestimmte Lebensphasen der heutigen modernen Nomaden sehr gut eignen. Die Jury sieht in diesem Vorschlag in Zusammenhang mit dem Trockenausbau eine reizvolle Herausforderung: Auf der Nahtstelle von Objekt, Ausbau und Möbel erhält der Trockenausbau eine neue Qualität: Mobilität. Ein Thema, das es weiter zu erforschen gilt.


Sonderpreis – Beitrag Nr. 9
SRH Hochschule Heidelberg
Verfasser: Matthias Bornhofen, Sophia Pasparakis, Jana Winkler
Betreuung: Prof. Dipl.-Ing. Claudia Nickel

Der Entwurf einer „Work & Cook Insel“ ist eine dynamische Interpretation der Küche als Begegnungs- und Erlebnisort. In offener Wohnküche oder in Restaurant und Lounge soll sie als skulpturales Objekt zum „Hingucker“ werden. Ein Tresen mit Herd und Spülbecken wird umspült von mehrfach gekrümmten Bänken. Ebenfalls gekurvte Paravents mit reliefartigen Intarsien schirmen die Küchenbar ab. Eine Antwort auf Fragen nach dem Wohnen der Zukunft vermag dieser Entwurf eines Möbels nicht zu liefern. Gleichwohl wird der Gestaltungsanspruch mit einem Sonderpreis „Möbel“ gewürdigt. Hier ist das Potenzial des modernen Trockenbaus noch nicht ausgeschöpft. Bei aller Virtuosität in der digitalen Erfindung freier Formen ist jedoch die Funktionalität im Blick zu halten. Fraglich sind die Eignung geneigter Sitzflächen und die beschränkte Arbeitsfläche. Zur Weiterentwicklung wird das im Modellbau erzeugte Relief im Paravent empfohlen.

 

Unter stuck@zdb.de können Sie Bilder von der Ausstellung in Neu-Ulm erhalten

Quelle: Pressemitteilung Zentralverband Deutsches Baugewerbe, www.zdb.de


Anhänge:

BAF-2009 Phantasiewelten.pdf
( 83,64 KB )
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Sichere Energieversorgung auch ohne Atomenergie möglich

Energie — geschrieben von bauinformant @ 09:22

dena: Ausbau energieeffizienter fossiler Kraftwerke vorantreiben

12.05.2009

Eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke ist nicht nötig, wenn jetzt in neue und effiziente fossile Kraftwerke investiert wird. Das betont der Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) Stephan Kohler in Berlin angesichts der vom Deutschen Atomforum vorgeschlagenen Allianz zwischen Atomindustrie und der Erneuerbaren-Energien-Branche. "Der Ausbau der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien muss unabhängig von der Atomenergie forciert werden. Wir dürfen diese Themen jetzt nicht vermengen", sagte Kohler. "Die dena-Kraftwerksstudie hat gezeigt, dass die Energieversorgung in Deutschland auch bei einem Atomausstieg sicher bleibt, wenn jetzt in Energieeffizienz, regenerative Energietechnologien und KWK-Anlagen investiert wird sowie neue und effiziente Kohle- und Gaskraftwerke gebaut werden. Es gibt also verschiedene Strategien, um eine sichere Stromversorgung zu erreichen."

Laut dena-Kraftwerksanalyse ist der Neubau von zusätzlichen hocheffizienten Kohle- und Erdgaskraftwerken mit einer Leistung von knapp 12.000 Megawatt bis im Jahr 2020 dringend erforderlich. Das entspricht etwa 15 Großkraftwerken. Die derzeitigen Kraftwerksplanungen, für die eine hohe Realisierungswahrscheinlichkeit besteht, reichen nicht aus, um in Zukunft die Stromnachfrage zu Höchstlastzeiten preiswert, sicher und klimaschonend zu decken. Verzögerungen in der Planung und beim Bau drohen die Lage zu verschärfen. Wird die Erneuerung der Stromproduktion aus Kohle und Erdgas nicht forciert, werden alte und ineffiziente fossile Kraftwerke mit deutlich höherem CO2-Ausstoß länger in Betrieb bleiben. Das würde zu höheren Strompreise führen und den Wirtschaftsstandort Deutschland erheblich belasten.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien macht darüber hinaus eine neue Kraftwerksstruktur in Deutschland erforderlich. Um die Schwankungen aus Wind- und Solarenergienutzung auszugleichen, muss eine Flexibilisierung der Stromversorgung angestrebt werden. Während Atomkraftwerke die Grundlast abdecken, werden in  Zukunft vor allem  Mittel- und Spitzenlastkraftwerke zum Einsatz kommen müssen.

Quelle: Pressetext Deutsche Energieagentur (dena), Berlin


Richtfest Topographie des Terrors am 11. Mai 2009, Pressemitteilung

Allgemein — geschrieben von bauinformant @ 17:06

Richtfest Topographie des Terrors am 11. Mai 2009

PRESSEMITTEILUNG
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Invalidenstr. 44, 10115 Berlin
Tel. 030/18-300-2043, -2056
Fax 030/18-300-2059

Pressesprecher:
Rainer Lingenthal (verantw.), Alexandra Dittmann, Julie Heinl,
Karen-Michaela Jansen, Gabriele Kautz, Sabine Mehwald,
Vera Moosmayer, Richard Schild, Ingo Strater, Sven Ulbrich
Berlin, den 11. Mai 2009
Richtfest des neuen Dokumentationszentrums in Berlin
Lütke Daldrup: Topographie des Terrors kann 2010 eröffnet werden
Wo von 1933 bis 1945 mit dem Geheimen Staatspolizeiamt, der SS-Führung und
dem Reichssicherheitshauptamt die Zentralen des nationalsozialistischen
Verfolgungs- und Terrorapparates ansässig waren, entsteht nach den Plänen des
Architekturbüros Heinle, Wischer und Partner in Berlins Mitte das neue
Dokumentationszentrum der „Topographie des Terrors“. Heute wurde Richtfest
gefeiert.
Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär im Bundesbauministerium: „Dieser Ort ist
ein Ort der Täter. Es ist keine Gedenkstätte, sondern ein authentischer Ort der
dunkelsten Epoche unserer Geschichte. Der Umgang damit war und ist nicht leicht.
Der Weg bis zum heutigen Richtfest war lang und steinig. Wir haben vor fünf Jahren
einen Neustart gewagt. Der Tag heute bestätigt, dass diese Entscheidung richtig war.
Das Zentrum wird dazu beitragen, dass wir nie vergessen, was hier geschah, damit
sich etwas ähnliches nie und nirgendwo in der Welt wiederholen kann."
Der Bund hatte 2004 die Verantwortung für das Projekt übernommen, nachdem zwei
vorausgegangene Anläufe von 1983 und 1992 gescheitert waren. 2005 wurde das
Projekt neu ausgelobt, 2006 wurde der Entwurf von Ursula Wilms (Heinle, Wischer
und Partner) und dem Landschaftsarchitekten Heinz W. Hallmann prämiert und zur
Umsetzung empfohlen. 2007 wurde mit dem Bau begonnen, 2010 soll das neue
Zentrum eröffnen, am 8.Mai, 65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges.
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Das Dokumentationszentrum wird durch die Stiftung Topographie des Terrors getragen.
Durch Forschung, Dokumentation und interkulturelle Begegnungen werden
wichtige Impulse auch gegen Rechtsextremismus gesetzt.
Die Gesamtkosten des Projekts – die vorangegangenen Verfahren eingeschlossen –
belaufen sich auf insgesamt 38,5 Millionen Euro. Der Neubau und die Gestaltung des
Freigeländes kosten 22,26 Millionen Euro. Bund und Land Berlin teilen sich die Kosten
hälftig.
Mehr zur Topographie des Terrors: www.topographie.de
Bilder zum neuen Dokumentationszentrum: www.bbr.bund.de


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